„Mein kleines Schiff“ ist Geschichte
Die geplante neue Fregatte F126 der Deutschen Marine, ursprünglich mal als Mehrzweckkampfschiff (MKS) 180 projektiert (und angesichts der Abkürzung despektierlich Mein kleines Schiff genannt) ist Geschichte: Das Verteidigungsministerium gab das Ende des Vorhabens bekannt. Damit scheitert unter anderem die erste Vergabe eines Rüstungs-Großprojekts nach europäischen Vergaberegeln ebenso wie das erste maritime Großprojekt des Rüstungskonzerns Rheinmetall.
Die Geschichte des MKS180 geht zwar weiter zurück, die entscheidenden Schritte für den Start waren aber die Vergabe an die niederländische Damen-Werft im Januar 2020 auf der Grundlage einer europaweiten Ausschreibung, die Billigung des Projekts durch den Bundestags-Haushaltsausschuss im Juni 2020 und die Umbenennung in Fregatte F126 im Dezember 2020.
Mit dem damaligen Vertrag hatte der Haushaltsausschuss für geplante vier Schiffe für rund 5,48 Milliarden Euro votiert. Enthalten waren außerdem neben den Schiffen selbst zwei so genannte Missionsmodule für die U-Boot-Bekämpfung, zwei weitere Missionsmodule Gewahrsam und Ausbildungseinrichtungen. Für die Bewaffnung gab es weitere Verträge. Insgesamt umfasste das gebilligte Gesamtprojekt ein Volumen von knapp sechs Milliarden Euro.
2024 wurden dann zwei weitere Schiffe bestellt, sechs F126 sollte die Marine also bekommen. Da zeichneten sich aber schon massive Probleme ab: Die niederländische Werft drängte auf die Zahlung von Mehrkosten, die deutschen Unterauftragnehmer wollten an den Einnahmen beteiligt werden. Da gab’s eine Einigung. Aber andere Probleme, die keiner der Beteiligten so recht thematisieren wollte, von schwieriger technischer Zusammenarbeit zwischen Damen und den beteiligten deutschen Werften über grundsätzliche Probleme bei Damen selbst bis zum letztendlich gescheiterten Versuch der Übernahme des Projekts durch die deutschen Werften, führten schließlich das Ende herbei.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall, zwischenzeitlich Eigentümer der Naval Vessels Lürssen (NVL), des wesentlichen deutschen Unterauftragnehmers, wollte zwar das Projekt noch retten. Dafür hätte Rheinmetall das Vorhaben als Generalunternehmer von Damen übernommen – aber auch das funktionierte angesichts der erwarteten Mehrkosten, s. unten, offensichtlich nicht.
Am (heutigen) Mittwoch dann das endgültige Ende, mit der Bekanntgabe des Verteidigungsministeriums*:
Das Bundesministerium der Verteidigung hat entschieden, dass der Bau von insgesamt sechs Fregatten des Typs F126 nicht weiterverfolgt wird. Es reagiert damit auf die erheblichen Verzögerungen im Projekt, die absehbaren Kostensteigerungen und Risiken, die mit einem Generalunternehmerwechsel einhergegangen wären.
Vorbehaltlich der Billigung durch den Haushaltsausschuss wird alternativ und eng abgestimmt mit dem Inspekteur der Marine der Kauf von insgesamt acht MEKO-Fregatten – primär für die Uboot-Jagd – angestrebt.
Die seegestützte Uboot-Jagd ist innerhalb der NATO von höchster Relevanz und daher auch nationaler Schwerpunkt. Die zeitgerechte und vollständige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber der NATO ist bei der Beschaffung von Fregatten entscheidend.
Das Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS), das zunächst als Generalunternehmer beauftragt war, konnte die vereinbarten zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen nicht einhalten. Für den Bau von insgesamt sechs Fregatten des Typs F126 war vertraglich vereinbart, das erste Schiff mit einer Anfangsbefähigung Mitte 2028 zu liefern. Die Marine plante ursprünglich, mit der Verfügbarkeit aller sechs Fregatten der Klasse 126 bis zum Jahr 2033. Die Kosten des im Jahr 2020 gestarteten Projektes sollten sich für sechs Fregatten auf insgesamt rund 10 Mrd. Euro belaufen.
In Reaktion auf die Mitteilung der DSNS, dass die Auftragserfüllung erheblich im Verzug sei und ein Bau der Schiffe weder innerhalb des vereinbarten Zeitraums noch innerhalb der vereinbarten Vergütung möglich ist, hat das Verteidigungsministerium, beginnend 2025, einen Generalunternehmerwechsel auf die Naval Vessels Lürssen B.V. & Co. KG (NVL) intensiv geprüft.
Die Prüfung ist nun abgeschlossen und hat ergeben, dass aufgrund der Projektsituation erhebliche Mehrkosten zur Fortsetzung des Vorhabens entstehen würden. Für den Vertrag mit dem neuen Generalunternehmer NVL für den Bau von sechs Fregatten F126 wurde eine Größenordnung von rund 15,2 Mrd. Euro verhandelt. Zusätzlich wären die auf Basis des bisherigen Vertrags mit DSNS erbrachten Leistungen und notwendige Verträge für Beistellungen und Unterstützungsleistungen zu berücksichtigen. Der Gesamtfinanzbedarf der F126 würde damit auf über 18 Mrd. Euro ansteigen.
Außerdem hätte der Bund bei einem Generalunternehmerwechsel vertraglich auf mögliche Schadenersatzansprüche gegenüber dem bisherigen Auftragnehmer verzichten müssen. Dies widerspricht dem Verständnis des Verteidigungsministeriums vom verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln. Die Höhe dieser Ansprüche ist aktuell Teil der juristischen Überprüfung.
Daher hat das BMVg entschieden, das Projekt F126 zu beenden.
Der Inspekteur der Marine hat nach intensiver Prüfung bestätigt, dass die Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU in der Lage wären, den Kernauftrag der Deutschen Marine zur Uboot-Jagd und damit auch unsere NATO-Verpflichtungen zu erfüllen. Darüber hinaus bietet ein einheitlicher Schiffstyp erhebliche Vorteile bei Betrieb, Wartung und Ausbildung.
Das BMVg beabsichtigt, dem Haushaltsausschuss des Bundestages schnellstmöglich die Entscheidungsgrundlage für den Kauf von acht MEKO-Fregatten vorzulegen. So können die der NATO zugesagten Kräftebeiträge schnellstmöglich realisiert werden.
Der Beschaffungspreis für die ersten vier Fregatten MEKO A-200 würde vorbehaltlich der Billigung des Haushaltsausschusses rund 6,3 Mrd. Euro betragen. Die Option über vier weitere Schiffe könnte bis Ende 2026 für rund 5,3 Mrd. Euro ausgelöst werden.
