Personalstärke Februar 2020: Leichter Rückgang, wieder unter 184.000

Die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr ist im Februar wieder leicht zurückgegangen, die im Januar erreichte Marke von 184.000 konnte nicht gehalten werden. Der Rückgang um 810 Soldaten auf nun 183.191 ist vor allem auf eine Verringerung der Zeitsoldaten von 121.188 auf 120.420 zurückzuführen, in geringerem Maße auf  den Rückgang der Freiwillig Wehrdienst Leistenden um knapp 200. Die Zahl der Berufssoldaten stieg dagegen leicht um rund 130 an.

Die am (heutigen) Freitag veröffentlichten Zahlen für Februar 2020, wie üblich unter dem immer gleichen Link eingestellt:

Insgesamt leisten rund 183.191 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr.

Bundesministerium der Verteidigung 1.122
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.219

Streitkräftebasis 27.804

Zentraler Sanitätsdienst 19.928

Heer 62.726

Luftwaffe 27.710

Marine 16.718

Cyber- und Informationsraum 13.297

Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 967

Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.658

Bereich Personal 8.042
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten

54.231 Berufssoldaten
120.420 Zeitsoldaten
8.540 Freiwillig Wehrdienstleistende

Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:

22.581 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; rund 12 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr

Heer 4.299
Luftwaffe 2.347
Marine 1.688
Streitkräftebasis 2.892
Sanitätsdienst 8.100
Cyber- und Informationsraum 1.256
Ministerium und andere Bereiche 1.999

Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 5.753
Unteroffizierinnen mit Portepee 7.960
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.512
Mannschaften 5.356

Status
Berufssoldatin 3.678
Zeitsoldatin 17.270
Freiwillig Wehrdienstleistende 1.633

Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten:

Beschäftigt sind 80.701 Zivilistinnen und Zivilisten. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 1.589
Bundeswehrverwaltung, Rechtspflege, Militärseelsorge und weitere, dem zivilen Bereich zuzurechnende Dienststellen: 55.961
Streitkräfte und dem militärischen Bereich zuzurechnende Dienststellen: 23.151

Von den 80.701 Zivilbeschäftigten sind 30.453 weiblich. Das entspricht rund 38 Prozent.

(Stand aller Zahlen Ende Februar 2020)

Die Angabe zur Monats-Personalstärke der Auslandseinsätze (weiterhin ohne die anerkannten Missionen wie die NATO-Battlegroup in Litauen), abweichend von den Zahlen oben mit Stand 16. März:

Einsatz Einsatzgebiet Stärke davon Frauen davon Reservisten davon FDWL
Resolute Support Afghanistan 1.299 102 83 0
KFORKosovo Force Kosovo 62 13 8 0
UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan Südsudan 12 0 0 0
UNAMIDNations-African Union Hybrid Mission in Darfur Sudan 3 0 0 0
UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon Libanon 146 9 9 2
EUTMEuropean Union Training Mission Mali Mali 178 24 16 0
MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali Mali 983 80 52 0
Atalanta Horn von Afrika 88 8 9 0
Sea Guardian Mittelmeer 195 23 0 11
Anti-IS„Islamischer Staat“-Einsatz/Fähigkeitsaufbau Irak Syrien/Irak 429 28 23 5

Weitere Missionen/Unterstützungsleistungen

Einsatz/Mission Einsatzgebiet Stärke
STRATAIRMEDEVACStrategic Air Medical Evacuation Deutschland 48
MINURSOThe United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara Westsahara 3
UNMHA Jemen

 

Der Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen (die der Zivilbeschäftigten ab Mai 2019; die der Auslandseinsätze ab November 2019):

Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
September 2019
August 2019
Juli 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
Februar 2019
Januar 2019
Dezember 2018
November 2018
Oktober 2018
September 2018
August 2018
Juli 2018
Juni 2018
Mai 2018
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Januar 2013 bis Dezember 2015

