Militärische Personalstärke im Juni 2018: Eigentlich nix Neues (Update wg. Studierende)

Die neuen Zahlen zur militärischen Personalstärke der Bundeswehr für den Monat Juni 2018 liegen vor, und wie in den vergangenen Monaten zeigt sich der gleiche Trend: Es gibt keinen. Die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten liegt immer so um die 179.000, mal bisschen mehr, mal bisschen weniger. Und auch die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten dümpelt so um die 170.000-Marke.

Im Juni hatten die deutschen Streitkräfte 178.904 aktive Soldaten und Soldatinnen, im Mai waren es noch 179.207 gewesen. Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten stieg leicht von 170.297 auf 170.394. Dagegen gab es 400 weniger Freiwillig Wehrdienst Leistende.

Die Zahlen mit Stand vom 30. Juni , vom Verteidigungsministerium wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht:

178.904 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 986
diesem unmittelbar nachgeordnete Dienststellen: 3.036
Streitkräftebasis: 27.654
Zentraler Sanitätsdienst: 19.908
Heer: 60.925
Luftwaffe: 27.704
Marine: 15.931
CIR: 12.682
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 979
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.602
Bereich Personal: 7.497, davon bis zu 5.400 Studierende an den Bw-Universitäten

Die Bundeswehr umfasst aktuell 170.394 Berufs- und Zeitsoldaten und 8.510 Freiwillig Wehrdienstleistende (Durchschnitt 2018: 8.992).

Zur Bundeswehr gehören 21.310 Soldatinnen.

Stand: 30. Juni 2018

Auch hier wieder die von einem Leser (vielen Dank!) ständig aktualisierte Excel-Tabelle für die Zahlenübersicht in der Entwicklung.

Bw-Personalstaerke_Juni2018

Update: In den Kommentaren ist schon eine Auffälligkeit angesprochen und diskutiert worden:  Seit Februar 2018 wird die Zahl der Studierenden an Bundeswehr-Universitäten nur noch pauschal mit bis zu 5.400 angegeben. Angesichts der Tatsache, dass es in den früheren exakten Angaben immer deutlich unter 5.000 waren, im November 2017 sogar nur 4.097, stellt sich natürlich die Frage: Stehen in dieser Statistik vielleicht 1.000 oder mehr Soldatinnen und Soldaten drin, die es gar nicht gibt?

Nach Gesprächen mit dem BMVg zeichnet sich eines als eindeutige Aussage ab: Entscheidend ist die für den Bereich Personal insgesamt angegebene Zahl, die in die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten einfließt – unabhängig davon, wie viele Studierende an Bundeswehr-Universitäten in dieser Zahl mit erfasst sind. Das heißt, die Angaben zur militärischen Stärke insgesamt sind korrekt, aber in den Details in diesem Bereich gibt es eine – aus meiner Sicht noch nicht aufgeklärte – Unschärfe. Allerdings ist die bei der Beurteilung der Gesamtstärke und vor allem auch der Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten nicht von Bedeutung. (Und vielleicht klärt sich ja auch später noch mal, warum eigentlich von der bisherigen exakten Angabe auf diese vage bis-zu-Zahl umgestellt wurde.)

Der Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen:

Mai 2018

April 2018

März 2018

Februar 2018

Januar 2018

Dezember 2017

November 2017

Oktober 2017

September 2017

August 2017

Juli 2017

Juni 2017

Mai 2017

April 2017

März 2017

Februar 2017

Januar 2017

Dezember 2016

November 2016

Oktober 2016

September 2016

August 2016

Juli 2016

Juni 2016

Mai 2016

April 2016

März 2016

Februar 2016

Januar 2016

Januar 2013 bis Dezember 2015

(Foto: Deutsche Soldaten der dritten Kompanie des Panzerbataillons 393 aus Bad Frankenhausen leisten Erste Hilfe bei einer simulierten Verwundung als Übungsteil bei der Strong Europe Tank Challenge auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr am 7. Juni 2018.- U.S. Army photo by Spc. Rolyn Kropf)

36 Gedanken zu „Militärische Personalstärke im Juni 2018: Eigentlich nix Neues (Update wg. Studierende)

  1. zum Thema freiwillig Wehrdienst. Was haben die Leute denn in Steuerklasse 1 alleinstehend und Kinderlos da pro Monat netto raus?
    Und Frage 2 warum sollte man dass bei der momentan guten Wirtschaftslage machen?

