RC N Watch: Mindestens 13 Tote bei Selbstmordanschlag in Baghlan

Und wieder ein Blick auf den – vergleichsweise – ruhigen Norden Afghanistans: Bei einem Selbstmordanschlag in Pul-e- Khumri, der Hauptstadt der Provinz Baghlan, sind am (heutigen) Montag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter regional bedeutsame Politiker:

According to Baghlan Governor’s Office, a suicide bomber blew himself up this morning outside Baghlan Provincial Council, leaving 13 people including Head of the Council Rasul Khan Mohsini dead and at least 9 others injured.

heißt es in einer Erklärung des Präsidentenpalastes in Kabul.

Ergänzend von der BBC: weiterlesen

RC N Watch: Ohne ISAF-Truppen kehrt der Krieg nach Faryab zurück

An diesem – hoffentlich ruhigen – Pfingstwochenende kann man ja das eine oder andere nachlesen. Zum Beispiel zur Lage in Nordafghanistan: Im Westen des ISAF-Nordbereichs, in der Provinz Faryab, hat sich ISAF komplett zurückgezogen. Und seitdem? Das Afghanistan Analysts Network hat mal näher hingeschaut:

It took little more than seven months to turn Faryab from a province with a worrisome security situation into a province under constant attack. Since the Norwegian Provincial Reconstruction Team (PRT) in Faryab closed in September 2012, the security situation has quickly deteriorated. These days, Faryab is one of the main targets of the Taleban’s spring offensive.

Die ganze Geschichte hier. Und hoffentlich kein Modellfall für den Norden Afghanistans – oder ein Hinweis darauf, wie sich die Schließung auch anderer PRTs auswirken könnte.

(Foto: Norwegische Soldaten in Faryab, Januar 2010 – ISAF Public Affairs via Flickr unter CC-BY-Lizenz)

RC N Watch: Weitere Routineeinsätze im Norden

Bei dem Pressestatement von Verteidigungsminister Thomas de Maizière am (gestrigen) Sonntag zum Tod des KSK-Soldaten ist manchen die Passage aufgefallen (und mit Irritation zur Kenntnis genommen worden), es habe sich um einen Routineeinsatz gehandelt. Ein Blick auf das heute morgen veröffentlichte Operational Update des ISAF Joint Command belegt, dass so etwas tatsächlich Routine ist – und wirft erneut ein Schlaglicht auf die Lage im ruhigen Norden:

Responding to an attack on another ANSF unit, Provincial Response Company Baghlan enabled by coalition forces responded as a quick reaction force, killed six insurgents in Baghlan E Jadad district, Baghlan province, yesterday.  The joint force engaged several insurgents armed with small arms and RPGs shortly after being dispatched by the Provincial Chief of Police.

Das dürfte die Folgeoperation zu der Operation mit KSK-Begleitung gewesen sein – und enabled by coalition forces lässt wiederum zumindest vermuten, dass daran auch deutsche Spezialkräfte beteiligt waren.

Das war aber noch nicht alles im Bereich des Regionalkommandos Nord: weiterlesen

RC N Watch: Deutsche Hubschrauber beschossen, Ex-Mujaheddin-Kommandeur getötet

Im Norden Afghanistans hat die Aktivität der Aufständischen in den vergangenen Tagen bemerkbar zugenommen – zwar deutlich unter dem Gewaltniveau anderer Landesteile, aber gerade angesichts der relativen Ruhe um so auffälliger: Neben dem Gefecht zwischen Aufständischen und afghanischen und deutschen Spezialeinheiten, bei dem ein Bundeswehrsoldat ums Leben kam, gab es am (gestrigen) Samstag auch Schüsse auf deutsche Hubschrauber. Die Bundeswehr-Meldung:

Am 4. Mai 2013 um 21.44 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurden zwei deutsche Helikopter vom Typ CH-53 auf der Flugstrecke zwischen Khilagay (Provinz Baghlan/Afghanistan) und Kabul mit Flugabwehr- und Handwaffen aufständischer Kräfte beschossen. weiterlesen

RC N Watch: IED-Anschlag auf Deutsche bei Kundus – Keine Verwundeten (Update)

Erstmals seit fast acht Monaten ist  am (heutigen) Donnerstag auf deutsche Soldaten der ISAF-Truppe ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Bei dem Angriff  sieben Kilometer westlich des ISAF-Camps in Kundus, auf dem Weg Richtung Distrikt Char Darrah, wurden nach Angaben des Einsatzführungskommandos keine Soldaten verwundet. Ein geschütztes Fahrzeug vom Typ Dingo 2 (Archivbild oben) wurde leicht beschädigt:

Heute morgen um 7.06 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurde gegen deutsche Soldaten circa 7 Kilometer westlich des Feldlagers Kundus ein Sprengstoffanschlag verübt. Es wurden keine Soldaten verwundet. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt.

7.06 Uhr MESZ entspricht 09.36 Ortszeit Kundus, weitere Einzelheiten dieser Attacke mit einem IED (Improvised Explosive Device, improvisierte Sprengfalle) sind noch unklar. Der zuvor letzte IED-Angriff auf einen deutschen Konvoi hatte sich am 9. September 2012 in Baghlan ereignet; auch damals waren keine Soldaten verwundet worden.

(Archivbild 2010: Dingo 2 in Afghanistan – Bundeswehr via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

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