DroneWatch: Der EuroHawk fliegt nicht mehr (m. Nachtrag)

Die Bundeswehr will als hochfliegende Aufklärungsdrohne die Triton des US-Herstellers Northrop Grumman (Foto oben) beschaffen – diese Entscheidung von Generalinspekteur Volker Wieker, die am (heutigen) Dienstag den Fachpolitikern der Koalitionsfraktionen im Bundestag mitgeteilt wurde, ist nicht überraschend: Schon im Oktober 2014 hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen öffentlich verkündet, dass die Triton dem missglückten Versuch EuroHawk folgen soll, dessen Erprobung und Nutzung von ihrem Vorgänger Thomas de Maiziére 2013 gestoppt worden war.

Neu ist allerdings, dass für die Erprobung des deutschen Aufklärungssystems in dieser Drohne, das so genannte ISIS (Integrated Signal Intelligence System), keine Flüge mit dem eingemotteten EuroHawk mehr nötig sind: Inzwischen, so ließ das Ministerium die Abgeordneten wissen, gebe es bessere Möglichkeiten der Auswertung bereits vorhandener Daten von früheren Flügen, die weitere Flugtests nicht mehr erforderlich machten. Zu dem Gesamtsystem, bei der Bundeswehr als SLWÜA (Signalverarbeitende Luftgestützte Weitreichende Überwachung und Aufklärung) bezeichnet, gehören ja die Aufklärungstechnik – und ein funktionierendes und vor allem zugelassenes Flugzeug.

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Neue Drohnen-Regelung: Verteidiger wollten es noch schärfer

Die zunehmende Zahl privater Drohnen (nicht nur) in Deutschland ist zunächst mal kein Thema der Sicherheitspolitik. Interessant wird dieses Thema hier aber dann, wenn das Verteidigungsministerium an den Beschlüssen zu neuen Regelungen beteiligt ist – und deshalb auch ein Blick auf die Neuregelungen für die Nutzung dieser unbemannten Fluggeräte, die das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch beschlossen hat.

Die vom Verkehrsministerium vorgelegten neuen Bestimmungen sehen – neben Nachweispflichten und Beschränkungen des Gesamtgewichts – vor allem vor, dass außerhalb ausgewiesener Modellfluggebiete Drohnen, aber auch herkömmliche Modellflugzeuge nicht höher als 100 Meter fliegen dürfen. Das empörte vor allem den Deutschen Modellflugverband, der die Schuld für diese Einschränkung dem Verteidigungsministerium gab: weiterlesen

Hier kommt der Drohnenschwarm

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Die US-Streitkräfte haben bereits im vergangenen Jahr (aber erst jetzt öffentlich bekannt geworden) einen autonomen Drohnenschwarm getestet: 103 Mini-Drohnen, die aus Kampfflugzeugen abgeworfen wurden und sich dann als Schwarm selbst organisiert haben – ein weiterer Schritt auf dem Weg zu vollständig autonomen Systemen.

Aus der Pressemitteilung des Pentagon:

In one of the most significant tests of autonomous systems under development by the Department of Defense, the Strategic Capabilities Office, partnering with Naval Air Systems Command, successfully demonstrated one of the world’s largest micro-drone swarms at China Lake, California. The test, conducted in October 2016 and documented on Sunday’s CBS News program “60 Minutes”, consisted of 103 Perdix drones launched from three F/A-18 Super Hornets. The micro-drones demonstrated advanced swarm behaviors such as collective decision-making, adaptive formation flying, and self-healing. weiterlesen

DroneWatch – der Sammler, November 2016/I

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Wie das Bällebad eröffne ich auch den neuen November-DroneWatch-Sammler für alle unbemannten Systeme schon am letzten Oktobertag, weil der vorangegangene bereits geschlossen ist.

Es gibt auch eine aktuelle Meldung: Die Heron-Drohnen in Mali, ebenso wie die baugleichen UAV im Afghanistan-Einsatz geleast und von einer Airbus-Tochter betrieben, haben nach Bundeswehrangaben ihren ersten Testflug in dem westafrikanischen Land absolviert:

Am 29. Oktober wurde nun durch das deutsche Einsatzkontingent MINUSMA der erste Testflug der Aufklärungsdrohne erfolgreich durchgeführt.
Der Flug startete vom Flugplatz Gao, diente einer ersten technischen Überprüfung und dauerte eine Stunde und 35 Minuten. Im November wird ein nächster Schritt zur Operationsfähigkeit (Initial Operational Capability) angestrebt. Dazu bedarf es jedoch weiterer administrativer Schritte seitens der Vereinten Nationen und der malischen Behörden. weiterlesen

DroneWatch: Sammler Oktober 2016

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Einen neuen Sammler zum Thema Drohnen mache ich jetzt schon aus eigenem Interesse auf: Immer wieder stoße ich auf Informationen zu dem Thema, die ich doch gerne irgendwo gesammelt hätte…

Zum Beispiel die jüngste Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zum Thema unbemannte Systeme, vor allem das geplante NATO Alliance Ground Control System (AGS) mit seinen GlobalHawk-Drohnen, aber auch die deutsche Planung für das weitere Vorgehen bei den HALE-Systemen und die Flüge von US-Global Hawk von Sizilien quer über Deutschland an die russische Grenze in der Ostsee.

Die Antwort ist bislang noch nicht auf der Bundestagsseite eingestellt, aber bereits vom Fragesteller Andrej Hunko auf seiner Webseite veröffentlicht. (Nachtrag: steht jetzt beim Bundestag als Drucksache 18/9940 auf der Seite.)

Interessant scheint mir vor allem der – verzögerte – Zeitplan für AGS: weiterlesen

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