Die Kostensteigerungen der Fregatten MEKO A-200 gegenüber der im Haushalt ursprünglich veranschlagten Summe basieren auf der Umwandlung der industrieseitigen Kostenschätzung in ein verbindliches Vertragsangebot der TKMS. Die nach eingehender Prüfung der Marine unverzichtbaren Maßnahmen zur Ergänzung des Angebots machen dabei nur rund fünf Prozent der Gesamtkosten aus und sind damit kein maßgeblicher Treiber für die Preisentwicklung.
Die Meko-Fregatten von TKMS (dem gebürtigen Thyssen Krupp Marine Systems) wurden bereits seit Monaten als Brückenlösung in Erwägung gezogen, erste Vorverträge gibt es bereits. Diese Schiffe werden zwar deutlich billiger als das Projekt F126. Aber, darüber wird dann wohl noch zu reden sein, auch schon wieder ein wenig teurer als geplant.
*Die Sicherungskopie der Pressemitteilung:
PM28 – Projekt Fregatte F126 wird beendet
(Grafik: Artist’s view des MKS180 im Jahr 2020 – Damen)
Ich zitiere:
1. „Mit dem damaligen Vertrag hatte der Haushaltsausschuss für geplante vier Schiffe für rund 5,48 Milliarden Euro votiert.“
2. „Der Beschaffungspreis für die ersten vier Fregatten MEKO A-200 würde vorbehaltlich der Billigung des Haushaltsausschusses rund 6,3 Mrd. Euro betragen.“
3. „Diese Schiffe werden zwar deutlich billiger als das Projekt F126. Aber, darüber wird dann wohl noch zu reden sein, auch schon wieder ein wenig teurer als geplant.“
Also wenn ich die beiden Beschlussfassungen für den Haushaltsausschuss vergleiche, sind die MEKO A-200 eben nicht billiger – und das obwohl sie deutlich kleiner sind. Den anderen Kostenvergleich können wir dann in 6 Jahren machen – solange ist ja jetzt der Vertragsabschluss für die F126 her.
Ansonsten darf man mal gespannt sein, was bei der Rückabwicklung des Vertrags mit Damen herauskommt. Zwar konnte Damen nicht im Zeit- und Kostenrahmen liefern. Dennoch hat das Unternehmen Vertragsleistungen erbracht, die auch vergütet werden müssen. Interessant fände ich es, welcher Teil der bereits beschafften Systeme, Komponenten oder Materialien weiterverwendet kann. Und welcher Teil der Zulieferverträge auch sinnvollerweise umgewidment werden kann.
Jetzt kann man ja davon ausgehen, dass die F128-Beschaffung an Tempo aufnimmt. Wann wir dort den ersten Zulauf haben werden, wird sich zeigen. Zumindest kann sich die Beschaffungslogistik jetzt wieder auf ein Vorhaben in der Umsetzung konzentrieren und ich denke, dass Geschwindigkeit da vor Leistungssteigerung durch Umplanung gehen wird.
Was bedeutet dies für das Beschaffungsvorhaben F127? Nun – ich denke, dass Rheinmetall jetzt die Kapazitäten freibekommen hat, von dem Kuchen einen ordentlichen Anteil abzubekommen….
Kann hier ggf mal jemand aus Marinekreisen die wesentlichen Leistungsunterschiede F126 zu Meko A 200 und deren operative Auswirkung für Deutsche Marine als Ganzes unter LVBV Szenario darstellen?
Bisher Bekanntes trägt zu meiner Heeresverwirrung bei.
Bitte also nicht die hundertste Ausgabe von „aber Lürssen, aber Damen, aber TKMS, aber Rheinmetall“.
Dieser völlig aufgeblasene Entwurf ohne organische ASW-Fähigkeiten (nur als 2 Module und wie gut das funktioniert sehen wir beim LCS) mit 16 VLS-Zellen bei einer Verdrängung von 10.000 Tonnen usw hätte nie so weit kommen dürfen. Ich denke auch das haben wir, wie FCAS letztlich von der Leyen zu verdanken. Sie hat sich die EU-Ratspräsidentschaft mit Geschenken an Frankreich im Rüstungssektor erkauft..
Immerhin hat man, im Gegensatz zur F125 bei der F125XL rechtzeitig die Reißleine gezogen.
Noch dazu scheint Damen ja auch erhebliche Probleme beim niederländisch-belgischen AAW-Fregattenprojekt zu haben.
@Klaus-Peter Kaikowsky (KPK), so wie ich das lese war die F126 als eierlegende Sau geplant bei der gleich eingeplant wurde das man per Modul die Fähigkeiten Wolle oder Milch nachrüsten kann.
Während die Meko 200 von Anfang an komplett als reiner U-Boot Jäger geplant sind.
Ich finde die Entscheidung gut.
Die kleineren Meko 200 sind insbesondere für die Ostsee und Küstengewässer besser geeignet mit weniger Tiefgang. Sie sind eventuell aufgrund der geringen Größe auch schlechter zu orten. Die U-Boot Bekämpfung scheint genauso gut zu werden wie die F126. Torpedorohre ebenfalls super. Hubschrauber und Drohnen möglich.
16 VLT Schächte reichen auch. Diese ewige Diskussion , ob 16 Schächte zu wenig sind halte ich für müssig, man mss ein Schiff mit 96 Schächten auch erstmal mit Munition beladen können. Mir sind 3 Schifffe mit je 16 Schächten lieber, als eines mit 64 oder mehr Schächten. Der Schiffstyp wird auch überbewertet, klar eine Bauform, die die Signatur verringert ist willkommen. Aber Sensoren und die Qualität der Lenkwaffen ist entscheidend, weniger auf welchen Schiff die angebracht sind.
Insgesamt m.M. eine richtige und gute Entscheidung für die Marine. Sollte die F127 auch zügig voran kommen und die F125 mit Iris SLT und (später SLX) ausgestattet werden haben wir eine so starke Marine wie lange nicht mehr.
Was mich bei der geplanten F 126 Schiffsklasse verwundert hatte war die immense Grösse.
Kann es sein das selbst im kalten Krieg die grössten Schiffe der BW dtl. kleiner waren ?
( Ich erinnere mich noch an die „Lütjens“ im Schiffsquartett… )
Und nach der neuen Lage scheint es bei nem Großkonflikt ja so zu sein das alles über Wasser in Tagen oder Wochen weggefegt ist. Übrig bleiben die U-Boote… die ja extrem schwierig zu sehen sind.
Grosse Kriegsschiffe sind auf ner Flottenparade natürlich schon cool, zugegeben…
Die Meko A-200 (F128) wird definitiv eine bessere ASW Fregatte als es F126 je hätte sein können. Sie erhält dasselbe Schleppsonar, aber als Festeinbau, und auch ein Hull Mounted Sonar (Rumpf-/Kielsonar) für die Selbstverteidigung und den Einsatz im Flachwasser. Also ASW als organische Fähigkeit ohne Lücke im Sensorkonzept.
