USA feuern in Afghanistan immer mehr Waffen von Drohnen ab

Reaper extends range in Afghanistan

Die US-Streitkräfte haben im vergangenen Jahr erstmals in Afghanistan mehr Waffen von unbemannten Systemen abgefeuert als von herkömmlichen bemannten Flugzeugen. Und der Anteil des Einsatzes von Drohnen steigt weiter, wie Reuters in einer Übersicht über die Daten berichtet:

Drones fired more weapons than conventional warplanes for the first time in Afghanistan last year and the ratio is rising, previously unreported U.S. Air Force data show, underlining how reliant the military has become on unmanned aircraft. weiterlesen

DroneWatch: Israelische Drohnen für die Bundeswehr, mit Bewaffnung (Zusammenfassung)

Heron_TP_Israel_AirForce

Die Bundeswehr soll ab 2018 mit israelischen Aufklärungsdrohnen des Typs Heron TP ausgerüstet werden, die auch bewaffnet werden können. Diese Auswahlentscheidung habe Generalinspekteur Volker Wieker getroffen, teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am (heutigen) Dienstag in Berlin mit (O-Ton dazu unten). Parallel prüft die Bundeswehr, ob weitere Modelle der unbewaffneten Aufklärungsdrohne Heron 1, die derzeit in Afghanistan eingesetzt wird, kurzfristig für die vorgesehene Mission in Mali beschafft werden können.

Die Aussage der Ministerin:

vdL_HeronTP_12jan2016     

 

Nach Angaben aus Regierungskreisen ist geplant, drei bis fünf Systeme vom Typ Heron TP von einem Konsortium zu leasen, dass aus der israelischen Firma Israel Aircraft Industries (IAI) und der Airbus-Tochter Airbus Defence&Space besteht. Die Drohnen sollen ab 2018 für die Einsätze der Bundeswehr zur Verfügung stehen und zwar vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 Immelmann in Jagel betrieben, aber in Israel stationiert werden. Die Kosten sollen knapp 600 Millionen Euro betragen. weiterlesen

DroneWatch: Entscheidung über neues Drohnenmodell für die Bundeswehr gefallen

Heron_TP_Israel_AirForce

Die Entscheidung über ein neues unbemanntes Flugsystem für die Bundeswehr scheint gefallen. Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers soll, nicht ganz überraschend, das israelische Modell Heron TP (Foto oben) als künftige Drohne für mittlere Flughöhen (Medium Altitude, Long Endurance, MALE) für die Luftwaffe beschafft werden:

Die Bundeswehr soll mit israelischen Drohnen des Typs Heron TP ausgerüstet werden, die auch bewaffnet eingesetzt werden können. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstagausgabe) berichtet, will die Luftwaffe diese Waffensysteme beschaffen, die vor allem zur Aufklärung eingesetzt werden sollen, aber auch Raketen auf Bodenziele abfeuern können. weiterlesen

DroneWatch: Entscheidung über neue Bundeswehr-Drohnen erst 2016

Heron_TP_Israel_AirForce

Die Entscheidung über die nächste Drohnengeneration der Bundeswehr wird nun doch nicht, wie bislang angekündigt, in diesem Jahr fallen. Die Auswahlentscheidung für die so genannte Überbrückungslösung (für die nächsten zehn Jahre oder so…) des Waffensystems SAATEG (System der abbildenden Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebiets) werde voraussichtlich Januar oder Februar 2016 kommen, sagte Rüstungs-Staatssekretärin Katrin Suder nach Angaben aus Parlamentskreisen am (heutigen) Mittwoch vor Bundestagsabgeordneten.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte, dass die Auswahlentscheidung auf kommendes Jahr verschoben sei. Offiziell gibt es keine Angaben, welche Drohnen-Systeme zur Wahl stehen; faktisch geht es aber um die Entscheidung zwischen dem Reaper der US-Firma General Atomics und der israelischen Heron TP (Foto oben). Offen scheint bislang noch, ob es einen Kauf oder ein Leasing-Modell für die unbemannten Flugsysteme geben soll. Nach Angaben aus den USA wäre wohl auch der US-Hersteller zu einer solchen Lösung bereit. Die Luftwaffe favorisiert allerdings, so weit bekannt, das israelische Modell – dabei dürfte neben der Frage der zeitlichen Verfügbarkeit und dem mit einer Entscheidung verbundenen Ausbildungsmöglichkeiten auch die Frage eine Rolle spielen, inwieweit die Technik der Systeme für den deutschen Nutzer zugänglich ist oder als black box seinem Zugriff entzogen bleibt.

(Foto: UAV operator next to the „Heron TP“ – Hagar Amibar/Israeli AirForce)

DroneWatch: Es geht (formal) voran mit der Euro-Drohne, Spanien viertes Land

talarionA

Das Vorhaben der Europäer, eine eigene Drohne zu entwickeln und damit langfristig den marktbeherrschenden Unternehmen in den USA und Israel Paroli zu bieten, kommt zumindest formal voran. Nun gibt es eine Managementorganisation, und zu den drei Ländern Deutschland, Frankreich und Italien, die das Projekt im Mai angeschoben hatten, ist jetzt auch Spanien hinzugekommen.

Ehe vorschnelle Erwartungen kommen: Erst einmal geht’s um eine Studie, und eine funktionierende europäische MALE-Drohne (Medium Altitude, Long Endurance) soll’s selbst nach den Plänen nicht vor 2025 geben. Und auch wenig überraschend: Nach deutscher regierungsamtlicher Vorstellung soll Airbus Defence&Space die Führung des Vorhabens übernehmen (und hat das wirtschaftlich auch schon eingeplant*).

Dazu hatte das Verteidigungsministerium bereits am 8. Dezember was veröffentlicht, was ich aber (wie die meisten) zunächst übersehen hatte:

Europäische Drohne: Spanien ist dabei
Berlin, 08.12.2015.

Im europäischen Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System (MALE RPAS) Entwicklungsvorhaben wurde am 25. November 2015 ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Gemeinsame Organisation für Rüstungskooperation (OCCAR) wurde mit dem Management der geplanten Definitionsstudie beauftragt und gleichzeitig Spanien als gleichberechtigter vierter Partner in das Projekt aufgenommen. weiterlesen

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