Schlagwort: Atalanta

Atalanta bestätigt: Somalische Piraten foltern Geiseln

Als wichtige Ergänzung zur heutigen Piraterie-Bilanz: Die Vorwürfe gegen somalische Piraten, ihre Geiseln systematisch zu foltern, sind jetzt offiziell bestätigt worden. Der Kommandeur der EU-Anti-Pirateriemission Atalanta, der britische Generalmajor Buster Howes, berichtete von verschiedenen Methoden, mit denen die Seeräuber gefangene Seeleute quälen. Dazu gehöre die Praxis, die Geiseln in Kühlkammern einzuschließen, sagte Howes nach einem AP-Bericht. Außerdem seien ihre Genitalien mit Kabelbindern gefoltert worden. Manche Seeleute seien kopfüber ins Meer gehalten worden. Über die systematische Folter hatte am Wochenende bereits

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Piraten-Update: Schon 10 Versuche und 3 Kaperungen

Es scheint ja doch Interesse daran zu geben, wie ich aus dem Feedback erfahre… Die Piraten-Übersicht bei somalipirates.crowdmap.com habe ich heute mal aktualisiert. Im Januar gab es allein nach den offiziellen Angaben von Piracy Reporting Centre, EUNAVFOR und NATO zehn Kaperversuche. Und drei erfolgreiche Kaperungen (von denen eine – die des Tankers CPO China, relativ schnell scheiterte, weil sich die Crew in den Schutzraum zurückgezogen hatte). Und weil die Frage aufkam: Man kann auch einen RSS-Feed dieser Übersicht abonnieren: http://somalipirates.crowdmap.com/feed/

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An Bord wird’s eng

Langsam wird es eng an Bord einiger Kriegsschiffe, die in den Anti-Piraten-Aktionen vor der Küste Somalias kreuzen: Die Piratenjäger sind zu erfolgreich – und wissen nicht wohin mit den Festgenommenen. Allein an Bord des niederländischen Fast Combat Support Ships Amsterdam werden derzeit 20 mutmaßliche Seeräuber festgehalten – mit der letzten Festnahme hat die Amsterdam nu 20 vermoedelijke zeerovers aan boord, berichtet die niederländische Marine. Das Problem: niemand weiß so recht, was mit Piraten künftig passieren soll. Gestern wurde in einer

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AWACS auf Piratenjagd

Schon ein klein wenig überraschend: Kaum sind französische AWACS-Flugzeuge bei der EU-Anti-Piraten-Operation Atalanta am Horn von Afrika im Einsatz, schon werden noch mehr Piraten selbst auf kleinsten Booten aufgespürt… Nur mal for the record. (Offen bleibt natürlich die Frage, was die internationalen Truppen nun mit den festgenommenen Piraten machen.)

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Atalanta: Blankoscheck für die EU

Das Bundeskabinett hat heute, wenig überraschend, die Verlängerung der deutschen Beteiligung an der EU-Anti-Piraterie-Operation Atalanta vorgeschlagen. Und sehr wahrscheinlich dürfte der Bundestag diesem Vorschlag problemlos zustimmen – im Gegensatz zur Afghanistan-Mission ist dieser Einsatz weitgehend unumstritten. Wäre ich Abgeordneter, würde ich allerdings ein paar Fragen stellen. Nämlich Fragen nach der schleichenden Ausweitung des Einsatzgebietes – ohne die Information, geschweige denn Beschlussfassung des Deutschen Bundestages… In früheren Mandatierungen des Atalanta-Einsatzes, zum Beispiel 2008 (in der Bundestags-Drucksache 16/11337 dokumentiert) wurde das Einsatzgebiet

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Wieder Kaperung in den Tiefen des Ozeans

Somalische Piraten haben, erneut, weit entfernt von der afrikanischen Küste im Indischen Ozean zugeschlagen: Heute morgen wurde der unter Panama-Flagge fahrende Frachter MV Lugela 900 Seemeilen östlich des somalischen Küstenortes Eyl gekapert. (Wieder ein Grund, warum die EU-Anti-Piraten-Mission Atalanta ihr Operationsgebiet ausgeweitet hat, wenn sie auch geheim halten, wie weit.)

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Mehr Meer

Die EU-Anti-Piraten-Operation Atalanta hat ihr Einsatzgebiet am Horn von Afrika und vor der Küste Somalias erweitert. Leider teilen die EU-Soldaten in ihrer Pressemitteilung lediglich mit, dass. Man wüsste ja auch gerne, wo. Aber vielleicht kommt das ja noch. Für die Deutsche Marine gilt die heute verkündete Erweiterung des Operationsgebietes übrigens vorerst nicht – weil die Area of Operations auch im Bundestagsmandat festgelegt ist (vor allem die Grenze von 500 Seemeilen vor der Küste Somalias – was bei der Kaperung und

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