Imagefilm der Rüstungsindustrie: „Wir produzieren Sicherheit“

Wer wie ich schon etwas lebensälter ist, erinnert sich vermutlich noch an den Slogan Wir produzieren Sicherheit. Damit warb die Bundeswehr ab 1969 und Anfang der 1970-er Jahre – und seitdem wurde dieses Motto zwar öfters (auch gerne mal sachfremd) kopiert, aber selten im Zusammenhang mit deutschen Streitkräften oder deutscher Rüstung verwendet. Da merke ich natürlich auf, wenn dieser Slogan jetzt von der deutschen Rüstungsindustrie wieder-verwendet wird: Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie stellt ihn ans Ende seines Imagefilms,[…]

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KMW und Nexter: Zusammenschluss perfekt

Nachdem es am Wochenende noch Verwirrung um den Zusammenschluss der beiden europäischen Landsystemhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW, Deutschland) und Nexter (Frankreich) gegeben hatte, ist die Fusion am (heutigen) Dienstag planmäßig besiegelt worden. Aus Zeitgründen und zur Dokumentation hier nur die Pressemitteilung dazu: Krauss‐Maffei Wegmann und Nexter Systems haben Zusammenschluss vollzogen Amsterdam, 15. Dezember 2015 – Nachdem alle erforderlichen Genehmigungen erteilt wurden, haben Krauss‐Maffei Wegmann (KMW) und Nexter Systems am 15. Dezember 2015 ihren Zusammenschluss vollzogen. Damit operieren zwei der führenden europäischen[…]

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Deutschland und Frankreich stützen Zusammengehen der Panzer-Hersteller beider Länder

Der Zusammenschluss des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit seinem französischen Konkurrenten Nexter hat den offiziellen Segen der Regierungen in Berlin und Paris. Grundsätzlich solle die Zusammenarbeit beider Länder im Rüstungs- und Verteidigungsbereich gestärkt werden, heißt es in einer am (heutigen) Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung: Erklärung anlässlich der Kooperation zwischen Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems Die Bundesregierung und die französische Regierung haben heute die Deutsch-Französische Erklärung anlässlich der Vereinbarung einer strategischen Kooperation zwischen Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems beschlossen: „Die[…]

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Nachgetragen: KMW-Chef Haun und der ‚Tante-Emma-Laden‘

Eines bleibt noch nachzutragen von der Handelsblatt-Konferenz Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin in der zurückliegenden Woche: Der – wie üblich launige – Vortrag von Frank Haun, dem Chef des Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann. Der sich unter anderem über die europäische Kleinstaaterei in der Rüstungspolitik lustig macht, in der jeder seinen eigenen Tante-Emma-Laden möglichst lange weiter betreiben möchte. Hauns Vortrag und das anschließende Gespräch mit dem DLF-Kollegen Rolf Clement zum Nachhören:   (Foto: Dietmar Gust/Euroforum)

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Europäische Rüstung: „Scherbenhaufen der nationalen Rüstungspolitik“

Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche ein Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung der nationalen Verteidigungsindustrie beschlossen. Und noch in diesem Monat wird Konkretes zur Fusion der beiden großen Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (Deutschand) und Nexter (Frankreich) erwartet. Da kommt eine neue Analyse aus der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik doch passend: Europa“ ist das zentrale Thema der neuen deutschen Rüstungsstrategie. In meiner jüngsten SWP-Studie zeige ich, dass die vielbeschworene Vision der EU-Staaten von einem europäischen Rüstungssektor droht zur Illusion zu werden. Deutschland[…]

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Bundesregierung fördert Rüstungsindustrie: Mehr ’nationale Schlüsseltechnologien‘

Die Bundesregierung will die deutsche Rüstungsindustrie stärken und für eine europäische Konsolidierung dieses Industriezweigs sorgen, aber zugleich auch mehr so genannte nationale Schlüsseltechnologien als bisher gezielt fördern. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) legten dafür dem Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch ein Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung der nationalen Verteidigungsindustrie vor. Darin spielt mehr Kooperation mit europäischen Partnern eine wichtige Rolle. Im Unterschied zu Vorschlägen der Verteidigungsministerin im vergangenen Jahr sollen allerdings künftig auch Panzer und U-Boote als[…]

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Weltweiter Rüstungstrend: Mehr russische Erlöse, leichter Rückgang im Westen

Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI hat am (heutigen) Montag seine regelmäßige Übersicht über die größten Rüstungsfirmen weltweit veröffentlicht, und auf den ersten Blick ist die Tendenz nicht so überraschend: Die Unternehmen aus den USA sind nach wie vor die größten und für mehr als die Hälfte der weltweiten Lieferungen verantwortlich; Nordamerika und Westeuropa stehen weiterhin an der Spitze (wenn auch mit leicht abnehmender Tendenz), und Rheinmetall bleibt nach wie vor das größte rein deutsche Rüstungsunternehmen (da Airbus/Ex-EADS als europäisch gezählt wird[…]

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Beobachtung am Rand: BMVg auf Distanz zur Rüstungsindustrie?

Es ist eine Beobachtung am Rande, aber sie scheint mir bedeutsam: Seit Jahren beobachte ich die regelmäßige Handelsblatt-Konferenz Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin. Und seit Jahren galt die Beteiligung aus der Leitungsebene des Verteidigungsministeriums, in der Regel des für Rüstung zuständigen Staatssekretärs, ebenso gesetzt wie eine hohe Generalsdichte. Mit dem einen oder anderen, wenn nicht allen Inspekteuren der Teilstreitkräfte oder ihren Vertretern. In diesem Jahr sieht das auffällig anders aus. Niemand aus der Leitungsebene des BMVg, nicht mal eine Hand[…]

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Deutsche Rüstungsindustrie erwartet keine Einschränkungen von UN-Waffenhandelsvertrag

Von dem weltweiten Waffenhandelsvertrag (Arms Trade Treaty, ATT), den die Vollversammlung der Vereinten Nationen am (gestrigen) Dienstag in New York beschlossen hat, erwartet die deutsche Rüstungsindustrie keine Auswirkungen auf ihre Produktion und den Export. Aus der Stellungnahme von Georg Wilhelm Adamowitsch, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV): Nach einer ersten Analyse des vorliegenden Vertrages stellt der BDSV fest, dass das bisher in Deutschland gesetzlich festgelegte hohe Kontrollniveau für Rüstungsexporte sich in dem ATT Vertrag wiederfindet.

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