(Foto: Einsatzbesprechung von zivilen Hilfsorganisationen und Bundeswehr am 18. März 2020 an der Autobahn A4 bei Görlitz. Dort wurden heiße Getränke und Essen an Lkw-Fahrer verteilt, die wegen der polnischen Grenzschließung angesichts der Coronavirus-Pandemie in kilometerlangen Staus ausharren mussten – Anne Weinrich/Bundeswehr)

18 Gedanken zu „Personalstärke Februar 2020: Leichter Rückgang, wieder unter 184.000

  1. Dieser Rückgang war nach der äußerrst schwachen positiven Entwicklung des vergangenen Jahres durchaus zu erwarten.
    Bin mal gespannt, wie die „das Glas ist halbvoll“-Fraktion diesen Negativtrend wieder schönredet.
    Wird Zeit, dass man sich den demographischen Realitäten im BMVg endlich mal stellt. DAS wäre dann mal eine echte Trendwende!

  2. @Lucky.Sailor sagt: 21.03.2020 um 7:10 Uhr
    „Dieser Rückgang war nach der äußerrst schwachen positiven Entwicklung des vergangenen Jahres durchaus zu erwarten.“

    Schauen Sie sich die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre an. Da ist das letzte Jahr nicht schwach positiv, sondern liegt voll im (positiven) Erwartungsbild.

    Darüber hinaus liegen die Hauptsteigerungen immer im III. Quartal eines Jahres. Dazwischen kommt immer nur ein leichtes auf und ab dazu.

    Also keinerlei Überraschung.

    „Wird Zeit, dass man sich den demographischen Realitäten im BMVg endlich mal stellt.“

    Tut das BAPersBw (denn die machen Personalgewinnung) und das BMVg (denn die machen Personalwerbung) schon seit Jahren.

  3. 800 Soldaten weniger halte ich schon für einen deutlichen Einbruch. Zumal völlig unklar ist, ob dieser Rückgang schon mit auf der Corona-Krise mit beruht oder völlig unabhängig davon passiert ist? Denn es geht hier um die Zahlen für Februar, wo der Virus sich schon stark in Italien ausgebreitet hat, aber in Deutschland noch sehr unterschätzt wurde.

    Angesichts der Corona-Krise ist zu besorgen, daß die Truppenstärke in den nächsten Monaten weiter stark fällt, denn ich habe noch von keinem Konzept gehört, wie die Anwerbung weiter laufen soll. Insbesondere vermisse ich Aufrufe der Politik an die jungen Erwachsenen, für Heimat- und Katastrophenschutz
    jetzt in die Streitkräfte einzutreten. Denn die Krise wird noch Monate oder Jahre andauern und sich immer weiter verschlimmern, da könnte man jeden jungen Soldaten brauchen, auch wenn noch nicht richtig ausgebildet, aber für Katastrophenhilfe braucht man keine Schießausbildung usw..

    Ich würde alle Bewerber deshalb zweimal testen lassen, bei oder vor dem ersten Bewerbungsgespräch und vor dem Eintritt in die Kaserne.

    Aber ich bin skeptisch, daß die BW dies hinbekommt, nachdem sogar die Französische Fremdenlegion die Anwerbungen eingestellt hat.

  4. @Closius

    Schwankungen in dieser Größenordnung gab und gibt es immer – und ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass die – ja überwiegend nicht spontan fallende – Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen, sich innerhalb von vier Wochen so auswirken sollte…

    Zu Ihrem Argument, wg. Katastrophenschutz jetzt verstärkt zum Eintritt in die Bundeswehr aufzurufen: Merken Sie selber, oder? Das wäre ja genau das Argument, für einen Eintritt, ob beruflich oder ehrenamtlich, zu THW, Rotem Kreuz oder anderen Katastrophenschutzorganisationen zu werben. Das sieht mir sonst sehr nach dem Reflex aus, es gäbe nur militärisch eine Reaktion auf Notlagen…

  5. @Wiegold: Die islamistischen Terroranschläge in Frankreich 2015 haben zu einer Verdreifachung der Bewerber fürs Militär in Frankreich geführt. Deshalb halte ich einen Aufruf, in die Streitkräfte einzutreten Angesichts der Krise und wo alle Schüler zu Hause sind, nicht für aussichtslos.

