Berlin-Marathon im Einsatz: Laufen im Camp Marmal

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Sportlich am Hindukusch: Oberstleutnant Florian Wulf, als Führungsunterstützer im deutschen Stab in der Mission Resolute Support in Afghanistan, wollte trotz seines laufenden Einsatzes in Masar-i-Scharif am Berlin-Marathon am (morgigen) Sonntag teilnehmen. Das wird er nun auch – auf einer Strecke im Camp Marmal.

Das Video des Veranstalters dazu:

Der BMW BERLIN-MARATHON am Hindukusch from SCC EVENTS on Vimeo.

(Danke für den Leserhinweis!)

(Foto: Screenshot aus dem Video)

Erster Cyber-Angriff der Bundeswehr: Mobilfunknetz auf Suche nach entführter Deutscher gehackt

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Die Bundeswehr hat erstmals einen echten Angriff auf fremde Informationsnetze gestartet – allerdings nicht in einer militärischen Operation, sondern praktisch in einer Polizeioperation zur Befreiung einer entführten deutschen Staatsbürgerin in Afghanistan. Wie am (heutigen) Freitag Spiegel Online berichtet, drangen die Experten für Computer Network Operations (CNO), die zum Kommando Strategische Aufklärung (KSA) in Rheinbach bei Bonn gehören, im vergangenen jahr in das Netz eines afghanischen Mobilfunkbetreibers ein. Damit wollte die Bundeswehr den Standort der Entführer ermitteln.

Nach Informationen von Augen geradeaus! führte zwar diese erste Cyber-Operation deutscher Streitkräfte nicht auf die Spur der verschleppten Deutschen, allerdings waren für die beteiligten deutschen Behörden, den Krisenstab des Auswärtigen Amtes und die Bundeswehr, damit Bewegungsprofile der mutmaßlichen Entführer zugänglich. Die Mitarbeiterin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurde von ihren Entführern, vermutlich Kriminellen, später freigelassen. Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr war zwar an der Übergabe beteiligt, griff aber nicht ein. weiterlesen

Ein deutscher Ansatz für “Lessons learned”, in Afghanistan ein Abkommen mit einem Warlord

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Was haben die Bundeswehr und die deutsche Politik aus dem mehr als ein Jahrzehnt dauernden Einsatz in Afghanistan gelernt? Eine wirkliche Bewertung, ein systematisches lessons learned nicht nur im Militär, sondern in der Politik insgesamt fehlt bislang. Einen ersten Versuch, die richtigen Fragen an das deutsche Engagement am Hindukusch zu stellen, haben der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels, der frühere General Klaus Wittmann und der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberstleutnant André Wüstner, gestartet.

Ein so großer Einsatz wie ISAF muss künftig wesentlich besser koordiniert und geführt werden, ist eine zwar banal klingende, aber dennoch sehr grundlegende Erkenntnis, die die drei Autoren in ihrem Papier Aus Afghanistan lernen genannt haben. Auftrags- und Zielklarheit seien, so beklagen sie, sowohl bei den militärischen als auch den zivilen Akteuren Mangelware gewesen. weiterlesen

Lesetipp: “Im Zermürbungskrieg gegen die Taliban”

Auch wenn es hier in der Regel keine Links zu deutschen Verlagswebseiten gibt: Die Reportage von Marco Seliger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus Kundus im Norden Afghanistans muss ich, ausnahmsweise abweichend von dieser Praxis, nicht nur empfehlen, sondern auch verlinken.

Also der Lesetipp: Im Zermürbungskrieg gegen die Taliban

Lesetipp: So sieht’s in Kundus aus

Für diejenigen hier, die sich noch für Afghanistan interessieren… ein Lesetipp: das Afghanistan Analysts Network (AAN) hat einen genaueren Blick auf die Situation in Kundus im Norden Afghanistans geworfen. Und dieser Blick fällt sehr ernüchternd aus:

Far From Back to Normal: The Kunduz crisis lingers on

The Taleban’s recent takeover of both Qala-ye Zal and Dasht-e Archi’s district centres is the latest episode in the long-running battle for possession of Kunduz province. It follows the spectacular takeover of Kunduz’s provincial centre by insurgents in late September 2015, the hard-won recapture by pro-government forces two weeks later and the government’s unsuccessful counter-offensive in the province’s districts.

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