Kategorie: Waffen für die Welt

Leos für die Saudis: Keine offizielle Anfrage aus Spanien

Nachdem in spanischen Medien Meldungen auftauchten, Saudi-Arabien bemühe sich (auch) in Spanien um die Lieferung von – dort in Lizenz gebauten – Leopard2-Kampfpanzern, hat die Grünen-Abgeordnete Katja Keul mal nach der rechtlichen Lage gefragt: Ob die Bundesregierung die Möglichkeit hätte, einen solchen Export zu verhindern? Auf Details wollte das zuständige Bundeswirtschaftsministerium unter Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse von Unternehmen nicht eingehen, gab aber immerhin folgende Antwort: Grundsätzlich gilt, dass für im Ausland mit deutscher Technologie hergestellte Rüstungsgüter Exportanträge bei der Bundesregierung zu

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Deutsche U-Boote mit israelischen Atomwaffen: „Ich kann solche Vorbehalte nicht bestätigen“

Die Titelgeschichte des aktuellen Spiegels: Geheim-Operation Samson – Wie Deutschland die Atommacht Israel aufrüstet, in der es um die Lieferung deutscher U-Boote an Israel und deren – spätere – Bewaffnung mit Nuklearwaffen geht, ist wahrscheinlich vielen meiner Leser hier bekannt. Ich bin zwar Mit-Autor dieser Geschichte, allerdings – aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen – nicht in der Lage, den Artikel hier ein- und zur Diskussion zu stellen, sondern kann nur (in diesem Fall mal abweichend von der sonst hier geübten Praxis)

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Der nächste Leopard-Kunde: Indonesien?

Bereits seit dem vergangenen Jahr ist bekannt, dass die indonesische Armee gerne deutsche Leopard-Kampfpanzer kaufen möchte. Erste Gespräche mit den Niederlanden, die ihre Panzer verkaufen wollen, führten offenbar nicht zum gewünschten Ergebnis – jetzt soll, so berichtet Zeit Online, Jakarta in Berlin nachgefragt haben. Allerdings gebe es bislang nur eine mündliche Anfrage, die vom Anfang dieses Jahres stammt. Zeit Online beruft sich auf eine schriftliche Frage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken – der Text der Bundestagsdrucksache 17/9615 Schriftliche Frage/Schriftliche Antwort

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Verteidigungsausgaben: Der Westen spart

Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI hat heute seine aktuelle Übersicht zu den weltweiten Militärausgaben vorgelegt. Die Gesamtzahl klingt erst mal nicht schlecht: Die weltweiten Ausgaben für Militär und Rüstung sind im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit nicht gestiegen. Und was vermutlich hier zu Lande gut ankommt: In Westeuropa sind sie zurückgegangen, erstmals auch in den USA. Ob man die Zahlen insgesamt als positiv bewertet, dürfte vom Standpunkt abhängen. Denn während vor allem Europa weniger für seine Soldaten und Militärgerät ausgab,

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Die größten Waffenimporteure: Asien vorn

Wir haben uns daran gewöhnt, die internationalen Waffenexporte aus der Sicht der größten Exporteure zu sehen (vielleicht auch, weil Deutschland in dieser Statistik inzwischen einen Spitzenplatz einnimmt). Der niederländische Journalisten- und Bloggerkollege Hans de Vreij hat sich die aktuelle Statistik des Stockholmer SIPRI-Instituts mal andersrum angesehen: Wer sind eigentlich die größten Importeure von Rüstungsgut? Seine Übersicht hier: New SIPRI data: rise in international arms transfers is driven by Asian demand –  an der Spitze steht Indien. Das in der deutschen

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Unklare Gerüchtelage: Deutsche Patriot-Systeme für Jordanien?

Die Meldungen sind hinreichend vage, aber damit es nicht untergeht, notiere ich das mal hier als Merkposten: Angeblich beabsichtigt Jordanien, Deutschland nach der Lieferung von – gebrauchten – Flugabwehrsystemen des Typs Patriot zu fragen. Die Meldung beruht auf einem Bericht der französischen Zeitung Le Figaro in der vergangenen Woche (online ist nur der Anreißer frei verfügbar online hier), der von israelischen Webseiten aufgegriffen wurde. Von jordanischer Seite gab es ein halbgares Dementi, dass den Namen nicht verdient – offiziell widerspricht

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Mercedes-Wölfe in Nordkorea

Beim gestrigen Begräbnis des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il fiel den Fernsehzuschauern auf, dass der Trauerzug von etlichen deutschen Luxuslimousinen begleitet wurde – Mercedes-Wagen, zum Teil recht neue Modelle, fuhren in der Trauerparade mit. Was auch einige deutsche Medien zu Nachfragen veranlasste: Schließlich gibt es diverse Embargo-Vorschriften gegen Nordkorea. Offensichtlich gelangten die Fahrzeuge über Zwischenhändler ins Land oder stammten aus chinesischer Ko-Produktion. Allerdings, und das ist den meisten nicht aufgefallen, waren auf den Bildern nicht nur Luxuslimousinen des deutschen Automobilkonzerns

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Kampfjets, Journalismus und PR

Die Schweiz hat sich vor einigen Tagen für den schwedischen Gripen als neuen Kampfjet für ihre Streitkräfte entschieden, gegen die französische Rafale und gegen den – allerdings auch deutlich teureren – Eurofighter. Wie es zu der Entscheidung kam, beschreibt die taz hier. Allerdings liegen die Kollegen mit ihrer Aussage Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat sich etwas einfallen lassen, um in Schweizer Tageszeitungen für sein Kampfflugzeug Gripen zu werben ein bisschen falsch, wenn sie das nur auf bezahlte Anzeigen beziehen. Bei

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Leos für die Saudis: Riad bestätigt, Berlin dementiert?

Die Genehmigung für die Lieferung von deutschen Leopard-Kampfpanzern des modernsten Typs 2A7+ bleibt für die Bundesregierung ein heikles Thema. Heute berichtet die Zeit, dass ein Vertreter des saudischen Verteidigungsministeriums den Deal bestätigt habe – und zudem auch der deutsche Militärattaché in Riad. In Berlin wiederum wird diese Angabe heftig dementiert. Interessant ist die Zeit-Aussage, dass sich jetzt Zahl jetzt auf 270 Leos konkretisiert. Was ich sofort glaube, ist die Aussage des Herstellers Krauss-Maffei-Wegmann, dass es noch keinen Vertrag gebe –

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