    Aufrufe für THW, Rotes Kreuz oder Feuerwehr würde ich ebenfalls für gut halten.

    Und mit einem Reflex hat dies sicher nichts zu tun. Denn alle die hier seit Jahren mitlesen oder mitschreiben haben doch mitbekommen, daß die Abschaffung der Heimatschutzbataillone im Jahre 2007 der Reserve der BW nicht genutzt hat. Und auch beim Thema Wehrpflicht wurde hier oft genug darauf hingewiesen, daß uns die Abschaffung der Wehrpflicht in Sachen Reservisten geschadet hat. Die alte Bundeswehr hatte 129.000 Betten in Feldlazaretten vorgehalten, die mit der Abschaffung des Teritorialheeres leider abgeschafft worden sind. Heute könnte wir diese Betten wahrscheinlich bald gut gebrauchen.

    Zudem halte ich mich für unverdächtig in Sachen Reflex, weil ich seit Jahre hier immer wieder für eine Erhöhung der BW-Stärke eingetreten bin.

    EIne logische Folge dieser Krise sollte sein, daß keine zivilen Krankenhäuser mehr geschlossen werden oder weiter Betten abgebaut werden. Die BW hatte mal ca. 15 Bundeswehrkrankenhäuser und jetzt nur noch 5. Die BW sollte in Zukunft wieder 10 – 15 Bundeswehrkrankenhäuser haben. Und natürlich sollte endlich wieder ein richtiges Territorialheer aufgestellt werden, mit vielen Heimatschutzregimentern oder Bataillonen und nicht nur 30 RSU Kompanien.

    Um das zusätzliche Personal zu gewinnen hat die BW nur die Wahl, entweder die BW endlich für Ausländer zu öffnen(das Thema wird seit 9 Jahren verschleppt) oder die Allgemeine Dienstpflicht einzuführen oder die Aussetzung der Wehrpflicht rückgängig machen. In Krisenzeiten wäre dies leicht durchsetzbar.

  6. @Closius

    Dieses „in Krisenzeiten wäre dies leicht durchsetzbar“ ist die Versuchung, die vielleicht ein bisschen hinterfragt werden sollte. Und wenn der Bedarf derzeit vorrangig bei Hilfsorganisationen und zivilem Katastrophenschutz liegt, ist es keine richtig gute Idee, das jetzt mal schnell für die Bundeswehr zu nutzen. Noch mal: Die Probleme, die sich jetzt stellen, sind keine militärische Frage. (Ganz abgesehen davon, dass die Truppe nur darauf wartet, jetzt eine große Ausbildungsorganisation wieder aufzubauen und Wehrpflichtige einzuziehen…)

  7. @TW
    Und warum ruft dann de zivile Seite laut und ausdauernd nach der Bw? Weil das preiswerter ist? Man sage mit nicht, das Saarland – auch wenn klein, immerhin ein eigenständiges Bundesland – könne nicht die von der Bw geforderte Amtshilfe aus dem eigenen Bereich generieren.

    Es gibt übrigens auch Contractors für Feldlagerbetrieb.

  8. Herr Wiegold, Sie unterschätzen aber auch den finanziellen Aspekt bei der Sache.
    Beim THW arbeiten nur ganz wenige hauptberuflich, fast alle nur in der Verwaltung. Ähnlich bei anderen Katastrophenschutzorganisationen.
    Einzig Notfallsanitäter (früher Rettungsassistenten) und Rettungssanitäter sind hauptberuflich und eben auch vollbezahlte Kräfte bei DRK und anderen Organisationen.
    Aber nicht jeder will was „mit Medizin“ machen.
    In Berufsfeuerwehren Fuß zu fassen, ist auch nicht so einfach.
    Natürlich haben sie schon Recht, dass die Armee jetzt kein Ersatz ist und die Hauptaufgabe auch eine ganz andere ist, aber das sehen die Bewerber nicht unbedingt alle auch so und Flutkatastrophen, Schneekatastrophen und eben jetzt „Gesundheitskrise“ werden auch (!) ein Bild der Bundeswehr in der Öffentlichkeit sein – neben Mali, Afghanistan und NATO.

