Afghanistan-Einsatz zum Nachlesen: Zwei Bücher

BpB_Afghanistan

Zum Thema Bundeswehreinsatz (nicht nur) in Afghanistan gibt’s zwei neue, nun, Bücher, die ich gerne empfehle:

Am Hindukusch – und weiter?
Die Bundeswehr im Auslandseinsatz. Erfahrungen, Bilanzen, Ausblicke

An dem Buch, herausgegeben von Rainer Glatz, dem früheren Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, und Terrorismus-Experte Rolf Tophoven, haben ziemlich viele Autoren mitgewirkt. Unter anderem auch ich, mit einer Betrachtung der Bundeswehr-Auslandseinsätze im Spiegel der Öffentlichkeit.

Das Buch gibt’s bei der Bundeszentrale für politische Bildung hier zu bestellen.

Krieg in Afghanistan – Eine Bilanz

ist eigentlich kein Buch im eigentlichen Sinne, sondern die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Und deshalb, trotz des Umfangs von 104 Seiten, auch nicht als Buch erhältlich, sondern steht als Bundestagsdrucksache 18/4168 hier zum Herunterladen bereit.

Wie bei fast jeder Parlamentsanfrage gibt’s da natürlich das Problem, dass die Antworten der Bundesregierung hinter den Erwartungen der Fragesteller zurückbleiben – das ist hier nicht anders, und die Fraktion der Linkspartei hat auch schon bemängelt, dass es auf manche Fragen keine, nur unzureichende oder nur als Verschlusssache eingestufte Aussagen gebe. Dennoch ist das mal ein Ansatz für einen Überblick über einen Einsatz, der ja noch nicht zu Ende ist.

 

 

‘War is Boring': So ‘ne Art Paywall

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Die Arbeit der Kollegen von War is Boring aus den USA, vor allem des Initiators David Axe, lese ich schon seit Jahren. Eines der interessantesten Blogs zum Thema Militär und Verteidigungspolitik – auch wenn die inzwischen, seit ihrem Umzug zu der Plattform medium.com, nicht mehr wie früher ein Blog im eigentlichen Sinne sind. Aber gerade deshalb verfolge ich auch mit Interesse deren neue Strategie zur Finanzierung der journalistischen Arbeit: Seit ein paar Tagen gibt es auf der Webseite zwei Artikel pro Tag kostenfrei zu lesen – und den dritten dann nur für zahlende Abonnenten, die mit fünf US-Dollar im Monat dabei sein müssen.

Nun hat sich War is Boring in den vergangenen Jahren ziemlich verändert, was nicht nur in der Veränderung des Claims zum Ausdruck kommt (früher war der Untertitel: We go to War so you don’t have to, jetzt heißt es professionell-langweiliger: From drones to AKs, high technology to low politics, exploring how and why we fight above, on and below an angry world). Mit der Wahl von medium.com als Publikationsplattform ist auch die offene Kommentarmöglichkeit des Blogs entfallen, vor allem aber: Inzwischen schreiben ziemlich viele Leute für War is Boring, wie die Liste unter dem Abonnements-Aufruf belegt.

Allein schon deshalb kann ich Augen geradeaus! nicht mit War is Boring vergleichen; weiterlesen

T-Shirts fürs Museum

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Es passiert ja auch nicht so oft, dass man seine – gebrauchten – T-Shirts einem Museum spendet. Die beiden Hemden (Foto oben) aus dem Somalia-Einsatz der Bundeswehr 1993 habe ich dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden geschickt. Und die freuen sich.

Vor einem Jahr: Mord an Anja Niedringhaus

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Heute vor einem Jahr, am 4. April 2014, wurde die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus in Afghanistan ermordet. Beim Gedenken fällt mir auf, dass sie immer als Kriegsfotografin bezeichnet wird – dabei war sie viel mehr, und ich habe diesem Begriff schon direkt nach ihrem Tod widersprochen: Anja war eine Fotografin des Krieges, keine Kriegsfotografin.

Und weil aus Anlass dieses Jahrestages viele ihrer – zu Recht bekannten – Fotos gezeigt werden, hier mal etwas anderes (was die langjährigen Leser hier schon kennen): Eines der (recht seltenen) Videos von Anja, Interviews mit deutschen Soldaten, die sie in Afghanistan gedreht hat.


(Direktlink: https://youtu.be/hXDczKodd6c)

Ein Porträt der ARD (so lange es noch in der Mediathek steht…) hier.

ARD-Porträt über von der Leyen: Ein Jahr ‘Frontfrau’ (Update: etwas später)

Ein TV-Hinweis für den späten (heutigen) Montagabend: Frontfrau – Deutschlands erste Verteidigungsministerin hat die ARD das Porträt genannt, für das Gesine Enwaldt die Ministerin Ursula von der Leyen über Monate beobachtet und neben der Politikerin selbst auch viele Leute aus ihrem Umfeld befragt hat.

Auch wenn das erst um 22.45 Uhr ausgestrahlt wird – könnte ja interessant werden. Eine Programmzeitschrift befand zwar Machen wir’s kurz: Kritisch klingt das nicht. Aber da mache ich mir lieber selbst ein Bild.

(Enwaldt hat auch mich für das Porträt interviewt, aber keine Ahnung, ob das Eingang in den Film gefunden hat.)

Update: Wegen einer eingeschobenen Sendung zum Tod des Regisseurs Helmut Dietl kommt das Porträt 15 Minuten später, um 23 Uhr.

(Foto: Bundeswehr/Lang)

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