Bei der Luftwaffe künftig Drohnenpiloten ohne herkömmliche Fluglizenz (Korrektur)

Die Neuigkeit hat die Luftwaffe in ihrer Mitteilung zum Start der Ausbildung für die neue Bundeswehr-Drohne Heron TP in Israel nur am Rande erwähnt, aber das ist einen eigenen Eintrag wert: Künftig wird die Bundeswehr Piloten für unbemannte Luftfahrzeuge, so genannte Remotely Piloted Aircraft (RPA), ausbilden, die nicht wie bisher die Lizenz für ein Flugzeug oder einen Hubschrauber der Streitkräfte erworben haben.* weiterlesen

DroneWatch: Bundeswehr beginnt Ausbildung für neue Drohne – Update (neu: Lizenz für RPA-Piloten, mit Korrektur)

Gut ein halbes Jahr nach der Zustimmung des Bundestages zur Beschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen für die Bundeswehr hat die Ausbildung der Crews in Israel begonnen. Am (heutigen) Montag startet die israelische Luftwaffe die Instruktion der deutschen Bedienungsmannschaften auf der Bais Tel Nof bei Tel Aviv, teilte die Luftwaffe mit. In dem zweimonatigen Kurs für Pilot und den so genannten Payload Operator gehe es bislang ausschließlich um den Einsatz der unbemannten Systeme zur Aufklärung.

Nach langem Streit zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages im Juni vergangenen Jahres die Planung gebilligt, auf neun Jahre ein Gesamtsystem aus fünf Remotely Piloted Aircraft (RPA) des israelischen Typs Heron TP, vier Bodenstationen und je einen Ausbildungssimulator in Deutschland und Israel zu leasen. Eine Bewaffnung der Fluggeräte ist zunächst nicht vorgesehen, darüber soll in einem gesonderten Parlamentsbeschluss entschieden werden. weiterlesen

Sicherheitshalber, der Podcast – aktuell: Ulrike Franke zu Drohnen über Gatwick

Seit dem (gestrigen) Mittwochabend ist der Londoner Flughafen Gatwick praktisch lahmgelegt – weil kleine, zivile, handelsübliche Drohnen über Rollfeld und Startbahn den Flugzeugen in die Quere zu kommen drohen. Ulrike Franke vom European Council on Foreign Relations (ECFR), eine der vier regelmäßigen Podcasterinnen von Sicherheitshalber, dem gemeinsamen Podcast von Augen geradeaus! und (ECFR), lebt in London, kennt sich mit Drohnen aus und erläutert im Kurzformat Sicherheitshalber aktuell das Problem.

(Ein Hinweis, da die Frage öfter kommt: Die kurzen aktuell-Folgen gibt es nur via Twitter (@sicherheitspod) oder eben hier bei Augen geradeaus! – nicht via Soundcloud und deshalb auch nicht in den üblichen Podcast-Feeds.)

Grünes Licht für modernisierte Raketenwerfer, Bergepanzer und neue Sattelschlepper

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am (heutigen) Mittwoch nicht nur, als größtes Vorhaben an diesem Tag, der Beschaffung neuer Hubschrauber für den Such- und Rettungsdienst (SAR) zugestimmt. Die Abgeordneten billigten nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auch die Modernisierung weiterer Raketenwerfer für die Artillerie sowie von Bergepanzern, die Beschaffung neuer Schwerlasttransporter und die Verlängerung der Verträge für den Betrieb der Heron-Drohnen in Afghanistan und Mali. weiterlesen

Sammler: Künstliche Intelligenz und autonome Waffensysteme

In der kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung spielen zwar die Streitkräfte praktisch keine Rolle und werden überhaupt nur einmal erwähnt:

Der künftige Einsatz von KI-basierten Technologien und Systemen wird Auswirkungen auf Streitkräfte haben und ist damit ein wichtiges Thema für die Zukunftsentwicklung der Bundeswehr. Die Bundesregierung wird hier, analog zu anderen Anwendungsgebieten, die Vor- und Nachteile einer umfassenden Bewertung unterziehen.

Aber natürlich wird Künstliche Intelligenz (englisch Artificial Intelligence, AI) auch und gerade für die Nutzung in Streitkräften erforscht und erprobt – nicht zuletzt im Zusammenhang mit autonomen (tödlichen) Waffensystemen. Deshalb ein erster Sammler mit Lesestoff zu diesen Themen, der (dringend) ergänzungsbedürftig ist: weiterlesen

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