Todesfall bei Rekruten-Basisausbildung: 23-jähriger Gebirgsjäger nach Sport gestorben
Ein 23-jähriger Rekrut der Bundeswehr ist nach einem Schwächeanfall beim Sport während der Basisausbildung gestorben. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Montag beim Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald. Nach einem Todesfall bei einem Ausbildungsmarsch im Heer vor fast zehn Jahren hatte die größte Teilstreitkraft die Bedeutung der individuellen persönlichen Unversehrtheit hervorgehoben.
Den Tod des Rekruten teilte die Gebirgsjägerbrigade 23 am (heutigen) Donnerstag mit:
Die 6. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 233 in Mittenwald führte am Morgen des 5. Oktober mit den Soldatinnen und Soldaten der Basisausbildung den Kompaniesport durch. Der 23-jährige Soldat wurde nach einem Schwächeanfall zum Ende der Ausbildung zunächst durch sanitätsdienstlich qualifizierte Ausbilder erstversorgt und überwacht.
Nach dem Transport in das örtliche Sanitätszentrum der Bundeswehr wurde der Soldat reanimationspflichtig. Die Übergabe an die sofort alarmierten zivilen Rettungskräfte und der Transport in das örtliche Krankenhaus fand unmittelbar darauf statt.
Noch am selben Abend verstarb er im Krankenhaus im Beisein seiner Familie.
Der Zwischenfall werde von den zuständigen Behörden untersucht; weitere Angaben könne die Brigade dazu nicht machen.
Im Juli 2017 waren bei einem Ausbildungsmarsch des Offizieranwärter-Bataillons des Heeres in Munster vier Soldaten zusammengebrochen, einer verstarb einige Tage danach. Dabei spielten möglicherweise zuvor nicht erkannte Vorerkrankungen eine Rolle. Als Konseuqenz ordnete das Ausbildungskommando des Heeres Konsequenzen an: Fordernde körperliche Ausbildung müsse immer dann beendet werden, wenn ein Lehrgangsteilnehmer klar mache, dass er nicht mehr könne. Ob entsprechende Umstände in Mittenwald eine Rolle spielten, ist bislang nicht bekannt.
(wird ggf. ergänzt)