Video-Tipp: ARD – „Stresstest für die Bundeswehr“

Ein schneller Video-Tipp – die Sendung lief zwar am gestrigen Montagabend, das Video ist aber noch bis zum 25. September 2018 verfügbar: Ein Bericht der ARD über die Lage der Bundeswehr zwischen Ausstattung, Anforderungen und Einsätzen.

Das Video in voller Länge:

Stresstest für die Bundeswehr

und mehr Informationen zu dieser Sendung hier.

 

BMVg-Papiere vom Urheberrecht geschützt? Jetzt soll EU-Gerichtshof entscheiden

Die Frage, ob eingestufte Papiere aus dem Verteidigungsministerium durch das Urheberrecht geschützt sind und auf diesem Weg eine Veröffentlichung verboten werden kann, wird nun den Europäischen Gerichtshof (EuGH) beschäftigen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe erklärte in einer am (heutigen) Donnerstag veröffentlichten Entscheidung, das Verfahren werde ausgesetzt und dem EuGH vorgelegt: Es gehe um eine Abwägung zwischen dem Urheberrecht und den Grundrechten auf Informations- und Pressefreiheit. weiterlesen

Lesetipp zum Wochenende: Die ersten Infanteristinnen der U.S. Army

Bevor wirklich alle ins Wochenende verschwunden sind, gibt’s noch einen Lesetipp mit auf den Weg, aus der New York Times:

For Army Infantry’s 1st Women, Heavy Packs and the Weight of History

The first group of women graduated from United States Army infantry training last week, but with soldiers obscured by body armor, camouflage face paint and smoke grenades, it was almost impossible to distinguish the mixed-gender squads in the steamy woods from those of earlier generations.
That’s just how the Army wants it.

(Ehe sich jemand beschwert: Über den Begriff Infanteristinnen kann man vermutlich streiten, in die Überschrift passt er. Wäre nett, wenn es nicht darüber eine Debatte gäbe.)

Gastbeitrag: Saving Private Schmitz

In der aktuellen Debatte über die Bundeswehr, was sie prägt, ihr Traditionsverständnis und natürlich auch die Fälle und Vorwürfe rechtsextremistischer Umtriebe freue ich mich über diesen Gastbeitrag: Gregor Weber ist Autor und bekannt als Schauspieler. Unter anderem spielte er zehn Jahre lang Kommissar Stefan Deininger im saarländischen Tatort. Die Bundeswehr ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema seiner Bücher und seines Lebens. Nach dem Wehrdienst als Funker bei der Marine wechselte er in der Reserve zum Heer und leistet dort seit gut zehn Jahren regelmäßig Dienst als Pressefeldwebel in der Gebirgs- und Fallschirmjägertruppe. In dieser Funktion war er 2013 auch im ISAF-Einsatz in Kunduz. Derzeit ist er bei der Division Schnelle Kräfte beordert. Sein aktueller Dienstgrad ist Hauptfeldwebel d.R.

Saving Private Schmitz – wie wir die Bundeswehr umarmen sollten

Ein Soldatenfriedhof am Strand der Normandie. Sonnenschein, viele Besucher. Stars and Stripes wehen majestätisch im Wind, daneben die Flagge Frankreichs. Ein alter Mann geht unsicher über das Gras, durch endlose Reihen weißer Steinkreuze und Davidssterne, in einigen Metern Abstand offenbar seine Familie. Vor einem Kreuz bleibt er stehen, muss, von überwältigender Regung erschüttert, in die Knie, hält sich am Kreuz fest. Er weint.

So beginnt und endet der Film „Saving Private Ryan“. Dazwischen entfaltet sich die Geschichte der Rettung dieses Mannes als junger Fallschirmjäger bei der Befreiung Frankreichs. Ein Trupp Ranger hat alles riskiert und das meiste verloren, um ihn zu finden. Der Führer des Trupps, Captain Miller, sagt am Ende sterbend zu dem jungen Ryan: „Earn this. Earn it!“, verdien dir diese Rettung. Und Ryan, jetzt ein alter Mann, fragt, fast bittend wie ein Kind, seine Frau, ob er ein gutes Leben geführt hat. „Tell me, I am a good man“, sag mir, dass ich ein guter Mensch bin.

In diesen wenigen Ausschnitten liegt – hochemotional aufbereitet – das Bestmögliche, was Soldat sein bedeuten und das Äußerste, was es fordern kann. Die Verpflichtung, dem Ruf der eigenen Nation in der Not zu folgen. Der Wille, einer anderen Nation im Kampf um die Freiheit beizustehen. Die Bereitschaft, für einen unbekannten Kameraden das Leben zu wagen. Kämpfen und dabei anständig bleiben. Den Tod anderer nicht achselzuckend hinzunehmen, sondern daraus ein Ethos fürs eigene Weiterleben abzuleiten. Die Gefallenen nicht vergessen. Dankbar sein für das eigene Leben und die eigene Freiheit. Die Anerkennung dessen, was der Soldat im Krieg erduldet und geleistet hat durch Familie und Gesellschaft.

Als Deutscher sieht man diesen und zahllose andere Filme mit gemischten Gefühlen. weiterlesen

75 Jahre Stars&Stripes in Europa: Samstag in Kaiserslautern/Ramstein

(scroll down for English version)

Die US-Soldatenzeitung Stars&Stripes, auch das hat sehr viel mit deutscher Geschichte zu tun, kam im April 1942 nach Europa. Diese 75-jährige Geschichte dieses sehr interessanten Mediums ist hier sehr schön zusammengefasst, aber: Es wird am kommenden Wochenende dazu auch ein paar Veranstaltungen geben. Natürlich in der größten US-Garnison in Deutschland, in Kaiserslautern, und auf der benachbarten Airbase Ramstein.

Und da werde ich auch anwesend sein: Bei den Events gibt es eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit einem  representative from the German media, und das bin, hm, ich. Am Abend beim formal dinner bin ich auch dabei.

Ich weiß nun nicht wirklich, ob und wie viele Leser ich im US-Militär in Deutschland habe. Wenn es welche gibt, wenn sie am Samstag in Ramstein anwesend sind: Just say hello. Würde mich freuen.

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