Deutscher Brigadegeneral neuer Stabschef bei der US Army Europe – Alles darf er nicht sehen

Der deutsche Brigadegeneral Markus Laubenthal hat zwar bereits am 4. August seinen Dienst als erster deutscher Stabschef der US Army Europe angetreten – offiziell willkommen geheißen wurde er am (heutigen) Donnerstag mit einer Patch-Zeremonie: Kommandeur Generalleutnant Donald Campbell persönlich heftete Laubenthal den Patch der US Army Europe an die deutsche Fünffarb-Flecktarnuniform.

Mehr zu dem Ereignis bei der US-Soldatenzeitung Stars&Stripes: German general becomes first non-US USAREUR chief of staff  – dort auch die interessante Information:

Laubenthal’s role in the organization will be much more than symbolic, Campbell said, though U.S. law precludes his successor from seeing some classified information that American officers in the same position would be able to access. (…) weiterlesen

Deutsche Waffen für Kurdistan: Entscheidung am Sonntag

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Die Entscheidung, welche deutschen Waffen aus Bundeswehrbeständen den kurdischen Milizen im Nordirak zur Verfügung gestellt werden, soll am kommenden Sonntag fallen – bei einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den zuständigen Ministern und mit anschließender Beratung mit den Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Koalition. Das war so schon erwartet worden, am (heutigen) Mittwoch hat Regierungssprecher Steffen Seibert das in der Bundespressekonferenz offiziell verkündet.

Wann die Entscheidung aufgrund einer Liste, die das Verteidigungsministerium geliefert hat, und nach Abstimmung mit den Verbündeten fallen soll, scheint also klar. weiterlesen

“Nicht-letale Ausrüstung” für die Kurden: Helme, Funk, Nachtsichtgeräte

Wehrpflicht
Die Entscheidung über militärisches Material (ohne Waffen), das als Unterstützung an die Kurden im Nordirak geliefert werden soll, ist am (heutigen) Dienstag gefallen. Die Liste der so genannten nicht-letalen Ausrüstungsgegenstände war im wesentlich bereits am Vortag bekannt geworden, hier etwas detaillierter nach Angaben aus Bundeswehrkreisen:

4.000 Gefechtshelme

rund 700 Funkgeräte SEM 52 S

680 Fernrohrgerätesätze FeRo Z 51

20 Metallsuchgeräte ML120

30 Minensonden

40 Werkzeugsätze Munitionsbeseitigung, darunter
30 Sätze IOD
10 Sätze IED
(den Unterschied müssen mal Kundige erläutern)

Außerdem sollen 4.000 vom Auswärtigen Amt bestellte Schutzwesten geliefert werden.

(Auf die Schnelle bei wackeliger Internetverbindung aus dem Zug; gerne Details zu diesem Gerät in den Kommentaren.)

Nachtrag (jetzt mit stabilem Internet): Es geht bei dieser Liste (noch) nicht um die grundsätzlich möglichen Waffenlieferungen; insofern heißt es nichts, das da noch keine Waffen genannt sind.

Zur Frage in den Kommentaren nach Nachtsichtgeräten: Sind doch dabei, nämlich die genannten FeRo Z 51 (die in diversen US-Foren und auch auf ebay gehandelt werden; so sieht der Blick durch dieses Gerät aus. weiterlesen

Bundeswehr-Ausrüstung: Alles kaputt, alles am Boden?

Die Geschichte, mit der der Spiegel am (heutigen) Montag sein Heft beginnt, hat bereits am vergangenen Wochenende für den Start heftiger Debatten gesorgt. Schein und sein ist sie überschrieben, aus der Vorabmeldung dazu:

Die Einsatzfähigkeit der Luftwaffe ist stark eingeschränkt. Laut einem vertraulichen Bericht an die Spitze des Verteidigungsministerium, der dem SPIEGEL vorliegt, sind von den 109 Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter nur 8 uneingeschränkt verfügbar. Beim Transporthubschrauber CH-53 sind von 67 Maschinen nur 7 voll einsatzfähig. Beim Helikopter-Typ NH90, der auch in Afghanistan verwendet wurde, sind es von 33 Maschinen lediglich 5. Ähnliches gilt nach SPIEGEL-Informationen auch für die Transall- Transportflugzeuge, die für den Transport von Hilfsgütern und Waffen in den Irak vor gesehen sind. Von den 56 Maschinen stehen 21 zum Einsatz bereit. weiterlesen

Lagebeobachtung Irak: Merkel zu Waffenlieferungen an die Kurden

Fürs Archiv -  Bundeskanzlerin Angela Merkel im ARD-Sommerinterview am 24. August, hier die Passage zum Thema Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak:

Frage: Frau Bundeskanzlerin, Ihre Regierung hat in dieser Woche eine Richtungsentscheidung getroffen. Zum ersten Mal sollen deutsche Waffen in ein Krisengebiet geliefert werden. Viele Beobachter sagen, das ist ein Paradigmenwechsel in der deutschen Außenpolitik.

Antwort: Es ist sicherlich ein bemerkenswerter Schritt, dass wir diese Entscheidung nach sehr sorgsamer Abwägung getroffen haben. Wenn wir uns aber die Zeit seit 1990 anschauen, dann ist das ein Schritt, vor dem es schon andere gab. Ich glaube, die Beteiligung am NATO-Einsatz im ehemaligen Jugoslawien war ein qualitativ völlig neuer Schritt. Die Entsendung von Kampftruppen nach Afghanistan nach dem 11. September war ein qualitativ sehr bedeutsamer Schritt; auch sehr kontrovers diskutiert.

Und jetzt haben wir die Lieferung von Waffen in einem Zusammenhang, in einem Ausnahmefall, wie wir ihn bis jetzt noch nicht gesehen haben, wo einfach ein Völkermord vor aller Augen verübt wird von den islamischen Staatsmilizen, die terroristisch agieren in einem strategischen und entschlossenen Handeln gegen alle Andersdenkenden, ob es Muslime, ob es Christen, ob es andere sind, so dass wir uns gesagt haben, wir brauchen humanitäre Hilfe. Die ist bereits auf dem Weg. Wir brauchen Ausrüstungshilfe.

Aber wir können dann, wenn wir gebeten werden, auch in begrenztem Umfang Waffen und Munition zu liefern, nicht einfach sagen, das kriegt ihr von uns nicht. weiterlesen

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