Vor 20 Jahren: Der erste Kriegseinsatz der Luftwaffe in der NATO

Vor 20 Jahren, am 24. März 1999, startete die erste Angriffswelle der NATO gegen Ziele in Serbien. Die Allianz wollte damit einen Rückzug serbischer Truppen aus der damaligen serbischen Unruheprovinz Kosovo erzwingen; die Luftangriffe richteten sich aber nicht zuletzt gegen Infrastruktur in Serbien selbst. An der Operation Allied Force war auch die Bundeswehr mit ihrem ersten scharfen Einsatz der Luftwaffe beteiligt.

Der meist – nicht ganz zutreffend – als Kosovo-Krieg bezeichnete Einsatz hat bis heute politische Nachwirkungen. Nicht nur, weil nach wie vor die NATO-geführte KFOR-Mission im inzwischen unabhängigen Kosovo aktiv ist. Sondern vor allem, weil sich das Bündnis für diese Luftangriffe ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats selbst mandatiert hatte. Dieser Krieg der NATO wird bis heute nicht zuletzt von Russland als Beispiel dafür herangezogen, dass die westliche Seite sich selbst nicht an die Forderung hält, nur von den Vereinten Nationen legitimiert militärische Gewalt anzuwenden. weiterlesen

Bundeswehr-Standort Prizren ist Geschichte

Fürs Archiv: Der Abzug der Bundeswehr aus Prizren im Kosovo ist komplett. Am (gestrigen) Donnerstag wurde das letzte Mal die Flagge im Feldlager eingeholt, wie das Einsatzführungskommando auf seiner Webseite mitteilte*.

Bereits Anfang Oktober hatte sich die Bundeswehr mit einem Übergabeappell aus der kosovarischen Stadt verabschiedet, die seit dem Einmarsch der NATO in die damalige serbische Provinz 1999 der Hauptsitz der deutschen Soldaten im Kosovo war. Weiterhin bleiben deutsche Soldaten im NATO-geführten Einsatz der Kosovo Forces (KFOR), allerdings im Hauptquartier in der Hauptstadt Pristina.

*Fürs Archiv die Meldung als pdf-Datei:
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(Foto: Dritan Hoti/Bundeswehr)

„Sie wurden geharfft!“ – Brigadegeneral a.D. Helmut Harff fast 80-jährig gestorben

Der Tod eines fast 80-jährigen Brigadegenerals a.D. berührt üblicherweise seine Familie, seine Freunde und seine früheren Kameraden. Im Fall von Helmut Harff, der am 8. September starb, ist jedoch eine darüber hinaus gehende Erinnerung angebracht: Der Fallschirmjäger hat die Nachwende-Geschichte der Bundeswehr, die Wandlung zur Einsatzarmee, an entscheidenden Stellen mit geprägt. weiterlesen

Kosovo: Weiterer Schritt zum deutschen Abzug

Ziemlich genau 19 Jahre nach dem Einmarsch der NATO im Kosovo hat die Bundeswehr ihre Präsenz in dem Balkanland weiter deutlich reduziert. Zum 30. Juni endete planmäßig die Bereitschaft einer deutsch-österreichischen Eingreiftruppe, die für Notfälle in den Heimatländern in Bereitschaft stand. Mit dem Ende des so genannten ORF-Bataillons (Operational Readiness Reserve Force) wurde auch das im Kosovo eingelagerte Gerät der Eingreiftruppe für den Rücktransport fertiggemacht, wie die Bundeswehr am (heutigen) Mittwoch auf ihrer Webseite* berichtete. weiterlesen

Bundeswehr schließt Einsatzlazarett im Kosovo zum Jahresende (m. Nachtrag)

Der längste Auslandseinsatz der Bundeswehr, die Beteiligung an der Kosovo Force (KFOR), wird zum Jahresende weiter heruntergefahren. Zum 31. Dezember solle nach derzeitiger Planung das Einsatzlazarett in Prizren geschlossen werden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auf Anfage von Augen geradeaus!.  Die derzeitige Truppenstärke von rund 450 Soldaten werde dann voraussichtlich um rund 100 verringert.

Die Schließung des Einsatzlazaretts, faktisch ein normales Krankenhaus wie in Deutschland (für Fachleute: Role 3), ist der nächste Schritt, nachdem bereits im vergangenen Jahr die deutsche Einsatzkompanie die Patrouillen in dem Balkanland beendet hatte und aus dem Kosovo abgezogen worden war. Nach den Plänen soll die Bundeswehrpräsenz in Prizren im Südwesten des Landes zum Jahresende 2018 komplett aufgegeben werden; allerdings bleiben deutsche Streitkräfte dann voraussichtlich noch in der Hauptstadt Pristina am Sitz des KFOR-Hauptquartiers stationiert. weiterlesen

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