Vertrag für Betrieb der Heron-Drohnen in Afghanistan und Mali verlängert

Fürs Protokoll: Die Bundeswehr hat den Vertrag mit Airbus zum Betrieb der Heron-Aufklärungsdrohnen in Afghanistan und Mali erneut verlängert. Die unbemannten Flugsysteme sind nur geleast – inzwischen eine teure Lösung, weil die Nutzung dieser Drohnen zunächst nur für eine Übergangszeit vorgesehen war, bis neuere Modelle kommen. Aber das zieht sich bekanntlich… und inzwischen fliegt die Heron seit mehr als sieben Jahren am Hindukusch.

Aus der Mitteilung des Bundesamtes für Ausrüstung, Information und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) vom (heutigen) Donnerstag:

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat am 19. Dezember in Koblenz die Verträge zum Einsatz des unbemannten Aufklärungsflugzeugs Heron 1 in Mali und Afghanistan mit der Firma Airbus Defence & Space Airborne Solutions verlängert. (…)
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Neuer Anlauf für die Marinedrohne: Ausschreibung für eine Überbrückungslösung (Nachtrag)

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In die lange aufgeschobene Beschaffung einer (Aufklärungs)Drohne für die Deutsche Marine, zunächst für die Korvetten, kommt Bewegung. Am vergangenen Freitag veröffentlichte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die Ausschreibung für ein solches unbemanntes System – allerdings zunächst nur als Übergangslösung. Eine solche Überbrückungslösung war bereits seit dem Januar vergangenen Jahres im Gespräch.

Aus dem Ausschreibungstext:

Vordringliches Marine-Unmanned Aircraft System für Korvetten der Klasse 130 (VorMUAS)
(…)
Ziel dieses Auftrags ist die Beschaffung eines maritimen taktischen unbemannten Drehflügler-Luftfahrzeugsystems zur bildgebenden Aufklärung. Das System muss auf Korvetten der Klasse K130 eingerüstet werden können, auf deren Schiffdeck bei bis 20 kn Wind und Sea State 3 landen und automatisch starten, mindestens fünf Stunden Flugzeit aufweisen, ausschließlich den Kraftstoff Kerosin (F-44) nutzen, eine Nutzlastkapazität von mindestens 13 kg für einen EO/IR-Sensor besitzen und über eine Bodenkontrollstation zur Fernführung verfügen. Das System hat eine Prüfung auf Nichtverlassen des Vorgesehenen Einsatzgebiets zu bestehen. weiterlesen

DroneWatch: US-Militär will Drohnenflüge weltweit um die Hälfte erhöhen

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Den ersten Bericht dazu gab’s bereits am (heutigen) Montagmorgen vom Wall Street Journal; weil der aber hinter einer Paywall ist, hier der Hinweis auf eine Meldung der US-Soldatenzeitung Stars&Stripes: Die US-Streitkräfte wollen die Zahl der Flüge ihrer MALE-Drohnen (Medium Altitude, Long Endurance) wie Reaper und Predator deutlich erhöhen. In den nächsten vier Jahren soll die Zahl der Einsätze pro Tag von derzeit 60 auf 90 steigen – nicht eingerechnet die taktischen unbemannten Fluggeräte, die in weltweiten Einsätzen unter Kontrolle der örtlichen Kommandeure starten.

Aus der Meldung der Stars&Stripes:

Regional combatant commanders’ demands for the use of the military’s unmanned aerial systems have increased, and the Pentagon is looking at ways to boost the number of remotely piloted flights it conducts daily from 60 to about 90 by 2019, said Navy Capt. Jeff Davis, Pentagon spokesman. weiterlesen

DroneWatch: Die von-der-Leyen-Klatsche in 52 Sekunden

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Seit Amtsantritt hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen deutlich gemacht, dass sie ein, nun, distanziertes Verhältnis zu Waffensystemen wie auch zur Rüstungsindustrie pflegt. Erst recht, wenn es um umstrittene Systeme wie Drohnen oder gar Kampfdrohnen unbemannte und gar noch bewaffnete Flugsysteme geht, aktueller offizieller Begriff ferngesteuerte Flugzeuge (Remotely Piloted Aircraft, RPA) – schon bei ihrem ersten Truppenbesuch in Afghanistan vergangenes Jahr machte sie um die Heron-Drohne dort einen Bogen. Am (heutigen) Montag hat die Ministerin die Industrie klar und knapp abgewatscht. In 52 Sekunden:

Es hat ja heute Presseberichte gegeben über ein angebliches Gespräch am letzten Donnerstag, wo mir die Industrie angeblich ein Angebot über eine Entwicklung einer Aufklärungsdrohne gemacht hat. Dieses Gespräch hat so nicht stattgefunden, denn am Donnerstag habe ich mich nachweislich im Kosovo befunden und nicht hier in Berlin. weiterlesen

DroneWatch: Die erste Drohnen-Landung auf einem Flugzeugträger (mit Videos)

Der Einsatz autonomer Drohnen ist ein wenig mehr Realität geworden. Nachdem die U.S. Navy bereits im Mai ein unbemanntes Flugsystem, die Experimental-Drohne X47-B, vom Deck eines Flugzeugträgers gestartet hatte, landetediese Drohne am (heutigen) Mittwoch auf dem Kriegsschiff. Sowohl Start und Landung erfolgten weitgehend autonom – ein weiterer Schritt in der Automatisierung, wie die Navy berichtet:

The X-47B Unmanned Combat Air System (UCAS) demonstrator completed its first-ever carrier-based arrested landing on board USS George H.W. Bush (CVN 77) off the coast of Virginia July 10.  (…)
Today’s demonstration was the first time a tailless, unmanned autonomous aircraft landed on a modern aircraft carrier.
This test marks an historic event for naval aviation that Navy leaders believe will impact the way the Navy integrates manned and unmanned aircraft on the carrier flight deck in the future.

Die Kollegen aus der US-Redaktion des britischen Guardian bringen das auf den Punkt: Today’s landing was a pivotal moment for a development that will give the US military a major advantage in the growing global robotics arms race.

Aus anderer Perspektive: weiterlesen

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