  2. @TW: Ich würde gerne einen Verbesserungsvorschlag einreichen. Es wäre übersichtlicher, wenn man Soll-Ist Zahlen auflisten würde, ggf. auch die Zahlen für die Reserve.

  3. @Trevor Faith

    Welche „Soll“-Zahlen meinen sie? Es gibt faktisch keine; nur ein angekündigtes Ziel der Steigerung und Mangelmeldungen aus bestimmten Bereichen. Aber keinen Soll-Ist-Vergleich.

  4. @TW
    Gibt es nicht Regelwerke in denen steht wie viel Personal pro Zug, Kompanie, Btl, Brigade laut Plan mit welchen Dienstgraden und welcher Ausrüstung vorhanden sein müsste?
    Ich denke dass kann man dann durchaus auf die gesamte Bw hochrechnen.
    Das wären dann die „Soll“ Zahlen.

  5. Hm, also die 2. Kompanie/xxxBataillon hat ein Fehl von XX Mannschaften, xx Uffz, xx UmP und xx Offizieren? Ich fürchte, so feingliedrig gibt’s das nicht, und so wird es schon gar nicht veröffentlicht…

  6. @TW
    Geben wird es dass durchaus. Sonst ist eine Personal und Materialplanung unmöglich. Dass die BW die komplette Soll und Haben Lücke nicht unbedingt der Klatschpresse vorrechnet ist verständlich.

    [„Klatschpresse“ finde ich als Bezeichnung für AG jetzt eher nicht so nett. T.W.]

  7. Früher gab es die STAN – wo sozusagen die Sollstärke der Teileinheiten exakt aufgeschlüsselt wurde. Hat für das Soll funktioniert und war übersichtlich (ehemalig S4 – Bereich) Dann wurde das geändert in die SASPF – die kenne ich aber nicht

  8. @T.W.
    Doch, gibt es wahrscheinlich schon. Nennt sich SAP im S1er-Bereich. Sprich, unser internes Personalverwaltungsprogramm dürfte schon wissen welche Stellen nicht besetzt sind.Aber sie haben recht, die Infos dürften so nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein.

  9. So langsam erscheint mir die Annahme, dass Deutschland geostrategisch/-politisch aus ökonomisch-demographischen Gründen nicht mehr als ca. 180.000 Mann/Frau Streitkräfte dauerhaft re-/generieren kann schon ziemlich plausibel.
    Da stellt sich doch die Frage, wieviel wirkungsvolle militärische Breite, Tiefe, Reichweite und Durchhaltefähigkeit man damit erzielen kann – egal wieviel Geld und Material sowie Technologie in diese Streitkräfte „investiert“ wird. Demographischer Flaschenhals sozusagen, in dem wir feststecken. Mit Weißbuch-Prosa kann man diesen Flaschenhals nicht „überwinden“.
    Ansonsten finde ich kleine Brötchen viel geschmackvoller und bekömmlicher als große ;-)

  10. @klabautermann

    „Da stellt sich doch die Frage, wieviel wirkungsvolle militärische Breite, Tiefe, Reichweite und Durchhaltefähigkeit man damit erzielen kann – egal wieviel Geld und Material sowie Technologie in diese Streitkräfte „investiert“ wird. Demographischer Flaschenhals sozusagen, in dem wir feststecken. “

    ….und schon sind wir bei der Frage der Schlagkraft (Abschreckung und Wirkung). In vergangenen Zeiten mag es eine lineare Abhängigkeit von Personalumfang zu Schlagkraft gegeben haben aber selbst früher gewannen nicht zwingend die großen Heere, sondern oft die kleinen, schnellen, innovativen und flexiblen.

