Exercise Watch: Russisches Raketenschießen in der Ostsee

Da ich unterwegs bin (mit begrenztem Internet), erst mal nur der Hinweis, auf den mich ein Leser aufmerksam gemacht hat: In der Ostsee, vor der russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg), gab’s in den vergangenen offensichtlich ein russisches Raketenschießen. Sehr demonstrativ unter den Augen der NATO, die unter anderem in Gestalt des deutschen Flottendienstbootes Alster präsent war.

Das russische Video dazu:


(Direktlink: https://youtu.be/410jT98q9vY)

43 Kommentare zu „Exercise Watch: Russisches Raketenschießen in der Ostsee“

  • ari127mm   |   03. Mai 2015 - 13:41

    sehr erstaunt, das die „alster“ so nahe am geschehen gewesen ist, dabei hat sie es mit ihren sensoren gar nicht nötig. sicherlich sollte das „flugkörperschießen“ auch zu einer gewissen machtdarstellung genutzt werden doch darüber entscheiden andere, jedenfalls wusste man wohl von dem ereignis, so das ein flottendienstboot präsent sein konnte.

  • TBC   |   03. Mai 2015 - 14:17

    Vor Baltijsk ( deutsch Pillau ) ist seit ewigen Jahren ein Raketenschießgebiet der Flotte. Da schoss auch schon die Volksmarine… Das das Flottendienstboot „Alster“ da zuschauen darf, ist auch nicht wirklich aufregend.
    Was ist diese Meldung denn nun mehr wert als der bewusste Sack Reis, der irgendwo in China … …

  • T.Wiegold   |   03. Mai 2015 - 15:27

    Ach so, stimmt, die Volksmarine hat da auch schon geschossen. Und ja, die US-Panzer in Deutschland waren 1985 auch schon da. Entschuldigung für all diese Nicht-Meldungen.

  • ht_   |   03. Mai 2015 - 16:00

    Schönes Beispiel einer aufgebauschten Situation durch beide Seiten.

  • Fussgaenger   |   03. Mai 2015 - 16:01

    Kann jemand mal eine grobe Übersetzung des Textes liefern? Ich finde, dafür, dass der Beitrag eigentlich das russische Raketenschießen zum Inhalt hat, wird ziemlich ausführlich das Flottendienstboot gezeigt. Was läuft da parallel zur Tonspur?

  • Anubiswaechter   |   03. Mai 2015 - 16:19

    Interessant wäre zu wissen, ob die Flottendienstboote seit jeher unbeirrt in diesen Gewässern zu Gast sind und ihren Dienst dort versehen, das Gezeigte als daily business ist, oder ob das Interesse am Russ‘ erst durch die Entwicklungen der letzten Monate wieder größer geworden ist. Weiß da jemand genaueres?

  • Les Grossmann   |   03. Mai 2015 - 16:32

    @,TBC
    TBC hat einfach Recht, das ist der Job, wer mal schauen möchte wie dicht man wirklich ist, kann diverse Suchmaschinen bedienen und Trefferbilder finden- aber ist eben keine Mangelverwendungsreihe.
    Warum stehen die in der „Schusslinie“ – wegen der Handygespräche den so ein FK so führt- oder?

  • Andreas   |   03. Mai 2015 - 20:00

    @Fussgaenger:

    Ganz grob wird in dem Beitrag das neue Raketensystem beweihräuchert („…das modernste der Flotte… nahzeu 100% treffsicher…“) sowie die vier Schiffe mit Stealthtechnologie (laut Text), die in der Baltikflotte im Einsatz sind.
    Zu den NATO-Schiffen wird nur gesagt, dass diese natülicherweise sehr an den russischen Manövern mit modernstem Gerät interessiert sind, jedoch schnell „in ihre Schranken gewiesen werden“.
    Der Funker im Bild sagt: „Dies ist ein russisches Schiff. Sie nähern sich gefährlichem Territorium. Ändern Sie Ihren Kurs.“

  • EloKa   |   03. Mai 2015 - 21:27

    Mal wieder mit Nichtwissen glänzen, meine Herren…
    Die russen und auch die nva haben seit je her dieses Gebiet zum Abschuss von Flugkörpern benutzt und schon langen sind auch die Dienstboote vor Ort. Um neueste telemetriedaten von Flugkörpern abzugreifen, um

  • Micha   |   03. Mai 2015 - 21:31

    @Fussgänger:

