Lesetipp: Cordesmans „Losing by winning“

Der US-Wissenschaftler Anthony Cordesman (wenn der Begriff Wissenschaftler für jemanden, der in mehreren US-Administrationen gearbeitet hat, überhaupt so passt) hat sich die aktuellen Kriege der USA angeschaut und ein recht vernichtendes Fazit gezogen. Das gilt für die aktuelle US-Regierung unter Präsident Donald Trump, aber auch für die vorangegangenen: Once again, a new Administration seems to have focused on the tactical level of conflict and called this a strategy but has failed to have any clear strategy for ending the fighting[…]

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Afghanistan: 35.000 Sicherheitskräfte weniger als vor einem Jahr

Neben den fast täglichen Horrormeldungen aus Afghanistan (wie dem Anschlag am gestrigen Montag, der offensichtlich gezielt Journalisten galt), empfiehlt sich auch ein Blick auf die längerfristigen Trends am Hindukusch. Und der sieht gerade beim Thema Sicherheit nicht gut aus: Allein die Gesamtzahl der afghanischen Sicherheitskräfte in Armee, Polizei und anderen Bereichen (Afghan National Defense and Security Forces, ANDSF) hat innerhalb eines Jahres um mehr als 35.000 abgenommen. Das ist deshalb besonders bedeutsam, weil ja der ständig wiederholte Grund für den[…]

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Afghanischer Luftangriff bei Kundus: NATO-Berater eingebunden? (Update)

Im Norden Afghanistans kamen am vergangenen Montag bei einem Luftangriff zahlreiche Menschen ums Leben. Über diesen Angriff gibt es, wie so oft in den vergangenen Jahren, sehr gegensätzliche Meinungen: Galt er einem Treffen von Aufständischen – oder wurden wehrlose Zivilisten hier zum Opfer? Der Unterschied zu früheren Vorfällen dieser Art: Es sind nicht die USA oder andere internationale Truppen am Hindukusch, die diesen Luftangriff geflogen haben. Es waren die afghanischen Streitkräfte selbst. Und neben den Einzelheiten des Vorgangs selbst ist[…]

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Einsatz in Faryab: So sieht das aus

In der ersten Märzhälfte waren NATO-Ausbilder, darunter Bundeswehrsoldaten, im Norden Afghanistans unterwegs, um in der Provinz Faryab den Stand der afghanischen Armee zu bewerten. (Mehr dazu gab es schon hier.) Die Deutschen stellten dabei nicht nur Berater, sondern auch einen Teil der Force Protection für das Expeditionary Advisory Package. Der Einsatz nahe der Provinzhauptstadt Maimaneh wurde am 17. März beendet; am (heutigen) Samstag hat die NATO-geführte Resolute Support Mission (RS) dazu ein Video veröffentlicht; einschließlich eines kurzen Interviews mit dem[…]

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Bundestag billigt Auslandseinsätze – Irak-Mission nur mit Regierungsmehrheit

Fürs Archiv: Der Bundestag hat am (gestrigen) Donnerstag die neuen Mandate für fünf der Auslandseinsätze der Bundeswehr gebilligt, die die Bundesregierung erst vor gut zwei Wochen auf den Weg gebracht hatte: Den ausgeweiteten Einsatz in Afghanistan, die Beteiligung an UN-Missionen im Sudan und Südsudan, den NATO-Überwachungseinsatz im Mittelmeer – und ein neu zugeschnittenes Mandat für den Kampf gegen ISIS mit ausgeweiteter Ausbildungsmission im Irak. Gerade die neue Irak-Mission ist auffällig:

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Afghanistan: Kampf um Faryab

In der vergangenen Woche hatte die Bundeswehr mitgeteilt, dass deutsche Soldaten unter anderem in der nordafghanischen Provinz Faryab unterwegs sind – sie leisteten keine Beratung, sondern untersuchten, ob die Unterstützung der afghanischen Armee-Führung im Norden durch die Nato-Truppen Erfolg habe, war eine der offiziellen Aussagen dazu. Wie die Lage dort aussieht, hat sich das Afghanistan Analysts Network näher angeschaut. Was vermutlich hierzulande nicht so bekannt ist: Faryab ist eine der umkämpften Provinzen, die weitgehend faktisch unter Kontrolle der Taliban sind.[…]

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Einsatz in Afghanistan: Im Land unterwegs, nicht nur in Kundus (Nachtrag)

Zu der in dieser Woche auf den Weg gebrachten Verlängerung und Aufstockung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr gehört auch die aktuelle Information aus dieser Woche: Bereits jetzt sind Bundeswehrsoldaten außerhalb der Basis in Masar-i-Scharif im Norden des Landes unterwegs, und das eben nicht nur in Kundus. Das teilte das Verteidigungsministerium diese Woche den Abgeordneten des Bundestages mit: Zudem erfolgt seit 07.03.18 für einen begrenzten Zeitraum die mobile Beratung des TAAC N mit deutschen und multinationalen Beratern für einen vorgeschobenen Gefechtsstand des[…]

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Neues Afghanistan-Mandat: Ein Drittel mehr Soldaten und Rückkehr nach Kundus

Die Zahl der Bundeswehrsoldaten im Afghanistan-Einsatz soll künftig um bis zu einem Drittel aufgestockt werden können. Zugleich wird die nordafghanische Stadt Kundus wieder als konkreter Einsatzort deutscher Soldaten genannt. Das sind die wesentlichen Änderungen im künftigen Mandat für die deutsche Beteiligung an der NATO-geführten Mission Resolute Support am Hindukusch, die das Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch beschloss. Die endgültige Entscheidung darüber trifft der Bundestag voraussichtlich noch im März. Die Erhöhung der bisherigen Obergrenze von maximal 980 Soldatinnen und Soldaten auf künftig[…]

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