Kategorie: Einsatz in aller Welt

RC N Watch: Die Kehrseite der gezielten Tötungen?

Wenn in offiziellen Mitteilungen die Namen von Taliban-Kommandeuren genannt werden, dann meist als Opfer eines gezielten Luftangriffs der internationalen Truppen, oder zumindest in der Liste der Festgenommenen. Manchmal aber auch nicht: Der örtliche Taliban-Kommandeur Mehman Shah aus dem Distrikt Aliabad, meldet Xinhua heute unter Berufung auf die Polizei der Provinz Kundus, habe sich mit sechs Gefolgsleuten ergeben und ein normales Leben begonnen: 7 more Taliban militants give up resistance in N Afghanistan. Damit, heißt es von Seiten der Polizei, werde

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Evangelische Kirche: Weiter Skepsis gegenüber Afghanistan-Einsatz

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, ist – außer mit den Umständen ihres Rücktritts – vor allem mit einer Aussage einer breiten Öffentlichkeit im Gedächtnis geblieben: Nichts ist gut in Afghanistan. Wie sehen Ihre Nachfolger in der EKD das? Vielleicht nicht so weitgehend nichts ist gut, aber nach wie vor skeptisch. Wie der neue Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, heute vor der Synode in Hannover: In Afghanistan töten und sterben deutsche Soldaten. Quer durch alle Parteien

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Dokumentiert: ZDF-Interview mit Hekmatyar

Dass der afghanische Kriegsherr (ist das der richtige Begriff?) Gulbuddin Hekmatyar, Chef der der radikal-islamischen Hezb-e-Islami, den Abzug aller ausländischen Truppen am Hindukusch fordert, ist keine Überraschung. Schon eher, dass er dem ZDF ein Interview gibt: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1183416/Afghanistan:-Hekmatyar-fordert-Abzug Dazu die Pressemitteilung des ZDF und noch ein Hinweis: Die Bild-Zeitung hat vor ein paar Wochen Hekmatyars Sprecher interviewt. Nachtrag: Eine Analyse von Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network: Gulbuddin ante portas – again

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RC N Watch: Das Video zum Ministerbesuch

Zum gestrigen Besuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an der Front in Char Darrah bei Kundus ist jetzt das Video des Einsatzkameratrupps online. Anmerkung am Rande, passend zur Ausrüstungsdebatte: Die Soldaten, mit denen der Minister spricht (direkt nach dem Intro sichtbar) tragen doch nicht den Standardhelm… Idz-ES oder privat beschafft? ;-) (Und dass meine Kollegen die alte Bristol und nicht die IdZ-Weste bekamen, sieht man auch…) (Service für iPad/iPhone-Nutzer: Direktlink fürs Video ist http://www.youtube.com/watch?v=3j5oL0vYvVw)

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RC N Watch: Minister in Char Darrah – und Einzelheiten aus dem Gefecht

So ist sie, die Bundeswehr: da muss man schon mit dem Verteidigungsminister ins Kampfgebiet reisen, um die aktuellsten Einzelheiten über die Gefechte der vergangenen Tage im Distrikt Char Darrah bei Kundus zu bekommen… Der dpa-Kollege Michael Fischer ist mit Karl-Theodor zu Guttenberg unterwegs und hat das dankenswerterweise alles aufgeschrieben. Paar Kennzahlen: 700 Soldaten aus afghanischer Armee (ANA) und dem deutschen Ausbildungs- und Schutzbataillon (ASB), vor Ort eher als Task Force Kunduz bezeichnet, dazu Belgier (also vermutlich das OMLT). Seit dem

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RC N Watch: Defizitanalyse des Wehrbeauftragten, Mehr Provinzen für die Taliban

Wenn ein Bericht des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus parallel bei FAZ und Süddeutscher Zeitung auftaucht, ist die Wirkung berechnet. Ungeschützt auf Bombensuche, schreibt die SZ, Soldaten warnen vor Truppenreduzierung, titelt die FAZ. Bei unterschiedlichen Schwerpunkten, die die beiden Blätter in ihrer Berichterstattung über die Defizitanalyse des Wehrbeauftragten zur deutschen Afghanistan-Mission setzen, wird eines klar: Königshaus hat ordentlich auf den Tisch gehauen. Zum Beispiel bei der Beschreibung der Lage im deutschen Provincial Reconstruction Team (PRT) Faisabad. Da ist es so, wie ich

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RC N Watch: „Partnering“ und Realität

Es soll eigentlich der zukunftsweisende Weg für die Bundeswehr in Afghanistan sein: Das Partnering mit den afghanischen Soldaten – eine Mischung aus Ausbildung (deswegen auch die, ein wenig euphemistische, deutsche Bezeichnung Ausbildungs- und Schutzbataillon) und (auch kämpfendem) Einsatz in der Fläche. Der dpa-Kollege Can Merey, in diesen Tagen wieder sehr fleißig in Afghanistan unterwegs, hat sich das mal bei Kundus angeschaut. Die Truppe scheint von dem Konzept nicht so richtig begeistert: «Kein Partnering- Projekt, das ich erlebt habe, hat geklappt.»

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RC N Watch: Anhaltende Gefechte bei Char Darrah

Im Unruhedistrikt Char Darrah westlich von Kundus scheint ein etwas intensiverer Einsatz zu laufen. Wenn selbst die Bundeswehr von einer seit mehreren Tagen… laufenden Operation spricht… Die offiziellen Angaben sind noch ein wenig dürftig. Schon am gestrigen 1. November war die Panzerhaubitze zur Unterstützung der Operation eingesetzt worden, bereits am Sonntag gab es die ersten Meldungen, unter anderem zu IED-Anschlägen im Rahmen des Einsatzes. Neben dem mehrfachen Einsatz der schweren Artillerie gab es auch Close Air Support, ausdrücklich mit Waffeneinsatz.

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„Käseglocken der Sicherheit“

Da scheint die FAZ skeptisch: „Trendwende“ in Afghanistan? überschreibt das Blatt heute den Bericht über ein Gespräch mit dem ISAF-Sprecher, dem deutschen Brigadegeneral Josef Blotz (bislang nur für Abonnenten online lesbar): Nach langer Zeit verbreitet die internationale Schutztruppe in Afghanistan wieder Optimismus und erweckt den Eindruck, als könne das Land in vier Jahren in halbwegs geordnetem Zustand an die nationalen Sicherheitsbehörden übergeben werden. Neben der erkennbaren Skepsis an der positiven Sicht der internationalen Truppen sind die Zahlen interessant, die die

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