Kategorie: Piraterie

Piraterie update: Piraten kapern zwei Schiffe, drei deutsche Besatzungsmitglieder

Vor der Küste Somalias sind zwei Handelsschiffe gekapert worden, auf denen sich insgesamt drei deutsche Besatzungsmitglieder befinden: Der Flüssiggastanker York mit einem deutschen Kapitän relativ nahe an der kenianischen Hafenstadt Mombasa und der Frachter Beluga Fortune, bereedert von der deutschen Beluga-Reederei, mit zwei deutschen Crewmitgliedern 1.200 Seemeilen vor der somalischen Küste. Zur Kaperung der York hier mehr; zur Kaperung der Beluga Fortune gibt es bislang nicht mehr Einzelheiten – ausser dass es wohl der bislang am weitesten von der Küste

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Flüssiggastanker gekapert – und dann auch noch mit deutschem Kapitän

Die Meldungen kommen, bislang, interessanterweise nicht von den Organisationen, die die Piraterie am Horn von Afrika eindämmen sollen: Über die Kaperung des Flüssiggastankers York vor der kenianischen Küste, vermutlich durch somalische Piraten, gibt es Meldungen bislang nur unter Berufung auf die griechische Reederei und die Hafenbehörde von Singapur: Tanker mit deutschem Kapitän vor Singapur gekapert. Von der EU-Anti-Piraterie-Operation Atalanta dagegen merkwürdigerweise noch kein Wort. Inzwischen gibt es auch eine Mitteilung der EU-Anti-Piraten-Operation Atalanta dazu. Die York wurde von der türkischen

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Nach wie vor: Somalia bei Piraterie weltweit an der Spitze

Piraten aus Somalia nehmen nach wie vor den Spitzenplatz bei den Angriffen auf Handelsschiffe weltweit ein: Nach einer heute veröffentlichten Übersicht des International Maritime Bureau (IMB) waren Seeräuber aus dem Land am Horn von Afrika für 44 Prozent aller Angriffe in den ersten neun Monaten dieses Jahres  verantwortlich – und auch am erfolgreichsten: von den 39 gekaperten Schiffen weltweit gerieten 35 in die Hand somalischer Piraten. Besonders auffällig: Die Zahl der Piratenangriffe am Horn von Afrika, im Golf von Aden

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Was ist denn nun mit Kenia und den Piraten?

Das verwirrt mich jetzt ein bisschen: AFP berichtet aus Mombasa, die kenianischen Behörden hätten von der U.S. Navy die festgenommenen Piraten übernommen, die Anfang September den deutschen Frachter Magellan Star gekapert hatten, und wolle sie vor Gericht stellen. U.S. Marines hatten das Schiff befreit und die Seräuber festgenommen. So weit, so gut – aber hatte nicht Kenia angekündigt, keine somalischen Piraten mehr zu übernehmen? Und auch keine Gerichtsverfahren mehr durchzuführen? GULF OF ADEN (Sept. 9, 2010) The U.S. Navy amphibious

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Anklage gegen Taipan-Piraten

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen die somalischen Piraten, die am 5. April im Indischen Ozean den deutschen Frachter Taipan gekapert hatten, Anklage erhoben. Das Schiff war von Soldaten der niederländischen Fregatte Tromp befreit worden. Mehr Details, wenn ich den Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft ans Telefon bekomme… Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg hat alles dpa erzählt, danach habe ich ihn nicht mehr erreicht… Die wesentlichen Details: Die zehn mutmaßlichen Seeräuber sollen sich wegen Angriffs auf den Seeverkehr und erpresserischen Menschenraubs vor

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„Keine ausreichenden Beweismittel“

Nein, es ist keineswegs das erste Mal, dass Soldaten der verschiedenen Marineeinheiten am Horn von Afrika Piraten laufen lassen (müssen): Die deutsche Fregatte Köln eilte zwar am Sonntag einem angegriffenen Handelsschiff zu Hilfe, das Piratenboot wurde zwar durch Schüsse vom Bordhubschrauber gestoppt – aber die Seeräuber warfen die typischen Handwerkszeuge ihres Gewerbes, in der Regel Kalaschnikows und Leitern, rechtzeitig über Bord: Bei der anschließenden Durchsuchung des Piratenboots konnten keine ausreichenden Beweismittel sichergestellt werden. Damit stellte sich eine Frage gar nicht,

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Keine Piraten mehr nach Kenia

Bislang ist die kenianische Tageszeitung Daily Nation die einzige Quelle, aber das Problem zeichnet sich ab: Seit Ende September, berichtet das Blatt, nimmt das ostafrikanische Land keine Piraten mehr an, die dort vor Gericht gestellt werden: Keny cancels piracy trial deals Damit gerät ein Eckpfeiler der ganzen Anti-Piraterie-Strategie der Europäischen Union (und mittelbar auch der anderen Verbände, von NATO, Operation Enduring Freedom und verschiedenen Einzelnationen) ins Wanken. Wenn Kenia nicht mehr bereit ist, Piraten aus seinem Nachbarland vor Gericht zu

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NATO warnt vor Supertanker mit Piraten

Vor zwei Wochen hatte ich auf Meldungen hingewiesen, dass somalische Piraten den gekaperten Supertanker Samho Dream als Mutterschiff für Angriffe auf hoher See nutzen könnten. Was ein bisschen unwahrscheinlich schien, schließlich ist ein Riesentanker dafür nicht das praktischste Gerät. Jetzt hat sich das offensichtlich bestätigt. Jedenfalls warnt die NATO die Schiffahrt in einer heute aktualisierten Meldung vor genau diesem Supertanker und zwei ebenfalls gekaperten Dhows, auf denen die Piraten sich hunderte von Seemeilen von der Küste entfernt eine Basis See

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Privat-Marine gegen somalische Piraten

Die Piratenangriffe am Horn von Afrika beunruhigen naturgemäß nicht nur die Seeleute, Reedereien und staatlichen Institutionen – sondern vor allem die Versicherungsunternehmen. Deshalb überrascht die heutige Meldung der britischen Zeitung The Independent auch nur zum Teil: Versicherungsunternehmen mit Sitz in London – im Klartext: die entscheidenden Versicherungsunternehmen der weltweiten Schifffahrt – planen eine Privat-Marine zum Einsatz gegen die Piraten vor der Küste Somalias: Insurance firms plan private navy to take on Somali pirates Die Details klingen martialisch: 20 Schnellboote, bewaffnete

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