Wir tauschen also 6 übergrosse „Fregatten“ ohne organische ASW Fähigkeit mit 2 ASW Schleppsonarmodulen gegen 8 die jede dieses Schleppsonar und ein Kielsonar organisch dabei haben. Und zahlen dafür ca. 60% des F126 Endpreises (geschätzt) wobei die ersten vier Schiffe früher im Dienst sein sollen als es die erste F126 realistisch wäre. Und die Schleppsonarmodule bekommen wir trotzdem, Teile davon waren ja schon letztes Jahr bei Baltic Weaver im Einsatz.
Bei den Effektoren kann F128 dieselbe Anzahl an Flugabwehr LFK tragen, die doppelte Anzahl an Seeziel LFK, dieselbe Zahl und Art von Maschinenkanonen, nur das Hauptgeschütz hat ein kleineres aber zur Dohnenabwehr geeigneteres Kaliber.
F128 wird nur einen Hubschrauber mitführen können (aber die Marineflieger haben nie genügend BHS für alle Hangarplätzer in den aktiven Fregatten und Versorgern), hat ein etwas weniger leistungsfähiges „Hauptradar“, trägt keine „Kommandoschlauchboote“, hat keine „Containerstellplätze“ und wird relativ zu F126 weniger Standfestigkeit und Seeausdauer haben. Im Kontext der ASW im Operationsgebiet der Deutschen Marine ist das aber weit weniger an „Nachteil“ als aus den wesentlich besseren ASW Fähigkeiten und der größeren Plattformzahl an Vorteil entsteht.
Und F128 ist eine gute „Mobilisierungsfregatte“, kann relativ schnell und in vielen Werften gebaut werden. Eine „Hot Line“ eines wiederholbaren Schiffs dessen Produktion „im Fall der Fälle“ ausgeweitet werden kann (F126 wäre das nie gewesen) hat in sich eine Abschreckungswirkung und ist auch anschlussfähig für Partner/Verbündete.
Der Inspekteur kennt übrigens Meko A-200 recht gut, Die „Bayern“ war zu seiner Kommandantenzeit Partnerschiff für eine der Südafrikanischen Besatzungen als die zur Übernahme in Deutschland waren.
Erstaunt muss ich feststellen, dass Deutschland nicht nur rund 83Mio Bundestrainer, sondern offensichtlich fast ebensoviele Marineexperten aufweist.
Meiner Meinung nach sollte man sich insb hinsichtlich Größe, Fähigkeiten, etc. lediglich dann allzu kritisch über F126 äußern, wenn man den Entwurf wirklich kennt!
Der neue Vertrag sah nhK 6 ASW Module für 6 Fregatten vor, weiterhin macht es ein Unterschied ob man lediglich nen Flugbetriebsbereich für alte, kleine SeaLynx (u.a. F122 Bordhubschrauber) oder Einen bzw. Zwei SeaTiger/SeaLion plant. Bytheway das Vorhandensein von Ausbildungsmitteln, Ersatzteilen und insb. Aufwuchsfähigkeit im speziellen von E-Kapazität, Kälteleistung, flexibler Decksbereiche, Führungsfähigkeiten sind auch enormer „Platz-/Tonnagefresser“ bzw. Kostentreiber. Ein entsprechendes Fehl ist bei voraussichtlich 30+ Nutzungsjahren nicht unbedingt von Vorteil, siehe F123 bzw. F123B, K130, …
@Apollo 11
Zitat: „Ich erinnere mich noch an die „Lütjens“ im Schiffsquartett…“
„Schiffsquartett“ trifft, mit Verlaub, das Niveau der Diskussionen, die hier seit Jahren geführt wurden, als wären Größe und Verdrängung eines Schiffes wichtiger als die Fähigkeiten, die es abbilden kann. Bei manchen Lesern, seien wir ehrlich, hatte sich da eine Art Wilhelm-Zwo-Gedächtnisphantomschmerz eingeschlichen, will sagen, Sehnsucht nach maritimem Prestige. Dass der Wildwuchs deutscher Schiffsklassen auf (in der Sache zugegebenermaßen oft fragwürdige) neue Anforderungen an Redundanz, Stehzeit und Besatzungskomfort zurückging, wurde regelmäßig ignoriert.
Dennoch ist die Einstellung des Programms zu begrüßen. Hoffentlich bleibt das Wissen um den Bedeutungsgehalt des Begriffs „sunken cost fallacy“ auf der Hardthöhe erhalten.
Ich denke immer noch, dass man mal ein grundsätzliche – auch längerfristige Zielvorstellung für die Fregatten bräuchte. Also beispielsweise 8 Fregatten mit Schwerpunkt U-Boot-Jagd und 8 Fregatten mit Schwerpunkt Flugabwehr. Beide Typen zusammen wären dann schon eine sehr schlagkräftige Kombination. Wenn man dieses Zielszenario hätte, könnte man 4 F128 sofort plus eine Option auf 4 weitere mit einigen Jahren Versatz und Weiterentwicklung bestellen. Dies würde dann mit den modernisierten F123 gut zusammen passen.
Auch bei den F127 könnten man dann mit 5 + 3 in diese Richtung steuern. Die F125 könnte man über die IRIS-T Ergänzung hinaus gut für die weiteren Entwicklungen nutzen: Einsatz von unbemannten Booten und Drohnen. Ausrüstung mit Laserwaffen, etc. Natürlich auch in Einsatzverbänden. Die so gewonnenen Erfahrungen lassen sich dann auf die beiden anderen Fregattenklassen transferieren. Darüber hinaus sind die F125 auch prädestiniert für die Sea Tiger Einschiffung.
So oder vergleichbar stelle ich mir eine Strategie vor. Ein Zielbild 2035 ist mir zu statisch auf einen einzelnen Zeitpunkt ausgerichtet.
Wie gewünscht hier Erläuterungen, was „große F126“ von „kleinen F-128 (MEKO A200DEU) unterscheidet.
Vorab :
Die GENAUEN technischen Daten und Waffen / Sensoren Ausstattung kennt für die MEKO kein Outsider.
Es soll angeblich ähnlich F-123B (SAAB Umbau Brandenburg Klasse) sein… Sicher ist dss nicht… Es existiert nicht eine offizielle Zeichnung… Und Ägypten Fregatte etc wird (hoffentlich) NULL damit zu tun haben…. Das sind abgespeckte Drittwelt Modelle.
F126…
-… Wäre nach neuesten deutschen Raum-, Brandschutz System Redundanz- und Ergononie (Gangbreiten) Marine Vorschriften gebaut worden… MEKO erfüllt nur Export / NATO Standards.
