RC N Watch: Deutsche Soldaten beschossen, keine Verwundeten

Aktuell von der Bundeswehr-Webseite (der Vorfall war bereits am gestrigen Donnerstag):

Am 4. September wurden gegen 15.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (18 Uhr Ortszeit) deutsche Kräfte – die eine afghanische Polizeieinheit beratend begleitet haben – , etwa 40 Kilometer westlich von Masar-i Scharif durch Aufständische beschossen.
Eigene Kräfte wurden nicht verletzt.

Das erste Mal seit längerem, dass es eine solche Meldung gab – was natürlich mit dem Rückzug der ISAF aus der Fläche zu tun hat.

15 Gedanken zu „RC N Watch: Deutsche Soldaten beschossen, keine Verwundeten

  1. Westlich von Mazar hätte ich (in der Entfernung) nicht erwartet, wobei es dort schon immer einen Streifen gab, der nicht sooo sicher war.

  2. Ich Bericht vom 3. September hat die BW nichts besonderes gemeldet, außer von Kämpfen in der Provinz Badakhsahn. Aber das entscheidende, die Kämpfe in der Provinz Kundus oder die Eroberung der ehemligen Polizei-Station oder Postens der BW in oder bei Kunduz, mit der Flage der Talilban drauf, wird weder erwähnt, noch überhaupt über die Kämpfe in der Provinz Kunduz berichtet.

    Hier wird die Öffentlichkeit über die tatsächliche schlechte Sicherheitslage in Afghanistan weiterhin getäuscht.

  3. Es wurde berichtet, nicht zuletzt hier durch den Hausherren. Aber die Lage, gerade in Hinsicht auf die Eroberung der Polizeistation, ist eben nicht klar und es dürften zusätzlich auch nicht mehr so viele Journalisten dort im Raum sein.

    Das die Lage eher nicht rosig ist, dürfte jedes halbwegs gebildete (und interessierte) Mitglied dieser unserer Öffentlichkeit wissen, man muss nur ein bisserl Englisch können. Und nach dem Buschfunk zu urteilen, war es zuletzt außerhalb des Lagers ruhiger und entspannter als innerhalb ;-)

  4. Herr Lücking, bei allem Verständnis, aber langsam wird’s lästig /nervig/langweilig…

  5. @Voodoo: Mein Thread war missverständlich. Hier ist didkutiert worden, aber ich meinte, daß die BW die Öffentichkeit täuscht, indem hier geschönte Lageberichte auf der HP der BW veröffentlicht werden, und die Probleme bei Kunduz verschwiegen werden, weil es möglicherweise der BW besonders peinlich ist oder diese eine verschärfte Diskussion über den BW Einsatz in Afghanistan fürchtet.

    Natürlich kann sich jeder im Netz usw. darüber informieren und Spiegel online und ein paar andere haben auch darüber berichtet. Ein offizieller Bericht der BW könnte die Diskussion hier anheizen in Deutschland. Und wir können nicht davon ausgehen, daß die Bevölkerung sich alles hier oder sonst im Netz informiert. Sondern viele lesen nur Bild oder sehen die Tagesschau oder heute. Was da nicht kommt, bekommen die meisten nicht mit.

  6. Steinmeier muss mal wieder von einer Krise zur nächsten rennen…Aber nachdem die Präsidentschaftskandidaten höchstens gemeindsam auszählen oder regieren wollen, wenn gerade der US Außenminister da ist oder jetzt Steinmeiner, spricht viel dafür, daß Afghanistan ein verlorener Staat ist, der nicht einig ist im Kampf gegen die Taliban und das ganze wird enden wie Saigon 1975 und der Westen wird aus Afghanistan fliehen müssen….., weil die Taliban – nach dem Abzug der ISAF Kampftruppen – den Krieg gewinnen wird.

    Erschreckend finde ich gerade in der Bildzeitungsmeldung über den KSK Beschuß auf den politisch inkorret verwiesen hat, daß nich einmal die jetzt beschossene KSK weiter Patrouillen mit den einheimischen Kräften durchführen dürfen soll.

    Selbst wenn man die eigentlichen Kampfkräfte zurückzieht, was fragwürdig genug ist, dann sollte die Spezialeinheiten weiter kämpfen dürfen vor Ort zur Unterstützung der Afghanen.

    Auch wenn der Krieg, wegen der Uneinigkeit der Afghanen nicht zu gewinnen ist, sollte man doch nicht den irakischen Fehler den vorzeiten Abzuges wiederholen.

  7. Ich finde es echt traurig das in unserem Land soviel verheimlicht wird nur aus dem Grund, dass unsere Bürger nicht denken dort in Afghanistan wäre Krieg wo man sich gegenseitig (zufällig) mit Waffen bekämpft. Ich finde man sollte alleine schon aus Respekt und Ehre der Soldaten alle Fakten auf den Tisch legen und die Wahrheit aussprechen. Ist ja nicht so das die Soldaten für unsere Freiheit kämpfen und im Notfall auch bereit sind für unser Land zu sterben! aber ich vermute das es erstmal dazu kommen muss das unsere Freiheit in Deutschland in Frage gestellt wird damit die Menschen hier auch zu den Taten und Soldaten stehen können und anders darüber denken sowie reden. Echt Traurig da ich in weniger Zeit selbst meinen Dienst für Deutschland antrete. Armes Deutschland.

  8. Closius

    Schade um die Kraft, die dort durch unser Land aufgewendet wurde. Soviel Leid, Tod und Verwundung. Und nun kommen die Taliban und andere wieder.

  9. Wenn die sich nicht einigen, dann Geldhahn zudrehen, aber ganz schnell, und alle Soldaten abziehen. Ich bin kein Freund der Reduzierung oder des Abzuges überhaupt, aber ohne politische Einheit in Afghanistan ist der Krieg gegen die Taliban nicht zu gewinnen.

    So wird nur übrig bleiben, daß die getöteten deutschen Soldaten umsonst gefallen sind.

    Denn laut Tagesschau können sich die Präsidentschaftskandidaten auf keine neue Regierung einigen. Die werden wahrscheinlich erst aufwachen, wenn die Taliban wieder auf Kabul marschiert und ohne westlichens Geld und Militärausbilder bzw. Truppen wird Afghanistan enden wie Südvietnam.

    Aber wir sollten so anständig sein, alle Dolmetscher sofort Asyl zu geben, wie andere Länder auch und mit der bürokratischen Scheiße bei der Aufnahme der Dolmetscher aufhören, für die man sich nur schämen muss!

    http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-212.html

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