Erstmals modernste F22-Kampfjets der USA nach Deutschland verlegt

NELLIS AIR FORCE BASE, Nev. -- F-22 Raptors from the 90th Fighter Squadron Elmendorf Air Base, Alaska and the 49th Fighter Wing Holloman Air Force Base, N.M. fly to the Nevada Test and Training Range during Red Flag  Feb. 4, 2010. Red Flag, a realistic combat training exercise involving the air forces of the United States and its allies. The exercise is conducted on the 15,000-square-mile Nevada Test and Training Range, north of Las Vegas.  (U.S Air Force photo by Staff Sgt. Taylor Worley)

Die US-Luftwaffe hat erstmals ihr modernstes Kampfflugzeug, die F-22 Raptor, nach Europa verlegt. Vier dieser Jäger landeten am (heutigen) Freitag auf der US-Luftwaffenbasis in Spangdahlem in der Eifel, wie die Air Force mitteilte:

Four F-22 Raptors, one C-17 Globemaster III, and approximately 60 Airmen arrived at Spangdahlem Air Base, Germany, to train with allied air forces and U.S. services through mid-September.
This first-ever F-22 training deployment to Europe is funded by the European Reassurance Initiative, and provides support to bolster the security of our NATO Allies and partners in Europe.

Die Verlegung der F-22 hatten die USA Anfang der Woche angekündigt und in einen eindeutigen Zusammenhang mit russischen Militäraktivitäten und der Ukraine-Krise gestellt. weiterlesen

Aus Deutschland nach Nahost – für den Kampf gegen ISIS

Kurden_YPG

Von – muslimischen – Jugendlichen aus Europa und Nordamerika, die sich der islamistischen Terrormiliz ISIS in Syrien und im Irak anschließen, ist immer wieder in den Medien zu lesen. Viel weniger dagegen von Freiwilligen, die in die Region gehen, um gegen ISIS zu kämpfen. Deshalb der Hinweis auf ein sehr interessantes Interview mit einem jungen Deutschen, der dort war (und inzwischen wieder zurück ist) bei VICE:

„Ich war bereit, dort zu sterben“ – Ein deutscher Linker im Kampf gegen den Islamischen Staat

Auf eine solche Freiwilligeneinheit bei den kurdischen Peshmerga-Kämpfern, die angeblich von einem Deutschen geführt wird, hatte hier in den Kommentare bereits ein Leser hingewiesen:

www.peshmergalegion.com – Working for an Independent Kurdistan

Beim Open-Source-Projekt Bellingcat gab es vor kurzem einen Blick auf die Freiwilligen aus den USA:

The Other Foreign Fighters: An Open-Source Investigation into American Volunteers Fighting the Islamic State

Interessant wäre, aus deutscher Sicht, die juristische Beurteilung eines solchen Engagements. Aber die Frage danach würde von Regierungsjuristen vermutlich mit es kommt auf den Einzelfall an beantwortet…

(Foto: Kämpfer der kurdischen YPG in Hasakah – Flickr-User BijiKurdistan unter CC-BY-Lizenz)

Exercise Watch: Die größte Luftlandeübung seit dem Kalten Krieg. In Bayern.

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Über die größte Luftlandeübung auf NATO-Seite seit dem Kalten Krieg, Swift Response 2015, ist auf den einschlägigen Seiten einiges zu lesen, deshalb hier im Wesentlichen eine Link-Übersicht dazu. In der breiten Öffentlichkeit hat das Manöver, wenn man auf die Veröffentlichungen in den Medien schaut, dagegen wenig Resonanz gefunden (mit Ausnahme Bayerns, weil ja einer der größten Massenabsprünge mit mehr als 1.000 Fallschirmjägern in Hohenfels in Bayern stattfand; und mit Ausnahme der Rheinischen Post, deren Kollege Helmut Michelis da hingefahren ist). Dabei ist es natürlich eine wesentliche Demonstration des Bündnisses, die das schnellstmögliche Eingreifen unter Beweis stellen soll – unter anderem mit dem Einsatz einer Brigade der 82nd Airborne Brigade Division der USA.

Die Übung ist keine Veranstaltung der NATO, sondern steht unter US-Führung, findet aber praktisch im NATO-Rahmen statt:

Swift Response is a U.S. Army Europe-led multinational training exercise built around a multinational airborne joint forcible entry operation across four European nations. Swift Response will demonstrate the alliance’s ability to operate from intermediate staging bases in Europe, conduct simultaneous airborne forcible entry and follow-on missions. weiterlesen

Erstmals Baby auf Bundeswehr-Schiff geboren

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Zum ersten Mal ist auf einem Schiff der Bundeswehr ein Kind geboren worden. Am (gestrigen) Montag brachte eine 33-jährige Somalierin auf der Fregatte Schleswig-Holstein im Mittelmeer ein Mädchen zur Welt:

Die Geburt um 4.15 Uhr verlief reibungslos und schnell. Sophia ist 49 Zentimeter groß und wiegt 3.000 Gramm. Stabsarzt Marius S. und Obermaat Charlie M. halfen bei der Entbindung.

Die Mutter stammt nach Bundeswehrangaben aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu und war seit fünf Monaten auf der Flucht. weiterlesen

Kriegsgebiete weltweit: eine Übersicht

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Auf dieser Karte (Klick führt zur Originalquelle und macht größer)  hat die Humanitarian Information Unit des US-Außenministeriums mal zusammengetragen, wo in der Welt Kriegsgebiete, Bürgerkriegsregionen und andere gewaltsame Konflikte die Versorgung von Menschen mit dringend nötiger Hilfe erschweren oder unmöglich machen. Mit anderen Worten: Eine Karte der aktuellen größeren Konflikte weltweit. (Ohne schwelende, derzeit eher politisch ausgetragene Konflikte. Da gäbe es bestimmt noch einiges zu markieren.)

(Grafik: HIU/U.S. State Department via Landkartenblog)

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