(Ein Grund, warum UK ,NL,, I und F Konkurrenz auch nur maximal 6-7000t bringen)
-.. besitzt 2 unabhängige redundante Sensoren Türne für 2 AESA Radare… Fällt ein Turm aus, ist das Schiff eingeschränkt weiter kampffähig
-… besitzt 2 übergrosse RHIB Buchten für IKM Bording etc Missionen… MEKO nur normale RHIB Buchten
-… besitzt Platz für 2 NH90 oder 1 NHp0 plus 2 Drohnen … MEKO nur 1 Helikopter oder 2 Drohnen
-… besitzt Flex Fecks im Heck füf Boote und Container… MEKO hat das nicht.
-… Kann mit Inhaftierung Modulen Anti Piraten Einsätze durchführen.. MEKO nicht
(interessiert heute NIEMAND. mehr)
-… Hat mehr Kanonen Systeme (127mm,2x 30mm,2x 12,7mm)… MEKO vermutlich nur 3 (76mm/30mm)
-… benötigt trotz mehr Größe ggf weniger Personal wegen Automation.
All das benötigt RAUM… Daher 10.000t statt 4200t.
MEKO dagegen…
-… Kann viel schneller in Serie gebaut werden, altbewährter Basis Entwurf
(„Wir benötigen Steel in water“… Zitst Insp Marine)
-… Besitzt (vermutlich) vollwertige fest eingebaute SW Sonare und vermutlich auch Torpedorohre… F-126 nichts davon.. Nur ASW Flex Container am Heck für passiv Sonar.
Die Berichte sind hier aber nicht verfügbar, was MEKO wirkkich bekommt.
Vermutung liegt nahe, dass dasselbe Heck Sonar verbaut wird… Weil das ist bereits bestellt.
Ich hoffe, das reicht für eine kurze Zusammenfassung der Unterschiede
Mehr ggf. wenn die detaillierten Spezifikationen der MEKO bekannt werden.
(google) Ich habe keinen Zweifel daran, dass die MEKO 200DEU und die MEKO 200 Exportschiffe für Südafrika, Algerien und Ägypten trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeiten völlig unterschiedliche Kriegsschiffe sind. TKMS ist „unaufhaltsam“ und GNYKs Lösung liegt für mich auf der Hand.(Smiley) Regards…
@ DarkLord sagt (24.06.2026 um 22:40 Uhr):
Danke für Ihre kritische Einordnung mit wirklich guten Argumenten.
Es gibt überzeugende Argumente warum das Projekt F126 beendet wurde. Und ich kann Argumente wie „wir brauchen dringend Rümpfe im Wasser, egal wie“ ja nachvollziehen, aber dann sollte man auch die Nachteile, die dadurch entstehen auch ehrlich benennen, und nicht alles schön reden.
Ich sehe die F128 (Meko A200DEU) nur als einen schneller, günstiger und mit weniger Risiko verfügbaren Kompromiss. Ein Kompromiss mit erheblichen Zugeständnissen und Einschränkungen.
Und ich hoffe, dass die F128 nur als eine Übergangslösung an der Nordseeküste stationiert wird, bis ein wirklicher, vollwertiger Ersatz für die F126 (z.B. als einfachere Variante der F127) beschafft wird, und die 8 x F128 dann schließlich an der Ostseeküste stationiert wird (als Ersatz für K130).
Ich bin kein Marine- oder U-Jagd-Experte, aber im Vergleich (F126 und F128) sehe ich, ausgehend von den bislang gebauten (!) Meko A200, erhebliche Nachteile bei der Wahrnehmung der Hauptaufgabe U-Jagd sowie bei der Luftverteidigung und bei Nachrüstmöglichkeiten für wirksame Drohnenabwehr:
– Antrieb: F128 hat keinen E-Antrieb für langsame und besonders geräuscharme Fahrt, was die angestrebte weitreichendere Ortung mit passivem und aktivem Schlepp-Sonar als wesentlichem U-Jagd-Sensor nachteilig beeinflussen dürfte. Und die zukünftigen U-Jagd-Fregatten von UK, CAN, AUS und NOR haben einen E-Antrieb!
– U-Jagd-Bewaffnung: Torpedo-Rohrsätze sind ja ganz nett. Aber mit einem weitreichenden Sensor wie dem Schleppsonar bedarf es m.E. auch eines entsprechend reaktionsschnellen, weitreichenden Effektors wie z.B. RUM-139 VL-ASROC (Vertical Launch Anti-Submarine Rocket), eine aus dem VLS gestartete Rakete, die einen Torpedo nahe ans Ziel trägt und abwirft. Aber ASROC benötigt halt auch VLS-Zellen, was dann aber bei nur 16 VLS-Zellen die Anzahl an Effektoren für Luftverteidigung (ESSM) reduziert.
– Radar: 1 x rotierendes Radar und womöglich 2 x Feuerleitradare (für die gleichzeitige Bekämpfung von nur 2 Luftzielen?). Das erscheint mir wenig zukunftsfähig.
– Luftverteidigungs-Bewaffnung: Die Verluste russischer Schiffe im Ukraine-Krieg durch Drohnen lässt befürchten, dass 2 x MLG27, 2 x RAM und VLS mit ESSM womöglich nicht mehr ausreichend sind. Für einen wirksamen und effektiven 360-Grad-Schutz gegen tauchende, schwimmende und fliegende Drohnen und -Schwärme erscheinen wohl eher 2 x Anti-Torpedo-Torpedo, 4 x SeaSnake30 (anstatt der MLG27) und eine Nachrüstmöglichkeit für 2 x Hochenergielaser inklusive der erforderlichen Energieerzeugung und -Speicherung zeitgemäß und angezeigt. Letzteres benötigt viel Platzreserve.
-Bordhubschrauber und eigene Drohnen: Mir ist unklar ob der kleine Hangar wirklich den Standard-Bordhubschrauber der Marine (MH90) und perspektivisch eigene fliegende Drohnen aufnehmen kann. Für die U-Jagd galten bisher 2 x Bordhubschrauber mit Tauch-Sonar, Sono-Bojen und Torpedos als Standard. Mit nur einem Borshubschrauber reduziert sich die Verfügbarkeit dieses wichtigen U-Jagd-Sensors und -Waffenträgers wohl erheblich.
Aber es bleibt ja auch mal abzuwarten ob die F128 eher den bislang gebauten, kleineren Meko A200 (etwa 3.700 t) entspricht oder ob es eher eine deutlich größere und leistungsfähigere Variante wie der nicht gebaute Entwurf Meko A210 für Australiens Marine (etwa 4.700 t) wird. Bei den genannten Kosten möchte ich auf Letzteres hoffen.
