Schlagwort: Niederlande

NH90 statt Sea Lynx – für die Niederländer

Der Blick ins Nachbarland als kleine Anmerkung: Die königlich niederländische Marine, schreibt der Kollege Hans de Vreij, nimmt Abschied vom Bordhubschrauber Sea Lynx – zum letzten Mal war der Helikopter, der schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, im Anti-Piraterieeinsatz vor Somalia: Operationeel afscheid van de Lynx. Ersetzt wird der Sea Lynx bei den Niederländer durch den NH90 (und zwischen durch sind ein paar Heereshubschrauber, für den Seeflugbetrieb angepasst, im Einsatz.) Die Anmerkung deshalb, weil die Deutsche Marine noch

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Soldaten gegen Piraten: Für 8.300 Euro pro Tag

Das niederländische Verteidigungsministerium hat jetzt mal detailliert die Kosten erläutert, die durch ein Einsatz militärischer Schutzteams (Vessel Protection Detachments) gegen Piraten auf niederländischen Schiffen anfallen. Der niederländische Kollege Hans de Vreij hat den Brief des Ministers ans Parlament gefunden und auf seinem Defensie weblog veröffentlicht. Unterm Strich: 8.300 Euro pro Tag kostet einen Reeder der Einsatz der Soldaten auf seinem Schiff, und die Kosten sind sogar gesunken – weil weniger Lufttransport nötig war als zunächst veranschlagt. (Die Google-Übersetzung des Briefes

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Schüsse auf niederländischen Hubschrauber vor Somalia

Wäre das am (gestrigen) Donnerstag schon bekannt geworden, hätte es vielleicht die Abstimmung über die Ausweitung der deutschen Beteiligung an der EU-Antipirateriemission Atalanta beeinflussen können: Ein niederländischer Hubschrauber vom Typ Sea Lynx, berichtet Radio Nederlands Worldwide, wurde am Donnerstag vor der Küste Somalias beschossen. Eine Gefahr für den Helikopter habe nicht bestanden, meldet der Sender unter Berufung auf Angaben des niederländischen Verteidigungsministeriums: Die Maschine habe sich auf einem Aufklärungsflug in großer Höhe befunden. Das dürfte die Debatte wieder anheizen. Sind

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Militär-Einsatz im Inneren: Drohnen, Bewegungsprofile, Durchsuchungen

Die Meldung hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl – sicherlich auch, weil ich in Deutschland sozialisiert bin: Die Streitkräfte nutzen ihre in Afghanistan erprobte Technik, vor allem Überwachungsdrohnen, und ihre am Hindukusch erworbenen Kenntnisse bei der Zusammenstellung von Bewegungsprofilen und der Suche nach Waffenverstecken zur Unterstützung der heimischen Polizei. Partnering auf andere Art, sozusagen – in den Niederlanden. Die Geschichte ist heute im  Nederlands Dagblad zu lesen (hier die Google-Übersetzung). Ob man einen Bombenleger in Afghanistan sucht oder einen Brandstifter

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Somalias Piraten und der Rechtsstaat

Es ist ein Fall wie aus der Strafrechts-Vorlesung. Schwer bewaffnete Räuber dringen in ein Firmengebäude ein und schießen sich den Weg frei, die Belegschaft versteckt sich, die Täter werden auf frischer Tat ertappt, festgenommen und vor Gericht gestellt. Hätte sich das irgendwo in Deutschland ereignet, hätte das Ereignis einige Aufmerksamkeit hervorgerufen, schon der Prozess wäre keine große Schlagzeile mehr Wert gewesen, und beim Urteil würde nur die Frage nach der Höhe des Strafmaßes gestellt. Doch es ist ein ganz klein

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Das kostet ein JSS

Da die Deutsche Marine – nach den Organigrammen – in absehbarer Zeit auch auf ein Joint Support Ship (JSS) hofft: Marine, Verteidigungsministerium, Haushälter und Abgeordnete können sich schon mal mit den Erfahrungen der Niederländer beim Erwerb eines solchen Schiffes vertraut machen. Wenig überraschende Erkenntnis: Es wird teurer. Beantwoording Kamervragen over de verwerving van het Joint Logistiek Ondersteuningsschip (JSS)      

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RC N Watch: Lecker Essen in Kundus

Das ist eher eine der lustigen Nachrichten aus Nordafghanistan: Das niederländische Verteidigungsministerium hat den Chefkoch eines Sterne-Restaurants nach Kundus geschickt, das niederländische Kontigent zu bekochen. Und natürlich kriegen in der offiziellen Mitteilung des Ministeriums auch die Deutschen ihr Fett weg… Das Essen war nach fünf Monaten eine willkommene Abwechslung vom Geschmack der deutschen Küche im Camp in Kunduz. (Nun soll es auch deutsche Soldaten geben, die bereits nach vier Monaten die Lagerküche nicht mehr mögen…) (Übersetzung der ganzen Pressemitteilung von

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Nicht schießen können andere auch

Erinnert sich noch jemand an die Diskussion vor dem Einsatz der deutschen Tornado-Kampfflugzeuge in Afghanistan? Die wurden als Aufklärer an den Hindukusch geschickt, durften aber, so der Wille von Regierung und Parlament, nur zum Fotografieren eingesetzt werden. Als Eingreiftruppe mit Bordkanone durften die Jets noch nicht mal im Notfall eingreifen, wenn eigene Truppen in Gefahr waren. Das schien eine typisch deutsche Haltung, und die Tornados sind ja auch schon längst wieder abgezogen. Doch jetzt zeigen die Niederlande, die in der

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Die Niederländer schießen zurück

Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen haben sich die Niederländer beim Schutz von Schiffen unter ihrer Flagge gegen Piraten festgelegt: Private bewaffnete Sicherheitsteams bleiben unter ihrer Flagge verboten, dafür werden 50 (!) militärische Sicherheitsteams zusammengestellt und an Bord gefährdeter Frachter und Tanker eingeschifft. Ein solches Team hatte jetzt seine (erste?) Bewährungsprobe zu bestehen: In der Arabischen See schlugen die Soldaten eines solchen Vessel Protection Detachments einen Angriff auf das Handelsschiff Flintstone mit scharfen Schüssen zurück. Die Details hier in einer

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