NATO-Kampfjets begucken erneut russische Flugzeuge

RAF Typhoon Fighters Police UK Skies

Die Überschrift hab’ ich mal bewusst etwas flapsig formuliert. Ja, Kampfjets der NATO, nämlich portugiesische F-16, sind am (heutigen) Freitag erneut alarmiert worden, um den Flug russischer Kampfflugzeuge vor der portugiesischen Küste zu verfolgen. Und auch über der Ostsee und der Nordsee gab es Alarm, ähnlich wie schon am vergangenen Mittwoch, und wie in diesen Tagen in allen NATO-Ländern von Estland im Nordosten bis Portugal im Südwesten. Auch ist es richtig, dass die Allianz in diesem Jahr verstärkte Flugbewegungen russischer Verbände beobachtet.

Dennoch: Es ist, pardon, eben kein Abfangen der russischen Kampfverbände, die mit Flugzeugen wie dem Langstreckenbomber Tupolew TU-95, NATO-Codename Bear (Foto oben), unterwegs sind. Die russischen Flugzeuge bewegen sich im internationalen Luftraum, mal mit, mal ohne Transponder, der eine Kennung ausstrahlt. Und die Kampfjets der NATO steigen auf, um diese Flugzeuge zu identifizieren –  und natürlich auch, um demonstrativ zu zeigen, dass das Bündnis sie entdeckt hat und abwehrbereit ist. Von feindlichen Handlungen, wie sie der Begriff Abfangen nahelegt, kann (zum Glück) nicht die Rede sein. weiterlesen

Soldaten nach Kurdistan? Nur mit Visum

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Ohne Bürokratie geht nix. Soldaten anderer Nationen, die sich im Nordirak im Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen engagieren, brauchen ein Visum der Zentralregierung in Bagdad. Darauf warten, so berichtet die australische Zeitung Sydney Morning Herald, Spezialkräfte vom fünften Kontinent derzeit:

Australia’s special forces are elite warriors with a fearsome reputation, but it seems they have met their match in Iraq – the Baghdad bureaucracy.
About 200 commandos are in the Middle East waiting to join the fight against Islamic State, but they have been told they cannot enter Iraq without valid visas.
However, an informed source said the obstacle was not the enemy but the Iraqi government’s excruciating inefficiency. Australian officials have been told it will take another week or two for visas to be granted.

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Immer mehr russische Jets an der NATO-Flanke – aber nicht im NATO-Luftraum

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Was sich schon gestern in der Meldung über die deutsche Alarmrotte in Estland abzeichnete, hat sich heute bestätigt: Die NATO beobachtet verstärkt Flüge russischer Kampfjets, Bomber und Jäger, nahe ihrer Grenzen.Der Trend wird in einer Zahl deutlich: Nach Angaben des Bündnisses stiegen in diesem Jahr mehr als einhundert Mal ihre Abfangjäger auf, um russische Flugzeuge zu identifizieren. Drei mal so oft wie im ganzen Jahr 2013.

Aber, oder um es groß zu schreiben, ABER: Die zunehmende Aktivität der russischen Luftwaffe ist, auch wenn sich das militärische Oberkommando der Allianz heute zu einer öffentlichen Erklärung dazu veranlasst sah, nach wie vor völlig im legalen Bereich. Die Maschinen fliegen im internationalen Luftraum, überwiegend über internationalen Gewässern. Meldungen, dass russische Kampfflugzeuge in den NATO-Luftraum eingedrungen wären, sind deshalb ebenso falsch wie alarmistisch, auch die Schlagzeile einer großen Boulevard-Zeitung Alarm-Meldung der NATO! Putin schickt Atom-Bomber Richtung Europa ist zwar formal korrekt, aber ein wenig… sagen wir einfach: auch alarmistisch. (Nachtrag: Die Schlagzeile ist jetzt ein bisschen entschärft: Wie gefährlich sind Putins Bomber über Europa?)

Was konkret passiert ist, am gestrigen 28. Oktober und am heutigen 29. Oktober über der Ostsee, Nordsee, Atlantik und über dem Schwarzen Meer (einschließlich des Alarmstarts der deutschen Eurofighter), in der erwähnten NATO-Mitteilung:

NATO Tracks Large-Scale Russian Air Activity in Europe
MONS, Belgium – NATO detected and monitored four groups of Russian military aircraft conducting significant military manoeuvers in European airspace over the Baltic Sea, North Sea/Atlantic Ocean, and Black Sea on 28 and 29 October 2014. These sizable Russian flights represent an unusual level of air activity over European airspace. weiterlesen

Neues von der ‘Mistral’ für Russland: Übergabe am 14. November

Nachdem es in den vergangenen Tagen mehrfach Meldungen gegeben hatte, die Übergabe der in Frankreich gebauten Hubschrauberträger der Mistral-Klasse an Russland stehe in den nächsten Wochen bevor, scheint es sich jetzt zu bestätigen: Der stellvertretende russische Ministerpräsident Dimitri Rogozin präsentierte am Mittwoch via Twitter eine entsprechende Einladung der Werft (siehe oben).

Das gleiche erzählte Rogozin laut russischer Agentur RIA Novosti auch Journalisten:

Russia’s state arms exporter Rosoboronexport has been invited to attend the handover of the first Mistral-class helicopter carrier built by France for the Russian navy, Russian Deputy Prime Minister Dmitry Rogozin said Wednesday. weiterlesen

Deutsche Eurofighter in der ‘heißen Woche': Alarm wegen russischem Kampfverband

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Die deutschen Eurofighter, die zur Verstärkung der NATO-Luftraumüberwachung über dem Baltikum in Estland stationiert sind, haben in dieser Woche ihre hot week, ihre Bereitschaftswoche (nachdem eine russische Aufklärungsmaschine vergangene Woche von den Flugzeugen anderer NATO-Staaten abgefangen wurde). Und am (gestrigen) Dienstag stieg die deutsche Alarmrotte vom estnischen Flugplatz Ämari auf, um einen russischen Kampfverband mit sieben Flugzeugen näher in Augenschein zu nehmen:

Nach Angaben des auf militärische Luftfahrt spezialisierten Bloggerkollegen David Cenciotti war es einer der größten russischen Kampfverbände, die NATO-Kampfjets über der Ostsee in den vergangenen Jahren identifiziert haben: weiterlesen

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