DroneWatch: Die aktuelle Drohnen-Liste und -Planung der Bundeswehr

In der Bundestags-Fragestunde am vergangenen Mittwoch hat der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Ralf Brauksiepe recht detailliert eine Übersicht über den derzeitigen Bestand der Bundeswehr an unbemannten Luftfahrzeugen gegeben; dazu einen Einblick in die Planung. Mit zum Teil noch nicht so bekannten Details, wie der kurzfristigen Beschaffung einer Marinedrohne für den Einsatz im Mittelmeer (nein, nicht die Kleinen, sondern zusätzlich was Größeres).

Der Linken-Abgeordnete Alexander Neu hatte danach gefragt, und inzwischen gibt es Brauksiepes Mitteilung zum Nachlesen im Plenarprotokoll .

Die Angaben wird man bestimmt noch mal brauchen können; deshalb zur Dokumentation und zum späteren Nachschlagen:

Derzeit umfasst der Bestand der Bundeswehr insgesamt 567 unbemannte Luftfahrzeuge. Diese unterteilen sich wie folgt: weiterlesen

Militärische Personalstärke der Bundeswehr: Gleichbleibend auf niedrigem Niveau

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Die Zahlen für die Personalstärke der Bundeswehr im August liegen jetzt vor, wie üblich unter dem gleichen, stets aktualisierten Link veröffentlicht: Im Vergleich zum Juli ist die Gesamtzahl der Soldatinnen und Soldaten leicht gesunken, von 176.841 auf 176.509. Die weit wichtigere Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten dagegen stieg gaaanz leicht, von 167.462 im Juli auf 167.507 im vergangenen Monat – aber immer noch deutlich entfernt von der angepeilten Zahl von 170.000. Und die soll ja bis zum Jahresende erreicht werden, ehe es darauf noch weitere Steigerungen der Personalstärke geben soll.

Die aktuellen Zahlen mit Stand Ende August 2016:

176.509 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt: weiterlesen

Und weiter geht’s: Unveränderte Fronten im Streit um Bundeswehreinsatz im Inneren

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Da ist man mal ne Woche weg, und die Debatte läuft zwar weiter – aber ohne wirklich neue Argumente: Was die Union auf der einen und die SPD auf der anderen Seite zum Thema Bundeswehreinsatz im Inneren in diese Sommerlochdiskussion einbringen, hat sich seit der Veröffentlichung des Weißbuches zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr vor vier Wochen kaum verändert.

Deshalb nur ein unvollständiger Sammlungs-Überblick (gerne dann mit Ergänzungen):

Aussagen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen beim Besuch des Kommandos Territoriale Aufgaben in Berlin am 3. August; das Thema kommt ab Minute 2:20:

Statement_Kommando_Territoriale_Aufgaben.mp3     

 

Kernaussage:

Die Polizei entscheidet, ob und wann und in welcher Form sie die Unterstützung der Bundeswehr braucht.

Da hätte der CDU-Politiker und frühere Verteidigungsminister Rupert Scholz gerne eine etwas andere Situation – und mehr Rechtsklarheit, wie er dem Deutschlandfunk sagte: weiterlesen

Bundeswehr redet mit ‘Pokémon Go’-Herstellerfirma über militärische Liegenschaften

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Das mobile, an Geo-Daten orientierte Computerspiel Pokémon Go beunruhigt auch die Bundeswehr – die deswegen im Gespräch mit dem Hersteller Niantic Labs ist. Nachdem Spieler irrtümlich und ohne Rücksicht auf die Gefahr während einer scharfen Schießübung in den Bereich eines Truppenübungsplatzes marschierten, reagierte die Truppe mit einer internen Sicherheitsweisung, berichtete die Süddeutsche Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht). Dabei gehe es nicht nur um die Gefahren für die Spieler, sondern auch darum, dass vorgebliche Spieler mit ihren Smartphone-Kameras militärische Einrichtungen ausspionieren können.

Dazu vor der Bundespressekonferenz am (heutigen) Mittwoch der stellvertretende Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Boris Nannt, nach dessen Angaben es bereits Gespräche mit der Spiele-Firma gibt:

BPK_Bundeswehr_Pokemon_27jul2016     

 

 

Das Transkript des O-Tons: weiterlesen

Verteidigungsministerium weist Bericht über Probleme mit Arbeitszeitregelung zurück

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Das Verteidigungsministerium hat, wenig überraschend, den Bericht zu personellen Engpässen der Bundeswehr als Folge von Urlaubs- und Freizeitansprüchen als grundlegend falsch zurückgewiesen. Vor der Bundespressekonferenz am (heutigen) Mittwoch hob der stellvertretende Ministeriumssprecher Oberst Boris Nannt vor allem darauf ab, dass die Seetage der Marine doch Ausnahmen von der EU-Arbeitszeitverordnung erlaubten und deshalb das alles so nicht stimmen könne.

Meine Fragen an Nannt und die Antworten zum Nachhören:

BPK_Bundeswehr-Arbeitszeit_27jul2016     

 

 

Die Abschrift des O-Tons: weiterlesen

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