DroneWatch: Frankreichs Drohnenjäger in Jordanien und Vorschläge gegen den Drohnenschwarm

Die Abwehr von kleinen, handelsüblichen Drohnen als Angriffs- und Terrorwaffe rückt immer mehr in den Blickpunkt – zuletzt spektakulär bei dem (noch nicht so recht geklärten) Drohnenangriff auf den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang August. Über einen Ansatz zur Abwehr berichtete jetzt das französische Verteidigungsministerium: Auf der Luftwaffenbasis in Jordanien, wo französische Kampfjets als Teil der Anti-ISIS-Koalition stationiert sind, werden speziell ausgerüstete und ausgebildete Einheiten eingesetzt, die mit Gewehren und elektronischen Abwehrmaßnahmen die unbemannten Flugobjekte stoppen sollen. weiterlesen

Lesetipp: Cordesmans „Losing by winning“

Der US-Wissenschaftler Anthony Cordesman (wenn der Begriff Wissenschaftler für jemanden, der in mehreren US-Administrationen gearbeitet hat, überhaupt so passt) hat sich die aktuellen Kriege der USA angeschaut und ein recht vernichtendes Fazit gezogen. Das gilt für die aktuelle US-Regierung unter Präsident Donald Trump, aber auch für die vorangegangenen:

Once again, a new Administration seems to have focused on the tactical level of conflict and called this a strategy but has failed to have any clear strategy for ending the fighting on favorable terms. weiterlesen

USA planen die Space Force: Amerikanische Stärke im Weltraum (Neufassung)

Die USA beginnen mit der Aufstellung einer Space Force, einer Weltraumtruppe, die als sechste Teilstreitkraft neben die bestehenden Branches Heer, Marine, Luftwaffe, Marine Corps und Cyber (Korrektur) Küstenwache treten soll. Nachdem US-Präsident Donald Trump das bereits im Juni grundsätzlich angeordnet hatte, erläuterte Vizepräsident Mike Pence am (gestrigen) Donnerstag im Pentagon die Pläne für die Space Force. Eine formale Aufstellung einer neuen Teilstreitkraft muss allerdings vom US-Kongress gebilligt werden.

In seiner Rede im US-Verteidigungsministerium begründete Pence die Notwendigkeit einer solchen Truppe – und warf zugleich den potenziellen Gegnern auf diesem Feld, China und Russland, vor, sie hätten bereits mit der Militarisierung des Weltraums begonnen und ihn zu einem Ort der militärischen Auseinandersetzung gemacht. weiterlesen

Die USA auf dem Weg zur „Space Force“

Die USA planen eine neue Teilstreitkraft: Eine Space Force soll die Dominanz des Landes auch im Weltraum sichern. Nachdem US-Präsident Donald Trump das schon im Juni angekündigt hatte, hat Vizepräsident Mike Pence das am (heutigen) Donnerstag bei einer Rede im Pentagon etwas detaillierter ausbuchstabiert. Ein (erwartbarer) Kernsatz: We must have American dominance in space, and so we will.

Für eine genauere Betrachtung warte ich mal auf die Abschrift der Rede; oben steht sie schon mal zur Betrachtung als Video.

Nach Trumps Ankündigung hatten die Kollegen von Slate das Ganze schon mal ein bisschen näher betrachtet: Space Farce

Nachtrag: Das Transkript gibt es zwar noch nicht, aber die Nachrichtenfassung des Pentagon:

The Defense Department will establish a sixth branch of the armed forces, the U.S. Department of the Space Force, by 2020, Vice President Mike Pence announced today.
In a speech at the Pentagon, the vice president also announced plans to establish a new combatant command — U.S. Space Command — as well as a Space Operations Force and a new joint organization called the Space Development Agency.
The announcement follows a seven-week review by DoD, directed by President Donald J. Trump, of “the process necessary to establish a space force as the sixth branch of the armed forces.”
(Mehr im Beitrag hier)

 

Erneuter Luftwaffeneinsatz im Baltikum: Keine neue Regeln, aber neue Sensoren

Im September übernimmt die deutsche Luftwaffe erneut einen Teil der Luftüberwachung, des so genannten Air Policing, über den NATO-Mitgliedsländern des Baltikums. Wie schon einige Male in den vergangenen mehr als zehn Jahren werden für gut ein halbes Jahr deutsche Eurofighter-Kampfjets auf der Luftwaffenbasis Ämari in Estland stationiert, die von dort aus den Luftraum entlang der russischen Grenze und über der Ostsee überwachen. Parallel dazu sind Flugzeuge anderer NATO-Mitglieder auf der Luftwaffenbasis Šiauliai in Litauen stationiert.

Das so genannte Baltic Air Policing (BAP) mit rotierenden Kontingenten der Bündnispartner läuft zwar schon seit 2004 und diente ursprünglich nur dem Ziel, die baltischen Staaten zu unterstützen, so lange sie keine eigene Luftwaffe aufgebaut haben. Angesichts der Ukraine-Krise und der russischen Annektion der Krim wurde es aber, so der deutsche Begriff, als Verstärktes Baltic Air Policing 2014 erweitert: Unter anderem werden seitdem auf den Basen in Estland und Litauen zeitgleich NATO-Kampfjets stationiert. Nach der Verstärkung – auch mit deutscher Beteiligung 2014 – wurde dieser Einsatz allerdings 2015 wieder reduziert.

Nun hatten die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen in den vergangenen Monaten darauf gedrungen, die Einsatzregeln für die Kampfjets zu erweitern und dabei neben der reinen Luftüberwachung auch die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses stärker zu demonstrieren: weiterlesen

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