  9. Ich finde, die Diskussion geht hier am eigentlichen Thema vorbei.
    Laut mittelfristiger Personalplanung (noch unter vdL verkündet und von AKK noch nicht revidiert) will das BMVg bis 2024 eine Personalstärke von 198.000 erreichen. Ein Delta zum Stand Februar 2020 von gut 14.000. Der jährliche Aufwuchs müsste also mindesten 3.500 Soldatinnen und Soldaten betragen, um dieses Ziel zu erreichen. Bis 2025 will man sogar auf 203.000, also nochmal 5.000 mehr kommen.
    Mal ganz ehrlich, wo sollen die ohne eine „Wiederherstellung“ der Wehrpflicht (dann nicht nur für Männer!) denn herkommen?
    Ich kann hier beim besten Willen kein „positives Erwartungsbild“ erkennen, wie @Koffer das für 2019 behauptet.
    Zur Zeit sind nur ca. 80 % aller Dienstposten im Bereich der Mannschaften und Unteroffiziere überhaupt besetzt (ohne Frage nach der Qualifikation). Lediglich bei den Flagoffizieren erreicht die Besetzungsquote annähernd 100% und die machen seit Jahren manchmal murrend aber meistens schweigend bei bei den unrealistischen Zielvorgaben ihrer politischen Leitung willig mit.

  10. @Thomas Melber sagt: 21.03.2020 um 12:42 Uhr

    Warum nach der Bundeswehr gerufen wird? Ganz einfach, weil das tatsächlich nichts kostet, bisher ist noch kein Katastropheneinsatz abgerechnet worden. Im Gegensatz dazu ist THW, freiwillige Feuerwehr oder DRK richtig teuer. Die rechnen immer ab. Das hat natürlich zu gewissen Lerneffekten geführt.

    [Ich bin mir nicht sicher, ob diese Aussage so stimmt – das werde ich noch zu verififzieren versuchen, wenn auch nicht am Wochenende. Nach meiner Erinnerung kann der Bund den zivilen Behörden durchaus ne Rechnung dafür stellen. T.W.]

  11. @Lucky.Sailor sagt: 21.03.2020 um 15:01 Uhr
    Bei Ihren Soll-Zahlen beziehen Sie die FWDL flex und die Reservisten mit ein, bei Ihren Ist-Zahlen gehen Sie aber von den SaZ/BS/FWDL fix aus.

    Ihre Berechnung passt daher nicht.

  12. @TW (@Pio-Fritz sagt: 21.03.2020 um 15:50 Uhr)
    „[Ich bin mir nicht sicher, ob diese Aussage so stimmt – das werde ich noch zu verififzieren versuchen, wenn auch nicht am Wochenende. Nach meiner Erinnerung kann der Bund den zivilen Behörden durchaus ne Rechnung dafür stellen. T.W.]“

    Ob die Aussage Aussage von @Pio-Fritz zu 100% zutrifft kann ich nicht, sagen, aber in der Tat verzichtet die Bundeswehr auch nach meiner Kenntnis im Regelfall in Katastropheneinsätzen freiwillig auf die ihr rechtlich zustehende Kostenerstattung.

  13. @Pio-Fritz
    Nur haben wir noch keinen allgemeinen, zumindest bundesland bezogenen, Katastrophenfall (einige Landkreise (glaube ich) ausgenommen), und auch keinen MILKATAL.

  14. @T.W.

    Tatsächlich kann die Bundeswehr abrechnen, es gibt sogar extra Verrechnungssätze für Mensch und Material, es wird bei Katastropheneinsätzen (bisher) nur nicht gemacht. Zur Hochwasserkatastrophe 2013 hat Kanzlerin Merkel das sogar ganz offiziell im Fernsehen verkündet.
    Das THW ist ja auch eine Bundesanstalt und rechnet ab. Da geht es allerdings in erster Linie um den Lohnausfall der ehrenamtlichen Mitglieder. Von daher ist das schon eine Bundeswehr-Eigenheit.

