DroneWatch: US-Militär will Drohnenflüge weltweit um die Hälfte erhöhen

Reaper_Predator_USAF2014

Den ersten Bericht dazu gab’s bereits am (heutigen) Montagmorgen vom Wall Street Journal; weil der aber hinter einer Paywall ist, hier der Hinweis auf eine Meldung der US-Soldatenzeitung Stars&Stripes: Die US-Streitkräfte wollen die Zahl der Flüge ihrer MALE-Drohnen (Medium Altitude, Long Endurance) wie Reaper und Predator deutlich erhöhen. In den nächsten vier Jahren soll die Zahl der Einsätze pro Tag von derzeit 60 auf 90 steigen – nicht eingerechnet die taktischen unbemannten Fluggeräte, die in weltweiten Einsätzen unter Kontrolle der örtlichen Kommandeure starten.

Aus der Meldung der Stars&Stripes:

Regional combatant commanders’ demands for the use of the military’s unmanned aerial systems have increased, and the Pentagon is looking at ways to boost the number of remotely piloted flights it conducts daily from 60 to about 90 by 2019, said Navy Capt. Jeff Davis, Pentagon spokesman.

The Air Force conducts all 60 globally managed combat air patrols each day. Those globally managed flights – primarily used by combatant commanders to gather intelligence – do not include the tactical UAS flights conducted by units serving in combat zones, Davis said. (…)The increased number of flights, Davis said, will step up demand on the intelligence analysts who process the data collected by the aircraft and “turn it into actual intelligence.”

(Foto: An MQ-1B Predator, left, and an MQ-9 Reaper taxi to the runway in preparation for takeoff June 13, 2014, on Creech Air Force Base, Nev. – U.S. Air Force photo by Airman 1st Class Christian Clausen)

10 Gedanken zu „DroneWatch: US-Militär will Drohnenflüge weltweit um die Hälfte erhöhen

  1. Auch von mir ein Nachtrag:

    Den Artikel im WSJ kann man ohne Paywall lesen, wenn man ihn über Google aufruft.
    Also einfach nach der Überschrift „Pentagon to Sharply Expand U.S. Drone Flights Over Next Four Years“ suchen und beim Suchmaschinenanbieter den Artikel des WSJ an anklicken.

  2. @ Memoria | 17. August 2015 – 21:29

    Volle Zustimmung

    „Anspruch und Wirklichkeit – in etwas anderen Dimensionen.“

    Das ist der große Unterschied zu uns, das Pentagon geht transparent, pragmatisch, sachlich und lösungsorientiert vor. Wir hingegen stellen uns die Problem der Zeit nicht, da wir mit vertuschen und schön reden beschäftigt sind.

    Aktuell, anstelle „Tornados“ in der Rolle Aufklärung gegen ISIS (Islamischer Staat) anzubieten, wäre eigentlich „Talarion“ oder „Triton“ das Gebot der Stunde !

    Ein Vergleich des „FY“ (National Defense Budget) / Annual Report und unseren Einzelplan-14 / Rüstungsboard sprechen mehr als Bände !

  3. @ Zimdarsen

    .. und das Gesamtsystem Aufklärungsdrohne CL-289, inkl. Auswertestation usw. kann man im Dornier-Museum in Friedrichshafen besichtigen

  4. @ Zimdarsen

    Vermutlich bei ex Zeiss, ex EADS jetzt Airbus in Oberkochen.

    Alles gute deutsche Waffensysteme aus der Zeit als unsere Industrie noch funktionsfähige Waffensysteme an die Bw geliefert hat, also ehemals gute deutsche Wertarbeit ! :-)

  5. @Zimdarsen und Georg

    Das ist doch alles nix neues. So hat in Sachen ELoKA-Softkill die BW/deutsche Industrie auch erst angefangen einen Zug zu entwickeln, als der US-amerikanische schon längst den Bahnhof verlassen hatte und man die Rücklichter kaum noch erkennen konnte.
    Wenn ich hier nostalgische Schwärmereien über CL-289/RECCE-Pod lese und andererseits mir mal „Gorgon Stare“ ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gorgon_Stare ) vor Augen führe, dann kann ich nur schmunzeln……..we’ve lost it……….wir bauen ganz nette Plattformen und auch das eine oder andere tüchtige „Gerät“, so richtig wirkungsvolle Systeme bekommen wir aber kaum noch zusammen, und wenn, dann meistens „too late“….

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