Kommt der Bundeswehr-Korporal? Noch scheint es offen


Wird die Bundeswehr für lang dienende Mannschaftssoldaten künftig den neuen Dienstgrad Korporal einführen, den es in anderen europäischen Armeen, zum Beispiel den Niederlanden (s. Foto), schon gibt? In der vergangenen Woche versteckte das Deutsche Heer in einem  Bericht zu „Dienen 4.0“ im Spannungsfeld zwischen Einsatzbereitschaft und Attraktivität* die Ankündigung:

Korporale und Stabskorporale – so sollen zukünftig zwei neue Dienstgrade in der Laufbahn der Mannschaften heißen.

Ich habe daraufhin mal nachgefragt; meine Fragen und die Antworten (kursiv) vom Verteidigungsministerium am (heutigen) Dienstag:

Die beiden vorgesehenen Dienstgrade sind Teil einer geplanten Neuausrichtung der Laufbahn der Mannschaften des Truppendienstes, die mehr umfasst, als die beabsichtigte Einführung neuer Dienstgrade.
Wir wollen die tatsächlich anfallenden, insbesondere mit herausgehobenen Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten verbundenen Aufgaben im Truppendienst sachgerechter und differenzierter ausbringen können. weiterlesen

NATO-Speerspitze unter deutscher Führung: Zertifiziert in Schnöggersburg

Die Land-Einheiten für die NATO-Speerspitze, deren rotierende Führung die Bundeswehr im kommenden Jahr übernimmt, sind von der Allianz als excellent und damit einsatzbereit zertifiziert. Im Oktober und November muss die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) bei der Großübung Trident Juncture in Norwegen beweisen, dass sie nicht nur kampfbereit ist, sondern auch innerhalb kurzer Zeit ihre Truppen verlegen kann.

Mit dieser positiven Zertifizierungs-Nachricht konnten der Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 und künftiger VJTF-Brigadekommandeur Ullrich Spannuth und Heeresinspekteur Jörg Vollmer aufwarten, als sie am (heutigen) Dienstag auf dem Truppenübungsplatz Altmark und in der neuen Übungsstadt Schnöggersburg nördlich von Magdeburg die Truppe öffentlich präsentierten. weiterlesen

Militärische Personalstärke im Mai: Minimale Veränderung

Die Zahlen der militärischen Personalstärke der Bundeswehr für Mai 2018 liegen vor, und wie in den Monaten zuvor gibt es nur minimale Veränderungen – diesmal nach oben. Die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten stieg von 178.950 im Mai auf 179.207 im Juni (im März waren es 179.496 gewesen).

Der Anstieg ist fast allein auf die Zeit- und Berufssoldaten zurückzuführen: Ihre Zahl stieg von 170.010 im April auf 170.297 im vergangenen Monat. Die Zahl der Freiwillig Wehrdienstleistenden blieb mit 8.910 (minus 30) praktisch gleich.

Die Zahlen mit Stand vom 31. Mai, vom Verteidigungsministerium wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht:

179.207 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt: weiterlesen

VJTF in Schnöggersburg: O-Töne von Kommandeur und Inspekteur

Die NATO-Speerspitze, der Land-Anteil der Very High Readiness Task Force (VJTF), hat in diesen Tagen im Gefechtsübungszentrum in der Altmark seine abschließende Zertifizierungsübung absolviert, und am (heutigen) Dienstag zeigte der aus deutschen, norwegischen und niederländischen Truppenteilen bestehende Verband öffentlich seine Fähigkeiten im Kampf um die Übungsstadt Schnöggersburg.

Zu dieser letzten großen Übung der deutsch geführten VJTF-Brigade vor der ganz großen Übung Trident Juncture im Oktober und November in Norwegen später mehr (nach meinerRückkehr nach Berlin). Hier schon mal zum reinhören die Aussagen vom Brigadekommandeur und vom Heeresinspekteur zum Abschluss.

O-Ton vom Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 und designierten Kommandeur der VJTF-Brigade, Brigadegeneral Ullrich Spannuth:

VJTF_Spannuth_19jun2018     

 

O-Ton von Heeresinspekteur Jörg Vollmer; mit Fragen und Antworten:

VJTF_Vollmer_19jun2018     

Mehr als zehn Jahre Probleme mit überalterter Mörser-Munition

Das Deutsche Heer hat ein Problem mit der Ausrüstung seiner Eingreiftruppe. Für die Mörser, die im Umkreis von mehren Kilometern punktgenau Granaten verschießen, fehlt nutzbare Munition. Die veralteten Geschosse des 120-Millimeter-Mörsers Tampella aus Zeiten des Kalten Krieges könnten schon mal kräftig neben dem Ziel liegen oder gar über eigenen Soldaten detonieren. „Keine Freigabe der Munition für einen Einsatz“, erklärte die Heeresspitze knapp: Zu groß ist die Gefahr, dass nicht nur die Truppe gefährdet, sondern Unbeteiligte getroffen werden.

Diesen Bericht schrieb ich vor mehr als zehn Jahren, im Januar 2008*. weiterlesen

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