Deutscher NATO-Admiral beklagt mangelhafte Infrastruktur in Deutschland – nicht nur fürs Militär

Der deutsche Admiral Manfred Nielson, einer der ranghöchsten Bundeswehrsoldaten in der NATO, hält die Infrastruktur in Deutschland für Truppenverstärkungen des Bündnisses schon bei Übungen für unzureichend. Das Land habe sich um seine Straßen, Brücken und Schienentransporte auch jenseits militärischer Bedürfnisse in den vergangenen Jahren zu wenig gekümmert, sagte der stellvertretende Chef des NATO-Hauptquartiers Allied Command Transformation (ACT) in einem Interview der Welt (Link aus bekannten Gründen nicht, Text hinter Paywall). weiterlesen

Lesetipp: NATO ohne USA? IISS macht den Europäern Milliardenrechnung auf

Am Wochenende waren schon paar Inhalte durchgesickert, jetzt liegt das Original vor: Das Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS) hat sich angeschaut, wie Europa – wohlgemerkt: in der NATO – seine Verteidigung ohne die USA organisieren könnte – und was es kosten würde. Das Ergebnis zweier Szenarien: es würde sehr teuer.

Aus der Zusammenfassung des IISS-Berichts Defending Europe: scenario-based capability requirements for NATO’s European members: weiterlesen

Untersuchungsausschuss Berater: Compliance-Beauftragter und Leiter Revisionsstab als Zeugen (Nachträge)

Nach mehreren Wochen Pause (vor allem durch Ostern bedingt) setzt der Untersuchungsausschuss des Bundestages zu den umstrittenen Beraterverträgen im Verteidigungsministerium seine öffentlichen Zeugenanhörungen fort. Für den (heutigen) Donnerstag sind ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), der Compliance-Beauftragte des Ministeriums und der Leiter des Stabs Organisation und Revision im BMVg geladen. weiterlesen

Bundeswehr-Personalstärke März 2019: Wieder unter 182.000

Länger als üblich hat die Bekanntgabe der militärischen Personalstärke der Bundeswehr im März auf sich warten lassen, am (heutigen) 6. Mai hat das Verteidigungsministerium die Zahlen zum Stand 31. März veröffentlicht – und sie sind wieder leicht gefallen. 181.760 aktive Soldatinnen und Soldaten diensten am Stichtag in den Streitkräften, knapp 300 weniger als im Februar dieses Jahres. Damit wurde die Marke von 182.000, die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits im vergangenen Jahr als Messlatte ausgegeben hatte, wieder  unterschritten.

Der Rückgang verteilte sich auf die Zeitsoldaten (119.966 im März gegenüber 120.023 im Februar) und Freiwillig Wehrdienst Leistenden (8.378 im März, 8.684 im Februar), während die Zahl der Berufssoldaten leicht von 53.348 auf 53.416 anstieg.

Realistisch muss man allerdings sagen, dass sich diese Schwankungen in sehr geringer Breite vollziehen. Wenn sie überhaupt einen Trend zeigen, dann den, dass die Streitkräfte nur sehr, sehr langsam wachsen und zwischendurch mehr oder weniger auf gleicher Stärke verharren.  Das zeigt zum Beispiel auch die zusammengerechnete Zahl von Zeit- und Berufssoldaten: Die hat sich von den 173.371 im Februar auf 173.382 im März praktisch nicht verändert.

Die Statistik, vom Ministerium wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht:

181.760 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt: weiterlesen

Jetzt formal: Bundeswehr-Einsatzmedaille ab November 1991

Die Bundeswehr wird künftig auch Soldaten, die vor 1995 im Auslandseinsatz waren, eine Einsatzmedaille verleihen. Die Änderung des Stichtags für dieses Ehrenzeichen wird vom 30. Juni 1995 auf den 1. November 1991 vorverlegt. Eine entsprechende Entscheidung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die bereits im März angekündigt worden war, teilte der Parlamentarische Staatssekretär Peter Tauber am (heutigen) Donnerstag dem Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die praktische Umsetzung wird nach Angaben der Bundeswehr* voraussichtlich noch bis zum Herbst dauern. weiterlesen

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