Afghanistan: Unverändert hohe Zahl getöteter und verwundeter Zivilisten

Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges in Afghanistan bleibt unverändert auf einem Höchststand. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 1.662 Zivilisten getötet und 3.581 verwundet, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) bei der Vorlage ihres regelmäßigen Halbjahresberichts am (heutigen) Montag in Kabul mit. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der Toten um zwei Prozent leicht erhöht, die Zahl der Verwundeten ging um ein Prozent zurück.

Die zahlenmäßig stärkste einzelne Ursache für die zivilen Opfer waren Bombenanschläge und Sprengfallen der Taliban und anderer Gruppen, die gegen die Regierung in Kabul kämpfen. weiterlesen

Neuer Rekord an zivilen Opfern in Afghanistan – vor allem bei Kindern

Die Zahl der durch Kriegshandlungen getöteten und verletzten Zivilisten in Afghanistan hat im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit Beginn der systematischen Erfassung durch die Vereinten Nationen 2009 erreicht. Allein die Zahl der betroffenen Kinder stieg auf 923 Tote und 2.589 Verwundete, fast ein Viertel mehr als der bisherige Höchststand, berichtete die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) am heutigen Montag in der Hauptstadt Kabul.

Hauptgründe für die Rekordzahl an zivilen Opfern sind nach wie vor insbesondere Kämpfe am Boden, und regierungsfeindliche Gruppen wie die Taliban macht UNAMA für zwei Drittel der getöteten und verwundeten Zivilisten verantwortlich. Allerdings ist auch auffällig: Die zivilen Opfer durch Luftangriffe sind 2016 mit 250 Getöteten und 340 Verwundeten ebenfalls auf einen neuen Höchststand gestiegen, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor, so viele wie nie seit 2009 – und das ausschließlich durch Flügen von US-Streitkräften und afghanischer Armee.

Aus der Mitteilung zum UN-Bericht: weiterlesen

Weiter Kämpfe um Kundus; UN beklagen mehr zivile Opfer in ganz Afghanistan

Die Auseinandersetzungen zwischen afghanischen Sicherheitskräften und den Taliban in weiten Teilen Afghanistans und offensichtlich besonders heftig im Norden gehen weiter: Auch in den vergangenen zwei Tagen gab es Gefechte rund um die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus.

Um das Geschehen im Blick zu behalten, einige Hinweise auf aktuelle Meldungen:

Al Jazeera – Heavy fighting rages in Afghanistan’s Kunduz

Both the Taliban and the Afghan government have claimed major advances as intense fighting continues for the strategic city of Kunduz. (…)
The Taliban said on Sunday fighters were besieging Kunduz from three directions – east, north and west – and had made significant gains in their efforts to recapture it. (…)
Conversely, Afghan authorities said security forces had pushed back a recent Taliban attack and were advancing as heavy fighting continued around the province.

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Neuer Höchststand ziviler Opfer in Afghanistan

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Afghanistan ist hierzulande an den Rand der Wahrnehmung gerückt. Aber diese Zahlen schrecken dennoch auf: Die Zahl der zivilen Opfer am Hindukusch war die höchste, seitdem die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) im Jahr 2009 mit der systematischen Erfassung begann. Aus dem am (heutigen) Sonntag in Kabul vorgestellten Bericht:

In 2015, the conflict in Afghanistan continued to cause extreme harm to the civilian population, with the highest number of total civilian casualties recorded by UNAMA since 2009. weiterlesen

Zivile Opfer in Afghanistan weiter auf Rekordhöhe – Taliban für fast drei Viertel verantwortlich

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Weitgehend unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit haben die Vereinten Nationen am (gestrigen) Sonntag eine neue erschreckende Statistik für die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan vorgelegt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Getöteten und Verletzten durch Gefechte nach dem Rekordhoch des vergangenen Jahres erneut um acht Prozent, teilte die UN-Mission am Hindukusch, UNAMA, mit. Anti-Regierungs-Gruppen, also im Wesentlichen die Taliban, seien für 73 Prozent der Opfer verantwortlich.

Aus der UNAMA-Mitteilung:

Latest figures from the United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) show a continuing trend of record high civilian casualties, with deaths and injuries from ground engagements in Afghanistan remaining the leading cause.
Today, with the release of UNAMA’s findings from the first quarter of 2015, UNAMA calls on all parties to the conflict to recognize and act to prevent harm to civilians. (…)
In the first three months of 2015, civilian casualties from ground engagements rose by eight per cent compared to the same period in 2014. Ground fighting between Pro-Government Forces and Anti-Government Elements caused 521 civilian casualties (136 civilians killed and 385 injured). weiterlesen

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