Erster “Tag der Bundeswehr” am 13. Juni 2015

Ein Tag der Bundeswehr, den Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Rahmen der Attraktivitätsoffensive für die Streitkräfte angekündigt hatte, soll im kommenden Jahr am 13. Juni stattfinden. Das erfuhr Augen geradeaus! aus Bundeswehrkreisen. Vorgesehen sind mehrere dezentrale Veranstaltungen, die von den Teilstreitkräften und Organisationsbereichen geplant werden sollen.

Eine offizielle Bestätigung für das Datum gab es zunächst nicht. Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, derzeit werde das Konzept für den Tag der Bundeswehr erarbeitet, die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen. weiterlesen

Zwischen Schuhladen und Apotheke: Der neue Bundeswehr-Showroom

Zwischen einem Schuhladen und einer Apotheke, in bester Innenstadtlage Berlins, hat die Bundeswehr am (heutigen) Mittwoch ihren ersten Showroom eröffnet. Der heißt wirklich so, ist direkt gegenüber vom Bahnhof Friedrichstraße, und wie bei der Eröffnung eines Showrooms eines bundesweit, pardon, international tätigen Konzerns mit prominenter Begleitung gab’s auch da großes Gedränge. Wenn auch, ehrlicherweise gesagt, das Gedränge nicht zuletzt der eröffnenden Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen galt und vor allem aus Journalisten, Kameraleuten und Gegendemonstranten bestand. weiterlesen

Preview: Wald der Erinnerung

Am (morgigen) 15. November, einen Tag vor dem Volkstrauertag, wird auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr der Wald der Erinnerung eingeweiht. Die neue Gedenkstätte in Geltow bei Potsdam, die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Gegenwart von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnen will, ist die zentrale Gedenkstätte der Bundeswehr zum Gedenken an die in den Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen Soldaten und zivilen Mitarbeiter – aber auch für alle in Deutschland im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrangehörigen und damit als Ergänzung zum zentralen Ehrenmal der Bundeswehr am Bendlerblock in Berlin gedacht.

An 104 ums Leben gekommene Männer und Frauen wird im Wald der Erinnerung gedacht, und es sind nicht nur Deutsche: Auch an Soldaten anderer Nationen, die zum Beispiel in Afghanistan fielen und gemeinsam mit der Bundeswehr im Einsatz waren, wird dort erinnert. weiterlesen

Von der Leyen feuert den vierten Spitzenbeamten (Update)

Pünktlich zum Abschluss der Beratungen des Bundestags-Haushaltsausschusses über den Etat 2015 hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Abteilungsleiter Haushalt im Ministerium, Paul Jansen, gefeuert. Das berichten übereinstimmend die Kollegen Gordon Repinski (Spiegel Online) und Christian Thiels (tagesschau). Sowohl SpOn als auch tagesschau berichten, dafür seien handwerkliche Fehler des Abteilungsleiters der Grund:

Jansen ist der vierte Spitzenbeamte des Verteidigungsministeriums, den von der Leyen in ihrer noch nicht einmal einjährigen Amtszeit in diesem Ressort außer Dienst gestellt hat: Die Staatssekretäre Rüdiger Wolf und Stephane Beemelmans sowie der Rüstungsdirektor Detlef Selhausen hatten bereits zuvor gehen müssen.

Ich bemühe mich um eine Bestätigung/Stellungnahme aus dem Verteidigungsministerium dazu.

Update: Aus dem Verteidigungsministerium gibt es, nicht wirklich überraschend, keine offizielle Bestätigung: Zu Personalangelegenheiten und zu Einzelpersonen äußere sich das Ministerium nicht. weiterlesen

Warum ist eine neue 3D-Landkarte der Bundeswehr eine halbe Milliarde Euro wert?

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Wissenschaftlich ist das ein faszinierendes und vermutlich auch wichtiges Projekt, die genauere Vermessung der Erde für eine neue dreidimensionale Landkarte (wie das Bild oben des Palo Duro Canyon in Texas). Aber ist es etwas, was der Bundeswehr knapp eine halbe Milliarde Euro Wert sein muss, wenn an anderen Stellen des Verteidigungshaushalts das Geld knapp ist?

Der Tagesschau-Kollege Christian Thiels hat zu dem Projekt TanDEM-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) da im Entwurf des Verteidigungshaushalts was gefunden:

Ein echtes Hochtechnologieprojekt – bezahlt auch vom Steuerzahler, denn das DLR wird vom Bund mitfinanziert. Nun soll auch die Bundeswehr in den Genuss der Daten kommen, die “TanDEM-X” erhebt. 475 Millionen Euro soll sie dafür bis 2018 auf den Tisch legen – nicht gerade ein Schnäppchen. Und angesichts der klammen Kassenlage der Streitkräfte für viele Militärs wenig verständlich.

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