    Was benötigt Europa um abzuschrecken und die Freiheit und das Recht zu verteidigen? Evtl keine Millionen Soldaten. Mehr Munition, Ausbildung, Fähigkeitserhalt, Instandsetzung, Vernetzung, Mobilität, Standartisierung und Aufwuchsfähigkeit im Spannungsfall wäre evtl zielführender.

  11. @Zahlen der ResDL

    Meines Wissens beträgt die Anzahl der aktuell im Dienst befindlichen Reservisten etwas um die 3.200. Jedenfalls ist das eine Größenordnung, die das Ministerium wohl nur zu gerne in der Gesamtbilanz verschwinden lässt.

    [Äh, weil das immer wieder hier angebracht wird: In den Zahlen oben sind die Reservisten nicht enthalten. T.W.]

  12. Seit Februar 2018 gibt das BMVg die Zahl der Studentinnen und Studenten an den Bundeswehruniversitäten im Organisationsbereiches Personal nicht mehr exakt an. Im Januar 2018 waren es 4728. Stattdessen schreibt es seitdem „bis zu 5400“. Kennt jemand die Hintergründe dieser Änderung? Enthält die Zahl für den Organisationsbereich Personal pauschal 5400 Studentinnen und Studenten oder die tatsächliche Anzahl?

  13. @Zimdarsen | 16. Juli 2018 – 14:09

    Ich fürchte, dass „glaubwürdige“, konventionelle Abschreckung gegenüber Rußland angesichts der Geographie und der Demographie in der Tat eine „Glaubensfrage“ ist.
    Nun, für geo-strategische Glaubensfragen ist der Pabst nicht mehr zuständig, wir werden uns also unseren eigenen Kopf machen müssen darüber ob wir diesem fast schon theosophisch anmutenden Abschreckungs-Kult noch weiter Opfer bringen wollen, bzw. können.
    Aber wir können ja weiter daran glauben und hoffen, dass die europäische Rüstungsindustrie irgendwann mit “ Wunderwaffen“ aus iihren Laboren an die „Ostfront“ rückt, so dass die Russen so ab-/verschreckt sind, dass sie bedingungsöos kapitulieren und die Schlüssel zum Kreml dem Oberpförtner im Kanzleramt zusenden /SARC

  14. @TW Vielen Dank für den Hinweis

    PS: Die Bildunterschrift der US-Kameraden ist fehlerhaft. Streiche: 3rd…./ setze:
    3./GebPzBtl 8

  15. @ Klabautermann

    Möchten Sie bei einem Arbeitgeber arbeiten, der praktisch wöchentlich Negativschlagzeilen macht?
    Das ist wie in einer Firma wo in der Öffentlichkeit über Werksschließungen und Insolvenz spekuliert wird, da gehen die Besten auch zuerst bzw. man bekommt keinen Nachwuchs mehr.

  16. @Zimdarsen
    „Was benötigt Europa um abzuschrecken und die Freiheit und das Recht zu verteidigen? Evtl keine Millionen Soldaten. Mehr Munition, Ausbildung, Fähigkeitserhalt, Instandsetzung, Vernetzung, Mobilität, Standartisierung und Aufwuchsfähigkeit im Spannungsfall wäre evtl zielführender.“

    Mehr Munition für wen ? Vermutlich mehrere Systeme … wer bedient die ?
    Ausbildung für wen ? Denke Soldaten … aber welche ?
    Fähigkeitserhalt ? Von wem ? Denke den Waffenbedienern !?
    Instandsetzung ? Mit wem ? Industrie ? Denke eher durch Soldaten im Rahmen LV/BV !
    Vernetzung ? Wer mit wem ? Denke Truppe, sprich Soldaten …
    Mobilität ? Wer fährt die Fahrzeuge ? Soldaten …
    Standardisierung ? Wen standardisiere ich auf Einsatzverfahren ? Nicht Gerät, SOLDATEN !!!
    Wer wächst auf im Spannungsfall ? Genau, die Stärke der Streitmacht sprich Soldaten !

