Piraten vor Somalia: Erstmals seit Monaten wieder aktiv

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Erstmals seit einem Dreivierteljahr sind die Piraten vor Somalia wieder aktiv geworden: Am Donnerstag wurde ein Handelsschiff angegriffen, das dicht vor der somalischen Ostküste vor Anker lag (siehe Karte oben). Der Angriff scheiterte jedoch; den Seeräuber gelang es nicht, über die Ankerkette das Schiff zu erklimmen, wie die NATO meldete:

While at anchor in a merchant vessel was reported to be approached by two skiffs with 15 POB who attempted to board the vessel climbind up the anchor chain without success. VESSEL IS SAFE

Es war der erste Versuch seit Januar dieses Jahres, ein Schiff zu kapern – und erst der zweite registrierte Angriff vor Somalia in diesem Jahr.. Allerdings war bereits am Vortag weiter nördlich, im Golf von Aden, verdächtige Aktvität eines möglichen Piratenbootes beobachtet worden.

(Karte: OpenStreetMap)

Deutsch-amerikanischer Journalist aus Geiselhaft somalischer Piraten frei

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Der deutsch-amerikanische Journalist Michael Scott Moore, der seit zweieinhalb Jahren in der Hand somalischer Piraten war, ist wieder frei. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf das Auswärtige Amt.

Moore, der unter anderem für Spiegel Online tätig war, nicht aber bei der Reise nach Somalia, war im Januar 2012 gekidnappt worden. Ein letztes öffentlich bekanntes Lebenszeichen hatte es im Mai 2012 gegeben: weiterlesen

Krach in der GroKo: Außenministerium will Änderung bei Pirateriebekämpfung

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Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch erwartungsgemäß das Mandat der Bundeswehr für die Antipirateriemission Atalanta vor der Küste Somalias verlängert, das nun dem Bundestag zur Zustimmung vorgelegt wird. Hinter den Kulissen der großen Koalition scheint es bei diesem Einsatz der Deutschen Marine aber gewaltig zu krachen: Während das Mandat fast unverändert bleibt (nur die Personalobergrenze wird leicht von 1.400 auf 1.200 Soldatinnen und Soldaten gesenkt), will das SPD-geführte Auswärtige Amt in den Gesprächen mit den anderen EU-Staaten erreichen, dass über die Erlaubnis, Piratenlogistik auch an Land zu bekämpfen, noch mal gesprochen wird. weiterlesen

Piraterieangriffe: Weltweit niedrigster Stand seit 2007

Angesichts des drastischen Rückgangs der Piraterie am Horn von Afrika interessiert dieses Thema hierzulande nur noch die wenigsten – auch wenn seit Ende 2008 ununterbrochen deutsche Marinesoldaten im Kampf gegen die Seeräuber vor der Küste Somalias im Einsatz sind (oben Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch des deutschen Atalanta-Kontingents auf der Fregatte Brandenburg). Und die Statistik scheint einen guten Grund für das Desinteresse zu liefern: Im ersten Quartal dieses Jahres war die weltweite Zahl der Piratenangriffe so niedrig wie zuletzt 2007.

Die vordergründig erfreuliche Botschaft steht in der Quartalsbilanz des International Maritime Bureau (IMB). Die beste Entwicklung hat im Lauf der vergangenen Jahre die Piraterie vor, genau, Somalia, genommen: Fünf erfolglose Angriffe gab es in den ersten drei Monaten dieses Jahres, so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres – aber kein Vergleich mit den Jahren davor, als in dieser Zeit schon zweistellige Entführungs-Erfolge der Seeräuber verzeichnet werden mussten. weiterlesen

Übung vor Nigeria: Deutsche Soldaten lehren Piraten-Bekämpfung

Die Piraterie vor der Küste Somalias ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen (auch wenn es in den vergangenen Tagen erneut Angriffsversuche gab) – nicht zuletzt eine Folge der massiven Marinepräsenz, an der sich seit 2008 auch die Deutsche Marine in der EU-Mission Antalanta beteiligt. Auf der anderen Seite des Kontinents, an der Westküste Afrikas, im Golf von Guinea, nehmen dagegen die Angriffe von Piraten zu. Eine ständige maritime Präsenz von EU, NATO und anderen Nationen (insbesondere der USA) ist für diese Region bislang nicht wahrscheinlich, auch wenn die Franzosen dort mit Kriegsschiffen verstärkt patrouillieren. Statt dessen setzen die USA, mehrere europäische Länder und auch südamerikanische Nationen wie Brasilien auf gemeinsames Training mit Streitkräften der betroffenen westafrikanischen Küstenländer.

Eine große Übung zu diesem Zweck hat am (heutigen) Mittwoch offiziell begonnen, und auch die Deutsche Marine ist bei Obangame Express 2014 dabei. weiterlesen

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