@DarkLord
Natürlich sind Sachen wie Aufwuchskapazität hinsichtlich Platz und Leistung wichtig, das sieht man ja selbst bei größeren Schiffen wie den Arleigh Burkes aus Amiland. Aber das ist bei einer U-Jagd-Fregatte schlicht und einfach deutlich weniger wichtig, als bei einem Zerstörer, oder einer Flugabwehrfregatte. Man braucht hier keine enorm leistungsfähigen RADAR-Emitter und während Energiewaffen sicher eine nette Sache sind, so operieren solche Schiffe schlicht und einfach nicht alleine an Orten, wo Bedrohungen, welche sich effektiv mit solchen bekämpfen ließen, anzutreffen wären.
Hinsichtlich der Technik die für den Verwendungszweck relevant ist, geht der Trend dagegen eher Richtung Miniaturisierung und geringeren Energieverbrauch, bzw. eher zu Passivsensoren. Sei das bei Sonaren, oder bei Bordhubschraubern, welche durch kleinere Drohnenvarianten ersetzt werden. Auch braucht eine U-Jagd-Fregatte nun beileibe keine Stabskapazität. Dafür hat man bei sicherer Umgebung F125 und für Verbandsführung im Kriegseinsatz F127.
Ende mit Schrecken vor dem Schrecken ohne Ende…
Eine Werft, die verspricht, was sie nicht leisten kann, kann man nicht weiter beschäftigen, das hätte man auch damals bei der Gorch Fock-Restaurierung genauso machen sollen, anstatt da immer mehr Geld hinterherzuschieben. Ja klar, so ein Schiff hat Seele und Tradition, aber wie viel davon müssen Steuerzahler um welchen Preis finanzieren?
Bei der F126 ist die Entscheidung aus den schon hinreichend genannten Gründen auch recht klar. Der Typ F126 war die Vorzeige-Fregatte für den globalen Repräsentationseinsatz im Frieden bzw. für internationale Einsätze. Die jetzt beschafften MEKOs sind ASW-Arbeitstiere für die Bündnisverteidigung im unmittelbaren eigenen Bereich. Finde ich allemal besser; die Kür kann man immer noch bauen, wenn die Pflicht getan ist.
Ich weiß, ist off topic… aber wieder wurden Milliarden – gem. Presse ca. 2 – in den Sand gesetzt…
Und keiner will’s gewesen sein, oder wird zur Verantwortung gezogen…
Das trägt gewiss nicht dazu bei das Mindset der Bevölkerung hin zu einer sachgerechten Sicherheitspolitik zu verbessern… wo doch die Politik diverse Einschnitte bei Rente, Kranken-/Pflegeversorgung, etc. plant…
Letztendlich ist es richtig dass F126 abgebrochen wird!
Das hätte schon vor >1 Jahr passieren müssen!
Die Unsicherheiten waren und sind weiterhin viel zu groß… die Leistungen waren schon immer für eine Fregatte dieser Größe und zu diesem Preis unzureichend!
Die Kosten ein Fass ohne Boden!
Abbruch = richtig!
bzgl neuer Lösung Meko A200 Deu = F128
Hier waren für mich der Hauptgrund der Preis und die schneller Verfügbarkeit, bei vergleichbarer Leistung (80-90%) zur F126!
Die schnelle Verfügbarkeit soll auch weiterhin gelten…
Der Preis hingegen scheint massiv zu steigen… von ca 500-600 Mio € für die letzten Algerischen oder Ägyptischen Meko A200 von vor 2-3 Jahren… auf jetzt über 1,3 Mrd € pro Schiff!!
Das ist schon eine Hausnummer! Dafür kann und sollte man eine sehr gute Ausstattung erwarten können und ggf. noch 10 Jahre Wartung/Betrieb mit eingerechnet! Oder gar eine Evolution der Meko A200 in Richtung Meko A210! Dann dürfte aber wiederum der Zeitraum nicht mehr zu halten sein!
Allgemein hätte man meiner Meinung nach jetzt als Zwischenlösung die F124 und F125 zur U Jagd ertüchtigen sollen … das wäre bis 2029 auch machbar gewesen… und dafür bei der F128 direkt auf Meko A210 setzen! Davon dann 8 Schiffe ab 2031!! Diese härtend en Vorteil dass sie deutlich leistungsfähiger als Meko A200 sind und sogar teilweise die F124 in ihrer AAW Rolle hätten unterstützen/und sogar ablösen können… da die Meko A210 auch ein gutes Radar, 32er VLS MK41 und die Möglichkeit haben SM2 der neuen Variante einzusetzen!
Das hätte dann auch den Druck aus dem F127 Programm etwas rausnehmen können… wenngleich die Meko A210 natürlich kein Major air defender wie die F127 ist
Schade,was wir offensichtlich nicht mehr können in Deutschland sind große Projekte, weder Flughafen noch Bahnhof und jetzt auch kein Schiff.
@TomCat
Hier möchte ich widersprechen.
Gut laufende Projekte schaffen es schlicht in die Schlagzeilen:
1. Das Terminal 3 am Flughafen FRA war die größte Baustelle Europas und ist sehr erfolgreich abgeschlossen. Die spätere Eröffnung lag nicht am Projekt.
2. Die komplexeste Baustelle Europas ist derzeit die Erweiterung/Erneuerung des Nordostseekanals in Schleswig-Holstein. Die läuft im Zeitplan, aber kaum jemand kennt überhaupt dieses Projekt überhaupt…
Zu den Mekos:
Da ohnehin fraglich ist, was mit den obsoleten K130 des ersten Loses passieren soll, wäre deren Ersatz durch einen Teil der Mekos möglich (und notwendig).
Die F125 werden durch IRIS-T gute Allrounder.
Die U212CD werden durch die exzellente Expertise Deutschlands im UBoot-Bau sicher ein Erfolg.
Und ob die Modularität der F126 überhaupt so erfolgreich gewesen wäre, ist auch fraglich. Die Littoral Combat Ships der US Navy haben das Scheitern dieses Konzepts leider gezeigt.
Wenn man sich das Scheitern der Constellation-Class der USA, die extremen Verzögerungen neuen ASW-Schiffe der Niederländer ansieht, machen es die anderen auch nicht besser. Mal abgesehen davon, dass die FDIs der Franzosen oder die F110 der Spanier auch nicht ideal ausgestattet sind.
Und sicher werden die „Lessons Learned“ der F126 in die F127 und die Tender-Nachfolge „MUSE“ einfließen.
Positives Denken hilft.
Auch wenn die vielen versenkten Milliarden der F126, MBV707, K130 zweites Los etc. natürlich weh tun.
Die F128 fügt sich, was Verdrängung und Leistungsdaten angeht, recht gut in die aktuellen westlichen Fregattenprojekte (Type 26, FDI, auch jap. Mogami-Klasse oder entsprechende koreanische Designs) ein, wobei FDI sogar kleiner ist, aber trotzdem große Exporterfolge aufweist (Griechenland, Schweden). 10.000-tonner mit der Bewaffnung eines halb so großen Schiffes baut weltweit niemand.