    Also, bis Minute 0:50 Uhr (Übersetzung grob):

    Der Kommentar sagt, dass die Nachbarn (wir) neugierig sind und mehr über die Übungen wissen möchten. Sie haben ein Spionage (benutzt wird ein schönes, umschreibendes russisches Wort dafür) -Schiff gesendet um mehr über die sehr treffsicheren Raketen zu erfahren.
    Der Matrose an der Funke identifiziert das eigene Schiff als Kriegsschiff, sagt, dass sich das deutsche Schiff „in gefährlichen Gewässern“ befindet und bitte den Kurs korrigieren möchte…

  • EloKa   |   03. Mai 2015 - 21:34

    Da hat das Handy gesponnen…
    Die Dienstboote greifen halt so ab was geht, dabei wird auch gefilmt, darum ist man so „nah“ vor Ort. Und die Boote sind regelmäßig dort. Man kann ja mal in Nienburg nach der einsatzbelastung der Eloka-Besatzungen Fragen. Verzeihen sie Herr wiegold, diese Meldung ist wirklich der sprichwörtliche „Sack Reis“…

  • Thomas Melber   |   03. Mai 2015 - 22:05

    „Sehr demonstrativ unter den Augen der NATO, …“ Klar, „demonstrativ“.

    Ich sag‘ ‚mal so: wir brauchen ja nicht hinzuschauen. In der Ostsee läuft alles unter den Augen der NATO bzw. unter den Augen Rußlands ab, so groß ist das Gebiet ja nicht.

  • T.Wiegold   |   03. Mai 2015 - 22:07

    Hm. Mal an die ‚Sack Reis‘-Fraktion: Mir ist es bestimmt einfach entgangen, aber seit der Aufnahme Polens in die NATO hat Russland vermutlich regelmäßig alle paar Monate ein Video vom Raketenschießen zwischen Kaliningrad und Polen veröffentlicht und die NATO darauf hingewiesen, was sie für super Raketen haben. Und wir können ja auch regelmäßig nachlesen, wo die Flottendienstboote gerade ihre Aufnahmen machen. Alles alt. Oder?

    Es geht nicht um das Schießgebiet, das vermutlich schon die kaiserliche Marine genutzt hat. Es geht um diese demonstrative Informationspolitik. Wenn das auch ‚Sack Reis‘ ist und hier keinen interessiert, dann schweige ich stille….

  • Thomas Melber   |   03. Mai 2015 - 22:13

    Auch der RUS Bürger will wissen, wo seine Steuer-Rubel hingehen. Andere Länder berichten auch von Übungen und Einsätzen.

    Interessant ist, daß man der ALSTER wohl ziemlich nahe gekommen ist.

  • klabautermann   |   03. Mai 2015 - 22:17

    „….diese demonstrative Informationspolitik……“………ach was ;-)

    So ein großes Sommerloch, so früh im Jahr……….

  • Thomas Melber   |   03. Mai 2015 - 22:33

    @V1nce
    RUS wird die Übung angemeldet haben (zeitlicher Vorlauf -?). Querung des Seegebietes ist „auf eigene Gefahr“.

    Die Behauptung, RUS versuche dadurch das Legen des Kabels zeitlich zu verzögern, ist hanebüchen, schließlich wird das Seegebiet wohl nicht wochen – oder monatelang als Schießgebiet genutzt werden.

  • Fussgaenger   |   03. Mai 2015 - 22:40

    @Micha & @Andreas: Danke für die Übersetzung!

  • Alarich   |   03. Mai 2015 - 22:58

    Norwegen hatte das doch schon seit 2-3 Jahre
    als Norwegische Fischer zuschauen durften wie die Russen im ihrem Wasser abfischen

    und schaut doch mal an unsere Presse Flüchtlinge , und Flüchtlinge
    und die Träumereien von Multikulti Deutschland in dem man nicht mal Deutsch reden kann sondern in Firmen nur noch in Englisch weil die Super Facharbeiter .zu uns kommen

    und was kommt von der Politik auch nicht zu Russland

    Opo NSA und BND und Flüchtlinge

    Dann kann Russland tun was die wollen den es interessiert doch Niemand mehr , bis auf paar Gestrike wie wir bezeichnet werden

  • Paul   |   03. Mai 2015 - 23:34

    Also ich finde das Video interessant. Vielen Dank Herr Wiegold!

