Suche nach G36-Nachfolger: Dauert ein bisschen länger

Die Bundeswehr muss vermutlich länger als geplant auf eine neue Standardwaffe als Ersatz für das seit mehr als 20 Jahren genutzte Sturmgewehr G36 des Schwarzwälder Herstellers Heckler&Koch warten. Bei der Erprobung der bislang von der Industrie angebotenen neuen Sturmgewehre seien die Forderungen an eine neue Waffe nicht erfüllt worden, berichtet die Welt am Sonntag (WamS) unter Berufung auf ein Schreiben aus dem Bundesamt für Beschaffung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) an das Verteidigungsministerium. Die Beschaffung neuer Gewehre verzögere sich deshab um rund acht Monate. weiterlesen

ILÜ-Trends: Mehr Stahl auf die Heide, Cyber und viel Fog of War

Die Informationslehrübung Landoperationen (ILÜ), die mit Ausnahme von Luftwaffe und Marine inzwischen alle  Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche der Bundeswehr jährlich auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen veranstalten, ist trotz oft geäußerter Kritik nicht nur eine Dog and Pony-Show. Die aufwändige Vorführung zeigt auch nicht nur, was die deutschen Landstreitkräfte können, sondern vor allem, was sie können wollen und sollen – und ist damit quasi auch ein Trendbarometer. weiterlesen

Moorbrand in Meppen: Die Tornado-Vergleichsbilder

Nach der gestrigen Meldung, dass der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland nach gut fünf Wochen gelöscht ist, hat die Bundeswehr am (heutigen) Donnerstag die jüngsten Luftaufnahmen der Tornado-Aufklärungsflugzeuge veröffentlicht. Vor allem in den Infrarot-Bildern (oben) zeigt sich die Veränderung: das linke Bild entstand am 22. September, das rechte am 9. Oktober. weiterlesen

Moorbrand in Meppen nach gut fünf Wochen gelöscht

Der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland ist nach gut fünf Wochen gelöscht. Aus den Aufnahmen von Aufklärungs-Tornados am (gestrigen) Dienstag sei erkennbar, dass es keine unterirdischen Wärmenester mehr gebe, teilte die WTD91 am Mittwoch mit. Weiterhin würden aber Drohnen zur Überwachung eingesetzt. Derzeit sind noch 160 Einsätzkräfte vor Ort, davon 44 Feuerwehrleute der Bundeswehr und 116 Soldaten.

Der Brand war am 3. September bei Raketentests ausgebrochen, als die Firma Airbus Helicopters im Auftrag der Bundeswehr von einem Tiger-Kampfhubschrauber 70mm-Raketen in das ausgetrocknete Moor feuerte. Die Brandbekämpfung wurde zu Beginn durch den Ausfall einer Löschraupe behindert, danach war die Bundeswehr auf die Unterstützung von hunderten ehrenamtlichen Helfern von ziviler Feuerwehr und Technischem Hilfswerk angewiesen. Starke Rauchentwicklung und Funkenflug führten dazu, dass der Landkreis Emsland zeitweise den Katastrophenfall ausrief. weiterlesen

Die größte NATO-Übung seit langem: Jetzt noch größer, mit Flugzeugträger

Die in gut zwei Wochen beginnende NATO-Großübung Trident Juncture in Norwegen galt ohnehin schon als das größte Manöver der Allianz seit mehr als einem Jahrzehnt – und jetzt wird sie noch etwas größer. US-Admiral James G. Foggo, Kommandeur des Joint Forces Command der NATO in Neapel, kündigte bei einem Briefing zur Übung am (heutigen) Dienstag in Brüssel an, das nun auch der US-Flugzeugträger Harry S. Truman in die Übung einbezogen werde. Damit steigt die Zahl der Soldaten bei Trident Juncture auf gut 50.000 an.

Bei Nachfragen zu einem Vergleich der NATO-Übung mit russischen Manövern, die oft zusätzlich zu großen Übungen als so genannte Snap Drills, Bereitschaftsübungen, durchgeführt wurden, gab Foggo dem NATO-Vorgehen den Vorzug: auch wenn die Übungen der Allianz mit langem Vorlauf stattfänden, ließen sich daraus besser Lehren für das weitere Vorgehen ziehen. Für Russland, darauf pocht das Bündnis, sei die Übung kaum als Bedrohung zu verstehen: Im Unterschied zu russischen Großübungen finde sie rund 1.000 Kilometer von der russischen Grenze entfernt statt; auch Flugzeuge kämen ihr nicht näher als 500 Kilometer. weiterlesen

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