UK verfolgt auch einen „high low mix“ mit Type 45 bzw. Type 93 sowie Type 26 und 31 als Fregatten und die Franzosen halten traditionell von „Dickschiffen“ unterhalb von Flugzeugträgern wenig.
Tja, lieber das berühmte Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wir kommen jetzt hoffentlich schnell an neue ASW-Einheiten. Soweit so gut. Die Aussage, dass die DEU Variante nichts mit den Exportvarianten zu tun hat, kann ich insofern nicht glauben, als so ein Schiffsentwurf ja eine DNA hat. Dinge wie Antriebstechnik (Geräuschemission), elektrische Leistung oder Platz/Tiefe für VLS werden sich nicht grundlegend ändern lassen. Was ich am F126-Aus eigentlich am schlimmsten finde, ist, dass der Versuch einer Europäisierung so spektakulär in die Hose gegangen ist. Jetzt kaufen wir ein teutsches Modell mit Wurzeln in den 80ern, statt eine neuere europäische Entwicklung zu adaptieren und unsere Überwasserschiffbau-DNA ein bisschen zu verjüngen. Aber et is wie et is, und ich hoffe einfach, dass es hier einen Life Cycle Plan gibt, der nicht lautet: Wir fahren die Dinger, bis sie im Betrieb auseinander fallen. Sondern, dass wir zeitnah in eine grundsätzliche Konzipierung zukünftiger ASW einsteigen, mit entsprechenden Schiffsentwürfen, manned und unmanned, und gerne mal mit Impulsen aus dem befreundeten Ausland.
Ich finde den Wechsel gut, denn das Ende war nicht abzusehen. Weder finanziell, noch auf der Zeitlinie.
Grundsätzlich ist es müßig beide Entwürfe zu vergleichen:
MKS war als Modularsystem geplant, das ALLES irgendwie konnte, wenn man denn die richtigen Container dafür eingebaut hat.
Die MEKO ist ein reines ASW.
Mit der Konkretisierung der Gefahr konkretisierten sich auch wieder die Aufgaben, die etwaige Schiffe haben müssen.
Weg vom „Schwimmenden Offiziersmesser“ hin zum „One trick tool“ mit klarer Spezialisierung.
Auch hier bleibt Grund zur Hoffnung:
Die Spezialaufgaben werden wieder von spezialisierten Schiffen übernommen.
Gleichzeitig geht der technische Forschritt gerade dahin, alles irgendwie in einen TEU oder FEU zu bauen, so dass absehbar jeder neuere Rheinfrachter problemlos 64VLS eingebaut bekommen kann.
Mal sehen was auch hier noch geht.
Mir kommt bei der ganzen Diskussion das Problem der „Standfestigkeit“ zu kurz.
Es wird nur von Sensoren und Effektoren berichtet.
Durchhaltevermoegen nach Beschuss, Faehigkeiten der SSichOrg und Redundanzen sind bei dem Entwurf minimal.
“ Ex und hopp“ ?
Im Hartpunkt Artikel ist zu lesen
….Aufgrund der angestrebten Geschwindigkeit werden dem Vernehmen nach wesentliche Sensor- und Effektorpakete bei der MEKO A-200 von dem TKMS-Angebot an Australien übernommen….
Australien hatte man von TKMS die MEKO A210 angeboten. Eine Weiterentwicklung der A200 die aus der originalen 200 Reihe entwickelt wurde und die A210 verdrängt fast 1000 Tonnen mehr und war mit unter anderem 32 VLS – Strike Zellen und Platz für Container Module sowie einem großen Hangar geplant… TKMS hatte damals gesagt das das technische und Antriebs Layout fast identisch zur A200 sind. würde dann auch erklären warum die A200 DEU doppelt so teuer werden wie die ägyptischen und algerischen A200’er. Man wird wohl warten müssen auf den entgültigen Bauvertrag.. hoffentlich ist dann A200 DEU = A210 😉
Hier einmal kurz ( auf Schiffs-Quartett-Niveau ) ein paar „Fakten“ zum Schmunzeln in der Hitzewelle die in der Presse irgendwann durch den Kakao gezogen werden könnten:
– Das Schiff der dt. Marine mit der grössten Besatzung ist ein unbewaffnetes Segelschiff
– Die Versorgungsschiffe der dt. Marine sind (ganz deutlich) grösser als deren grösste Kriegsschiffe
( im Gegensatz zu bspw. England, Frankreich, Italien, Spanien )
– Diese grossen Versorgungsschiffe sind schneller als der Minenräumverband der gerade auf das Bundestagsmandat ( und den Frieden ) wartet
Wie gesagt grundsätzlich korrekt, trotzdem Schiffs-Quartett-Niveau.
Und nochmal zum Ende mit Schrecken des F 126 Projektes:
Zivil geht das ja auch mit Stuttgart 31, äh 21. Oder dem Flughafen Berlin.
Äh, warten sie, diese Projekte werden / wurden ja tatsächlich durchgezogen…
Gerade in der Boulevard-Presse gut zum Sommerlochfüllen demnächst.
Was im Grunde alle Steuerzahler aber täglich wirklich auf die Palme bringt ist hierzulande die (Autobahn)-Brückensituation. Bei mir um die Ecke ( Mainz / Wiesbaden ) gleich zwei Pannen, bei der Verwandtschaft in Bonn die lange Vollsperrung einer Hauptbrücke…
Einige behaupten auch militärisch relevant…
@Closius:
Stimmt. Vieles jedenfalls.
Aber war es nicht DAMEN, die laut getönt haben, dass das alles kein Problem sei und im Prinzip „off the shelf“?!
Ob man DAMEN hier nicht wirklich vor die Wand fahren lassen sollte, ist eine gute Fragen:
1. Um ein Zeichen zu setzen, dass öffentliche Aufträge kein Freibrief sind
2. Um klar zu machen, dass Angebote bindend sind und nicht eine grober Vorschlag
3. Um nicht vielleicht bei der „Rettung“ von DAMEN selbst einzusteigen
Dass 1 +2 auch dazu führen kann, dass sich viele „private“ Werften dann nicht mehr um öffentliche Aufträge bemühen – möglich.
Dass 3 sehr zynisch ist – ganz sicher.
Aber die geübte Praxis, sich mit Angeboten die Produktion zu sichern und dann mit Änderungen und „technischen Problemen“ die Preise neu zu machen, muss aufhören.
„Bestrafe Einzelne – erziehe Viele!“
Vorbemerkung: seit der Beschaffung des 3. Einsatzgruppenversorgers hege ich einen Groll gegen die deutschen Werften. Leicht verkürzt sollte nach den guten Erfahrungen mit den ersten beiden Einheiten ein drittes Schiff nachbestellt werden. Anfragen bei den Einzelwerften wurden abgeschmettert, es mußte wieder über die ARGE laufen, welche die beiden ersten Schiffe gebaut hatte. Und diese rief praktisch denselben Preis für Schiff 3 auf, den die ersten beiden Schiffe gemeinsam gekostet hatten..
