Steinmeier-Aussage: Original und Meldung

Das Interview, das Außenminister Frank-Walter Steinmeier der Bild am Sontag gegeben hat, hat eine Menge Staub aufgewirbelt – sowohl in Deutschland als auch international (ein paar Links dazu hier, hier, hier, und hier). Kern der wiedergegebenen Aussagen: German minister warns Nato against ‘warmongering’, die Warnung des deutschen Außenministers vor Kriegstreiberei der NATO mit ihren Übungen im Osten.

Nun beruhen praktisch alle – deutschen wie internationalen – Berichte am (gestrigen) Samstag auf der Vorabmeldung der Bild am Sonntag. Auch der Eintrag auf Augen geradeaus! basierte auf der Vorabmeldung bzw. Berichten dazu.

Deshalb dokumentiere ich nachfolgend noch mal als Gegenüberstellung sowohl diese Vorabmeldung als auch die vom Auswärtigen Amt am Sonntag, mehr als 24 Stunden später, veröffentlichten Wortlaut-Zitate Steinmeiers. Und da zeigt sich doch, um es mal mit Bundeswehr-Worten zu sagen, ein gewisses Delta. Insbesondere ist mir nicht ganz klar, wo Steinmeier die Nato-Manöver in Ost­eu­ropa kri­ti­siert hat.

Die Frage stellt sich, warum das Auswärtige Amt ungeachtet der weltweiten Wahrnehmung so lange gewartet hat, bis die Zitate veröffentlicht wurden. Es wird doch kaum so sein, dass dem Ministerium die Sicherung des Geschäftsmodells eines Unternehmens wichtiger war als die außenpolitischen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland? weiterlesen

Anakonda und die Russen: Live auf FB

Heute hab’ ich mal ein neues Format ausprobiert und war Gast eines Live-Videos der Welt auf Facebook…

Zum Nachhören: Mehr Soldaten, mehr Geld? Sendung im RBB-Kulturradio

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Im RBB-Kulturradio haben der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner, Mitglied im Verteidigungs- und Haushaltsausschuss, und ich am (heutigen) Montag Dienstag über die Pläne zur Vergrößerung der Bundeswehr gesprochen. Und die Frage, warum die Truppe mehr Geld für Material und Ausrüstung braucht.

Die 20-Minuten-Sendung gibt’s zum Nachhören hier:

Kulturradio am Mittag – Tagesthema: Muss die Bundeswehr wieder wachsen?

(Archivbild: Alarmübung der Sanitäter des deutschen Einsatzkontingentes KFOR am 14.03.2016 – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

Unbedingt (noch mal) lesen: ‘Drei Krieger’ im Karfreitagsgefecht

U.S. Soldiers Awarded Highest German Medal for Bravery During Rescue

Das Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 in Isa Khel bei Kundus in Afghanistan war für die Bundeswehr eine prägende Erfahrung – und hat auch in Deutschland den Blick auf den Einsatz am Hindukusch verändert. Die Reportage über drei ganz unterschiedliche Beteiligte an diesem Gefecht – einen deutschen Soldaten, einen Taliban und einen US-Piloten – des Stern-Reporters Jan Christoph Wiechmann erschien vor einem Jahr – aber da sie am (gestrigen) Donnerstagabend bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises als beste Reportage mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet wurde, steht sie erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Wer Wiechmanns Text noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt an diesem Wochenende tun; alle anderen sollten die tolle Reportage noch mal lesen:

Drei Krieger

 

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Neues Weißbuch? Kann bis Montag warten.

Das neue Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr, sagt die Bild-Zeitung, soll es am kommenden Montag geben:

Auslandseinsätze und Cyberkrieg-ExpertenVon der Leyen plant
Bundeswehr der Zukunft

Verteidigungsministerin will am Montag ein neues Weißbuch präsentieren

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verpasst der Bundeswehr ein neues Selbstverständnis und stellt dazu am Montag ein neues Weißbuch vor.

Der Bericht selbst steht dann hinter einer Paywall (deshalb auch der Link dorthin).

Nun ja, die Einladung des Verteidigungsministeriums für Montag klingt ein bisschen anders:

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Presse- und Informationsstab BMVg lädt zu einem Hintergrundgespräch zum Thema Weißbuch 2016 “Zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr” mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Montag, 11. April 2016 in der Zeit von 12:00 bis voraussichtlich 13:00 Uhr ein.Diese Einladung ist an Sie persönlich gerichtet. Wir bitten um vertrauliche Behandlung.

Das mit der vertraulichen Behandlung dürfte sich mit dem Bericht der Bild erledigt haben (den ich ja nicht kenne, wg. Paywall). Aber ich denke, ich muss nicht das Frühlingswochenende mit dem Hinterherjagen hinter dem Weißbuch verbringen. Montag reicht auch, vorher gibt’s von mir nix dazu. (Und wenn ich das richtig sehe, gab es bislang noch keine Befassung des Bundeskabinetts mit dem neuen Weißbuch.)

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