Afghanistan: Unverändert hohe Zahl getöteter und verwundeter Zivilisten

Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges in Afghanistan bleibt unverändert auf einem Höchststand. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 1.662 Zivilisten getötet und 3.581 verwundet, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) bei der Vorlage ihres regelmäßigen Halbjahresberichts am (heutigen) Montag in Kabul mit. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der Toten um zwei Prozent leicht erhöht, die Zahl der Verwundeten ging um ein Prozent zurück.

Die zahlenmäßig stärkste einzelne Ursache für die zivilen Opfer waren Bombenanschläge und Sprengfallen der Taliban und anderer Gruppen, die gegen die Regierung in Kabul kämpfen. weiterlesen

Neuer Höchststand ziviler Opfer in Afghanistan

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Afghanistan ist hierzulande an den Rand der Wahrnehmung gerückt. Aber diese Zahlen schrecken dennoch auf: Die Zahl der zivilen Opfer am Hindukusch war die höchste, seitdem die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) im Jahr 2009 mit der systematischen Erfassung begann. Aus dem am (heutigen) Sonntag in Kabul vorgestellten Bericht:

In 2015, the conflict in Afghanistan continued to cause extreme harm to the civilian population, with the highest number of total civilian casualties recorded by UNAMA since 2009. weiterlesen

Zivile Opfer in Afghanistan weiter auf Rekordhöhe – Taliban für fast drei Viertel verantwortlich

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Weitgehend unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit haben die Vereinten Nationen am (gestrigen) Sonntag eine neue erschreckende Statistik für die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan vorgelegt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Getöteten und Verletzten durch Gefechte nach dem Rekordhoch des vergangenen Jahres erneut um acht Prozent, teilte die UN-Mission am Hindukusch, UNAMA, mit. Anti-Regierungs-Gruppen, also im Wesentlichen die Taliban, seien für 73 Prozent der Opfer verantwortlich.

Aus der UNAMA-Mitteilung:

Latest figures from the United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) show a continuing trend of record high civilian casualties, with deaths and injuries from ground engagements in Afghanistan remaining the leading cause.
Today, with the release of UNAMA’s findings from the first quarter of 2015, UNAMA calls on all parties to the conflict to recognize and act to prevent harm to civilians. (…)
In the first three months of 2015, civilian casualties from ground engagements rose by eight per cent compared to the same period in 2014. Ground fighting between Pro-Government Forces and Anti-Government Elements caused 521 civilian casualties (136 civilians killed and 385 injured). weiterlesen

Weniger internationale Soldaten in Afghanistan: so viele zivile Opfer wie nie

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Der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan hat zwar dazu geführt, dass deutlich weniger afghanische Zivilisten unbeabsichtigte Opfer von Luftangriffen wurden – zugleich ist aber die Zahl der getöteten Afghanen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die UN-Mission in Afghanistan, UNAMA, legte am (heutigen) Mittwoch ihren Bericht vor, mit einem düsteren Ergebnis: Vor allem als Folge zunehmender Bodenkämpfe zwischen Anti-Regierungs-Kämpfern wie den Taliban und afghanischen Regierungstruppen in bevölkerten Gebieten ist die Zahl der getöteten und verletzten Zivilisten im Vergleich zum Vorjahr fast um ein Viertel gestiegen:

In the first half of 2014, the armed conflict in Afghanistan took a dangerous new turn for civilians. For the first time since 2009 when UNAMA began systematically documenting civilian casualties in Afghanistan, more civilians were found to have been killed and injured in ground engagements and crossfire between Anti-Government Elements and Afghan national security forces than any other tactic. weiterlesen

Ein Viertel mehr zivile Opfer in Afghanistan: Mehr ferngesteuerte Sprengfallen

Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast um ein Viertel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 gestiegen – vor allem deswegen, weil mehr Zivilisten Opfer von Sprengfallen, so genannten Improvised Explosive Devices (IED) wurden. Die Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) veröffentlichten am (heutigen) Mittwoch ihren Jahresbericht mit den bedrückenden Zahlen: Im Berichtszeitraum wurden 1.319 zivile Tote und 2.533 Verletzte registriert, 14 Prozent mehr Tote und 28 mehr Verletzte als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Damit sei der Rückgang des vergangenen Jahres umgekehrt, warnte UNAMA.

Die größte einzelne Gefahr für Zivilpersonen sind die Sprengfallen, die für 35 Prozent aller Opfer verantwortlich sind – 433 Tote und 917 Verletzte. Werden Selbmordanschläge und andere Angriffe der Aufständischen hinzugezählt, fallen solchen Attacken sogar 52 Prozent der betroffenen Zivilisten zum Opfer. Kämpfe zwischen Aufständischen und Soldaten Afghanistans oder der internationalen Truppen waren für ein Viertel der Opfer verantwortlich.

Indirekt hat offensichtlich die weitgehende Übernahme der Sicherheitsverantwortung durch afghanische Polizei und Streitkräfte zur höheren IED-Gefahr beigetragen: weiterlesen

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