Kategorie: An der Heimatfront

Verteidigungshaushalt soll 2027 um fast ein Drittel steigen

Über den Entwurf des Bundeshaushalts für das kommende Jahr, den das Bundeskabinett am kommenden Montag beschließen will, wurde in den Grundzügen schon umfassend berichtet. Aus dem mehr als 1.600 Seiten starken Entwurf, der Augen geradeaus! vorliegt, deshalb hier nur ein gezielter Blick auf das Thema Verteidigungsausgaben: Die sollen im kommenden Jahr im Vergleich zu 2026 um ein Drittel steigen – überwiegend durch Schulden finanziert.

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IISS-Studie: Russische (Spionage)Drohnen über Europa

Aus Zeitgründen das nur als Lesetipp: Das International Institute for Strategic Studies (IISS) hat am (heutigen) Donnerstag eine Studie veröffentlicht, die die Sichtungen – vermuteter oder belegter – russischer Spionagedrohnen über Europa in den vergangenen Jahren zusammenstellt. Wenig überraschend, eigentlich schon bekannt: Deutschland war eines der wesentlichen Ziele, vom U-Boot-Heimathafen Eckernförde bis zur US-Airbase Ramstein.

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Reserve hat keine Ruh, schneller bauen für die Truppe: Kabinett bringt neue Gesetze für die Bundeswehr auf den Weg

Das Bundeskabinett hat für den geplanten Personalaufwuchs der Bundeswehr ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die bisherige Freiwilligkeit für Reservisten weitgehend beenden soll. Darüber hinaus soll die Truppe künftig auch schneller bauen können und für die Erweiterung ihrer Infrastraktur an bestimmte Einschränkungen nicht mehr gebunden sein. Die Ministerrunde tagte im Verteidigungsministerium in Berlin, nach einer solchen Sitzung im vergangenen Jahr die zweite in dieser Legislaturperiode.

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Verteidigungsaufstellung erlassen – jetzt müsste alles klar sein

Die Bundeswehr hat jetzt eine so genannte Verteidigungsaufstellung: Im Konflikt-, Krisen- und Kriegsfall soll jeder Soldat und jede Soldatin wissen, was die Aufgabe ist – eventuell ja ganz anders als im so genannten Friedensbetrieb. Öffentlich soll das Dokument, nachvollziehbarerweise, nicht werden. Jetzt wird’s aber drauf ankommen, ob wirklich jede/r weiß, wo sein/ihr Platz ist.

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Alle Räder stehen still… Resilienz, anyone?

An diesem späten Dienstagabend sitze ich in einem ICE der Deutschen Bahn, der – vorerst – in Osnabrück gestrandet ist. Schon der direkte Weg von Berlin nach Düsseldorf hatte nicht funktioniert, und jetzt stehen bundesweit alle Züge, weil das Zugfunknetz GSM-R ausgefallen ist. Mit anderen Worten: Die Resilienz, die zunehmend gefordert wird, scheint für Teile der deutschen Infrastruktur in weiter Ferne zu liegen.

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Nicht nur Freiwillige für die Litauen-Brigade: „Operational Readiness is the key“

Die – eigentlich inhärent längst beantwortete – Frage, ob die neue Bundeswehr-Kampfbrigade in Litauen nur mit Freiwilligen in Dienst gestellt werden kann, führt hier bereits zu heftigen Debatten. Nachdem Verteidigungsminister Boris Pistorius im ARD-Bericht aus Berlin bereits angekündigt hatte, dass am Ende Soldaten und Soldatinnen zu diesem Einsatz auch verpflichtet werden müssten, legte er in Litauen noch mal nach.

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Zur Dokumentation: Bundesregierung will mit 40 Prozent bei KNDS einsteigen

Deutschland will nun offiziell mit 40 Prozent Anteil beim deutsch-französischen Landsystemhersteller KNDS einsteigen. Der Zusammenarbeit mit Frankreich komme in der derzeitigen sicherheitspolitischen Lage eine Schlüsselrolle zu, begründete Regierungssprecher Stefan Kornelius den Plan der Bundesregierung. Das staatliche Engagement bei dem Rüstungskonzern muss noch vom Bundestag gebilligt werden; voraussichtlich bei der Sitzung am kommenden Mittwoch.

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Fürs Protokoll: Länder-Innenminister wollen engere Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

Die Innenminister*innen der Bundesländer wollen künftig die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Interesse der Gesamtverteidigung Deutschlands verbessern. Verteidigungsministerium und Streitkräfte sollen dafür in die Arbeit der Innenministerkonferenz (IMK) einbezogen werden, erklärte das Gremium nach einer Tagung in Hamburg. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte erstmals als Chef des Wehrressorts an einer IMK-Plenartagung teilgenommen.

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Personalstärke Mai 2026: Mit Schwankungen bleibt es unter 186.000

Nachdem die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im April leicht gestiegen war, ging sie im Mai dieses Jahres wieder zurück – mit den auch vom Ministerium angekündigten saisonalen Schwankungen bleibt die Gesamtstärke damit vorerst weiterhin unter 186.000. Im vergangenen Monat wirkten der Rückgang der längerdienenden Zeitsoldaten bei gleichzeitigem erneuten Anstieg der Berufssoldaten, vor allem aber eine um rund 500 geringere Zahl der Freiwillig Wehrdienst Leistenden aus.

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