Militärausgaben weltweit: USA und China an der Spitze – Deutschland an achter Stelle

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr auf 1,8 Billionen (1.822 Milliarden) US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der regelmäßigen Erfassung 1988 und 76 Prozent höher seit dem Tiefststand nach Ende des Kalten Krieges 1998. Die Hälfte dieser Ausgaben wurde von den beiden, inzwischen muss man sagen Supermächten USA und China bestritten. Das geht aus der Übersicht hervor, die das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI am (heutigen) Montag veröffentlichte. Deutschland liegt mit seinen Wehrausgaben weltweit an achter Stelle. weiterlesen

Hörtipp: Radio heute Abend – „Brauchen wir diese Bundeswehr?“

Wer am heutigen Donnerstagabend mal Radio hören möchte: In den Funkhausgesprächen auf WDR 5 sprechen Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Nicole Deitelhoff von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels und ich über die Bundeswehr.

Bedingt handlungsfähig – Brauchen wir diese Bundeswehr? ist der etwas provozierende Titel, die Sendung beginnt um 20.04 Uhr und ist auch außerhalb des WDR-Sendegebiets über den Internet-Livestream zu verfolgen (es soll auch einen Video-Stream geben, was mich etwas irritiert, weil Radio ist ja nicht Fernsehen).

Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Redaktion auch einen Vertreter von Bundeswehr oder Verteidigungsministerium für diese Sendung bekommen hätte. Das scheint nicht geklappt zu haben; mal sehen, ob es da etwas zu zu den Gründen zu hören gibt.

Nachtrag:

Die Aufzeichnung der Sendung hier     

Von der Leyen: Erste F125-Fregatte wird im Juni in Dienst gestellt

Nachdem das Verteidigungsministerium sich am Vortag ein wenig wolkig zum Zeitplan für die Indienststellung der neuen Fregatten des Typs F125 geäußert hatte, war Ministerin Ursula von der Leyen deutlicher: Das erste Schiff dieser Baureihe werde im Juni in Dienst gestellt, sagte sie am (heutigen) Donnerstag am Rande der Kiellegung für das erste Boot der neuen Korvetten-Serie in Wolgast in Vorpommern:

20190425_vdL_F125     

 

Wie das Ministerium ergänzend mitteilte, ist zudem geplant, das zweite Schiffe der Klasse F125 noch in diesem Jahr von der Industrie zu übernehmen und anschließend zeitnah an die Marine zu übergeben und in Dienst zu stellen.

Insofern könnte es dann doch noch, wie der Inspekteur im Januar erhoffte und das Ministerium zwischenzeitlich anders verkündete, auf zwei neue Fregatten in diesem Jahr hinauslaufen.

(Das Audio wurde vom Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt)

Neue Fregatten kommen später (wann, ist „vertraulich“)

Entgegen ihren Erwartungen wird die Deutsche Marine in diesem Jahr voraussichtlich nur eine statt zwei der neuen Fregatten des Typs F125, der Baden-Württemberg-Klasse,  übernehmen können. Das Verteidigungsministerium bestätigte auf Nachfrage, dass es in diesem Jahr bislang nicht wie zunächst geplant zwei der Schiffe für die Marine übergeben werden sollen, sondern nur eines. Die übrigen drei sollen bis ins Jahr 2020 folgen – wann genau, ist nach Darstellung des Ministeriums vertraulich und darf nicht offen kommuniziert werden. weiterlesen

Afghanistan: Militär tötete mehr Zivilisten als die Aufständischen

In Afghanistan sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr Zivilisten durch Aktionen der westlich trainierten und unterstützen Regierungstruppen und internationaler Truppen ums Leben gekommen als durch Angriffe von Aufständischen. Zwar seien die so genannten Anti-Government Elements, in erster Linie die Taliban, für die insgesamt meisten Opfer (Verletzte und Tote) verantwortlich, heißt es in einem am (heutigen) Mittwoch veröffentlichen Bericht der UN-Mission UNAMA. Die Zahl der Toten durch militärische Aktivitäten habe aber mit 305 von Januar bis März über der Zahl von 227 durch die Aufständischen gelegen.

Zwar ging im ersten Quartal 2019 die Zahl der verletzten (1.192) und getöteten (581) Zivilisten insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel zurück. Hauptgrund dafür war allerdings die geringere Opferzahl durch Angriffe von Aufständischen und dabei vor allem durch weniger Selbstmordattentäter. Dagegen stieg die Zahl der Verletzten und Getöteten durch Aktionen der Sicherheitskräfte um fast 40 Prozent, heißt es in dem Bericht: weiterlesen

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