Schlagwort: Baltic Air Policing

Britisches Air Policing über Estland: „Intercept“ russischer Transportflieger

Es ist ein Mentalitäts-, vielleicht auch ein Kulturunterschied: Während die deutsche Luftwaffe ihre Einsätze beim Air Policing, der Luftraumüberwachung über dem NATO-Partner Estland,  eher nicht so plakativ kommuniziert, gehen die Briten da ganz anders vor. Bei ihrem ersten scharfen Einsatz von der estnischen Basis Amari seit der Verlegung Ende April stiegen die Eurofighter Typhoon der Royal Air Force am (heutigen) Donnerstag auf, um drei russische Transportmaschinen näher in Augenschein zu nehmen, die ohne Transponder und ohne Funkkontakt unterwegs waren –

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Deutsche Eurofighter beenden Luftraumüberwachung an der russischen Grenze

Die deutsche Luftwaffe hat am (heutigen) Donnerstag ihren Einsatz zur Luftraumüberwachung an der Nordostflanke der NATO beendet. Die routinemäßige Aufgabe des Baltic Air Policing, für die fünf deutsche Eurofighter seit Ende August  auf der Luftwaffenbasis Ämari in Estland stationiert waren, wurde an die belgische Luftwaffe übergeben. Zugleich wechselte die Zuständigkeit für eine weitere Alarmrotte der NATO-Luftraumüberwachung über den baltischen Staaten in Litauen von Ungarn zu Spanien. Nun ist – oder besser war – diese Unterstützung der Bündnispartner im Nordosten Europas

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Baltic Air Policing an der russischen Grenze: Deutsche Eurofighter wieder dabei

Den Termin haben wir alle verpasst, und auch die Bundeswehr hat ihn nicht so laut verkündet: Seit dem vergangenen Donnerstag, 27. August, 0600z (8 Uhr deutscher Zeit) hat die Luftwaffe erneut mit Eurofightern die Sicherung des Luftraums über den baltischen Staaten übernommen. Die Übergabe von der britischen Royal Air Force, die diese Aufgabe in den vergangenen Monaten übernommen hatte, an die Bundeswehr fand bereits am 25. August auf dem estnischen Fliegerhorst Ämari statt (siehe Foto oben). (Ich hatte mir zwar

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Verteidigungsausschuss-Vorsitzender gegen Kürzung des ‚Baltic Air Policing‘

Dass der jeweilige Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses zu militärischen Planungen der Bundeswehr Stellung nimmt, ist nichts Ungewöhnliches. Dass von diesem Amt aus Entscheidungen der militärischen NATO-Führung öffentlich kritisiert werden, dagegen schon. Deswegen lässt die Pressemitteilung des Ausschussvorsitzenden und SPD-Abgeordneten Wolfgang Hellmich am (heutigen) Montag ein wenig aufhorchen, in der er die Planung des Bündnisses für eine Kürzung des so genannten Baltic Air Policing als falsch bezeichnet: Eine beabsichtigte Halbierung der Anzahl der Nato-Kampfjets zur Überwachung des baltischen Luftraums ist ein massiver

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Für die Statistik: 33 Alpha Scrambles über dem Baltikum

18 Wochen lang, von Anfang September bis zum Beginn dieses Jahres, waren vier deutsche Eurofighter in Estland stationiert – als Teil der deutlich ausgeweiteten NATO-Mission zur Unterstützung der Luftraumüberwachung über den baltischen Staaten. Mit dem 2. Januar haben spanische Eurofighter diese im Bündnis rotierende Aufgabe übernommen (und die Deutschen dürften wohl im Herbst dieses Jahres wieder dran sein). Zum Abschluss der deutschen Mission hab‘ ich mal die Einsatzhäufigkeit abgefragt: Insgesamt, sagt die Luftwaffe, stiegen die deutschen Kampfjets zu 33 Alpha

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Video: Russische Su-34 über der Ostsee

Für die Sammlung zum Thema (und für die Interessierten): Die niederländischen Streitkräfte haben am (heutigen) Mittwoch ein Video von russischen Su-34-Bombern veröffentlicht, die niederländische F-16 am 8. Dezember im Rahmen des Baltic Air Policing über der Ostsee visuell identifiziert haben. Die russischen Kampfjets waren – rechtlich unproblematisch – im internationalen Luftraum unterwegs; allerdings gehört das auch zu der Thematik der bei der zivilen Flugsicherung nicht angemeldeten Flüge, die die EU untersuchen lässt. Auch bei diesen Flügen wurde, sagen die Niederlande,

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Re-post: Russisches Flugzeug 600 Meter im NATO-Luftraum

— Dieser Eintrag vom 22.10.2014 wurde wg. Domainumzug auf augengeradeaus.wordpress.com veröffentlicht, deshalb hier als erneutes Posting — Schnell die sachliche Darstellung, ehe die Meldungen eine falsche Dramatik schaffen: Ein Aufklärungsflugzeug der russischen Luftwaffe vom Typ Iljuschin IL-20 (Foto oben) ist am (gestrigen) Dienstag über Estland in den Luftraum eines NATO-Mitglieds eingedrungen – etwa 600 Meter weit. Der Zwischenfall ereignete sichüber der estnischen Insel Saaremaa und dauerte weniger als eine Minute. Bereits zuvor war die IL-20 von Abfangjägern der NATO beobachtet

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Baltic Air Policing: Friedensflugbetrieb an der russischen Grenze

Deutsche Abfangjäger über dem Baltikum sind eigentlich nichts Ungewöhnliches. Seit mehr als zehn Jahren sichern Kampfjets der NATO-Staaten im Wechsel den Luftraum über den Bündnismitgliedern Estland, Lettland und Litauen, die über keine nennenswerte eigene Luftwaffe verfügen. Auch die Bundeswehr hatte bereits fünfmal mit Phantom- und Eurofighter-Kampfjets zu diesem Baltic Air Policing beigetragen. In diesem Jahr der Ukraine-Krise ist jedoch alles anders. Bereits im Frühjahr hatte die NATO beschlossen, als Reaktion auf das russische Vorgehen auf der Krim die Zahl der

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Deutsche Kampfjets im Baltikum: Bewaffnet an der russischen Grenze

Die Bundeswehr hat am (heutigen) Montag mit vier Kampfjets  eine – zusätzliche – bewaffnete Präsenz der NATO im Baltikum übernommen. Die Eurofighter sind Teil des so genannten Air Policing, der Luftraumpatrouille, über Estland, Lettland und Litauen. Die drei Länder an der russischen Grenze haben dafür keine eigenen Kapazitäten, so dass andere NATO-Staaten bereits seit Jahren im Wechsel dafür Kampfjets bereitstellen. Auch die Luftwaffe war bereits fünfmal im Einsatz beim Baltic Air Policing, diesmal ist es jedoch eine grundlegend andere Situation:

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