Personalstärke Juli 2026: Höchster Stand seit 2013, Ministerium sieht sich im Zielkorridor
Die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr ist im Juli auf 186.705 gestiegen – rund 1.500 mehr als im Monat zuvor und der höchste Stand seit 2013. Interessanterweise kam der Anstieg trotz eines Rückgangs der Freiwillig Wehrdienstleistenden (FWDL) um rund 600 bei gleichzeitiger Zunahme der Zahl der Soldaten auf Zeit (SaZ) zustande. Damit liegt die personelle Stärke des militärischen Personals zur Jahresmitte im Zielkorridor für den personellen Aufwuchs für das Jahr 2026, betonte das Verteidigungsministerium.
Die Statistik für Juli 2026, am (heutigen) Montag wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlich; die Einschätzung des Ministeriums dazu unten.
(Der Vergleichbarkeit wegen bleibt die Darstellung der Zahlen auf Augen geradeaus! weiterhin bei dem seit Jahren verwendeten Schema):
Insgesamt leisten 186.705 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung 1.066
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.898
Heer 65.199
Luftwaffe 28.605
Marine 15.844
Cyber- und Informationsraum 13.782
Unterstützungsbereich 47.955
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.122
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.929
Bereich Personal 7.305
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten
Berufssoldat*innen 61.552
Soldat*innen auf Zeit lang (ab 2 Jahren Dienstzeit) 113.103
Soldat*innen auf Zeit kurz (12 bis 23 Monate) 5.407
Freiwillig Wehrdienstleistende (6 bis 11 Monate) 6.643
Dienstgradgruppen (gerundet)
Generale/Admirale 220
Stabsoffiziere 15.680
Offiziere 23.900
Unteroffiziere mit Portepee 62.610
Unteroffiziere ohne Portepee 28.960
Mannschaften 55.340
Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:
25.475 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr
Verteidigungsministerium 73
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 477
Heer 5.067
Luftwaffe 2.987
Marine 1.788
Cyber- und Informationsraum 1.432
Unterstützungsbereich 11.818
Personal 1.559
Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen 142
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung 132
Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.345
Unteroffizierinnen mit Portepee 9.170
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.402
Mannschaften 5.558
Status
Berufssoldatin 6.318
Zeitsoldatin lang 17.272
Zeitsoldatin kurz 790
Freiwilligen Wehrdienstleistende 1.095
Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.
Beschäftigt sind 81.048 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bundesministerium der Verteidigung 1.858
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.597
Heer 2.453
Luftwaffe 4.660
Marine 1.809
Cyber- und Informationsraum 1.847
Unterstützungsbereich 11.125
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.680
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.515
Bereich Personal 10.924
Militärseelsorge 488
Rechtspflege 92
Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:
Von den insgesamt 81.048 zivilen Beschäftigten sind 32.089 Frauen (rund 40 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.
Beamtinnen insgesamt 11.116
im höheren Dienst 2.324
im gehobenen Dienst 4.660
im mittleren Dienst 4.117
im einfachen Dienst 15
Arbeitnehmerinnen 19.246
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 1.727
(Stand 31. Juli 2026)
Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 10. August 2026:
Insgesamt sind circa 750 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.
(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)
Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.
Aus der Mitteilung des Ministeriums dazu:
Zum Stichtag 31.07.2026 wächst die Bundeswehr auf rund 186.700 Soldatinnen und Soldaten auf. Damit liegt die personelle Stärke des militärischen Personals zur Jahresmitte im Zielkorridor für den personellen Aufwuchs für das Jahr 2026 (186.000 – 190.000). Zugleich wird ein neuer Höchststand seit rund 13 Jahren erreicht. Bei den Bewerbungen und Einstellungen verzeichnet die Bundeswehr ebenfalls neue Höchststände und zweistellige Aufwuchsraten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bis zum Jahresende kann, abgesehen von saisonalen Schwankungen, erfahrungsgemäß mit weiter steigenden Zahlen gerechnet werden.
Parallel konnten über den Fragebogen zur Wehrerfassung die Assessments für Interessierte und die folgenden Einplanungen zusätzlich erhöht werden. (…)
Bewerbungen militärische Laufbahn:
Mit rund 47.300 Bewerbungen verzeichnen wir ein Plus von 26 % im Vergleich zum Vorjahresmonat (07/2025) sowie ein Plus von 6.800 zum Vormonat.
Neueinstellungen:
Mit rund 15.400 Neueinstellungen haben wir ein Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahresmonat (07/2025) sowie ein Plus von 4.500 zum Vormonat.
Freiwillig Wehrdienstleistende / „SaZ kurz“:
Derzeit dienen rund 12.100 Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Zeitsoldatinnen und -soldaten im Rahmen des Neuen Wehrdienstes in der Bundeswehr. Das sind rund 6 % mehr als im Vergleich zum Vorjahr.
Mit dem einstellungsstarken Monat Juli ist die Gesamtstärke im Vergleich zum Vormonat (06/2026) erwartungsgemäß gestiegen: in absoluten Zahlen um rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten. Ein Grund dafür ist beispielsweise, dass der 1. Juli einer der Haupteinstellungstermine für die Laufbahn der Offizierinnen und Offiziere in allen Teilstreitkräften und im Unterstützungsbereich ist.
Die komplette Pressemitteilung:
PM48 – Personalzahlen der Bundeswehr auf neuem Höchststand
(Archivbild 15. Juli 2026: Ein Soldat der Heimatschutzdivision überwacht den Himmel zur Drohnenabwehr bei einer Vorführung in Berlin – Juliane Sonntag/photothek.de)
Erst mal erfreulich und großen Respekt an alle die dienen. Allerdings glaube ich nicht daran, dass auf freiwilliger Basis die erforderlichen Werte erreicht werden. Und was noch schlimmer ist: Das dauert alles viel zu lange! Putin müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn der in Ruhe zuschaut wie wir freiwillig eine Armee aufbauen und das ganze bestellte Material geliefert wurde.
Die Veröffentlichung der neuen Truppenzahlen der Bundeswehr ist im Moment tatsächlich planbar und erfolgt immer am ersten Werktag von Montag bis Freitag ab dem 15. des Folgemonats.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Bundeswehr 100 Soldaten mehr Hinzugewinnrn können. Diesmal 1.500 SOLDATEN anstatt 1.400 Soldaten im letzten Juli. Damit erreicht die Bundeswehr ihre größte Stärke seit 2013. Aber soweit die Bundeswehr behauptet im Zielkorridor zu sein, so wurde dieser im Vergleich zumAufwuchsplsn von AKK reduziert. Vom Ziel 190.000 Soldaten bzw 20.000 FWDL dieses Jahr ist die BW noch weit entfernt. Soweit die Bundeswehr behauptet, dass bis zum Jahresende mit weiter steigenden Zahlen erfahrungsgemäß zu rechnen sei, ist dies nicht korrekt. Bisher waren die Juli Zahlen immer der Jahreshöhepunkt und danach ging es GS immer abwärts! Aber wir können jetzt die neue Wehrpflicht daran messen, dass die BW steigende Truppenzahlen jetzt erwartet bis zum Jahresende entgegen der bisherigen Statistik!