Arctic Sentry: Deutschland schickt vier Eurofighter und Tankflugzeug (Neufassung)
Die NATO hat – erwartungsgemäß – die Mission Arctic Sentry zum Schutz der Arktis und des hohen Nordens gestartet. Nach der entsprechenden Mitteilung des militärischen NATO-Hauptquartiers SHAPE kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius an, dass sich Deutschland zunächst mit Eurofightern und einem Tankflugzeug beeiligen werde.
Arctic Sentry (Wächter der Arktis) ist namensmäßig angelehnt an die Missionen zum Schutz des Ostseeraums (Baltic Sentry) und der NATO-Ostflanke (Eastern Sentry). Ganz offensichtlich ist es auch eine Reaktion auf die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, angesichts einer vorgeblichen russischen und chinesischen Bedrohung Grönlands gebe es in der Region Sicherheitslücken – auch wenn der deutsche Verteidigungsminister diesen Zusammenhang kategorisch zurückwies (s. unten).
Den Start der Mission gab das militärische NATO-Hauptquartier SHAPE am (heutigen) Mittwoch bekannt:
Allied Command Operations (ACO), which is responsible for the planning and execution of all NATO exercises, activities and operations, began Arctic Sentry today.
The multi-domain activity will further strengthen NATO’s posture in the Arctic and High North as persistent NATO presence in the region grows. (…)
This builds on NATO’s growing focus on Arctic security and follows a meeting between U.S. President Donald J. Trump and NATO Secretary General Mark Rutte last month in Davos, Switzerland, where the two leaders agreed that NATO should collectively take more responsibility for the defence of the region considering Russia’s military activity and China’s growing interest there.
Der Hinweis der NATO auf das Gespräch Ruttes mit Trump ist das offenkundige Eingeständnis des Zusammenhangs mit den Drohungen des US-Präsidenten, die zum Königreich Dänemark gehörende Insel Grönland für die USA zu annektieren.
Als Teil von Arctic Sentry gilt nach Angaben von SHAPE unter anderem die dänische Übungsserie Arctic Endurance. Der deutsche Verteidigungsminister kündigte am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel an, dass die Luftwaffe vier Eurofighter und ein Tankflugzeug entsenden werde:
Da Pistorius für weitere Details auf das Treffen der NATO-Verteidigungsminister am (morgigen) Donnerstag verwies, wollte auch das Ministerium in Berlin zunächst nichts dazu sagen, wie der Einsatz der Jets und des A400M-Tankflugzeugs gestaltet werden soll.
Denkbar ist sowohl eine Stationierung der Kampfjets in einem skandinavischen Land als auch ein Einsatz von Deutschland aus: Dänemark hatte am Rande der Erkundungsmission mehrerer europäischer NATO-Staaten auf Grönland im Januar demonstrativ Kampfjets des Typs F-35 vom dänischen Fliegerhorst Skrydstrup losgeschickt, nur wenige Flugminuten nördlich des deutschen Fliegerhorstes Jagel in Schleswig-Holstein. Und das französische Tankflugzeug dieser Mission war in Frankreich gestartet, weit südlich des deutschen Stationierungsortes der A400M-Flotte in Wunstorf bei Hannover.
Darüber hinaus ist absehbar, dass die Bundeswehr auch in diesem Jahr wie in den Vorjahren an der Übung Cold Response in Norwegen beteiligt sein wird. Diese Übung wurde von SHAPE ausdrücklich als Teil der Mission Arctic Sentry genannt. Großbritannien kündigte unterdessen an, seine Truppen in Norwegen von derzeit 1.000 in den nächsten drei Jahren auf 2.000 zu verdoppeln.
(Archivbild: Ein Gebirgsjäger der Bundeswehr beobachtet das dänische Patrouillenschiff P 570 Knud Rasmussen beim Einlaufen in den Hafen während einer multinationalen Erkundung in Nuuk/Grönland am 17.01.2026 – Marc Tessensohn/Bundeswehr)
„Bei der Arctic Sentry-Mission der NATO gehe es darum, besser gegen Drohnen vorgehen zu können und die jüngste Drohnentechnologie selbst einzusetzen, so Mark Rutte
@SecGenNATO
Neu im Vergleich zu bisherigen Missionen sei, dass alles unter einem Kommando zusammengeführt werde“. – (Gem „Phoenix“)
Also JFC Norfolk. Befehlshaber ist dort noch ein U.S. Vizeadmiral, zugleich Kommandeur der Zweiten U.S. Flotte.
Zum Drohneneinsatz zur See wird hoffentlich mehr zu erfahren sein.
Ein lesenswerter Artikel, über die größte Konzentration von Nuklearwaffen auf der RUS Insel Kola, die Bedeutung der RUS Nordmeerflotte und die Sorgen der Norweger.
Quelle: https://www.thebarentsobserver.com/security/fears-grow-that-russia-will-deploy-more-nukes-in-the-arctic-as-new-start-treaty-expires/444473
Obwohl die Dänen nun auch Kunde der A330-Flotte MMU der Nato sind, nutzen sie gerne die Franzosen. Diese sind nach dänischer Aussage flexibel und schnell zu „buchen“ und diese trainieren offenbar gern mit den Dänen.
Von Starmer angekündigt während der MSC.
@JoelTheDane
UK 🇬🇧 is deploying its carrier strike group to Greenland 🇬🇱
The deployment will include activity under NATO’s Arctic Sentry mission.
Led by HMS Prince of Wales – the largest warship in the Royal Navy + several warships.
Accompanied by:
F35s
Wildcat helicopters
Merlin Mk2 helicopters
drones and at least 4000 men.
Keir Starmer expressed concern over Russian operations in Greenland-Iceland-UK gap and increased risk to undersea cables and pipelines.
It sends a clear message that UK will defend its waters, protect critical infrastructure, and stand shoulder-to-shoulder with its Allies.
Pressewirksam mitgeteilt nach der Rubio-Rede wird dieser den Einsatz schon als pro Dänemark erkennen.