    Da sind ihre Millionen Soldaten weit hergeholt, aber bestimmt deutlich mehr als unter 170.000 Mann … und bitte kein Europagefasel, das hat uns bis dato ziemlich nichts geholfen als Bw außer kaschiert das wir nichts mehr können … gemeinsame Interessen der Europäer sehe ich nicht, weder militärisch noch tagespolitisch oder wirtschaftlich …

  17. @Zimdarsen

    Übrigens frisch berichtet zur Frage der Geschlossenheit der Europäer von der Luftfahrtmesse Farnborough das „Team Tempest“, Nachfolger Eurofighter …

    „Die Ankündigung auf der Luftfahrtmesse in Farnborough ist praktisch die Unabhängigkeitserklärung der Briten im Kampfflugzeugbau nach dem Brexit. Großbritannien wolle seine technischen Kernkompetenzen beim Bau eines Kampfjets der nächsten Generation behalten, heißt es offiziell.“

    [Zum einen gibt’s dazu einen eigenen Thread. Zum anderen sind Zitate, deren Herkunft nicht mit einem Wort auch nur angedeutet wird, hier ziemlich unerwünscht. T.W.]

  18. @SER  

    Mehr Munition für wen ? Für die vorhandenen Systeme.

    Vermutlich mehrere Systeme … wer bedient die ?

    Siehe oben und bedient vom dafür vorgesehenen und vorhandenen Personal.

    Ausbildung für wen ? Denke Soldaten … aber welche ?
    Fähigkeitserhalt ? Für das vorhandene (Bestandspersonal)

    Von wem ? Kommt auf die Ausbildung an.

    Instandsetzung ? Auch

    Mit wem? Kommt auf das System an.
    Industrie ? Kommt auf das System an.
    Denke eher durch Soldaten im Rahmen LV/BV !
    Kommt auf den Auftrag an.
    Vernetzung ? Ja.
    Wer mit wem ? Mit den erforderlichen Stellen.

    Mobilität ? Mobilität für Sie ein Fragezeichen?

    Wer fährt die Fahrzeuge ? Bitte nicht nur auf Personen beziehen.
    Standardisierung ? Wen standardisiere ich auf Einsatzverfahren ? Nicht Gerät, SOLDATEN !!! Doch eben auch Gerät, Verfahren und Personal

    Wer wächst auf im Spannungsfall ? Genau, die Stärke der Streitmacht sprich Soldaten !

    Nein eben nicht, es geht um Fähigkeiten, das kann ein Betrieb sein, ein Amt, ein Beamter, Arbeiter, Reservist oem.

    Da sind ihre Millionen Soldaten weit hergeholt, aber bestimmt deutlich mehr als unter 170.000 Mann

    Wir haben in der NATO im europäischen Teil über eine Mio Soldaten! Haben Sie ein Problem mit der NATO? Anderer Thread.

    P.S.: Wo ist das Problem wenn Firmen in GB auf einem LFZ für 2040 plus rumdenken? Ganz normaler Prozess, siehe auch anderer Thread.

    [Pardon, aber das ist jetzt praktisch unlesbar und damit unverständlich – markieren Sie doch bitte, was Sie zitieren und wo es Ihre Antwort ist. So hat keiner was davon. Und „haben Sie ein Problem mit der NATO?“ ist ein Ton, den wir hier auch nicht einreißen lassen. T.W.]

  19. @Dante:

    Gute Wirtschaftslage heißt noch lange nicht das jeder Malocher davon profitiert.
    Zu wenig Geld ist ganz sicher nicht das Problem, da stehen eher keine Standortsichett und fragwürdige Familien und Lebensplanung im Fokus.

  20. @TW ud @Helot6, ich kann keinen Hintergrund zu den Studenten sagen. Was ich aber weiß, ist, dass Studenten ausschließlich Ende September an die Universitäten kommen. Das bedeutet, dass seit der letzten offensichtlich realen Zahl im Januar definitiv keine Studenten dazugekommen sind.
    Das kann man auch gut an den Vorjahreszahlen erkennen, dass dort im September/Oktober der Aufwuchs stattfindet und dann über das Jahr verteilt sukzessive die Zahl der Studenten aufgrund von vergeigten Klausuren oder anderen Gründen zurück geht. Wenn man den Zahlen von letztem Jahr folgt, kann man davon ausgehen, dass im Juni 100-200 Studenten weniger als noch im Januar an den Unis studieren. Dementsprechend wäre eine Zahl 4500 durchaus realistischer und damit ergibt sich tatsächlich ein Fehl von mindestens 900 Soldaten..