  • ChairForce   |   03. Mai 2015 - 23:35

    FD-Boot, FK-Schießen, Flüchtlinge, Multikulti, Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze in sen Firmen weg, NSA. Das riecht nach einer guten, alten Grundsatzdiskussion (yeehaw!).

    Zurück zum Thema: Die RUS Staatsmedien würdigen in der Tat seit Längerem jeden Verband, der neues Material erhält. Tenor: „Modernster Panzer, modernstes Jagdflugzeug etc.“
    Neu ist die Erwähnung und bildliche Darstellung des Flottendienstbootes in diesem Beitrag. Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die EloKa nicht unbedingt die Öffentlichkeit sucht. Wenn also ein gängiger, aber nicht unbedingt öffentlich bekannter/beachteter Routinevorgang (NATO Routineaufklärung in der Ostsee) derart publik gemacht wird, kann man durchaus von einem Fingerzeig der RUS Staatsmedien sprechen. Das ist nicht spektakulär, aber doch zumindest erwähnenswert. Kein Sack Reis und keine „smoking gun“. Eine Meldung eben.

  • TBC   |   04. Mai 2015 - 0:26

    Der russische Text lässt sich auch hier nachlesen: http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201505020036-in01.htm
    Ähnlich wie in den vergangenen Monaten russische Schiffe und Flugzeuge in internationalem Gebiet zu Medienereignissen aufgebauscht wurden sehe ich es als normal an, dass die russische Marine auf ihrem eigenen Raketenschießplatz mit Raketen schießt. Ich finde es grundsätzlich auch richtig, dass die NATO, hier das Eloka-Boot „Alster“, zuschauen fährt und dort in internationalen Gewässern herumdümpelt. Wir sollten uns dabei durchaus bewusst sein, dass es dieselbe Konfrontation bis 1989 auf der Ostsee gab, nur ein Stück weiter westlich.
    An der eingangs geschriebenen Meldung, Herr Wiegold, störte mich die Aussage, dass die Russen demonstrativ mit Raketen schießen. Nein, hier sind die Seiten verwechselt: Wir rücken demonstrativ den Russen an ihrer Grenze auf den Pelz!

  • Voodoo   |   04. Mai 2015 - 0:51

    Oha, jetzt kommt die zu erwartende Grundsatzdebatte über die aggressive NATO doch noch. Hat ja lange gedauert…

  • BlueLagoon   |   04. Mai 2015 - 1:37

    Na ja, manchmal ist es schon verwunderlich, daß manche Dinge, die hier gepostet werden, keinen, aber keinen einzigen, Kommentar hervorrufen.

    Manches scheint entweder absolut uninteressant oder es interessiert einfach keinen.

    Wie z.B. der – wohlweislich im Bällebad gepostete – Punkt zur finnischen U-Boot-Jagd oder der anschließenden Meldung bzgl. der Nato-Übung mit 5000 Mann, diversen Schiffen, Booten, Hubschraubern etc. zur U-Boot-Bekämpfung.

    Wahrscheinlich auch „ein Sack Reis“ …

  • rebel4life   |   04. Mai 2015 - 1:41

    Finde den Blog-Eintrag jetzt auch nicht in der Kategorie „Sack Reis in China“ wieder, ganz im Gegenteil. „Exercise Watch“ sagt doch eigentlich schon alles, das gehört einfach auf einen gut sortierten Militär-Blog.

    Klar haben NATO-Schiffe schon immer die Manöver des Warschauer Paktes / der GUS beobachtet, und vice versa. Kann mich noch düster daran erinnern, dass irgendwann in den 1990er Jahren sogar ein Schiff der Marine bei einem russischen Manöver einen Volltreffer abbekommen hat … . War noch klein damals, daher bekomme ich die Fakten nicht mehr zusammen. Die Bilder sind allerdings noch präsent ;-).

    Vielleicht kann ja jemand meiner Gedächtnislücke auf die Sprünge helfen?

  • rebel4life   |   04. Mai 2015 - 2:00

    @ Myself:

    So entstehen Gerüchte. Es waren wohl nicht die Russen, sondern die Polen, ist aber Haarspalterei, Warschauer Pakt eben. Schlimmer, es waren nicht die 1990er, sondern es war 1987, als die Neckar (A 66) Treffer kassiert hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Neckar_%28A_66%29#Zwischenfall_auf_der_Ostsee

    Schrecklich, wie alt ich geworden bin. Andererseits, super Erinnerungsvermögen für den Zwerg der ich damals war :-).

