Kategorie: An der Heimatfront

Info-Häppchen aus dem Ministerium

Ein bisschen irritiert bin ich derzeit über die offizielle Nachrichtenlage aus dem Bundesministerium der Verteidigung. Gestern konnte man die Entscheidung des Ministers, den Kommandanten der Gorch Fock abzulösen, erst in Medien lesen, ehe es offiziell verkündet wurde. Heute erfahren wir offiziell, dass diese Ablösung eigentlich nichts zu bedeuten hat. Und noch immer warte ich darauf, dass die Generalinspektion der Bundeswehr auch vom Ministerium irgendwie kommuniziert wird. Bislang kann ich nur (wie alle anderen Kollegen auch) das Zitat der Bild am

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KT gegen den Rest der Welt

So, dann schauen wir mal, wie es weiter geht. Medial wird es ja jetzt ein Streit um den Minister und sein Handeln. Das Spektrum markieren: Der Schnellschuss-Minister (Spiegel Online) gegen Minister Liebling im Sturm – Kann Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Generalen noch trauen? (bild.de) (Den Bild-Kollegen sollte jemand verraten, dass es im militärischen Bereich verpönt ist, dass Soldaten applaudieren, und sei es dem Minister, und fehlender Applaus zu seinen Worten am Samstag erst mal nichts bedeutet.) Es wird also zum

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Dokumentation: Die Bundeswehr-Vorfälle, BPK 21. Januar

Wie schon öfter und hier gerne gesehen, die Dokumentation der Aussagen in der Bundespressekonferenz am 21. Januar zu den aktuell diskutierten Vorfällen in der Bundeswehr (auch wenn die Entwicklung derzeit ja so schnell ist, dass Aussagen von gestern Schnee von gestern sind… und zum Beispiel im Fall „Gorch Fock“ mit Konsequenzen nicht länger gewartet wurde). Antworten vom Sprecher des Verteidigungsministeriums, Steffen Moritz, und Regierungssprecher Steffen Seibert. FRAGE: Herr Seibert, in welcher Form hat sich die Bundeskanzlerin in die Aufklärung der

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Ständig wechselnde Seekriegslage

Nichts ist so beständig, wird mir bei der Marine immer als Spruch erzählt, wie der der Wechsel in der Seekriegslage. Das scheint auch für die aktuelle Diskussion um Vorfälle in der Bundeswehr zu gelten. Hatte es in einer Meldung auf der Bundeswehr-Seite über Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor zwei Tagen noch geheißen: Angesichts der Berichterstattung in den Medien warnte der Minister vor vorschnellen Urteilen, sieht heute alles schon ganz anders aus: Nach einem „Bild“-Bericht über die Zustände an Bord wurde

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Gorch Fock im Zwielicht

Ein Lesetipp, weil die Vorfälle auf der  Gorch Fock irgendwie das begehrteste Thema zu sein scheinen (auch wenn sie nicht mehr auf einer deutschen Banknote zu sehen ist..): Ein Offizier berichtet: „Gorch Fock“ – Diebstahl, Demütigung, Tod Die aktuelle Faktenlage ist weniger eindeutig. Klar ist nur, dass das Segelschulschiff  in den argentinischen Hafen Ushuaia beordert wurde und dort auf ein Untersuchungsteam der Marine warten soll. Abgesandte des Wehrbeauftragten reisen mit nach Südamerika. (Archivbild: Gorch Fock in Hamburg. Foto Ronald Preuß/flickr)

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Brieffreunde und Meuterer

Die aktuellen Meldungen über geöffnete Briefe aus Afghanistan und über merkwürdige Vorfälle bis hin zum Vorwurf der Meuterei auf dem Segelschulschiff Gorch Fock haben auf den ersten Blick nur eines gemeinsam: Sie wurden beide durch Hellmut Königshaus, den Wehrbeauftragten des Bundestages bekannt. Der schlug beim Verteidigungsminster und beim Verteidigungsausschuss des Parlaments Alarm. Aber beide haben einen deutlich größeren gemeinsamen Nenner. Auch wenn bei den Bemühungen des Ministeriums, aufzuklären wer denn nun die Briefe vom OP North geöffnet hat und ob

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Einsparvorgabe: drei Milliarden Euro?

Wenn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Serie Top-Ökonomen für die  Financal Times Deutschland einen Kommentar unter der Überschrift Der Schuldenberg Europas muss zum Hügel werden schreibt, ist das für mich, das gebe ich zu, erst mal kein Leseanreiz. Aber ich hätte es mir doch besser angeschaut, denn durch einen Leserhinweis (vielen Dank!) wurde ich auf einen interessanten Halbsatz aufmerksam gemacht (Hervorhebung von mir): Ob Sozialhilfeempfänger, staatlich gefördertes Unternehmen oder Beamter: Alle müssen Opfer bringen. Daher werden die deutschen Kapitalgesellschaften durch

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