Neue Abstandswaffe fürs Heer – Erst mal nur für die Spezialkräfte

Vertreter des Kommandos Spezialkräfte (KSK) des Heeres haben am (gestrigen) Donnerstag als erste Heeressoldaten ein neues Waffensystem in Empfang genommen: Das Wirkmittel 90, nicht-Bundeswehr-Name RGW90 LRMP (Long Range Multi Purpose) ist eine Weiterentwicklung der bereits vor fünf Jahren kurzfristig beschafften Antistruktur-Munition RGW90 AS und kann programmierbare Sprengköpfe auf eine Gefechtsentfernung von bis zu 1.200 Metern verschießen. Zunächst erhalten nur das KSK und die Kampfschwimmer der Marine die neue Waffe.

Nach Angaben der Herstellerfirma Dynamit Nobel Defence ist das RGW90 LRMP weltweit die erste schwere Handwaffe, deren Gefechtskopf rein ballistisch fliegt und mit dreifacher Einstellmöglichkeit auf eine Entfernung von 20 bis maximal 1.200 Ziele bekämpfen kann. Aus den Erläuterungen des Unternehmens: weiterlesen

Panzer für die Niederländer, ein Schiff (teilweise) für die Bundeswehr

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Wenn die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert und ihre deutsche Kollegin Ursula von der Leyen am (heutigen) Donnerstag am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Amsterdam die ohnehin enge Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder weiter ausbauen, tun sie das vor symbolischer Kulisse. Am (gestrigen) Mittwochabend verlegte die Königliche Marine der Niederlande ihr Joint Support Ship Karel Doorman, eine Mischung aus Versorgungsschiff und Hubschrauberträger, erstmals in die niederländische Haupstadt (Foto oben).

Mit an Bord Seiner Majestät Schiff: Zwei Leopard-Kampfpanzer des Deutschen Heeres, die vergangene Woche, auch das eine Neuerung, mit einem Landungsboot auf die Karel Doorman geschafft worden waren (Foto unten). Auf diesem Schiff werden die beiden Ministerinnen Vereinbarungen unterzeichnen, die unter anderem den Niederländern wieder Zugang zur Panzertruppe verschaffen – und den Deutschen zu einem Typ Kriegsschiff, den sie gerne hätten, sich aber nicht leisten können. weiterlesen

Deutsch-Niederländische Absichtserklärung: Nutzungszeiten fürs JSS, Seebataillon in die Königliche Marine

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Die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande, Ursula von der Leyen und Jeanine Hennis-Plasschaert, wollen am 4. Februar eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LoI) über die weitergehende Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder unterzeichnen. Dabei wird es vor allem um die deutsche Mit-Nutzung des Joint Support Ships (JSS) Karel Doorman der Niederlande gehen, wie ich hier schon mal erläutert hatte; außerdem um die weitere Integration der Seestreitkräfte.

Ein wenig mehr zu der geplanten Absichtserklärung hat die niederländische Ministerin jetzt dem Parlament mitgeteilt:

Ik ben verheugd dat Duitsland en Nederland ook de samenwerking op marinegebied kunnen uitbreiden. De LoI heeft onder andere betrekking op het JSS, waarvan Duitsland gedurende bepaalde periodes medegebruiker zal worden. weiterlesen

Das Joint Support Ship für die Deutsche Marine – über die Niederländer?

Joint Logistic Support Ship Karel Doorman of the Royal Netherlands Navy

Seit Jahren hofft die Deutsche Marine auf eine schwimmende Logistik-Plattform, die auch als Hubschrauberträger genutzt werden kann: Das Joint Support Ship (JSS) ist zwar in den langfristigen Planungen der Bundeswehr vorgesehen, bislang aber nicht in finanzieller Reichweite der Truppe. Das könnte sich jetzt schlagartig ändern: Die enge Kooperation der deutschen Streitkräfte mit den Niederlanden, bereits sichtbar in der Unterstellung der 11 Luchtmobiele Brigade unter die deutsche Division Schnelle Kräfte, der Beteiligung der Niederländer an der deutschen Panzertruppe und der geplante gemeinsame UN-Einsatz in Mali sollen mit einer gemeinsamen Nutzung des niederländischen Versorgungs- und Unterstützungsschiffes Karel Doorman (Foto oben) gekrönt werden.

Eine entsprechende Vereinbarung wollten die Verteidigungsministerinnen beider Länder, Ursula von der Leyen und Jeanine Hennis-Plasschaert, in Kürze treffen, berichtet die niederländische Zeitung De Telegraaf am (heutigen) Montagabend. weiterlesen

Hier parkt der SeaLynx vor dem Hotel

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Wer genau hinguckt (zwischen rotem Zelt und Leuchtturm), sieht einen SeaLynx-Hubschrauber der Bundeswehr, der (am heutigen Donnerstag) vor einem Hotel in Cuxhaven parkt. Na ja, parkt: Durch einen Defekt an einer Hydraulikpumpe gab es Flüssigkeitsnebel im Copckpit, der zur sofortigen Einleitung eines Notverfahrens und eben zur Landung auf einem Parkplatz führte, sagt die Marine. Die Besatzung wurde zwischenzeitlich ärztlich untersucht und ist wohlauf.

Die Maschine – und vermutlich dann auch der Abtranstransport – lässt sich derzeit  via Webcam beobachten.

Nachtrag: Jetzt ist er wieder weg, wie auch die Webcam zeigt – die Maschine ist am Nachmittag gegen 15 Uhr wieder sicher bei ihrem Geschwader in Nordholz gelandet.

(Screenshot von der Webcam, mit freundlicher Genehmigung des Betreibers)

 

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