Nach-Schauen: Panzer. Macht. Geschichte. Ende einer Jahrhundertwaffe?

Gerade eben eineinhalb Stunden lang auf arte angesehen – und zum Nach-Schauen empfohlen: Ein Film zur Geschichte des Panzers, von den Anfängen im Ersten Weltkrieg bis heute. Und natürlich auch mit der Frage, wie es mit der – immer wieder totgesagten – Panzerwaffe weitergeht:

Panzer. Macht. Geschichte.
Ende einer Jahrhundertwaffe?

auf arte.de. Leider dort nur bis zum 21. Juni verfügbar (da es eine Produktion von Spiegel TV für das ZDF ist, findet sich der Film vielleicht auch anderswo – Hinweise gerne in den Kommentaren).

Ach, und was mich überrascht hat: Bislang war mein Stand immer, dass Journalisten nicht so gerne auf das Panzer-Abwrackgelände in Rockensußra in Thüringen gelassen werden. Die Produzentinnen dieses Films konnten dort ausführlich drehen.

(Archivbild: Leopard2-Kampfpanzer bei der Informationslehrübung 2013 in Bergen)

59 Kommentare zu „Nach-Schauen: Panzer. Macht. Geschichte. Ende einer Jahrhundertwaffe?“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   26. April 2019 - 17:06

    @Voodoo
    Wenn dies Ungetüm dann fliegt, taucht und den Everest ohne Sauerstoff bewältigt, jou, dann haben wir’s!
    Ernsthaft, ein durchsetzungsfähiger SPz, … auf Niveau eines KPz ist was? Ein KPz, mit einem Schützentrupp als Ballast.

  • Ex-Inst   |   26. April 2019 - 17:55

    @ Escrimador:
    Die Sichtstrecken waren einmal ein Problem. Heute im Sensorverbund stimmt das so nicht mehr.
    Ich glaube nicht das die Besatzung eines Pereh das Ziel sieht wenn sie feuert, Aber dank
    Glasfaser/RF und Kamera in der Rakete (Spike NLOS) sieht sie es wenn Sie die Waffe auf as Ziel zusteuert.
    So was könnte man ohne Probleme günsig aus ein paar alten Mardern/Fuchs machen oder wenn der Träger neu sein muss (Lynx/Boxer).
    Ob die BW so was „einfach so“ hin bekäme ist eine andere Frage ;)

  • Escrimador   |   26. April 2019 - 22:22

    @ Ex-Inst | 26. April 2019 – 17:55
    Wir beschäftigten uns mit der Vergangenheit.
    Die Besatzung des MARS/MLRS sieht das Ziel auch nicht.

    @ Klaus-Peter Kaikowsky | 26. April 2019 – 17:06
    Dieser SPz wäre sogar noch schlimmer als von Ihnen beschrieben:
    Der Schützentrupp möchte ja auch gleichwertig gepanzert sein.
    Ich weiß, Sie wissen das, andere anscheinend nicht.

  • Voodoo   |   27. April 2019 - 11:09

    @ KPK

    Wie Patton schon sagte: „If everybody is thinking alike, then somebody isn´t thinking:“

    Ich bin von möglichen technischen Durchbrüchen in den nächsten Jahren ausgegangen und habe eine Hypothese (übrigens mit Augenzwinkern) aufgestellt – dazu hatte @ T.W. eingeladen.

    Dabei kann man darauf verweisen, dass bereits heute die Grenzen zwischen KPz und SPz beginnen zu verschwimmen, wenn man sich die IDF (MERKAVA / NAMER [@ Escrimador]) oder einige Konzepte zu zukünftigen Fahrzeugen anschaut. Außerdem sollten gerade Ihnen die Genese der PzGren-Fahrzeuge seit dem 2. WK eigentlich bekannt sein – vom SPW als „Taxi“ zum SPz mit Turm und PzAbwehrfähigkeiten.

    Was gibt Ihnen die absolute Gewissheit, dass zukünftig das Pendel nicht zum SPz ausschlägt, außer vllt. grenzenlose Arroganz (sie erinnern sich sicherlich an die Geschichte unser eigenen TrGttg und deren Kritiker: „Der Panzer wird das Pferd niemals verdrängen!“)?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   27. April 2019 - 13:31

    @Voodoo
    Keine Selbstbeweihräucherung von mir, aber zur Info. Vom Gefr bis stvKdr hatte ich aufgrund zahlreicher Strukturänderungen „Kampftruppe geatmet“, mitsamt jeweiliger WaSys, auch bei ATV/WE und Ausb von Partnern. (Die AUT PzJg vom PzJgBtl 1/Wiener Neustadt lernten in meiner Insp das Laufen).
    PzGrenTr-PzJgTr-PzTr-PzJgTr-PzTr und sogar noch JgTr so die groben Erlebnisse meiner Kampftruppe -Erfahrung. Erlebt hab ich nahezu alles, auch in 6,5 Jahren Auslandsverwendungen bei Partnern.
    An atemberaubende „technische Durchbrüche“ glaube ich nicht mehr, von zu viel Versprechungen könnte/müsste ich berichten.
    Nur eines ist für mich unumstößlich, die Verwischung zwischen PzGren-Pz-Inf ist zu unterbinden.
    IDF (MERKAVA) mit Inf war aus der Not geboren, da andere Fahrgestelle nicht verfügbar waren, erwies sich aber als Vorteil in Sachen passiver Schutz der SchtzGrp.

