Deutschland will Führung der EU-Trainingsmission in Mali übernehmen

Die Bundeswehr will sich im bei der Ausbildung der Streitkräfte des westafrikanischen Staates Mali zunächst wie bisher engagieren und ab August kommenden Jahres zusätzlich die Führung der EU-Trainingsmission in Mali übernehmen. Den Abgeordneten des Bundestags-Verteidigungsausschusses teilte das Verteidigungsministerium am (heutigen) Freitag mit, dass bei einer Truppenstellerkonferenz der EU Ende November ein entsprechendes Angebot gemacht worden sei: weiterlesen

Ebola: Bundeswehr will erkrankte Helfer ausfliegen (2.Neufassung)

Freiwillige Helfer der Bundeswehr, die sich im Kampf gegen das Ebola-Virus in Westafrika mit der Krankheit infizieren, sollen nach den Plänen der Bundeswehr rasch ausgeflogen werden. Wenn ein Helfer mit diesem Virus angesteckt sei, sei “selbstverständlich Evakuierung die erste Option”, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am Mittwoch vor der Bundespressekonferenz. Nach seinen Angaben wird die Truppe ab der kommenden Woche über 20 mobile Isolierzellen verfügen,  die in Flugzeuge der Typen Airbus A310 und Transall eingerūstet werden könnten.

Flosdorff relativierte damit Aussagen des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium Markus Grübel in einem Schreiben an den Verteidigungsausschus des Bundestages. In dem Schreiben, das Augen geradeaus! vorliegt und über das zuerst Spiegel Online berichtete, heißt es:

Hinsichtlich der Frage des Rücktransportes von infizierten Personen nach Deutschland verfolgt die Bundeswehr in ihrem Behandlungsansatz derzeit das von der WHO [Weltgesundheitsorganisation, T.W.] empfohlene Prinzip des “Stay and Play”. Somit würde derzeit im Falle einer Infektion die sanitätsdienstliche Behandlung im Schwerpunkt direkt vor Ort sichergestellt werden.
Aktuell verfügt die Bundeswehr nicht über eigene Lufttransportmittel, mit denen Ebola-Patienten transportiert werden können. Allerdings werden derzeit mit Hochdruck Möglichkeiten geprüft, einen Transport auch solcher Patienten an Bord eines eigenen Luftfahrzeugs sicherstellen zu können.

Interessantester Punkt ist dabei, dass nicht die (noch immer) fehlenden Transportmöglichkeiten ausschlaggebend sind – sondern das offensichtlich schon lange bekannte grundsätzliche Verfahren, zunächst keinen Rücktransport Infizierter vorzusehen. weiterlesen

Nächste Panne: Transall für Ebola-Luftbrücke gestrandet auf Gran Canaria

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu: Die Pannenserie vor allem beim fliegenden Gerät der Bundeswehr ist in diesen Tagen ohnehin ein heiß diskutiertes Thema – und dann bleibt auch noch eine Transall der geplanten Ebola-Luftbrücke auf dem Weg nach Afrika liegen. Am Wochenende sei eine der beiden Transportmaschinen bei einem Zwischenstopp auf Gran Canaria wegen eines technischen Defekts gestoppt worden, bestätigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage von Augen geradeaus! am (heutigen) Montag. Die Transall sollte in Dakar im Senegal für den Aufbau einer Luftbrücke für Material zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in Westafrika eingesetzt werden. weiterlesen

‘Task Force Ebola’ setzt auf Freiwillige – Offensichtlich kein Bundeswehreinsatz

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Die Bundeswehr will ihren Kampf gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika verstärken – und sucht dafür Freiwillige. Nachdem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am (heutigen) Monta im ARD-Morgenmagazin einen entsprechenden Aufruf angekündigt hatte, gab das Ministerium diesen Aufruf als Tagesbefehl heraus.

Darin ist, übrigens, nicht von einem Einsatz der Bundeswehr die Rede – sondern von einer Beteiligung der Streitkräfte an Aktivitäten der Bundesregierung; also sollen Soldaten wie Angehörige des Technischen Hilfswerks oder anderer Organisationen eingesetzt werden. Und die konkreten Rahmenbedingungen werden derzeit noch ausgearbeitet.

Nachtrag: Der rechtliche Rahmen dieses Einsatzes ist in der Tat noch offen (unklar: wird das so was ähnliches wie z.B. der Hilfseinsatz nach dem Tsunami in Südostasien?). Der Appell an die Freiwilligkeit hat auch damit zu tun, heißt es aus dem Ministerium, dass ein Großteil des medizinischen Personals vor allem an den Bundeswehrkrankenhäusern zivile Beschäftigte seien; die sollten auch angesprochen werden. Klarheit über die Rahmenbedingungen wird es aber wohl erst in den nächsten Tagen geben.

Der Tagesbefehl im Wortlaut:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Die Ebola-Epidemie in Westafrika stellt eine humanitäre Katastrophe größten Ausmaßes dar. Tausende Menschen sind erkrankt, viele gestorben. Ganze Gesellschaften und Staaten drohen zusammenzubrechen. Zusehends gefährdet die Epidemie nicht nur die Sicherheit und Stabilität Westafrikas, sondern nimmt eine globale Dimension an. Wir sind jetzt alle gefragt, schnell und wirkungsvoll zu helfen. weiterlesen

Kampf gegen Ebola: Bundeswehr sucht Freiwillige

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Noch ist nicht so ganz klar, ob es ein publikumswirksamer Schnellschuss oder eine überlegte Strategie ist: Im ARD-Morgenmagazin hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am (heutigen) Montagmorgen angekündigt, in der Bundeswehr nach Freiwilligen für einen Einsatz gegen das Ebola-Virus in Westafrika zu suchen:

Ich werde heute einen Aufruf starten innerhalb der Bundeswehr, dass diejenigen, die wollen und können sich melden. Ganz wichtig für das Personal ist, und zwar unabhängig ob zivil oder militärisch, dass sie erstens Informationen kriegen, was auf sie dort zukommt, wie sie auch abgesichert sind, Thema Versicherung. Zweitens, eine Kurzausbildung bekommen, die andockt an das, was die meisten Ärzte oder Pflegepersonal und Apotheker schon können, damit sie sich auf diese hochspezifische Aufgabe einstellen. Und drittens , dass sie Schutz haben. Nämlich dass sie wissen, wenn etwas passiert vor Ort, sie auch sicher zurück hierher gebracht werden können und versorgt werden.

Aus dem Verteidigungsministerium war zunächst nicht zu erfahren, an wen sich dieser Aufruf genau richten soll und wie er mit den zivilen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die tödliche Seuche abgestimmt ist. weiterlesen

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