NORAD tracks Santa: The Homeland Defense

Jedes Jahr am 1. Dezember beginnt NORAD, das gemeinsame Luftüberwachungskommando der USA und Kanadas, seine Weihnachtsaktion: NORAD tracks Santa, NORAD verfolgt die Reise des Weihnachtsmanns, heißt die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit, die mit einer falschen Telefonnummer in einer Anzeige begann*. Vor allem die Video-Trailer, die diese Aktion begleiten, sind immer auch ein Spiegel der Zeiten.

Das gilt in diesem Jahr noch ein bisschen mehr als in den Vorjahren – da war von Technikbegeisterung (2010 erstmals: trackt Santa Claus auf dem Handy!) bis zur Weihnachtsmann-am-Nordpol-Romantik alles dabei. Diesmal ist die Nachricht, die NORAD mit der Weihnachtsaktion verbindet, ziemlich einfach und klar: Wenn wir den Weihnachtsmann auf dem Schirm haben – was können wir dann noch alles verfolgen? heißt es im aktuellen Video. Und: Wir schützen, was uns lieb und teuer ist.

Diesmal also: Homeland Defense.

Wer sich die vergangenen Jahre von Luftraumüberwachung und Weihnachtsmann und die großen Unterschiede ansehen möchte – hier bei Augen geradeaus! sind sie (weitgehend) gesammelt, leider sind auf dem YouTube-Kanal aber nicht alle Videos der Vorjahre erhalten.

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

*Weil die Erklärseite nicht direkt verlinkbar ist, hier der Text – und schon die Überschrift scheint mir im Vergleich zu den Vorjahren ein wenig überarbeitet:

Warum wir den Weihnachtsmann und die Bedrohungen auf Nordamerika verfolgen.
NORAD und seine Vorgängerorganisation CONAD (Continental Air Defense Command) begleiten den Weihnachtsmann nun schon seit über 60 Jahren auf seiner alljährlichen Reise.
Diese Tradition hat ihren Ursprung im Jahr 1955 und entstand aus einem Schreibfehler in einer Telefonnummer, mit der das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. aus Colorado Springs für eine Weihnachtsmann-Hotline geworben hatte. Kinder, die diese Nummer anriefen, bekamen jedoch nicht den Weihnachtsmann ans Telefon, sondern wurden mit dem Stab des damaligen Oberbefehlshabers von CONAD verbunden. Der damalige Einsatzleiter, Colonel Harry Shoup, ließ daraufhin mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem Kind, das bei NORAD anrief, wurde die aktuelle Position des Weihnachtsmanns durchgegeben – damit entstand eine Tradition.
1958 gründeten die Regierungen von Kanada und den USA ein gemeinsames Luftabwehrkommando für Nordamerika namens „North American Aerospace Defense Command“, auch bekannt als NORAD. NORAD setzte die Tradition der Ortung des Weihnachtsmanns fort.

 

9 Gedanken zu „NORAD tracks Santa: The Homeland Defense

  1. Dass ist ja interresant mit dem Schreibfehler. Nicht dass ich mir nächtes mal ne Pizza bestellen möchte und Vladimir Putin am Telefon habe (der mir dann auch die 🍕 bringt).

  2. Vielleicht sollte sich die NATO zu ihrem siebzigjährigen Jubiläum mal was ähnliches einfallen lassen. :-)
    Aber ach ich sehe schon die hämischen bis wütenden und völlig humorlosen Kommentare deutscher Zeitgenossen vor mir, wenn das geschähe.
    Also wird es wohl leider ein Traum bleiben …

  3. Lese ich das richtig, es ist seit 1955 nicht gelungen diesen Santa abzuschiessen, oder wenigstens abzudrängen?
    Das läßt mich doch sehr an den mil. Fähigkeiten unserer nordamerikanischen Verbündeten zweifeln.

  4. Abschießen? Der hat eine Eskorte!

    Spannender und weniger publik ist aber die Operation Christmas Drop, bei der USAF Maschinen humanitäre Güter an Weihnachten über den Atollen Mikronesiens abwerfen.

  5. @ Bundesbürger am 03.12.2019 um 17:21 Uhr
    Sie schrieben:
    „Lese ich das richtig, es ist seit 1955 nicht gelungen diesen Santa abzuschiessen, oder wenigstens abzudrängen?
    Das läßt mich doch sehr an den mil. Fähigkeiten unserer nordamerikanischen Verbündeten zweifeln.“
    Ich denke, Sie haben da etwas mißverstanden. NORAD trackt Santa Claus doch seit 1955 jedes Jahr nicht, um ihn abzudrängen oder gar abzuschießen, sondern um sicherzustellen, daß er sicher und unbeschadet seinen wichtigen Auftrag im Luftraum über Nordamerika ausführen kann. Im Gegenteil, NORAD würde dazu sicher wenn nötig auch die QRA-Rotten zur Eskorte starten lassen, was aber nach der Berichterstattung bisher zum Glück noch nie nötig war. :-)

  6. Santa hat bestimmt auch eine green card. Und die Einreisebestimmungen von Kanada aus sind mit denen von Mexico aus nicht vergleichbar (nehme ich mal an).

  7. @Obristlieutenant
    QRA Rotten starten und eskortieren. Siehe Video für dieses Jahr (die anderen habe ich mir nicht angesehen).

  8. @ Joe Appleby am 04.12.2019 um 14:46 Uhr:
    Danke für den Hinweis! Dabei handelt es sich aber sicherlich um eine Ehreneskorte, wie sie das Protokoll bei Staatsbesuchen vorsieht. Und das ist ja dem Rang des Hl. Nikolaus auch durchaus angemessen. :-)

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