Notfall-Reserve für Afghanistan? FDP gegen automatische Entscheidung des Ministeriums

Die Interpretation einer Aussage des Verteidigungsministeriums zur so genannten nationalen Rückfallposition für eine möglicherweise nötige Truppenaufstockung in Afghanistan hat am (heutigen) Dienstag zu ein wenig Verwirrung im politischen Berlin geführt. Es würden Vorbereitungen für den Fall getroffen, dass US-Präsident Donald Trump tatsächlich, wie er per Twitter angekündigt hatte, die Hälfte der rund 14.000 US-Soldaten aus Afghanistan abziehe, hatte eine Berliner Tageszeitung gemeldet (Link aus bekannten Gründen nicht). Die Bundeswehr stelle sich dann darauf ein, die US-Truppen zu ersetzen. (Die Ursprungsfassung[…]

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Fürs Archiv: Maas im A400M nach Kabul

Das Transportflugzeug A400M der Luftwaffe bringt zwar schon seit dem Juli vergangenen Jahres Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan – allerdings überwiegend nach Masar-i-Scharif im Norden des Landes. Weniger bekannt ist (und auch ich hatte das bislang übersehen), dass diese Maschinen auch für Flüge in die afghanische Hauptstadt eingesetzt werden. So am (heutigen) Montag bei der Afghanistan-Reise von Außenminister Heiko Maas, der mit einem A400M in Kabul landete. Der Minister hatte zuvor die deutschen Soldaten im Norden besucht (mehr Berichterstattung dazu gibt es[…]

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Dokumentation: Außenminister wirbt für Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes

Die Zukunft des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan ist in diesen Tagen alles andere als gewiss – nicht zuletzt angesichts der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-Truppen vom Hindukusch heimzuholen. Diese Ankündigung ist, bislang, nicht von praktischen Vorbereitungen unterlegt. Aber die Lage ist alles andere als klar. Vor diesem Hintergrund muss man auch das neue Mandat für eine Fortsetzung des deutschen Afghanistan-Einsatzes sehen, das die Bundesregierung in der vergangenen Woche vorgelegt hat: Das enthält eine vorerst unveränderte Verlängerung dieser Mission.[…]

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Neues Mandat für Afghanistan: Erst mal weiter wie bisher (Nachtrag: Merkel)

Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan soll vorerst unverändert weitergehen – auch wenn unklar bleibt, ob und wie eine mögliche Truppenreduzierung der USA sich auf die NATO-geführte Resolute Support Mission am Hindukusch auswirkt. Das Bundeskabinett billigte am (heutigen) Mittwoch ein neues Mandat für den Einsatz, das das bislang gültige Mandat für ein weiteres Jahr fortschreibt. Der Bundestag muss noch darüber abstimmen. Wie nach dem vom Bundestag im März vergangenen Jahres gefassten  Beschluss (Bundestagsdrucksache 19/1094) sollen auch nach dem neuen Mandat bis zu[…]

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Bundeswehr zieht CH53-Hubschrauber bis Ende 2020 aus Afghanistan ab

Die CH53-Hubschrauber der Bundeswehr, fast seit Beginn des deutschen Afghanistan-Engagements für den Lufttransport am Hindukusch im Einsatz, sollen in zwei Jahren endgültig zurückkehren. Nach den derzeitigen Planungen werden die Transporthubschrauber der Luftwaffe Ende 2020 aus Afghanistan abgezogen, erfuhr Augen geradeaus! aus Bundeswehrkreisen. Die Maschinen sollen durch Hubschrauber der Heeresflieger und der Spezialkräfte ersetzt werden.

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Afghanistan: Mehr Tote als in Syrien befürchtet

Der (Bürger)Krieg in Syrien wird hierzulande – und vermutlich generell im Westen – als der derzeit größte Konflikt mit den meisten Opfern wahrgenommen. Dabei gerät völlig aus dem Blickfeld, dass in Afghanistan unvermindert ein bewaffneter Konflikt tobt, der in diesem Jahr mehr Menschen das Leben kosten könnte als die Auseinandersetzungen in Syrien. Die Kollegen der Nachrichtenagentur AFP haben das mal zusammengestellt: The Afghan conflict could overtake Syria as the deadliest conflict in the world this year, analysts say, as violence[…]

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Lesetipp: Cordesmans „Losing by winning“

Der US-Wissenschaftler Anthony Cordesman (wenn der Begriff Wissenschaftler für jemanden, der in mehreren US-Administrationen gearbeitet hat, überhaupt so passt) hat sich die aktuellen Kriege der USA angeschaut und ein recht vernichtendes Fazit gezogen. Das gilt für die aktuelle US-Regierung unter Präsident Donald Trump, aber auch für die vorangegangenen: Once again, a new Administration seems to have focused on the tactical level of conflict and called this a strategy but has failed to have any clear strategy for ending the fighting[…]

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Afghanistan: 35.000 Sicherheitskräfte weniger als vor einem Jahr

Neben den fast täglichen Horrormeldungen aus Afghanistan (wie dem Anschlag am gestrigen Montag, der offensichtlich gezielt Journalisten galt), empfiehlt sich auch ein Blick auf die längerfristigen Trends am Hindukusch. Und der sieht gerade beim Thema Sicherheit nicht gut aus: Allein die Gesamtzahl der afghanischen Sicherheitskräfte in Armee, Polizei und anderen Bereichen (Afghan National Defense and Security Forces, ANDSF) hat innerhalb eines Jahres um mehr als 35.000 abgenommen. Das ist deshalb besonders bedeutsam, weil ja der ständig wiederholte Grund für den[…]

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