Marine verlegt Schiffe für Einsatz in Straße von Hormus nach Djibouti

Noch vor einer formalen Vereinbarung zwischen den USA und Iran über ein Ende der Kampfhandlungen und einem internationalen Marineeinsatz in der Region wird die Deutsche Marine das Minenjagdboot Fulda und den Tender Mosel näher an die Straße von Hormus verlegen. Zusammen mit Verbündeten sollen sie, wenn der Angriffskrieg der USA gegen Iran beendet und die Meeresenge wieder frei befahrbar ist, die Freiheit der Schiffahrt sichern. Bislang warteten beide Schiffe im Mittelmeer auf einen möglichen Einsatz.

Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte am (heutigen) Dienstag bei einem Besuch des Objektschutzregiments der Luftwaffe auf dem Fliegerhorst Upjever an, Fulda und Mosel würden in den nächsten Tagen durch das Rote Meer zunächst nach Djibouti verlegt:

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Das Minenjagdboot war Anfang Mai zu dem Einsatz Richtung Mittelmeer ausgelaufen, zeitgleich war der Tender aus der Mission in der Ägäis herausgelöst worden. Mit der Vorausstationierung wollte das Verteidigungsministerium nach einem Ende des Krieges gegen Iran einen möglichst raschen Einsatz sicherstellen.

Mehrere europäische Staaten planen bereits seit Wochen eine Marinemission in der Region für die Zeit nach den Kampfhandlungen. Das deutsche Verteidigungsministerium hatte angekündigt, zusätzlich zu Minenabwehr und – beseitigung auch bewaffnete Einheiten zum Schutz von Handelsschiffen bereitzustellen.

Bislang fehlen dafür noch grundlegende Voraussetzungen. So wird die Unterzeichnung des Abkommens zwischen den USA und Iran ebenso von Bedeutung sein wie ein Mandat des Bundestages für den deutschen Einsatz. Offen ist bislang auch, auf welches System kollektiver Sicherheit sich der deutschen Beschluss, wie vom Grundgesetz vorgegeben, stützen kann. Dass es eine Resolution des UN-Sicherheitsrats dazu geben wird, scheint bislang unwahrscheinlich.