Das folgende Gorch-Fock-Debakel festigte den Eindruck, dass für die Werften die Marine primär ein Dukatensch….er war (Dass die Marine durch ihre „nur-das-beste“-Mentalität selber heftig im Topf mit der Goldfarbe rührte, war mir bewusst. Das ändert aber nichts an meiner Sicht auf die deutschen Werften).
Daher fand die Vergabe des F126-Projektes an die ndl. Damen-Werften meine volle Unterstützung, schließlich haben die ausgewiesene Expertise im Fregattenbau und sind im Export recht erfolgreich. Ich ging davon aus, daß die ausführenden deutschen Werften mit dieser Aufgabe kein Problem hätten und das Ganze daher mal halbwegs im Zeit- und Kostenrahmen bleiben würde.
Wie das Projekt dann in die Binsen ging, ist leider für die Öffentlichkeit nicht vollständig nachvollziehbar. Offensichtlich war Damen aber zeitweise nicht in der Lage, die Konstruktionsdaten in einem Datenformat zu übermitteln, das von den beteiligten deutschen Werften genutzt werden konnte. Ob das irgendwann nur noch eine Schutzbehauptung war, kann ich leider nicht beurteilen, auch die unablässigen Änderungswünsche der Marine werden ihre Rolle bei der Überforderung von Damen gespielt haben.
Jedenfalls finde ich es abstrus, die potentielle Kostenreduktion durch den Wechsel auf MEKO-Fregatten als großen Erfolg zu proklamieren. Selbst wenn dieser Kostenrahmen ausnahmsweise eingehalten werden sollte, sind das immer noch ca. 1,6 Mrd. € pro Schiff bei weitgehender Unkenntnis über dessen Ausstattung.
Zum Vergleich: ursprünglich wurde das zweite Los aus 5 Exemplaren der Korvette K130 für etwa 2,0 Mrd. € beauftragt, 2020 lagen die Kosten laut Bundestag bereits bei 2,8 Mrd (Link: https://dserver.bundestag.de/btd/19/218/1921854.pdf, Frage 7). Außerdem war die Fertigstellung der letzten Einheit 27 Monate später als ursprünglich geplant.
Aber vielleicht werde ich ja mal positiv überrascht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt..
Damen (kein Akronym, die ursprüngliche Eigentümerfamilie) fährt sich schon selbst vor die Wand. Bei dem ASW-Fregatten Programm der Niederlande und Belgien gibt es ähnliche Schwierigkeiten und Verzögerungen, dabei ist das ein konservativerer Entwurf sehr ähnlich (wenn auch größer) als F128
@Closius (google) Aber TKMS erzielt hervorragende Ergebnisse bei internationalen Verträgen… Liegt das an der verantwortungsvollen Kontrolle seitens des Auftraggebers?
Im Augenblick und mindestens bis zum Ende dieses Jahrzehnts besteht das Problem Deutschlands in gleichzeitig dem großen Nachholbedarf bei der Marine und den ewig langen Produktionsprozessen der großen Schiffe. Aus diesem Grund sollte man meiner Ansicht nach aus der Not eine Tugend machen und einen Teil des Problems durch schneller verfügbare Einheiten anderer Kategorien zu kompensieren:
1. Boote für das Seebataillon
2. Eine Mindest-Produktionsrate für die unterschiedlichen unbemannten Einheiten auf dem Wasser und unter dem Wasser.
3. Eine flexible Ausstattung der Schiffe mit einer signifikanten Anzahl von containerisierten Abfangdrohnen
4. Volle und flexibler Einsatz der zulaufenden Sea Tiger – notfalls auch von Korvetten und Versorgungsschiffen.
5. Voller und flexibler Einsatz der Poseidons zur U-Boot Jagd.
6. Konsequenter Wiederaufbau einer Marineflieger-Komponenten mit den zulaufenden Eurofightern und F35.
Ansonsten sollte die Marine die auf dem Land angeschobenen Entwicklungen bei der Drohnenabwehr, der Loitering Ammunition und der Luftraumüberwachung durch Drohnen zügig und flexibel „auf die Schiffe holen“.
Hensoldt, Helsing, Diehl, Stark und Quantum Systems. Out of the box Denken sollte erlaubt sein. Jedes Schiff das über Container-Stellplätze kann den Eigenschutz und bei Bedarf auch offensive Kapazität aufbauen. KNDS und Rheinmetall haben auf der Eurosatory dafür gerade erste Ansätze gezeigt.
Warum nicht jedem Schiff einen kleinen Satz an Reliant Drohnen verpassen, um auch ohne eigene Emissionen eine wirksame Aufklärung zu haben?
Der nächste Punkt ist die „Combat Cloud“: U-Boote, Fregatten und deren Hubschrauber, Seefernaufklärern, unbemannte Fahrzeuge, Versorgungsschiffe, Aufklärungsdrohnen und Transportflugzeuge und Kampfflugzeuge. Alle diese Einheiten sammeln Aufklärungsdaten. Alle reden über die Combat Cloud beim FCAS. Wie steht es aber um dieses Thema bei der Marine? Ich bin da kein Experte – nehme aber zumindest nicht wahr, dass es dort einen Entwicklungsschwerpunkt gibt. Mir scheint es eher, dass jeder Schiffstyp schon genug damit zu tun hat, seine eigenen Daten koordiniert zu bekommen. Ich wünsche Hensoldt wirklich viel Erfolg bei der Integration des CMS330. Vielleicht entwickeln sich die F125 ja doch noch zu den Innovationstreibern der Marine. Und hoffentlich nimmt auch das Innovationszentrum der Bundeswehr in Kiel zügig Fahrt auf.
Ich kann die Entscheidung nachvollziehen, die F126 komplett zu stoppen.
Die Marine kommt mit Umrüstungen der F125, F124 und F123, sowie den Planungen für F127 und jetzt noch F128 an ihre organisatorische Grenze.
Das dürfte auch der Hauptgrund gewesen sein, nicht 4 F128 plus die F126 zu nehmen.
Was ich aber bei der Meko A200 sehr, sehr kritisiere:
Wir bestellen eine ASW-Fregatte, die vom Hangar so klein ist, dass nur ein Sea Tiger plus eine Drohne hineinpassen. Sollte dieser Sea Tiger ein technisches Problem haben, oder im Einsatz vielleicht sogar verloren werden, haben wir keinen zweiten Helikopter an Bord.
Ich erwarte daher von der Marine, dass sie sich nach dieser Entscheidung zur F128 Gedanken über ein zweites, kompakteres Bordhubschrauber-Muster machen, damit zwei Helikopter mitgeführt werden können.
