Entführte Dänen vom Waffen-Frachter in Somalia freigelassen

Eine der mysteriösesten Angriffe somalischer Piraten vor der Ostküste Afrikas scheint nach mehr als zwei Jahren ein glückliches Ende gefunden zu haben. Zwei dänische Seeleute, die im Januar 2011 nach Kaperung des dänischen Frachters Leopard als Geiseln genommen wurden, sind im April wieder auf freien Fuß gekommen, wie das dänische Außenministerium nach einem Bericht der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau* heute mitteilte. Bei der Kaperung gerieten auch vier Seeleute von den Philippinen in Piratenhand – die Meldung ist in dem Punkt nicht[…]

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Propaganda mit Piraten

Gestern hatte ich schon darauf hingewiesen, dass die offiziellen, von Nachrichtenagenturen aus Teheran verbreiteten Meldungen zur Pirateriebekämpfung durch die iranische Marine zumindest Fragen aufwerfen. Das gilt noch ein bisschen mehr für das ebenfalls gestern veröffentlichte Video des iranischen Senders Press TV dazu: Iran, sagt der Marinekommandeur, habe derzeit 19 Schiffe mit jeweils (!) 500 bis 600 Seeleuten und Soldaten an Bord im Anti-Piraterie-Einsatz im Indischen Ozean. Hey, das ist ja mehr als EU und NATO zusammen aufbieten können! Vielleicht sind[…]

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Private Sicherheitsdienste gegen Piraten werden zum Standard

Ein Blick auf die Meldungen des Piracy Reporting Centre in den vergangenen Tagen (mit der jüngsten Meldung am heutigen Montagmorgen) zeigt: im Aktionsgebiet der somalischen Piraten scheinen bewaffnete (private) Sicherheitsteams an Bord zum Standard zu werden. Auch wenn manche rechtliche Fragen ungeklärt sind und es wie im Fall der italienischen Soldaten vor der indischen Küste sehr schief gehen kann. 5.03.2012: 1335 UTC: 14:18.5N – 056:49.2E: Around 170nm NE of Socotra island, (Off Somalia). Two skiffs approached a bulk carrier underway.[…]

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Der Kampf gegen Piraten und die toten Fischer

Die Rezepte der Industriestaaten gegen die Piraterie vor Somalia, am Horn von Afrika, wirken nach wie vor recht hilflos. Die Bekämpfung der Ursachen, nämlich ein Angehen der Lage im Bürgerkriegsland Somalia mit seiner gescheiterten Staatlichkeit, werden immer wieder gefordert – wie das passieren soll, weiß so richtig keiner, und daran wird auch eine Anti-Piraterie-Konferenz in der kommenden Woche in London vermutlich wenig ändern. Um so bedenklicher, dass jetzt ein scheinbar probates Mittel zum Schutz von Handelsschiffen vor somalischen Piraten in[…]

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Fregatte „Köln“ stellt Piraten-Mutterschiff (Update)

Nachdem es in der vergangenen Nacht nur etwas unklare (und nachträglich veränderte) Infos zum jüngsten Anti-Piraten-Einsatz der Fregatte Köln gab, werden jetzt die Einzelheiten etwas deutlicher: Dem deutschen Kriegsschiff, in den vergangenen Wochen ohnehin im Indischen Ozean recht aktiv und erfolgreich, scheint ein wesentlicher Schlag gegen eine so genannte Pirate Action Group gelungen zu sein. 70 Seemeilen südlich der somalischen Halbinsel Xaafuun stellte die Besatzung der Köln am Dienstag ein Piraten-Mutterschiff mit 21 Personen an Bord. Über dieses Schiff mit[…]

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Vietnam-Veteranen warfen die Piraten über Bord

Nach und nach kommen ein paar Details der Kaperung des taiwanesischen Fischtrawlers Chin Yi Wen an die Öffentlichkeit – und vor allem Einzelheiten der Selbst-Befreiung des von somalischen Piraten gekaperten Schiffes. Der Besatzung war es ja, wie schon bekannt, gelungen, die Seeräuber über Bord zu werfen. Inzwischen ist klar: nicht der eigentlichen Besatzung gelang das, sondern – angeblich eigens angeheuerten – Vietnam-Veteranen. Nicht in dem Sinne, wie wir es meist verstehen, nämlich als ehemalige US-Soldaten, sondern im Wortsinne: ehemalige Soldaten[…]

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Der Monsun ist vorbei

Es scheint wieder so weit: In den vergangenen Wochen hatten somalische Piraten vor allem im Roten Meer und im Golf von Aden zugeschlagen, weil der Monsun den Indischen Ozean, also vor allem das Somali-Becken und das Arabische Meer, zu rauh werden ließ für die Angriffe mit Skiffs, den kleinen Motorbooten. (Beispiele dafür hier, hier,  hier und hier, aber auch weit im Süden.) Der Monsun ebbt ab, und es gibt jetzt wieder die Kaperversuche weit draußen auf See: 29.09.2011: 1215 UTC:[…]

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Vor Somalia wird scharf zurückgeschossen

Während in Deutschland noch darüber debattiert wird, ob deutsche Handelsschiffe (wie auch immer man das definiert) in den Piraterie-gefährdeten Gewässern am Horn von Afrika von bewaffneten Soldaten oder Polizisten geschützt werden sollten, werden da unten längst Fakten geschaffen. Kurzer Blick auf einige Zwischenfälle der vergangenen Tage, die das Piracy Reporting Centre des International Maritime Bureau auflistet: 22. April: Pirates in a skiff armed with guns approached a tanker underway. At a distance of around 5-10 metres they opened fired upon[…]

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Die Piraten kommen in Massen

Und wieder eine neue, besorgniserregende Entwicklung in der Piraterie am Horn von Afrika: Heute morgen wurde der indonesische Frachter Sinar Kudus vor der Küste Omans gekapert – und offensichtlich unmittelbar als Mutterschiff für einen weiteren, allerdings erfolglosen Angriff genutzt: Das bewaffnete Sicherheitsteam der MV Emperor schlug die Piraten zurück. Zum einen agieren die Piraten immer schneller und professioneller: bislang haben sie meist die gekaperten Schiffe zunächst vor die somalische Küste gebracht. Aber schlimmer ist in diesem Fall: Die Sinar Kudus[…]

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