PsyOps für die ALP: Afghanisches „Vertrauen in die eigenen Sicherheitskräfte“?

Das aktuelle Bundeswehr-Video über die Arbeit der Operativen Information (OpInfo), international PsyOps (Psychological Operations) genannt, in Nordafghanistan wirft doch ein paar Fragen auf. Ziel der OpInfo-Arbeit, so heißt es in dem Bericht, sei im aktuellen Fall, das Vertrauen der Afghanen in die eigenen Sicherheitskräfte zu stärken: Hm, ja. Am Beispiel der Afghan Local Police (ALP). Das sind die, über die die Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) vor ein paar Wochen in einem Bericht schrieben:

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RC N Watch: Milizen töten Zivilisten in Kundus

Die Nachrichtenlage ist noch etwas unübersichtlich – aber es scheint, dass in der nordafghanischen Provinz Kundus (im deutsch befehligten ISAF-Regionalkommando Nord) mit den Sicherheitskräften gerade etwas gründlich schief läuft. Eine bewaffnete Miliz, Teil der so genannten Afghan Local Police (ALP), soll nach einem Angriff auf ALP-Angehörige ein Dorf bei Kundus angegriffen und zahlreiche Zivilisten getötet haben – als Vergeltungsmaßnahme. Die afghanische Online-Zeitung Khaama Press: Several Afghan civilians were killed by Afghan local police forces – Afghan militia forces in northern[…]

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RC N Watch: Der Bock als Gärtner

Sie sind die – offiziell meist nicht eingestandenen – Schwachpunkte der Übergabe in Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte: Die quasi durch Handauflegen und, wenn überhaupt, in Schnellkursen ausgebildeten Hilfspolizeien und Milizen in Afghanistan. Arbaki-Milizen, Afghan Local Police (ALP) oder Critical-Infrastructure-Projekt(CIP)-Hilfspolizisten: Immer wieder gibt es Berichte, wie sich diese Bewaffneten für die Bevölkerung, die sie eigentlich schützen sollen, eher als Bedrohung erweisen. Von simpler Schutzgelderpressung bis zu Vergewaltigung. Ein besonders krasser Fall in Kundus im Norden Afghanistans ist in den vergangenen[…]

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Kriminelle im Staatsdienst: Weiter Probleme mit Milizen in Afghanistan

Das Problem schwelt seit langem, und zuletzt im September hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch auf die massiven Probleme hingewiesen: bewaffnete Organisationen wie örtliche (Stammes)Milizen und Einzelpersonen, die durch Handauflegen zur Sicherheitskräften in Afghanistan mutieren, sind für die afghanische Bevölkerung ein tägliches Problem – und unterminieren das ohnehin nur spärlich vorhandene Vertrauen in einen Rechtsstaat. Dass sich in den vergangenen Monaten da nichts zu Besseren gewendet hat, auch nicht im Norden Afghanistans mit seinem (von deutscher Seite geführten) Regionalkommando Nord,[…]

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RC N Watch: Chef der Ortspolizei in Kundus erschossen

Der Chef der örtlichen Polizei (Afghan Local Police, ALP) in Kundus ist am Samstagabend erschossen worden, vermutlich von Taliban. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet heute: Unknown armed men gunned down a local police commander and his son in Kunduz province, 250 km north of capital city Kabul, Saturday night, police said Sunday. „Unidentified armed men opened fire on Abdul Khaliq, the commander of local police in Kunduz city, the capital of Kunduz province, last night, killing him along with his[…]

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Milizen als Problem: Vergewaltigung und Schutzgelderpressung in Kundus

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat heute einen Bericht zum zunehmenden Problem der Milizen, aber auch der Afghan Local Police (ALP) in Afghanistan vorgelegt. Diese bewaffneten Organisationen,  als Teil des afghanischen Sicherheitsapparates eingesetzt, gehen in manchen Bereichen rücksichtslos gegen die Bevölkerung vor – und dann bisweilen schlimmer als es die Aufständischen tun. Die Mitteilung von HRW (einschließlich eines Links zum kompletten Bericht) findet sich hier. Das Vorgehen der Milizen in der Provinz Kundus nimmt darin einen breiten Raum ein.[…]

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RC N Watch: Problematische Freunde

Von den Arbaki, den Milizen in Afghanistan, war hier schon bisweilen die Rede. Auch davon, dass sie zum Teil die Afghan Local Police (ALP) stellen, auch davon, dass ehemalige Aufständische einfach die Seite gewechselt haben. Das schafft Probleme – für die Einwohner. Im Norden Afghanistans, wie die New York Times berichtet: As Local Militias Expand in Northern Afghanistan, Tales of Abuse Follow Nachtrag – danke für den Leserhinweis: Die ausführlichere Version: Some Police Recruits Impose ‘Islamic Tax’ on Afghans. Imam[…]

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