  15. @Thomas Melber sagt: 21.03.2020 um 16:34 Uhr

    „@Pio-Fritz
    Nur haben wir noch keinen allgemeinen, zumindest bundesland bezogenen, Katastrophenfall (einige Landkreise (glaube ich) ausgenommen), und auch keinen MILKATAL.“

    Das stimmt nur bedingt. Bayern hat den Katastrophenfall landesweit ausgerufen. Aber das hat mit der Abrechnerei nun gar nichts zu tun, sondern ist ein eigenes Thema.

  16. Aus sicherer Hand weis ich, das der Bund, hier die Bw demnächst ne Stange voll „verpflichtungswilliger“ FWDL verlieren wird, weil diese nicht mehr in den KarrC geprüft werden können. Zeit-Ende; wenn es hier keine „einfache“ Lösung gibt…. Ach ja, wir haben ja genug Potenzial aus den zukünftigen Ü40.er Wiedereinstellern die gerne genommen werden und massiv zur Kampfkraft beitragen werden.
    Die einzigste Katastrophe die ich sehe ist der personelle und materielle Zustand der Bw. Es wird noch Spannend werden ;-)

  17. @Abrechnung Bundeswehr:
    Ja, der Hauptverwaltungsbeamte, d.h. Landrat o.ä., muss unterschreiben, dass er/sie den Bundeswehreinsatz bezahlt.
    Aber bisher wurde keiner Kommune ein Bundeswehreinsatz in einer Katastrophenlage in Rechnung gestellt – lasse mich da aber gern eines besseren belehren.

    @Abrechnung Zivile:
    Natürlich nimmt die Feuerwehr einer Kommune kein Geld von eben dieser Kommune für einen Einsatz. Sehr wohl wollen die zivilen Arbeitgeber aber die Erstattung des Verdienstausfalls, wenn die ehrenamtlichen Helfer für die Feuerwehr etc. unterwegs sind. Und das kann auf Dauer sehr teuer werden…
    Das ist sicherlich auch einer der Gründe, warum die ganzen Landkreise für ihre Fieberambulanzen freiwillige Helfer suchen, für die sie keinen Verdienstausfall zahlen müssen.

    @Vorteile von Soldaten:
    Es gibt aber noch ein anderes Argument für einen (begrenzten) Einsatz von Soldaten in einer Lage wie derzeit: Deren Einsatz ist zuverlässig planbar. Wenn der zivile Arbeitgeber dem Helfer sagt „Du gehst ab morgen nicht mehr in die Fieberambulanz, ich brauche dich unbedingt auf Arbeit“ dann wird der Helfer höchstwahrscheinlich zu Hause bleiben. Das gleiche, wenn er sich morgen um kranke Verwandte kümmern muss. Wenn man 10 Helfer von der Bundeswehr zugesagt bekommen hat, dann werden da morgen 10 Helfer stehen – die auch nicht wegen Infektionsgefahr und persönlichem Risiko absagen.

    @Auswirkungen der Corona-Krise auf die Personalstärke:
    So eine ordentliche Rezession ist doch das Beste, was der Bundeswehr in personeller Hinsicht passieren kann. Viele gute Leute werden nach ihrer Ausbildung nicht übernommen und entscheiden sich dann für den Arbeitgeber Bundeswehr. Kein Pilot wird kündigen, weil er sein Heil bei der Lufthansa sucht. Und vielleicht kommt sogar der ein oder andere fähige Reservist zurück zur Truppe, weil sein Betrieb insolvent geht.

  18. @0815 sagt: 21.03.2020 um 21:29 Uhr
    „Aus sicherer Hand weis ich, das der Bund, hier die Bw demnächst ne Stange voll „verpflichtungswilliger“ FWDL verlieren wird, weil diese nicht mehr in den KarrC geprüft werden können. Zeit-Ende; wenn es hier keine „einfache“ Lösung gibt…. “

    Das war absehbar. Und wenn es länger als einige Wochen gehen wird, dann wird man Lösungen finden.

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