Moorbrand im Emsland kostete mindestens 8 Mio – Noch keine Aussage zu Verantwortlichkeiten

Der wochenlange Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 der Bundeswehr im Emsland im Herbst vergangenen Jahres hat nach bisherigen Erkenntnissen bislang rund acht Millionen Euro gekostet. Diese Zahl nannte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Peter Tauber in einem Schreiben, mit dem er am (heutigen) Dienstag dem Bundestags-Verteidigungsausschuss einen Bericht zu dem Großfeuer übersandte.

Allerdings sind noch längst nicht alle Folgen des Moorbrandes geklärt, der am 2. September bei Raketentests ausgebrochen war und erst am 10. Oktober endgültig gelöscht werden konnte. So werde die Menge der freigesetzten Treibhausgase noch ermittelt, erklärte Tauber. Auch die endgültigen finanziellen Belastungen stünden noch nicht fest, weil weitere Anträge auf Schadenersatz oder Kostenersatz für Amtshilfe anderer Behörden noch ausstünden.

Eine einzelne Ursache für den Brand gebe es nicht, schrieb der Parlamentarische Staatssekretär: weiterlesen

Moorbrand in Meppen: Die Tornado-Vergleichsbilder

Nach der gestrigen Meldung, dass der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland nach gut fünf Wochen gelöscht ist, hat die Bundeswehr am (heutigen) Donnerstag die jüngsten Luftaufnahmen der Tornado-Aufklärungsflugzeuge veröffentlicht. Vor allem in den Infrarot-Bildern (oben) zeigt sich die Veränderung: das linke Bild entstand am 22. September, das rechte am 9. Oktober. weiterlesen

Moorbrand in Meppen nach gut fünf Wochen gelöscht

Der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland ist nach gut fünf Wochen gelöscht. Aus den Aufnahmen von Aufklärungs-Tornados am (gestrigen) Dienstag sei erkennbar, dass es keine unterirdischen Wärmenester mehr gebe, teilte die WTD91 am Mittwoch mit. Weiterhin würden aber Drohnen zur Überwachung eingesetzt. Derzeit sind noch 160 Einsätzkräfte vor Ort, davon 44 Feuerwehrleute der Bundeswehr und 116 Soldaten.

Der Brand war am 3. September bei Raketentests ausgebrochen, als die Firma Airbus Helicopters im Auftrag der Bundeswehr von einem Tiger-Kampfhubschrauber 70mm-Raketen in das ausgetrocknete Moor feuerte. Die Brandbekämpfung wurde zu Beginn durch den Ausfall einer Löschraupe behindert, danach war die Bundeswehr auf die Unterstützung von hunderten ehrenamtlichen Helfern von ziviler Feuerwehr und Technischem Hilfswerk angewiesen. Starke Rauchentwicklung und Funkenflug führten dazu, dass der Landkreis Emsland zeitweise den Katastrophenfall ausrief. weiterlesen

Sammler: Moorbrand in Meppen – Die Messergebnisse

Fünf Wochen nach Ausbruch des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland scheint die Lage weitgehend unter Kontrolle. Es gibt noch einzelne kleine Glutnester an bekannten Orten, die gezielt gelöscht werden, teilte die WTD in ihrem täglichen Info-Flyer am (gestrigen) Montag mit. Die Diskussion in der Region konzentriert sich nun auf die Frage, ob während des wochenlangen Brandes mit zeitweise sehr starker Rauchentwicklung eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung bestand.

Der Landkreis Emsland als zuständige Katastrophenschutzbehörde wies entsprechende Vermutung zurück – unter Berufung auf die Messungen von Bundeswehr und anderen Behörden sowie die Einschätzung des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes: Im Ergebnis bleibt es nach toxikologischer Fachexpertise bei der Einschätzung, dass eine akute Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht gegeben war. Zuvor  hatten die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) von zeitweisen Überschreitungen der Grenzwerte berichtet. Die Bundeswehr hatte auch selbst eingeräumt, dass in den ersten zwei Wochen des Brandes keine Messungen vorgenommen wurden.

Fürs Archiv* das Material (veröffentlich am 8. September): weiterlesen

Sammler: Moorbrand in Meppen – Update 5. Oktober

Beim zeitweise außer Kontrolle geratenen Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland hat die Bundeswehr in den ersten Wochen nach Brandausbruch keine Luftmessungen vorgenommen. Das räumte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am (heutigen) Freitag vor der Bundespressekonferenz ein. Allerdings seien zu einem späteren Zeitpunkt, als Feuer und Rauchentwicklung deutlich größer gewesen seien, keine Gesundheitsgefährdungen festgestellt worden. Flosdoerffwies zugleich die Befürchtung zurück, es gebe als Folge des Großfeuers eine Belastung mit Uran oder Quecksilber.

Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ, s. unten) hatte zuvor von den fehlenden Messungen in der ersten Zeit des Brandes berichtet. Der Moorbrand auf dem Gelände der WTD91 war am 3. September bei Raketentests ausgebrochen und schwelt weiterhin unterirdisch. Darüber hinaus hatte die NOZ auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung angesichts des Verdachts von verschossener uranhaltiger Munition berichtet. weiterlesen

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