  • NMWC   |   04. Mai 2015 - 9:45

    @BlueLagoon 04.Mai 2015 – 1:37
    Ich versuche mich mal an einer möglichen Erklärung inklusive bewusster Überzeichnung, auf dass dann die versammelte Leserschaft genüsslich im Nachgang darauf einprügeln möchte… ;-)
    Zunächst einmal dominiert hier ja naturgemäß der Heeresbereich zusammen mit der Drehflüglerwelt. Da hat das maritime und dieses komische maritime Jahrhundert nun mal hinten anzustehen. Auch gemessen an der Debatte bei G36 und diesem STAN-Waffe Gedanken. Hier mal am Rande aus Sicht eines Menschen, der eine gewisse Zeit auf seegehenden Einheiten verbracht hat und nun an anderen Stellen darüber „nachdenkt“. Die STAN-Waffe eines Soldaten auf einer seegehenden Einheit ist die Einheit selbst. Das Gesamtsystem Schiff/Boot mit seinen Fähigkeiten und Systemen an Bord. Aber ich möchte die Heereszentrierte Sicht natürlich nicht zu sehr mit den komplexen Eigenheiten der seegehenden Welt und den Notwendigkeiten der Ausbildung und der verfügbaren Zeit dafür belasten (Anteil Grundausbildung ggn. Ausbildung Verwendungsreihen, lehrgangsgebundene Ausbildung, Bordausbildung, Einsatzausbildungszentren, Einsatzausbildungsplan etc…) … Oh war ich das gerade? Uups….me and my big mouth….räusper

    Was Ihre Meldung zum Thema Finnland und die NATO Übung angeht. Da liegt es vielleicht an der Überschneidung der Ereignisse. Gemessen an dem Planungsaufwand und dem Vorlauf für Übungen solcher Größe, Gestellung der Einheiten, Einsatzplanung national, etc, ist es für etwas mit der Materie betraute nicht so eine Große Sache. Die Intensität der Übungen und der Fokus hat wieder etwas zugenommen. Hätte es diese Nummer mit dem Verjagen des Unterwasserkontaktes in FIN nicht gegeben, wäre dies sogar gar nicht weiter beachtet worden. Ausgehend von JointWarrior sind wir jetzt im Übungskalender der über BALTOPS bis zu Northern Coasts und JointWarrior Teil 2 in diesen Gewässern (Nord- und Ostsee) durchgehalten wird. Mit verschiedensten Inhalten und Schwerpunkten.
    Es mag vielleicht nicht zufriedenstellend sein, es ist kein Sack Reis, aber auch keine revolutionäre Sache und nicht erst seit gestern geplant Ihr Manöver zur U-Boot Jagd.

    Und noch kurz zum eigentlichen Thema:
    Es klingt vielleicht nach dem Sack Reis, aus meiner Sicht ist es das aber nicht. Es ist durchaus eine Meldung wert, auch gemessen daran, was @ChairForce erwähnt hat. All diese neuen Wunderwaffen.

    @Voodoo
    :-))))

  • BlueLagoon   |   04. Mai 2015 - 11:02

    @ NMWC:

    Danke sehr für Ihre ausführliche Erläuterung !

    Es ging mir gar nicht um MEINEN Post ( ok, auch ) – der eigentliche Auslöser war das „Raketenschießen der Russen“, das mal so eben als „chinesischer Sack“ abgetan wurde.

    Wenn dieses Ereignis nichts Besonderes, sondern üblich ist, kann man(n) das ja sagen – aber vielleicht ein wenig charmanter.

    Ich denke, jeder hier ( zumindest die meisten ) postet etwas, um zur Diskussion beizutragen, Wissen und Erkenntnisse nicht für sich zu behalten, sondern zu teilen, und sicher auch, um von Experten ( auch anderer Fachgebiete ) etwas zu lernen und nicht, um Selbstdarstellung zu betreiben ( aber auch das soll es ja geben ).

    Mitunter ist ja ein einziger Satz hilfreich, um auch für schweigende, aber interessierte Mitleser, eine Klärung herbeizuführen.

    Wenn nur noch eine handvoll wirklicher Fachleute hier fachchinesisch miteinander bereden würden, wäre es m.E. schnell ruhig – um nicht zu sagen ( fach- ) langweilig.

    Just my 2 cents …

  • Buzz   |   04. Mai 2015 - 12:01

    Die Erklärung ist eigentlich recht einfach, dass erste Übungshalbjahr der russischen Seestreitkräfte nähert sich dem Ende, wie jedes Jahr um diese Zeit.