  21. jaja:

    Autos, panzer, flugzeuge, schiffe: in aller Regel haben die Firmen so viel davon, dass sie es verkaufen wollen würden, wenn man es haben wollte.

    Personal: Menschen muss man überzeugen, begeistern, gut behandeln – sonst kommt eben keiner, es bleibt keiner.

    Und: mir hat mal ein weiser mensch gesagt: „sch … zieht sch … nach“ – sorry. Aber wenn das Niveau noch weiter sinkt (siehe bspw. die abbrecherquote bei den sanitätsoffizieranwärtern, dort nach den Bewerberzahlen (soviel zum Thema Bestenauslese) kommt die Bundeswehr aus dieser Abwärtsspirale – und gemessen an den hoch gesteckten Zielen ist die Situation de facto doch eher ein Abwärtstrend, nicht mehr raus.

    Ein Lob und Dank an alle, deren Frustrationstoleranz noch ausreichend hoch zu sein scheint (meine war es dann doch nicht mehr).

  22. Die BW ist schlicht nicht attraktiv für junge Leute. Uniform, Dienstwaffe und aktion gibt’s bei Zoll und Polizei. Wenn Mann/Frau keine Waffen mag dafür aber Uniformen und aktion dann gibt’s noch die Feuerwehr… und was gibt’s da oben drauf eine Verbeamtung und höchstens einmal nach der Laufbahnausbildung umziehen. Eine Möglichkeit ein Privatleben mit Freunden und Familie zu führen und zwar nicht nur am Wochenende. Ausrüstung die funktioniert.
    Die einzige Laufbahngruppe die ihr Plansoll erfüllt sind die OA’s. Warum? Weil der Deal gut ist Masterstudium nach Wahl bei voller Bezahlung an einer Excelenten Uni.

  23. @DrSchmetterling: Danke für die Hinweise.

    Nun wäre interessant, ob die Bundeswehr pauschal mit 5400 oder mit der tatsächlichen Anzahl der Studentinnen und Studenten rechnet. Wenn durch die Darstellungsweise („bis zu 5400“) im Vergleich zu den Ist-Zahlen z.B. 900 Soldatinnen und Soldaten „hinzugerechnet“ werden, würde die eigentliche Personalstärke der Bundeswehr deutlich unter der (magischen) 170 000-BS/SaZ-Grenze liegen.

  24. Wie ist das Ganze in Bezug auf das „Narrativ“ von der Trendwende Personal einzuordnen?

    Zählt es bereits als „Wende“, wenn es zu keinem dramatischen Absacken der Personalzahlen kommt? (Was der Hausherr treffend mit „dümpeln“ charakterisiert)

    Laut UvdL braucht es doch nur ein klein wenig Zeit, bis sich all die angestoßenen Maßnahmen entfalten … Wer allerdings _jetzt_ nicht zur BW geht, der wird nachhaltig woanders glücklich.

    Unabhängig von der aktuell glänzenden Wirtschaft wird mit Perspektive auf 2030 der Demographie-Hammer zunehmend härter fallen. Also entweder bei der Kasernen-Renovierung gleich an den Treppenlift denken oder mehr klotzen als kleckern!

  25. @TW
    Mit Klatschpresse habe ich nicht AG gemeit sondern tatsächlich den Zeitungskiosk. @Wiederinteressiert
    dass mit der versetzungwilligkeit haben sie inzwischen in jedem größeren Unternehmen ab einer gewissen positon.

  26. @all

    Nach meiner Nachfrage beim BMVg zum Thema Zahl der Studierenden gibt’s oben ein update.

