19.000 Flugstunden der ‚Nazgul‘ in Afghanistan

Fürs Archiv (da ich es auf den Bundeswehrseiten bislang nicht gefunden habe): Die deutschen CH53-Hubschrauber in Afghanistan waren seit Beginn des deutschen Einsatzes mehr als 19.000 Flugstunden in der Luft. Dieser Meilenstein wurde bereits am 2. Februar erreicht, wie die NATO-geführte Resolute Support Mission am (heutigen) Samstag mitteilte.

Die Helikopter tragen den Spitznamen (und das Funkrufzeichen) Nazgûl, nach den Ringreitern in Tolkiens Herr der Ringe (das wurde auch schon in dem einen oder anderen Video thematisiert…)

Pilots and aircrew of the German CH-53 „Nazguls“ flying squadron pose for a group photo to commemorate 19,000 flying hours reached by the aircraft in Afghanistan, Feb. 2, 2017.

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Neuer Rekord an zivilen Opfern in Afghanistan – vor allem bei Kindern

Die Zahl der durch Kriegshandlungen getöteten und verletzten Zivilisten in Afghanistan hat im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit Beginn der systematischen Erfassung durch die Vereinten Nationen 2009 erreicht. Allein die Zahl der betroffenen Kinder stieg auf 923 Tote und 2.589 Verwundete, fast ein Viertel mehr als der bisherige Höchststand, berichtete die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) am heutigen Montag in der Hauptstadt Kabul.

Hauptgründe für die Rekordzahl an zivilen Opfern sind nach wie vor insbesondere Kämpfe am Boden, und regierungsfeindliche Gruppen wie die Taliban macht UNAMA für zwei Drittel der getöteten und verwundeten Zivilisten verantwortlich. Allerdings ist auch auffällig: Die zivilen Opfer durch Luftangriffe sind 2016 mit 250 Getöteten und 340 Verwundeten ebenfalls auf einen neuen Höchststand gestiegen, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor, so viele wie nie seit 2009 – und das ausschließlich durch Flügen von US-Streitkräften und afghanischer Armee.

Aus der Mitteilung zum UN-Bericht: weiterlesen

Parlament schickt Bundeswehr in das 16. Jahr in Afghanistan

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Der Bundestag hat am (heutigen) Donnerstag die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gebilligt und schickt damit die deutschen Soldaten in das 16. Jahr am Hindukusch. 467 Abgeordnete stimmten dem von der Bundesregierung vorgelegten neuen Mandat zu, 101 sprachen sich dagegen aus und neun enthielten sich.

Die Verlängerung des deutschen Einsatzes in der NATO-geführten Mission Resolute Support in Afghanistan bleibt in Umfang und Aufgaben im Wesentlichen auf dem bisherigen Niveau, mit kleinen Änderungen. weiterlesen

Sicherheitslage in Afghanistan: Unsicher nur für Nicht-Afghanen?

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In der aktuellen Debatte über die Abschiebung von Afghanen aus Deutschland in ihr Heimatland ist das eine interessante Rand-Beobachtung: Die Einschätzung der Sicherheitslage im Land, die die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium regelmäßig dem Bundestag übermitteln, gilt offensichtlich nicht für die Afghanen selbst.

Jedenfalls scheint das Verteidigungsministerium kürzlich zu diesem Schluss gekommen zu sein, wie ein Vergleich der Karten zur Sicherheitslage in den wöchentlichen Unterrichtungen des Parlaments nahelegt. Die sahen vorher, bis Ende November diesen Jahres, so aus: weiterlesen

Einsatz am Hindukusch: Wie bisher, mit ein bisschen mehr Info für die Afghanen

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Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch den weiteren Einsatz der Bundeswehr in der NATO-geführten Resolute Support Mission in Afghanistan beschlossen. Das neue Mandat, über das jetzt der Bundestag entscheiden muss, sieht wie bisher bis zu fast 1.000 Soldaten (genauer: 980) vor, die die afghanischen Sicherheitskräfte unterstützen und beraten sollen. Unverändert hat Resolute Support keinen Kampfauftrag; nur die militärische Hilfe auch ziviler internationaler Organisationen oder Diplomaten in Notfällen (in extremis support) ist im Rahmen der verfügbaren Kräfte möglich. Damit wird im Wesentlichen das derzeitige Engagement der Bundeswehr am Hindukusch fortgeschrieben – wie es auch die NATO auf dem Gipfel in Warschau im Juli festgelegt hat. Ein Abzug der internationalen Truppen aus der Fläche ist vorerst nicht vorgesehen, und die Bundeswehr bleibt in Masar-i-Scharif.

Das neue Mandat unterscheidet sich von dem im Dezember 2015 gebilligten in einem Detail: weiterlesen

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