Neue Konzeption Zivile Verteidigung: Ergänzung zur “Konzeption der Bundeswehr”

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Nachdem die Irritiationen über die Dinge beigelegt sind, die eben nicht in der neuen Konzeption Zivile Verteidigung (KZV) der Bundesregierung stehen (weder ruft die Bundesregierung darin erstmals seit 1989 zu Hamsterkäufen auf, noch wird darin die Rückkehr der Wehrpflicht propagiert), kann man sich dem neuen Dokument ja sachlich nähern. Die Konzeption ist vorgesehen als Ergänzung oder besser, als die andere Seite der Planung der militärischen Verteidigung:

Die KZV bildet den zivilen Gegenpart zur „Konzeption der Bundeswehr“ (KdB). Beide Dokumente gemeinsam sollen als Grundlage für eine Novelle der „Rahmenrichtlinien für die Gesamtverteidigung (RRGV)“ dienen.

heißt es in dem Papier, das das Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch gebilligt hat und das hier komplett zum Herunterladen bereitsteht.
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Klare Ansage der Bundesregierung: Keine Überlegung zur Re-Aktivierung der Wehrpflicht

Nachdem es vor allem am (gestrigen) Dienstag eine gewisse Verwirrung gegeben hatte, ob die Bundesregierung im Zusammenhang mit der neuen Konzeption zur Zivilen Verteidigung auch die Re-Aktivierung der ausgesetzten Wehrpflicht plant, gab es am Mittwoch die endgültige Klarstellung: Die Bundesregierung denkt nicht über die Wiedereinführung der Wehrpflicht nach.

Dazu vor der Bundespressekonferenz die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer und der stellvertretende Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Boris Nannt:

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Ähnlich hatte sich bereits am Dienstag Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Truppenbesuch in Torgelow geäußert.

Will die Bundesregierung wirklich Rückkehr zur Wehrpflicht?

Rekruten bei der Bundeswehr | Recruits at the Bundeswehr

Am (morgigen) Mittwoch will Bundesinnenminister Thomas de Maizière das neue Konzept für die Zivile Verteidigung zunächst vom Bundeskabinett absegnen lassen und dann veröffentlichen. Die neue Konzeption machte in den vergangenen Tagen mit den angeblich neuen Aufrufen zu Hamsterkäufen Schlagzeilen (die sich dann als nicht ganz zutreffend erwiesen). Am heutigen Dienstag kam eine in der derzeitigen weltpolitischen Lage brisante Aussage hinzu: Die Deutsche Presse-Agentur meldete, die Bundesregierung prüfe die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Berlin (dpa) – The German government is considering bringing back compulsory military service as part of a new set of strategies to deal with possible security threats, according to a confidential document seen by dpa.
The Interior Ministry‘s civil defence plan includes a subsection titled “Support of the Armed Forces,” which suggests the reintroduction of military conscription – abolished five years ago – as a way to prepare the country for potential NATO deployments.

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Die Personalstärke der Bundeswehr: Es geht wieder leicht nach oben

 

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Nachdem das Verteidigungsministerium für den Juni 2016 die kleinste Bundeswehr aller Zeiten melden musste, gingen im Juli die Zahlen wieder leicht nach oben. Insgesamt betrug die militärische Stärke der deutschen Streitkräfte Ende Juli, so die am (heutigen) 22. August aktualisierte Information unter dem ewig gleichen Link, insgesamt 176.841 Soldatinnen und Soldaten – im Vergleich zu 176.015 im Monat zuvor.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach Jahren des Schrumpfens die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten erstmals wieder leicht gestiegen ist: von 166.523 im Juni auf 167.462 im Juli (zur Erinnerung: Die für dieses Jahr nach wie vor gültigen Personalziele sehen 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten vor). Bedenklich ist dagegen, dass die Zahl der Freiwillig Wehrdienst Leistenden von 9.492 im Juni auf 9.379 im Juli sogar leicht gesunken ist – bedenklich deshalb, weil der 1. Juli ein traditioneller Einstellungsmonat für Kurzdiener ist; die Zahlen also eigentlich hätten steigen müssen.

Die aktuellen Zahlen mit Stand Ende Juli 2016: weiterlesen

Olympia in #Rio2016: So viele (deutsche) Soldaten (Nachtrag: Medaillen-Übersicht)

Sportsoldat Peter Joppich beim Fechten im Achtelfinale gegen den Italiener Giogio Avola

Sportsoldat Peter Joppich beim Fechten im Achtelfinale gegen den Italiener Giogio Avola

Dies ist kein Sport-Blog, und von Sport habe ich auch keine Ahnung. Nach den vergangene Nacht beendeten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro scheint mir dennoch ein Hinweis auf Augen geradeaus! angezeigt: Der Hinweis, dass die vom deutschen Team errungenen Medaillen (ob genügend oder zu wenig, kann ich nicht beurteilen) zu einem nicht unerheblichen Teil von Bundeswehrsoldaten errungen wurden.

Die Übersicht zu den Sportsoldaten als Medaillengewinner hat die Bundeswehr hier auf ihrer Webseite; etwa die Hälfte allen Edelmetalls wurde von Angehörigen der Streitkräfte gewonnen.

Nachtrag: In einer Bilanz der Spiele hat die Bundeswehr die Namen der Gewinner zusammengestellt: weiterlesen

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