Kategorie: Einsatz in aller Welt

Petraeus: 300 Terror-Chefs in drei Monaten angegriffen

For the record: ISAF-Kommandeur David Petraeus und der zivile NATO-Repräsentant in Afghanistan, Mark Sedwill, haben gestern in London ausführlich zum Einsatz am Hindukusch Stellung genommen. Petraeus‘ Informationen waren für einige Schlagzeilen gut, zum Beispiel Special forces eliminate 300 Taliban and al-Qaeda leaders oder Nato-Truppen ermöglichten Besuch von Taliban in Kabul. Zum Nachlesen/Hören gibt es die Aussagen von Petraeus und Sedwill auf der Website des britischen Royal United Services Institute.

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RC N Watch update: Getöteter Taliban-Führer identifiziert

Nachtrag zur gestrigen Meldung über den gezielten Luftschlag gegen einen Taliban-Führer bei Kundus: ISAF hat jetzt offensichtlich die getöteten Personen identifiziert. Bei dem Führer der Aufständischen, der Ziel des Angriffs war, handelt es sich danach um Shirin Agha, laut ISAF  a Taliban senior military leader, der im Bereich Gor Tappa für Anschläge auf afghanische und internationale Truppen verantwortlich war. In jüngster Zeit, sagt ISAF, seien in Nord-Afghanistan 18 senior leaders festgenommen oder gezielt liquidiert worden.

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Rotes Kreuz: Mehr ausländische Kämpfer im Norden Afghanistans

Das Rote Kreuz hat heute einen Bericht zur Lage in Afghanistan vorgelegt, der vor allem das Elend der Zivilbevölkerung deutlich macht: Allein in Kandahar seien im August und September fast doppelt so viele Zivilisten mit kriegsbedingten Verletzungen registriert worden wie in den gleichen Monaten des vergangenen Jahres. Zugleich habe sich die allgemeine medizinische Versorgung verschlechtert – schon weil die Gefechte oder auch nur die Angst davor Müttern mit kranken Kindern oder schwangeren Frauen den Weg zur nächsten Gesundheitseinrichtung erschwerten. Über

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… notfalls gegen Aufständische

Ach, dieser offizielle Bundeswehrsprech. Da hat bundeswehr.de eine (lobens- und lesenswerte) Geschichte über die letzten Vorbereitungen des Gebirgsjägerbataillons 232 für die künftige Rolle als Ausbildungs- und Schutzbataillon Masar-i-Scharif. Und dann muss da drin stehen: Das so genannte „Partnering“ bedeutet, dass Soldaten der internationalen ISAF-Truppe gemeinsam mit den Kräften der Afghan National Army (ANA) agieren, sie ausbilden, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weitergeben und notfalls auch gemeinsam mit ihnen gegen Aufständische vorgehen. Ach so. Notfalls auch gemeinsam gegen Aufständische vorgehen. Dabei

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Klage in Köln gegen Oberst Klein absehbar

Die Meldung ist in den vergangenen Tagen etwas untergegangen: Die Anwälte von Opfern des Kundus-Luftschlags vom 4. September 2009 wollen einen erneuten juristischen Anlauf gegen Oberst Georg Klein unternehmen, der als deutscher Kommandeur den Bombenabwurf freigegeben hatte. Damit ist, wie absehbar, trotz Einstellung durch die Bundesanwaltschaft und Verzicht auf ein Disziplinarverfahren die gerichtliche Aufarbeitung des Vorfalls nicht beendet. Warum Landgericht Köln? Nach Informationen von Augen geradeaus! ist Oberst Klein jetzt am Bundessprachenamt in Hürth bei Köln zur Sprachausbildung, damit sind

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RC N Watch Update: Doch nicht durch die Dingo-Tür

Nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Soldaten am 7. Oktober, bei dem ein Fallschirmjäger fiel, hatte eine Meldung der Bundeswehr aufgeschreckt: Stahlkugeln aus der Sprengladung, so hieß es, hätten die Türen gepanzerter Dingo-Fahrzeuge durchschlagen. Soeben kommt vom Verteidigungsministerium die Nachricht, dass das so nicht stimmt: Inhaltliche Korrektur zu Pressegespräch im BMVg am 08.10.2010: Ergänzende Information zu Materialschäden beim Selbstmordanschlag auf deutsche ISAF Kräfte am 7. Oktober 2010 in Nordafghanistan: Panzerung des geschützten Fahrzeuges DINGO durch den Sprengsatz nicht durchschlagen Am Donnerstag,

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Italien denkt über Bomber für Afghanistan nach

Die Situation der Italiener in Afghanistan ist in gewisser Weise mit der der Deutschen vergleichbar: Wie die Bundeswehr sind auch die italienischen Truppen im Westen in einer Region eingesetzt, die zunächst als relativ ruhig galt – jedenfalls beim Blick auf die heftigen Kämpfe im Süden und Osten. Die italienischen Tornado-Kampfjets, Stationierungsort Herat im Regionalkommando West, hatten deshalb auch Einschränkungen und durften höchstens ihre Bordkanonen einsetzen, aber nicht Bomben abwerfen (da endet die Vergleichbarkeit – die deutschen Aufklärungstornados, die demnächst abgezogen

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RC N Watch: Durch die Dingo-Tür

Zu dem gestrigen Anschlag in der nordafghanischen Provinz Baghlan, bei dem ein deutscher Fallschirmjäger gefallen ist, hat heute Generalleutnant Rainer Glatz, Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, bei einer Pressekonferenz mit dem Verteidigungsminister mehr Einzelheiten berichtet. Die für mich erschreckendste Erkenntnis vorweg: Der Selbstmordattentäter hatte seine Sprengstoffweste mit Stahlkugeln gefüllt – und die haben die Türen und Scheiben zweier gepanzerter Dingo-Transportfahrzeuge durchschlagen. Generalleutnant Rainer Glatz (r.), Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, bei der Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Foto: Bundeswehr/Andrea Bienert via flickr) Nach

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RC N Watch update: Deutscher Fallschirmjäger in Baghlan gefallen

Bei einem Selbstmordanschlag in der nordafghanischen Provinz Baghlan ist am Donnerstag ein deutscher Fallschirmjäger  gefallen, sechs weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 313 aus dem niedersächsischen Seedorf bewachten eine Zufahrtsstraße nahe des Dorfes Aka-Khel nördlich des PRT Pol-e-Khumri, als sich ihnen ein Selbstmordattentäter näherte und sich in die Luft sprengte. Der Gefallene ist ein 26-jähriger Oberfeldwebel. Nach übereinstimmenden Berichten von Spiegel Online und der Bild-Zeitung war der Attentäter als Bauer verkleidet und hatte sich den Soldaten

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