    Als Abschluss wird dann irgendwas verschossen (salop ausgedrückt), so wie meist zum Ende des zweiten Halbjahres ein Bulava Schuss stattfindet. Somit nun kein Sack Reis, aber Normverhalten kann man es schon nennen. Genau wie das vorhandensein von Aufklärungsschiffen in diesem Gebiet.

    business as usual

  • Peter Popel   |   04. Mai 2015 - 12:03

    Ich finde den Beitrag des Herrn Wiegold gut. Zeigt er doch, dass die Russen immer noch „können“. Und wir können auch. Schicken also ein FD in bekannte Gewässer, damit es macht, was es soll. Die Deutsch-Russische Zusammenarbeit klappt nach wie vor bestens – Gute Presse für Alle.

  • Navygo   |   04. Mai 2015 - 12:50

    Ich störe mich ein wenig an der Bezeichnung „Raketenschiessen“, wo doch sicherlich ein „Flugkörperschiessen“ gemeint ist. Bei Medien wie Bild oder Welt, selbst Spiegel bin ich es ja inzwischen gewohnt, dass die keine Begriffsschärfe kennen – die schreiben ja auch noch regelmäßig von der „Bundesmarine“. Aber von einem Kaliber wie Herrn Wiegold würde ich mir doch die Benutzung der korrekten Fachbegriffe wünschen. Immerhin besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen Raketen und Lenkflugkörpern. Sollten die Russen nun tatsächlich lediglich Raketen geschossen haben, dann entschuldige ich mich natürlich gerne für meine Kritik ^^

  • T.Wiegold   |   04. Mai 2015 - 12:56

    Och menno. Klar ist Lenkflugkörperschießen korrekt(er). Klingt nur in der Überschrift bescheuert.

  • Christian   |   04. Mai 2015 - 15:39

    In your face, TBC ;-).

  • Fishman53   |   04. Mai 2015 - 16:15

    @ anubiswaechter: Eine Anmerkung zur Anwesenheit der „Alster“:

    Von den drei FD-Booten mag das eine oder andere sich öfter in dem besagten Seegebiet aufgehalten haben. Tatsächlich liegen im Stützpunkt Eckernförde aber meisten zwei Boote, zur Zeit eins („Oste“). „Vor der Krise“ war ein Boot nicht ständig, aber meistens vor der Levante im Einsatz, vielleicht jetzt auch. Wenn man davon ausgeht, dass ein Boot ja hin und wieder auch eine Werftliegezeit bzw. Übungsfahrten in der Kieler Bucht absolviert, kann ein FD-Boot also, da widerspreche ich @eloka, nur zeitlich sehr begrenzt vor Ostpreussen ;) präsent gewesen sein. Wie gesagt: Vor „der Krise“.

    Im Moment läuft übrigens gerade ein „Warship 109“ an Fehmarn vorbei Richtung Osten. In dänischen Gewässern hatte sich der Dampfer noch als „US“ mit Stars and Stripes geoutet, dürfte sich also um USS „Jason Dunham“ (DDG109) handeln…

  • Ottone   |   04. Mai 2015 - 18:50

    Die Abkürzung FK ist erlaubt, und könnte für die Zwecke dieses Blogs ausreichen. Ok, auf Facebook und Twitter reicht’s vielleicht nicht mehr so ganz. Aber Raketen sind’s nicht wirklich, das ist so ein bisschen wie mit dem berühmten journalistischen Maschinengewehr.

  • Bürger   |   04. Mai 2015 - 22:52

    @ Micha:
    Ich meine mich zu erinnern, dass die ‚Raswedka‘ (0:15) im militärischen Kontext für viel mehr steht als ’nur‘ Spionage. Mit Blick auf die ‚Raswedtschiki‘ des Zweiten Weltkrieges, in deren Tradition sich heutzutage ja die Speznas GRU sehen, verbinden die Russen mit dem Begriff auch gerne Sabotage bzw. ‚Direct Action‘.

  • Foxy   |   05. Mai 2015 - 9:08

    Zur demonstrativen Informationspolitik:

    Schon komisch, wenn die NATO demonstrativ fast das ganze Jahr ueber im schwarzen Meer rumschippert, ist das „legitime show of force“- Demo. Wenn die NATO 300 m von der russischen Grenze entfernt demonstrativ Paraden mit den Balten abhaelt und das in den ehemaligen deutschen Qualitaetsmedien breitwalzt, natuerlich auch. Genauso wie dieser unsaeglich schw…gesteuerte „Dragoon Ride“ entlang der NATO-Ostgrenze.

