DroneWatch – der Sammler, November 2016/I

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Wie das Bällebad eröffne ich auch den neuen November-DroneWatch-Sammler für alle unbemannten Systeme schon am letzten Oktobertag, weil der vorangegangene bereits geschlossen ist.

Es gibt auch eine aktuelle Meldung: Die Heron-Drohnen in Mali, ebenso wie die baugleichen UAV im Afghanistan-Einsatz geleast und von einer Airbus-Tochter betrieben, haben nach Bundeswehrangaben ihren ersten Testflug in dem westafrikanischen Land absolviert:

Am 29. Oktober wurde nun durch das deutsche Einsatzkontingent MINUSMA der erste Testflug der Aufklärungsdrohne erfolgreich durchgeführt.
Der Flug startete vom Flugplatz Gao, diente einer ersten technischen Überprüfung und dauerte eine Stunde und 35 Minuten. Im November wird ein nächster Schritt zur Operationsfähigkeit (Initial Operational Capability) angestrebt. Dazu bedarf es jedoch weiterer administrativer Schritte seitens der Vereinten Nationen und der malischen Behörden. weiterlesen

DroneWatch: Sammler Oktober 2016

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Einen neuen Sammler zum Thema Drohnen mache ich jetzt schon aus eigenem Interesse auf: Immer wieder stoße ich auf Informationen zu dem Thema, die ich doch gerne irgendwo gesammelt hätte…

Zum Beispiel die jüngste Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zum Thema unbemannte Systeme, vor allem das geplante NATO Alliance Ground Control System (AGS) mit seinen GlobalHawk-Drohnen, aber auch die deutsche Planung für das weitere Vorgehen bei den HALE-Systemen und die Flüge von US-Global Hawk von Sizilien quer über Deutschland an die russische Grenze in der Ostsee.

Die Antwort ist bislang noch nicht auf der Bundestagsseite eingestellt, aber bereits vom Fragesteller Andrej Hunko auf seiner Webseite veröffentlicht. (Nachtrag: steht jetzt beim Bundestag als Drucksache 18/9940 auf der Seite.)

Interessant scheint mir vor allem der – verzögerte – Zeitplan für AGS: weiterlesen

DroneWatch: Gerichtsbeschluss verzögert Drohnen-Beschaffung weiter (mehr Details)

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Die geplante Beschaffung der ersten Drohne der Bundeswehr mit möglicher Bewaffnung, des israelischen Modells Heron TP, dürfte sich noch weiter verzögern. Im Rechtsstreit um das unbemannte Flugsystem, angestrengt vom US-Hersteller des Konkurrenzmodells, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Beschwerde wegen beklagter Verletzung des Vergaberechts nicht nur angenommen, sondern ihr auch aufschiebende Wirkung zugebilligt: Vorerst darf das Verteidigungsministerium keinen Vertrag über die Beschaffung von Heron TP abschließen, entschied das Gericht am 13. September.

Der  Beschluss, über den zuerst tagesschau.de berichtete, enthält einige Aussagen, die den Juristen des Ministeriums  Sorge bereiten dürften. weiterlesen

Kleindrohnen für die Marine: Bundeswehr-Luftfahrtamt testet Phantom4

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Mitte Juli hatte ich berichtet, dass die Deutsche Marine – nach niederländischem Vorbild – handelsübliche Kleindrohnen zur Unterstützung ihrer Boardingteams beschaffen will. Inzwischen ist klar, dass für SAliRFA* (Sofortinitiative Seegestützte Aufklärung aus der Luft im Rahmen Friendly Approach) das Modell Phantom 4 des Herstellers DJI gekauft werden soll. Jetzt hat aber erst mal das Luftfahrtamt der Bundeswehr das Sagen, wie das Bundesamt für Ausrüstung, IT und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) auf Anfrage mitteilte:

Die Sofortinitiative Seegestützte Aufklärung aus der Luft im Rahmen Friendly Approach (SALiRFA ) wurde zwischenzeitlich auf der Basis des handelsüblichen Systems DJI Phantom IV gebilligt. Die Beschaffung als Kauflösung wird zur Zeit vorbereitet. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr prüft das System auf sicheren Betrieb. Abhängig von den Ergebnissen der amtsseitigen Prüfung, ist innerhalb von 2-3 Monaten die anschließende Übergabe des Systems an den Nutzer geplant. Der Beginn der Nutzung im Einsatz wird durch die Deutsche Marine festgelegt.

Das behalten wir mal im Auge. Wer eine dieser Drohnen im Bundeswehr-Einsatz sieht, könnte kurz Bescheid sagen…

(* In der vorangegangenen Meldung hatte ich mich mit der Abkürzung vertan und SALiFRA statt SALiRFA geschrieben…)

(Foto: Screenshot aus dem DJI-Video https://youtu.be/dY8KIMQRTf0)

DroneWatch: Predator-Hersteller klagt gegen Drohnen-Entscheidung der Bundeswehr

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Keine zwei Wochen ist es her, da veröffentlichte das Verteidigungsministerium den Zeitplan für die ersten bewaffneten Drohnen der Bundeswehr: Ein Vertrag über die Beschaffung israelischer unbemannter Systeme vom Typ Heron TP, im Januar angekündigt, sollte Anfang kommenden Jahres abgeschlossen werden, 2019 sollten die Drohnen dann der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Doch dieser Zeitplan, in einer Bundestags-Drucksache  angekündigt,  gerät jetzt ins Rutschen: Die US-Firma General Atomics, Hersteller des unbemannten Luftfahrzeugs Predator/Reaper und bei der Vergabe dem israelischen Konkurrenzprodukt unterlegen, klagt gegen die Entscheidung des Ministeriums vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. weiterlesen

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