Personalstärke November 2019: Wieder leichter Anstieg, weniger Zeitsoldaten

Die militärische Personalstärke der Bundeswehr ist im November erneut leicht gestiegen. Insgesamt 182.979 Soldatinnen und Soldaten dienten im vergangenen Monat, exakt 330 mehr als im Oktober. Die Steigerung ist diesmal auf einen Aufwuchs der Zahl der Berufsoldaten (von 53.405 auf 53.666) und der Freiwillig Wehrdienst Leistenden (FWDL, von 7.761 auf 8.022) zurückzuführen, während die Zahl der Zeitsoldaten wieder leicht abnahm (von 121.483 auf 121.291).

Wie erwartet, hat die Bundeswehr zwar ihr Layout und das System ihrer Webseiten umgestellt, verfährt bei den veröffentlichten Personalzahlen aber nach dem bisherigen System: Die Zahlen werden unter dem gleichen Link eingestellt, die Zahlen des Vormonats gelöscht. Für den Vergleich gibt’s aber den Service von Augen geradeaus! mit den Zahlen der vergangenen Jahre (s. unten).

Die am (heutigen) Mittwoch veröffentlichte Statistik:

Insgesamt leisten rund [sic] 182.979 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr.

Bundesministerium der Verteidigung 1.124
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.200

Streitkräftebasis 27.774

Zentraler Sanitätsdienst 19.961

Heer 62.744

Luftwaffe 27.562

Marine 16.588

Cyber- und Informationsraum 13.366

Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 970

Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.644

Bereich Personal 8.046
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten

53.666 Berufssoldaten
121.291 Zeitsoldaten
8.022 Freiwillig Wehrdienstleistende

Die Zahl der Frauen in den Streitkräften ist – offensichtlich aus Gründen des Layouts – jetzt an eine andere Stelle gerutscht und nicht mehr wie zuvor in der obigen Statistik, aber natürlich weiterhin vorhanden:

22.580 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr
Rund 12 Prozent Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr

Heer 4.341
Luftwaffe 2.335
Marine 1.641
Streitkräftebasis 2.888
Sanitätsdienst 8.140
Cyber- und Informationsraum 1.262
Ministerium und andere Bereiche 1.973

Dienstgradgruppe (auch Anwärterinnen)
Offiziere 5.869
Unteroffiziere mit Portepee 7.948
Unteroffiziere ohne Portepee 3.508
Mannschaften 5.255

Status
Berufssoldatin 3.529
Zeitsoldatin 17.496
Freiwillig Wehrdienstleistende 1.555

Die wie immer von einem Leser fortgeschriebene Tabelle mit der Statistik (vielen Dank!):

20191218_BWPers_November_2019

Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten (allerdings ohne die bisherige Aufschlüsselung nach dem jeweiligen Status):

Beschäftigt sind 81.725 Zivilistinnen und Zivilisten. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 1.570
Bundeswehrverwaltung, Rechtspflege, Militärseelsorge und weitere, dem zivilen Bereich zuzurechnende Dienststellen: 56.648
Streitkräfte und dem militärischen Bereich zuzurechnende Dienststellen: 23.507

Hinsichtlich des Anteils von Frauen klären die Personalzahlen der Bundeswehr ebenso auf: Von den 81.725 Zivilbeschäftigten sind 30.684 weiblich. Das entspricht rund 38 Prozent.

Neu in der Monatsstatistik ist die Angabe zur Personalstärke der Auslandseinsätze (wenn auch ohne die, wie sie jetzt heißen, anerkannten Missionen wie die NATO-Battlegroup in Litauen):

Alle Zahlen mit Stand November 2019.

Der Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen (die der Zivilbeschäftigten ab Mai 2019):

Oktober 2019
September 2019
August 2019
Juli 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
Februar 2019
Januar 2019
Dezember 2018
November 2018
Oktober 2018
September 2018
August 2018
Juli 2018
Juni 2018
Mai 2018
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Januar 2013 bis Dezember 2015

(Archivbild Juli 2019: Schießen mit dem Maschinengewehr MG3 auf einem Zweibein beim Schießlehrerlehrgang am Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg – Jana Neumann/Bundeswehr)

4 Gedanken zu „Personalstärke November 2019: Wieder leichter Anstieg, weniger Zeitsoldaten

  1. Nun haben wir 12% Frauenanteil in der Bundeswehr, aber bei den Einsätzen, da sind es mal gerade 9 %. Die Frauen sind dort also unterdurchschnittlich repräsentiert. Vielleicht wäre es sinnvoll, den Frauenanteil auf die einzelnen OrgBereiche zu berechnen, damit man eine etwas klarere Aussage erhält.

  2. Man könnte ja auch selber rechnen. Dann wären es beim Heer 7% Frauenanteil und bei der Sanität 41%. Körperlich fordernd scheint bei den Damen nicht so angesagt zu sein.

    [Häh? T.W.]

  3. Es könnte ja auch möglicherweise damit zusammenhängen, das Frauen in der Sanität erheblich länger Dienst tun durften als in anderen Teilen des Militärs und das medizinischer Dienst nicht fordernd sein soll, ist mir auch ein völlig neues Konzept.

    Eine Tradition die nicht mit der Lady mit der Lampe beginnen dürfte

    Sie steht höher im Rang als ich.
    William Tecumseh Sherman über eine der Leiterinnen der Sanitätsschwestern

  4. Die meisten Frauen im Heer sind in der Verwaltung anzutreffen, Personal Feldwebel , Logistik, bei den Mannschaften typischerweise Geschäftszimmer usw, viele die Posten werden in den Einsätzen eher weniger verlangt bzw sind halt Einzeldienstposten.
    Da ich gerade aus Mali zurückgekommen bin waren zum Beispiel in GAO im 11. Ktgt 45 Frauen im Lager und im 12. Ktgt 15 Frauen und dort Schwerpunktmäßig in der SAN, Personal und der Einsatzwehrverwaltung.
    Also auch gerade in den Streitkräften tendieren Frauen eher mehr zu „weiblichen“ Berufen was jetzt nicht überraschen sollte. Der Anteil an Frauen die tatsächlich als GrpFhr oder Geschützführer ( in meinem Verband L345 genau -0- ) oder dergleichen Dienst verrichtet liegt nochmal deutlich prozentual tiefer. Was ja egal ist, es geht ja um Nachwuchs und wenn Frauen lieber die Verwaltungsschiene machen und Männer im Dreck spielen ist das Win/Win für beide seiten und die Dienstposten sind für die Bw besetzt.

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