    Aber wehe, die Russen schiessen da mit Raketen, wo sie schon immer mit Raketen geschossen haben – und nehmen das auch noch auf Video auf! Dann, ja also dann… ist das natuerlich eine voellig unakzeptable Drohgebaehrde!

    Herr Wiegold, koennte es sein, dass Sie vor lauter NATO-Panikmodus und Embedded-Privileg so langsam Ihre fruehere (und sehr wohltuende) Objektivitaet verlieren? Das soll keine Kritik sein, nur eine Frage.

  • Kap'tän   |   06. Mai 2015 - 1:19

    @Foxy:
    wieso ist es „komisch, wenn die NATO im schwarzen Meer rumschippert“? Soweit mit bekannt ist, sind die Anrainer des Schwarzen Meers die Türkei, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Russland und Georgien.
    Darunter sind also schon mal drei NATO-Mitglieder, die über ein vielfaches Mehr an Küstenlinie, TTW und EEZ im Schwarzen Meer verfügen als Russland ;-)
    Mitnichten ist das Schwarze Meer also so etwas wie ein Privatissimum Russlands, als welches Sie es wohl betrachten.

  • T.Wiegold   |   06. Mai 2015 - 8:47

    @Foxy

    Aus privaten Gründen mit 24 Std Verzögerung… Was meinen Sie eigentlich mit Embedded-Privileg? Oder ist das Teil der psychologischen Kriegführung, mich in eine bestimmte Ecke zu stellen?

    Mal abgesehen davon, wie schon der Sack ReisFraktion erläutert: Es geht nicht darum, wo die russische Marine ihre Lenkflugkörper abschiesst. Sondern wie sie medial damit umgeht, mit einer Veranstaltung, die ja nach Ansicht der Kenner gar nix besonderes ist.

  • Zivi a.D.   |   06. Mai 2015 - 10:30

    @TW: Seien wir Foxy dankbar, dass er hier immer wieder den Beweis liefert, dass es sich bei Putins Kleptokraten-Regime um die bekannte „verfolgende Unschuld“ handelt. Es ist ja auch nicht erstaunlich, dass gerade auf Raub ausgerichtete Regime besonders glühende Anhänger der bürgerlichen Eigentumsordnung sind. Sonst wird es nämlich ziemlich mühsam, die gemachte Beute zu verteidigen . . .

  • BlueLagoon   |   06. Mai 2015 - 11:39

    @ Foxy:

    Ich muß Ihnen uneingeschränkt recht geben.

    Wie hier und insgesamt immer wieder geradezu westliche Kriegstreiberei betrieben wird, wie die vertrauensbildenen Maßnahmen der Russen wie die Überflüge europäischen Luftraums etc. völlig mißinterpretiert werden, bei denen sie uns nur mal ihre ( neuesten ) Waffen zeigen möchten, wie die freundliche Annäherung russischer Flugzeuge und Schiffe an europäische Grenzen und darüber hinaus immer wieder völlig fälschlicherweise aufgebauscht wird, ist schon schlimm.

    Und statt die friedfertige Motorradcrew von Gospodin Putin freundlich zu empfangen und ihr beim Kränzeniederlegen zu helfen, werden die Friedensbotschafter in Polen sogar an der Einreise gehindert, z.T. werden Visa nicht anerkannt und auch die kriegstreibenden Bayern legen diesen freundlichen Herrschaften Steine in den Weg.

    Herr Putin wird hier nur absolut mißverstanden.

    Nicht zu glauben …

  • Stefan Büttner   |   06. Mai 2015 - 14:16

    Ich lese westliche Kriegstreiberei, friedfertige Motoradcrews, kriegstreibende Bayern, Friedensbotschafter, vertrauensbildende Maßnahmen (sog. „Überflüge“), freundliche Annäherungen/Herrschaften …. und fühlen mich zeitlich ein Vierteljahrhundert zurück katapultiert.

  • Foxy   |   06. Mai 2015 - 17:31

    @Zivi, BlueLagoon:
    Was rauchen Sie denn fuer krasses Zeug? Sorry, aber kennen Sie ueberhaupt noch den Unterschied zwischen Sarkasmus und Hasstirade? Kopfschuettel.