Mörder von Anja Niedringhaus zu 20 Jahren Haft verurteilt

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Die gegen den Mörder der deutschen Fotografin Anja Niedringhaus verhängte Todesstrafe ist in eine 20-jährige Haftstrafe umgewandelt worden, das Urteil ist rechtkräftig. Das gehe aus Gerichtsdokumenten hervor, berichtet die Nachrichtenagentur AP, für die Niedringhaus gearbeitet hatte, am (heutigen) Samstag aus Kabul:

Afghanistan’s highest court has ruled that the police officer convicted of murdering Associated Press photographer Anja Niedringhaus and wounding AP correspondent Kathy Gannon almost one year ago should serve 20 years in prison, according to documents sent to the country’s attorney general on Saturday. weiterlesen

2.000 Heron-Starts in Afghanistan

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Zwar steht die Entscheidung, welche – bewaffnungsfähigen – Drohnen die Bundeswehr künftig bekommen soll, noch aus (und sie soll ja bis zum Sommer fallen), aber es gibt eine Jubiläumsmeldung aus Afghanistan: Die geleasten Heron-Drohnen sind am (heutigen) Montagmorgen zu ihrem 2000. Flug am Hindukusch gestartet. Das bedeutet, rechnet die Betreiberfirma Airbus Defence&Space vor, seit dem ersten Start 2010 insgesamt 21.500 Flugstunden, also zweieinhalb Jahren reiner Flugzeit, und rund 19.000 Stunden Aufklärungsleistung.

Um die Bilanz vollständig zu machen, muss man allerdings auch erwähnen, dass drei der unbemannten Maschinen zu Bruch gegangen sind – eine gleich zu Beginn des Drohneneinsatzes durch Steuerungsfehler am Boden, eine stürzte ab (und hätte beim Bergungsversuch fast einen US-Helikopter vom Typ Chinook geschrottet) und eine dritte knallte gegen einen Berg.

(Weil es zu dem Jubiläum gut passt: Hier noch mal der Hinweis auf ein Interview mit Heron-Pilot und Payload-Operator)

(Foto: Airbus Defence&Space)

USA reduzieren Abzugspläne aus Afghanistan

Die USA stellen sich – wie schon erwartet worden war – darauf ein, zum Ende dieses Jahres weniger Soldaten aus Afghanistan abzuziehen als ursprünglich geplant. Die Nachrichtenagentur Associated Press hat aus offiziellen, wenn auch noch anonymen Quellen:

The Obama administration is abandoning plans to cut the number of U.S. forces in Afghanistan to 5,500 by year’s end, bowing to military leaders who want to keep more troops, including many into the 2016 fighting season, U.S. officials say.
While no final decision on numbers has been made, the officials said the administration is poised to slow withdrawal plans and probably will allow many of the 9,800 American troops to remain well into next year. weiterlesen

Afghanistan: Unsere Freunde, die (Kriegs)Verbrecher

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Und noch ein wichtiger Bericht aus Afghanistan: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat eine Zusammenstellung von (Kriegs)Verbrechen einflussreicher Afghanen vorgelegt, die bislang außerhalb jeder rechtlichen Verfolgung stehen. Und auch unter der neuen Regierung von Präsident Ashraf Ghani  bislang unbehelligt bleiben. Unter den acht Männern, die in dem Bericht Today We All Shall Die (Heute werden wir alle sterben) näher untersucht werden, sind auch zwei Personen, die im Norden Afghanistans unter den Augen der früheren ISAF-Mission (und damit auch der Bundeswehr) agierten:

Mohammed Atta Noor, Gouverneur der Provinz Balkh

Human Rights Watch has documented Atta’s maintenance of a network of militias under his effective command that has been implicated in serious human rights abuses. According to one report, in 2011 Atta controlled at least two militia groups, numbering a total of 452 men. Another report found that in Balkh province Atta has “armed over 1500 arbaki” and uses these groups as “insurance,” should the political situation in the country change. weiterlesen

Leseempfehlung: Eine Woche mit der afghanischen Polizei

Unbedingte Leseempfehlung für die, die sich (noch…) für Afghanistan interessieren: Der Büroleiter der New York Times in Kabul war eine Woche mit der afghanischen Polizei unterwegs und schildert ihre wichtige Rolle an vorderster Linie, im doppelten Sinn: An vorderster Frontlinie gegen Taliban und andere Aufständische – und als den Teil der Staatsmacht, den die Afghanen direkt erfahren.

The Afghan Police are on the front lines of both fights that matter in Afghanistan: one to defeat the Taliban, the other to gain the loyalty of the people. It is the same conundrum faced by the police in conflict zones from Iraq to El Salvador: To deliver services, there must be security; to deliver security, there must be services. And in too much of Afghanistan today, there is neither.

Das Lesestück des New York Times Magazine findet sich hier: The Hardest (and Most Important) Job in Afghanistan – A week on the frontlines with the Afghan National Police

(Archivbild: Rekruten der afghanischen Polizei – 22nd Mobile Public Affairs Detachment Photo by Pfc. Casey Collie via Resolute Support Media auf Flickr)

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