Britischer ‚quick fix‘ für die A400M: Kein Modell für die Luftwaffe

Für die Probleme mit dem Propellergetriebe des Transportflugzeugs Airbus A400M hat die britische Royal Air Force eine schnelle Zwischenlösung entwickelt. Mit einer Modifikation des auch bei der deutschen Luftwaffe genutzten Pinion Plugs könnten die Maschinen recht zügig wieder flugklar gemacht werden, berichtete das Fachmagazin Armada International Anfang der Woche:

It initially took three to four weeks to replace the problem but we’ve got that down to four days now and by February we should have 13 aircraft with modified TPPGBs [Truncated Pinion Propulsion Gearbox].

Ich habe auf der Grundlage dieses Berichts mal bei der Luftwaffe nachgefragt, ob dieser quick fix auch von der Bundeswehr genutzt werden könnte. Kurze Antwort: Das ist nicht sinnvoll. weiterlesen

A400M im Tiefflug

Zum Ausklang des Wochenende was für die Flugbegeisterten: Ein A400M der Royal Air Force im Tiefflug über Wales. weiterlesen

Britischer A400M unterwegs: Zuerst nach Gibraltar

A400M_Gibraltar_20141231_kl

(Bild größer hier)

Gut einen Monat nach der Auslieferung hat der erste Airbus A400M der britischen Streitkräfte seinen internationalen Jungfernflug seine internationalen Flüge fortgesetzt: Zum Jahresende 2014 flog die Maschine der Royal Air Force nach Gibraltar, dem britischen Überseeterritorium an der Südspitze Spaniens. Quasi ein doppeltes politisches Statement…

Nachtrag: Am 6. Januar 2015 veröffentlichte die Royal Air Force Informationen und Fotos, nach denen die Maschine bereits Mitte Dezember im Ausland unterwegs war und auf Zypern landete:

AKROTIRI ABLE, EQUIPPED AND READY FOR A400M 16 Dec 14
The RAF’s latest transport aircraft, the A400M Atlas, touched down on Akrotiri soil for the first time yesterday (15 Dec 14).
The aircraft was visiting the RAF Base as part of its ongoing checks to ensure that our airfields are capable of supporting this new aircraft.

AKROTIRI ABLE, EQUIPPED AND READY FOR A400M

(Foto oben mit freundlicher Genehmigung von William Jardim/Flickr-User columbia107 – mehr Fotos davon finden sich hier/ Foto unten: Royal Air Force/Crown Copyright/MoD New License)

 

Libyen: Eurofighter im Luft-Boden-Einsatz

Wenn ich das richtig sehe, ist es die erste Kampfmission eines Eurofighter im Luft-Boden-Einsatz, wenn nicht der erste scharfe Kampfeinsatz des Eurofighter überhaupt: In Libyen nutzt die britische Luftwaffe den international Typhoon genannten Kampfjet für Angriffe auf libysche Panzer. Dieses Gun Video wäre dann ein historic first?

(Mal ganz wertfrei gesagt: Der Stempel battle proven hat vermutlich Auswirkungen auf die Verkaufschancen des Eurofighters?)

Libyen: So liefen die (britischen) Evakuierungsflüge

Vermutlich müssen wir noch ein kleines bisschen warten, bis die Piloten der deutschen Transall-Maschinen von ihren Evakuierungsflügen nach Libyen im Detail berichten dürfen. Jedenfalls so detailliert wie der britische Hercules-Pilot, der im Telegraph von seiner Mission erzählt:

Libya: personal account of RAF pilot who took part in SAS rescue mission.

Darüber hinaus berichtet der zuständige britische Kommandeur ebenfalls im Telegraph, dass zwei britische Maschinen problemlos in den libyschen Luftraum einfliegen konnten – eine dritte aber abdrehte, nachdem die Libyer gedroht hatten, sie abzuschiessen:

Libyans threatened to shoot down RAF rescue planes

Interessant neben der Tatsache, dass die britischen Maschinen – wie wohl auch die deutschen – als humanitäre Flüge nach Libyen reingingen, ungeachtet der bewaffneten Schutzkomponente an Bord, ist vor allem die permanente AWACS-Überwachung des libyschen Luftraums, die offensichtlich  derzeit ständige Praxis ist.

(Die weitergehenden Infos zum Thema AWACS habe ich in einen neuen Eintrag verschoben.)

Das ist übrigens auch hübsch: Vor der Rettung kommt der Belehrungshalbkreis

weiter »