    [Beim Atmen von Kampftruppe haben Sie auch recht viele Abkürzungen mit eingeatmet. Wie üblich: es wäre sehr hilfreich, wenn bisweilen bedacht würde, dass hier nicht nur Ihre Mitatmer lesen, sondern auch andere, die damit wenig anfangen können. T.W.]

  • BG   |   27. April 2019 - 14:38

    @T.W: Hier die Antwort zum Mitschnitt von Arte:

    Sehr geehrter Herr,

    vielen Dank für Ihr Interesse am Europäischen Kulturkanal ARTE.

    Eine DVD zur Sendung „Panzer. Macht. Geschichte. – Ende einer Jahrhundertwaffe?“ ist über ARTE leider nicht erhältlich.

    Ausgewählte Dokumentationen und Sendungen des aktuellen Programms können aber als Mitschnitt erworben werden. Mailen Sie Ihren Mitschnittwunsch an:

    mitschnitt@rbb-media.de
    oder direkt auf:

    https://www.rbb-media.de/de/service/anfrage-rbb-privat.php

    Für weitere Informationen zu unserem Programm stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Herzliche Grüße,

    Ihr Zuschauerdienst,

  • Elahan   |   28. April 2019 - 8:38

    @Klaus-Peter Kaikowsky

    „An atemberaubende „technische Durchbrüche“ glaube ich nicht mehr, von zu viel Versprechungen könnte/müsste ich berichten.“

    Dann berichten sie doch von den Panzerabwehrwaffen die es gibt, von all den fliegenden Plattformen welche über die letzten 30Jahre entwickelt wurden oder von all den Lenkflugkörpern welche von zu Fuß gehenden Soldaten bedient werden.
    Wie sind denn die letzten Gefechte ausgegangen wenn mal nicht nur Taliban mit AK47 unterwegs waren?

    Die Vereinigung neuer Technologien, hybride Antriebe, neue Waffen, lernende digitale Systeme, neue Aufklärungssysteme, neue Werkstoffe, kostengünstige hochagile fliegende Plattformen in Bodennähe, schnelle Datenverarbeitung, weitere mechanische automatisierung uvm werden in ihren Kombinationen Taktiken ermöglichen und fordern an die wir noch gar nicht denken.

    Bodengebundene, auf Ketten fahrende und gepanzerte Kanone wird es auch in Zukunft im Verbund geben. Die Frage ist nur, für welches Szenar in welcher Auslegung und in welcher Menge.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   28. April 2019 - 10:41

    Zu 27. April 2019 – 13:31
    Also die weniger gebräuchlichen Akronyme/Abkürzungen
    – ATV, Auswertung-Technik-Versuche, angesiedelt an Truppenschulen (TrS), vor WE
    – WE, GrpWE, Grp Weiterentwicklung, in Nachfolge ATV
    – PzJgBtl 1/Wiener Neustadt; erster AUT Verband, der ab 1997 mit JgdPz (Jagdpanzer) Jaguar 1 ausgestattet wurde.
    Übriges ist geläufig, unterstelle ich.

    [Nein. Auch wenn ich es immer wiederholen muss: Das ist hier kein Rundschreiben der Truppeninformation, und es wäre nett, das zu berücksichtigen. T.W.]

  • Escrimador   |   28. April 2019 - 13:48

    @ Voodoo | 27. April 2019 – 11:09
    „Dabei kann man darauf verweisen, dass bereits heute die Grenzen zwischen KPz und SPz beginnen zu verschwimmen, wenn man sich die IDF (MERKAVA / NAMER [@ Escrimador]) …“
    Der NAMER ist ein SPz, schwer gepanzert, aber eben ein SPz. Ihm fehlt die KPz Bewaffnung. Da verschwimmen noch keine Grenzen.

    Und für alle:
    Die Geburt der Artillerie bedeutete nicht den nod der Infanterie. Luftwaffe hat den Bodenkampf nicht überflüssig oder unmöglich gemacht. Auch Drohnen werden vermutlich eine zusätzliche Waffe werden, die selbst bekämpft wird und andere Waffe nur schwer völlig verdrängt.