  27. Man sollte aus der Not eine Tugend machen und den Personaleinsatz effizienter und effektiver gestalten. Ansätze dazu gibt es viele:
    1. Flachere Hierarchien: 9 Ebenen vom Panzergrenadier bis zur Bundesministerin. Über die Bundeswehr gemittelt ist die Führungspanne unter 4 wenn man nur die nächste Hierarchieebene zählt und die Stäbe außen vor lässt.
    2. Konsequent automatisieren. Bei den Fregatten sinkt die Personalstärke schon.
    3. Bei der personenintensiven Infanterie Kampfkraft pro Infanterist durch ferngesteuerte Kampfroboter und Drohnen verstärken.
    4. Notwendigkeit von Kommandostrukturen überdenken.

    Bleibt der Personalansatz an der Front bei steigender Kampfkraft pro Soldat konstant, können auch daraus abgeleitete Stärken wie der Sanitätsdienst, der Personalbereich, etc. konstant bleiben.

  28. @Nachhaltig | 17. Juli 2018 – 22:57
    „2. Konsequent automatisieren. Bei den Fregatten sinkt die Personalstärke schon.
    3. Bei der personenintensiven Infanterie Kampfkraft pro Infanterist durch ferngesteuerte Kampfroboter und Drohnen verstärken.“

    Ist richtig.

    Aber teuer! 1,2% und so…

  29. @TW: Vielen Dank für das Nachfassen bezüglich der Studentinnen und Studenten. Warten wir ab, ob das irgendwann klarer wird.

    Mich überzeugt die Antwort des BMVg nur teilweise. Offizieranwärter werden im Juli in ihrer Teilstreitkraft eingestellt und wechseln erst zum Oktober des folgenden Jahres an die Uni und damit in den Organisationsbereich Personal. Wenn jährlich in einem Schwung weit über 1000 Offizieranwärter aus Heer, Luftwaffe und Marine den Organisationsbereich Personal wechseln, müsste sich das doch in den jeweiligen Personalstärken im Oktober widerspiegeln!?

  30. @Helot6 | 18. Juli 2018 – 14:14
    „Wenn jährlich in einem Schwung weit über 1000 Offizieranwärter aus Heer, Luftwaffe und Marine den Organisationsbereich Personal wechseln, müsste sich das doch in den jeweiligen Personalstärken im Oktober widerspiegeln!?“

    Es sind ca. 2.000 jedes Jahr und auch jeweils fast genau so viele die zum gleichen Zeitpunkt mit bestandenen oder nicht-bestandenen Studium wieder zurück wechseln.

  31. @koffer: Klar ist die Automatisierung und die Robotik erst einmal teuer. Aber bei den Finanzen geht es ja im Gegensatz zu dem Personal zumindest stetig nach oben. Und auf die Dauer betrachtet bin ich mir beim Geld auch nicht so sicher. Schließlich ist beim Personal ja auch die dauerhafte finanzielle Versorgung der Soldaten mit zu bedenken.

  32. @Nachhaltig | 19. Juli 2018 – 20:53
    „Aber bei den Finanzen geht es ja im Gegensatz zu dem Personal zumindest stetig nach oben.“

    Na, da sehen Sie aber andere Nachrichten als ich…

    [Uff, jetzt bitte nicht an dieser Stelle diesen OT…T.W.]

  33. Sieben Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht:
    Wehrbeauftragter befürchtet negative Folgen für den Zusammenhalt Deutschlands.
    Eine Nummer zu groß, warum gerade zzt diese Darstellung? Ist „das Militärische“ in Deutschland nicht seit 08. Mai ’45 fremd?
    Wehrbeauftragter Bartels – „Gefahr, dass der Gesellschaft das Militärische fremd wird“
    deutschlandfunk.de

    [DLF kann ja gerne verlinkt werden:

    https://www.deutschlandfunk.de/wehrbeauftragter-bartels-gefahr-dass-der-gesellschaft-das.2932.de.html?drn:news_id=905502

    Das ist ein dpa-Interview; mal sehen, ob das irgendwo noch ausführlicher erscheint. T.W.]

Kommentare sind geschlossen.