Bundestag verlängert Antipiraterie-Einsatz vor Somalia (mit weniger Soldaten)

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Fürs Archiv: Der Bundestag hat am (heutigen) Donnerstag erwartungsgemäß die deutsche Beteiligung an dem seit 2008 laufenden Antipiraterie-Einsatz der EU vor Somalia, der Mission Atalanta, zugestimmt. Für die Verlängerung sprachen sich in namentlicher Abstimmung 456 Abgeordnete aus, 72 stimmten dagegen und 35 enthielten sich, vor allem in der Grünen-Fraktion.

Das Mandat für den EU-Einsatz, der derzeit unter deutschem Kommando steht und an dem sich zurzeit von der Deutschen Marine die Fregatte Bayern, der Tanker Spessart und ein Seefernaufklärer P-3C Orion beteiligen, sieht eine Verringerung der Obergrenze für den Einsatz deutscher Soldaten von bislang 950 auf 600 vor. weiterlesen

Kabinett verlängert deutschen Einsatz gegen Piraten vor Somalia

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Fürs Archiv: Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch wie erwartet die Verlängerung der seit 2008 laufenden deutschen Beteiligung an der EU-Antipirateriemission Atalanta vor Somalia vorgeschlagen. Das Mandat, das dem Bundestag zur Beschlussfassung vorgelegt wird, sieht nach Regierungsangaben eine Verringerung der Personal-Obergrenze vor:

Der Anti-Piraterie-Einsatz der Bundeswehr am Horn von Afrika wird bis zum 31. Mai 2017 verlängert. Bislang durften maximal 950 Soldaten eingesetzt werden. Künftig liegt die personelle Obergrenze bei 600 Soldatinnen und Soldaten.
Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2008 mit Schiffen, Booten und Flugzeugen an der Operation Atalanta. Derzeit sind ein Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ P-3C “Orion” sowie die Fregatte “Bayern” im Einsatz. Insgesamt stellt die Bundeswehr derzeit 313 Soldaten für Atalanta.

Deutschland hat seit Ende März wieder das Kommando über Atalanta; Flottillenadmiral Jan Kaack führt die Mission von der Fregatte Bayern aus. Neben Deutschland sind an Atalanta derzeit Italien, Spanien und vorübergehend Frankreich mit Einheiten beteiligt.

Nachtrag 15. April: Zusätzlich zur Bayern und dem deutschen Seefernaufklärer geht jetzt auch der Versorger Spessart in den Atalanta-Einsatz; das Schiff soll am 18. April auslaufen.

(Archivbild 28. März: Das Autonomous Vessel Protection Detachment, gestellt von Litauen, in der Atalanta-Mission; im Hintergrund die Fregatte Bayern – Foto EUNAVFOR)

For the record: Entwicklungsminister bei der Marine in Djibouti (Update)

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Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Gerd Müller, war in der vergangenen Woche in Ostafrika unterwegs. Zum Abschluss der Reise schaute sich Müller das logistische Zentrum der Region an, den Hafen von Djibouti, von wo Hilfslieferungen nach Somalia und Äthiopien abgehen – und besuchte dabei auch die Deutsche Marine im Antipiraterie-Einsatz in der EU-Mission Atalanta. (Ein Bericht dazu auf der Webseite des BMZ.)

In Djibouti ließ sich der Minister unter anderem über den Einsatz des deutschen Seefernaufklärers P-3C Orion informieren (oben im Bild der Minister mit Korvettenkapitän Kai Hansen).

Die Mitteilung von Atalanta dazu:

The German Federal Minister for Economic Cooperation and Development has visited Operation Atalanta’s Maritime Patrol and Reconnaissance Aircraft (MPRA) Detachment in Djibouti. weiterlesen

EU-Antipirateriemission wieder unter deutschem Kommando

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Fürs Archiv: Die seit Ende 2008 laufende Antipirateriemission der Europäischen Union am Horn von Afrika steht erneut unter deutschem Kommando. Flottillenadmiral Jan Kaack übernahm am vergangenen Freitag den Befehl über die Operation Atalanta von den Italienern und wird die EU-Einheiten vor der Ostküste Afrikas für die nächsten fünf Monate von der Fregatte Bayern (Foto oben) als Flaggschiff führen, wie die EU Naval Forces mitteilten:

On Wednesday 23 March Rear Admiral Stefano Barbieri (Italian Navy) handed over Force Command of the EU’s counter-piracy ‘Operation Atalanta’ to Rear Admiral Jan Kaack (German Navy).
Rear Admiral Kaack will command the EU Naval Force Somalia from his flaghsip, FGS Bayern for five months. weiterlesen

U-Boot soll Piraten und illegale Fischer jagen

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Die Deutsche Marine will im kommenden Jahr erstmals ein U-Boot in die EU-Antipirateriemission Atalanta vor der Küste Somalias schicken. Das U-Boot solle zusätzlich zu einer deutschen Fregatte eingesetzt werden und die Aufklärungsmöglichkeiten verbessern, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Freitag eine entsprechende Vorabmeldung des Spiegels. Um das Boot nicht bereits im Transit in den Indischen Ozean übermäßig zu belasten, soll es mit einem Dockschiff in den Einsatzraum gebracht werden.

Nun ist der Einsatz eines U-Boots in der Pirateriebekämpfung keine grundsätzlich neue Idee – die Niederlande hatten bereits vor fünf Jahren ein Boot der Walrus-Klasse dort im Einsatz. weiterlesen

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