Deutsche Waffen in der Hand der ISIS – Nicht von der Bundeswehr (Neufassung)

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Den islamistischen ISIS-Terrormilizen sind offensichtlich deutsche Waffen in die Hände gefallen – die aber nicht von der Bundeswehr geliefert wurden.  Nachdem die USA nahe der umkämpften kurdischen Stadt Kobane in Syrien Waffen für den Kampf der Kurden gegen die islamistische Terrormiliz ISIS abgeworfen hatten, fiel offensichtlich einer dieser Airdrops den ISIS-Kämpfern in die Hände. Und die packten vor laufender Kamera aus – unter anderem deutsche Handgranaten DM 41 (siehe Screenshot oben).

Die Waffen wurden nach US-Angaben von Kurden im Irak zur Verfügung gestellt – deshalb lag die Vermutung nahe, dass es sich um von der Bundeswehr gelieferte Handgranaten handelte. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte jedoch am späten Dienstagabend auf Anfrage von Augen geradeaus!, die Bundeswehr habe nicht die DM 41, sondern das Nachfolgemodell Handgranate DM51 geliefert.

Damit sieht es so aus, dass die abgeworfenen Waffen nicht aus der deutschen Lieferung stammen (und damit ist das auch eine Korrektur meiner vorhergehenden Meldung). Unklar bleibt natürlich, wieso dort auf einmal offensichlich noch Fabrik-verpackte deutsche Handgranaten eines älteren Typs auftauchen…

Das Video von Aamaq News, die mit ISIS/dem islamischen Staat in Verbindung stehen sollen (die Schrift auf der Granaten-Verpackung ist bei ca. 01:40 am besten lesbar): weiterlesen

Kampf gegen ISIS: US-Flugzeuge werfen Waffen über Kobane ab

Im Kampf gegen die islamistischen ISIS-Terrormilizen haben die USA ihre Unterstützung für kurdische Kämpfer in der syrischen Stadt Kobane ausgeweitet. Nachdem in den vergangenen Wochen Luftangriffe das Vorrücken von ISIS-Kämpfern stoppen sollten, wurden nach einer Mitteilung des U.S. Central Command aus der vergangenen Nacht erstmals Waffen, Munition und Sanitätsmaterial abgeworfen. Allerdings, so heißt es in der Presseeklärung: Kobane kann immer noch fallen.

Aus der CENTCOM-Mitteilung:

U.S. military forces conducted multiple airdrops tonight in the vicinity of Kobani, Syria to resupply Kurdish forces on the ground defending the city against ISIL. weiterlesen

Wie im Kalten Krieg: Russisches U-Boot vor Stockholm?

Vor der schwedischen Küste in der Ostsee, im Schärengarten vor der Hauptstadt Stockholm, sucht die schwedische Marine nach einem möglicherweise russischen und möglicherweise beschädigten U-Boot. Alle (!)  Meldungen dazu beziehen sich auf einen Bericht des Svenska Dagbladet vom (gestrigen) Samstagabend, den es auch auf Englisch gibt:

A distress signal in Russian preceded the submarine alarm in the archipelago of Stockholm. When the military search operation started radio communication between a transmitter in the archipelago and a transmitter in Kaliningrad was detected. This indicates that there could be a damaged russian submarine in Swedish waters. weiterlesen

Zur Dokumentation: Luna & Ebola, Bundespressekonferenz 17. Oktober

Fürs Archiv, zum Nachlesen und damit alle auf dem gleichen Stand sind: Die Aussagen in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Freitag zu den Themen Drohnen-Einsatz in der Ukraine und Ebola-Bekämpfung (der gesamten Bundesregierung).
(Hinweis: zum Thema Ebola habe ich außerdem eine Abschrift einer Pressekonferenz im Pentagon im Ebola-Thread der vergangenen Nacht nachgetragen.)

Es sprechen: Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz, der Sprecher des Verteidigungsministeriums Jens Flosdorff, Außenamtssprecher Martin Schäfer und die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Katja Angeli.

Luna/Drohneneinsatz für die OSZE in der Ost-Ukraine

Frage: Herr Flosdorff, was können Sie uns zu Drohnen sagen, die – so berichtet es heute die „Bild“-Zeitung – bei minus 19 Grad nicht fliegen können? Was können Sie uns zweitens zu Alternativszenarien zur Verwendung der Drohnen vom Typ LUNA sagen?

Flosdorff: Vielen Dank für die Frage. Es gibt ja Meldungen, und diese würde ich einmal dazu zählen, die vielleicht eher dem durchaus nachvollziehbaren journalistischen Interesse geschuldet sind, die Worte „Bundeswehr“ und „Pannen“ immer möglichst in einem Zusammenhang zu erwähnen. Aber hier geht es um die Tatsache, dass der Betrieb der Aufklärungsdrohne LUNA wetterbedingten Einschränkungen unterliegt. Das ist keine Panne, das ist Physik! weiterlesen

Exercise Watch: NATO Response Force übt im Mittelmeer

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Im Mittelmeer und teilweise auch im Atlantik läuft in diesen Tagen eine der großen maritimen NATO-Übungen: Mehr als 5.000 Soldaten, 23 Kriegsschiffe aus 14 NATO-Staaten und den Partnernationen Finnland und Schweden, dazu Flugzeuge bis zum B52-Bomber der USA trainieren einen Einsatz der NATO Response Force, der (mehr oder weniger) schnellen Eingreiftruppe des Bündnisses. Die Marineübung ist Teil der Übungsserie Noble Justification, in der die Allianz die Abwehr einer schweren Bedrohung der NATO und ihrer Mitgliedsländer demonstrieren will.

Nach NATO-Angaben sind an der Übung auch deutsche Einheiten beteiligt; leider habe ich bislang nicht herausfinden können, welche. (Auf bundeswehr.de und marine.de ist zu der Übung nichts zu finden; nach der AIS-Lagekarte beim Seefahrer-Blog sind derzeit der Einsatzgruppenversorger Berlin, die Fregatte Niedersachsen und U33 in der Übrungsregion vor der spanischen Südküste).

Aus der Mitteilung des NATO Maritime Command zu Noble Justification:

The Noble Justification prepares and tests the highest levels of readiness for rapid response to any NATO contingency. weiterlesen

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