Kurzer Blick auf Kundus: Eine Kalaschnikow kostet jetzt 1150 $

Zur Lage rund um Kundus im Norden Afghanistans als Lesetipp eine Geschichte von Afghanistan Today: Kunduz residents take up arms as Chahar Darah is wrestled from the Taliban by Afghan forces

The price of an AK-47 in Kunduz has nearly tripled in the last 8 weeks from 25,000 to nearly 70,000 afghani (1150 USD approx). A gun dealer in Kunduz, who preferred not to be named, says he now sells an average of 20 guns per day, twice as many as earlier this year.  The arms supplier told Afghanistan Today that rather than import guns like before, he now simply buys from fighters on all sides, creating a vicious circle in which weapons are recycled from one side to another.

Nachtrag: Der Chief Executive der afghanischen Regierung, Abdullah Abdullah, besuchte am Montag (7. Juli) Kundus – seine Tweets dazu: weiterlesen

Zwei Videos aus Afghanistan

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Zwei Videos aus Afghanistan. Mit sehr unterschiedlichen Botschaften: Ein am (heutigen) Montag veröffentlichtes Video der Bundeswehr über das deutsche Engagement bei der Beratungsmission in Kabul. Und ein Video der Taliban aus der vergangenen Woche, dass die Situation (und wohl einige auch einigen Lesern hier bekannte Lokalitäten) rund um Kundus zeigen soll. weiterlesen

Neues Rekord-Hoch wie in den 1930’ern: Opiumproduktion in Afghanistan

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Der Anbau von Mohn für die Herstellung von Opium und die Produktion selbst hat im vergangenen Jahr einen der höchsten Stände seit den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erreicht – vor allem wegen des weiter gestiegenen Anbaus in Afghanistan, dem Weltmarkt-Versorger Nummer eins. Das geht aus dem World Drug Report 2015 des UN Office on Drugs and Crime (UNDOC) hervor, der heute in Wien vorgelegt wurde.

Erkenntnisse zum Thema Afghanistan aus dem Bericht:

Global potential opium production also continued to increase in 2014, reaching 7,554 tons, its second-highest level since the late 1930s. Opium production in Afghanistan accounted for an estimated 85 per cent of that total (6,400 tons) and, at 410 tons of heroin of export purity, 77 per cent of global heroin production (estimated at 526 tons). weiterlesen

Von der Leyen: Bundeswehr soll bis Frühjahr 2016 im Norden Afghanistans bleiben

Left to right: Ursula von der Leyen (Minister of Defence, German) in discussion with Jeanine Hennis-Plasschaert (Minister of Defence, The Netherlands)

 

Fürs Protokoll: Die Bundeswehr soll sich nach den Vorstellungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bis zum Frühjahr 2016 im Norden Afghanistans engagieren, bevor sich Deutschland wie die anderen Länder in der Resolute Support Mission auf die Hauptstadt Kabul konzentriert. Vor Beginn der Beratungen der NATO-Verteidigungsminister am (heutigen) Donnerstag über den Einsatz in Afghanistan sagte die deutsche Ressortchefin: Ich hielte es für sinnvoll, dass wir in der Speiche im Norden bis Anfang 2016 blieben. Für den Rückzug vom Hindukusch sei es wichtig, mit Augenmaß zu agieren und nicht überstürzt das Land zu verlassen.

Das Statement von der Leyens hat das Verteidigungsministerium hier als Video veröffentlicht.

Damit nannte die deutsche Ministerin erstmals ein konkretes Datum für den Abzug aus Masar-i-Scharif – damit das verwirklicht werden kann, müssen allerdings auch die anderen Nationen, mit denen die Bundeswehr im Norden agiert, dieser Zeitplanung zustimmen.

Der aktuelle Stand des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan: Knapp 800 Soldaten, davon gut 650 in Masar-i-Scharif, knapp 120 in Kabul und rund 25 auf dem weiterhin vorgehaltenen Lufttransportstützpunkt in Termes in Usbekistan.

(Foto: von der Leyen, l., mit ihrer niederländischen Kollegin  Jeanine Hennis-Plasschaert beim Verteidigungsministertreffen – NATO Photo)

Angriff auf Afghanistans Parlament in Kabul

Das Parlament Afghanistans ist am (heutigen) Montagmorgen von Aufständischen angegriffen worden. Die Situation ist weitgehend unübersichtlich; hier als Storify-Dokument die laufende Entwicklung. weiterlesen

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