Fürs Protokoll: Mais übernimmt planmäßig das Deutsch-Niederländische Korps

Die etwas überraschende Entscheidung der Verteidigungsministerin, Generalleutnant Erhard Bühler nur für ein knappes Jahr bis zum Erreichen der Altersgrenze auf den Chefposten beim NATO-Kommando in Brunssum zu schicken und bereits Heeresinspekteur Jörg Vollmer als Nachfolger zu benennen, sorgt für weitere relativ kurze Beorderungen. Mit der Benennung Vollmers wurde bekannt (wenn auch nicht offiziell bestätigt), dass der frühere Chef des Stabes im Kommando Heer, Generalleutnant Alfons Mais, im Frühjahr kommenden Jahres neuer Heeresinspekteur werden soll.

Das führte zu der Frage (die mich auch in etlichen Mails erreichte), ob Mais wie vorgesehen den Posten als Kommandeur des Deutsch-Niederländischen Korps in Münster übernehmen wird. Diese Frage ist jetzt auch offiziell beantwortet: In dieser Woche wurden die Einladungen für die Kommandoübergabe am 9. Mai vom niederländischen Generalleutnant Michiel van der Laan an Mais versandt (Foto oben). weiterlesen

Abfangmanöver gegen Kündigungswelle: Luftwaffe will Jetpiloten auf Zeit

Um die problematische Materiallage der Luftwaffe deutlich zu machen, greift ihr Inspekteur Ingo Gerhartz gerne zu deutlichen Beispielen. Kürzlich habe ihn der Leiter des Deutschen Museums in München gefragt, ob er ältere Flugzeuge der Bundeswehr als Ausstellungsstück bekommen könne, erzählte der Generalleutnant beim Jahresempfang der Luftwaffe in dieser Woche. Seine nur vordergründig scherzhafte Antwort: Nein, die sind noch in den Einsätzen.

Zu geringer Klarstand der fliegenden Systeme, zu lange Inspektionszeiten in der Industrie, dazu ausstehende politische Entscheidungen wie die über einen Nachfolger für den betagten Tornado-Kampfjet und als Folge zu wenig Flugstunden für die Luftwaffe: An vielen dieser Probleme kann Gerhartz wenig ändern, weil er dafür auf Geld aus dem Haushalt angewiesen ist und die Planungen und Entscheidungen dazu abwarten muss. Eine Folge will der Inspekteur aber so schnell wie möglich mit Bordmitteln angehen: die besorgniserregende Resignation der fliegenden Besatzungen, die nicht mehr mit dem „Traumberuf vom Fliegen“ vereinbar ist.
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Geheimdienstkontrolleure lassen „Rechte Netzwerke mit Bezug zur Bundeswehr“ untersuchen

Die Geheimdienst-Kontrolleure des Bundestages wollen nach Berichten über mögliche rechtsextremistische Netzwerke in der Bundeswehr mit aktiven und ehemaligen Soldaten diesen Komplex selber durchleuchten lassen. Der so genannte Ständige Beauftragte des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Arne Schlatmann, sei mit einem entsprechenden Bericht beauftragt worden, teilte der Bundestag am (heutigen) Freitag mit. Vorsorglich verwies das Gremium darauf, dass seine Sitzungen und Berichte geheim sind.

Die knappe Meldung des Parlaments im Wortlaut: weiterlesen

Wer kennt Thofern?

Da helfe ich doch gerne: In einem finnischen Outdoor-Shop ist eine Isomatte aufgetaucht, die offensichtlich aus ausgesonderten Bundeswehrbeständen stammt. Und die ist so eindeutig gekennzeichnet, dass dieser Laden jetzt nach einem deutschen Soldaten (oder einer Soldatin?) mit dem (Spitz)Namen Thofern sucht. weiterlesen

Untersuchungsausschuss Berater: Regierungsbeauftragter als Zeuge

Der Bundestags-Untersuchungsausschuss zu den umstrittenen Beraterverträgen im Verteidigungsministerium hört bei seiner dritten öffentlichen Vernehmung einen engen Mitarbeiter von Ministerin Ursula von der Leyen als Zeugen. Andreas Conradi, inzwischen Leiter der Rechtsabteilung, dürfte von den insgesamt drei Zeugen am (heutigen) Donnerstag im Mittelpunkt der Fragen stehen. weiterlesen

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