Ich habe als Landratte mal einige Frage an die Marineexperten:
Sind (bzw. waren) die verschiedenen Systemen für verschiedene Einsatzräume geplant (und wenn ja für welche)? Oder ist es ein „single set of forces“-Ansatz?
Die verschiedenen Einsatzräume (Ostsee, GIUK/Nordatlantik, Mittelmeer, evtl. weiter östlich) haben offensichtlich deutlich verschiedene Anforderungen. Insbesondere für die Ostsee würde mich interessieren, welche Fähigkeiten überhaupt noch Schiffe/Boote erfordern, wenn kein Punkt der Ostsee weiter als 200km von einer NATO-Küste entfernt ist (man also Überwasserfahrzeuge vermutlich billiger mit Land Fires bekämpfen kann).
Vielen Dank!
@Tom sagt:
26.06.2026 um 10:15 Uhr
…Insbesondere für die Ostsee würde mich interessieren, welche Fähigkeiten überhaupt noch Schiffe/Boote erfordern, wenn kein Punkt der Ostsee weiter als 200km von einer NATO-Küste entfernt ist (man also Überwasserfahrzeuge vermutlich billiger mit Land Fires bekämpfen kann)…
Das ganz stumpfe Heeres denke! U-Jagd aus der Luft ist schwierig wenn der Luftraum stark umkämpft ist und auch der Feind weite Teile der Ostsee durch weitreichende Flugabwehr sperren kann. Müssen Truppen über See verlegt werden oder an einer Feindlichen Küste anlanden brauchen sie von Flugabwehr über Minenräumer bis hin zu Feuerunterstützung an Land eine ganze Latte an schwimmenden Einheiten. Ach und übrigens 40% der Menschheit lebt weniger als 100km von einer Küste entfernt.
Prinzipiell kann jedes seegängige Schiff überall auf den Weltmeeren eingesetzt werden.. die Fulda ist ja zur Zeit auf eigenem Rumpf in den Persischen Golf unterwegs… es ist nur die Frage wie oft nach versorgt werden muss und ob bei gewissen Wetterbedingungen Schutz in einem Hafen oder Ankerreede gesucht wird. Und am Ende wie der Kopfort der Besatzung ist wenn irgendwann die Klimaanlage einfach nicht mehr mit den Außentemperaturen mit hält… und ob irgendwann das Duschwasser rationiert werden muss…
@ Tom sagt: 26.06.2026 um 10:15 Uhr
Ohne in die Buendnisstrategie der NATO einsteigen zu wollen gibt es auf Ihre Frage mehrere Antworten:
1. Ja, die Tonnage (Groesse ) eines Schiffes entscheidet ob es im WNA noch einsatzfaehig ist ( Konvoidienst, UJagd , Waehrend WWII haben auf allierter Seite zwar auch 300-ts Schiffe Konvois begleitet, aber das war eine verzweifelte Notmassnahme.)
2. Der grosse Vorteil von schwimmenden Einheiten bei der Ueberwachung begrenzter Seegebiete – Krise und Krieg- (Ostsee, Mittelmeer) liegt
2.1 in der Dauer des Einsatzes im Vergleich zur Luftueberwachung und
2.2 Datenuebertragung auf/mit wen/m der zum „Netz“ gehoert
2.3 die Faehigkeit eine genaue optische Beobachtung und damit Bewertung eines Vorganges vorzunehmen
2.4 „Physische Gewalt“ anzuwenden, zB ein Fzg zu entern oder in einen Hafen zu eskortieren.
Zur Erinnerung: Das deutsche „Nasse Dreieck“ zwischen Flensburg und Ruegen ist relativ klein und uebersichtlich, aber oestlich von Bornholm wird die Ostsee schon richtig gross…..
Hier wird in der Preisdebatte leider systematisch Anschauungspolitik mit Rüstungsrealität verwechselt und Äpfel mit Birnen verglichen.
Der Vergleich des ursprünglichen F126-Preisschilds von 2020 (5,48 Mrd. € für vier Schiffe) mit dem aktuellen TKMS-Angebot für die MEKO A-200 (6,3 Mrd. €) ist rüstungsökonomischer Selbstbetrug. Warum?
Wunschzettel vs. Marktrealität: Die 5,48 Milliarden für die F126 waren ein politischer Kampfpreis für ein Schiff, das damals nur auf dem Papier existierte. Jede deutsche Sonderanforderung und jede Verzögerung hat dieses Fundament zerlegt, bis das BMVg jetzt bei einer Prognose von über 18 Mrd. € für sechs Schiffe (also satte 3 Mrd. € pro Rumpf) die Reißleine ziehen musste.
Die reale Stückkosten-Halbierung: Das TKMS-Angebot für die MEKO liegt im Schnitt bei ca. 1,45 Mrd. € pro Rumpf (11,6 Mrd. € für alle 8 Schiffe). Selbst wenn man die bereits ca. 2,4 Mrd. € verbrannten F126-Entwicklungskosten als schmerzhafte Altlasten oben draufrechnet, landet der Bund bei rund 1,75 Mrd. € pro Schiff. Das ist fast die Hälfte der F126-Kosten – für zwei Schiffe mehr im Wasser.
Risiko-Versicherung statt Prototypen-Wahnsinn: Bei der F126 trug der Bund das volle Risiko einer hochkomplexen Neuentwicklung. Bei der MEKO kauft die Marine ein modifiziertes, im Kern aber seit Jahren erprobtes Seriendesign. Das verbindliche TKMS-Angebot deckelt das finanzielle Risiko industrieseitig.
Man erkauft sich mit dem Schwenk auf die MEKO keinen „überteuerten Rumpf“, sondern den Ausstieg aus einem offenen, unkalkulierbaren 18-Milliarden-Euro-Grab. Wer Festpreise einer reifen Plattform mit den fiktiven Anfangskalkulationen eines Prototypen vergleicht, hat das Prinzip von Risiko-Rückstellungen im Rüstungsbereich schlicht nicht verstanden.
@ Michael Diez
Man muss aber ehrlich sein und auch sehen, dass die F126 und die F128 in ganz anderen Ligen spielen.
Die F126 hätte eigentlich ein D auf dem Rumpf tragen müssen, während die F128 wieder eine klassische Fregatte ist.
Ich hoffe, die Marine kann über ihren Schatten springen und einen kompakteren Bordhubschrauber fordern.
Denn einer ist keiner…
Und wie anspruchsvoll das System NH90 ist, wissen wir alle. Davon konnte man sich beim Abbruch der Vorführung in Nordholz am Tag der Bundeswehr mal wieder ein Bild machen…
@ Michael Diez: Da ich den von Ihnen kritisierten Kostenvergleich gemacht habe: Ich habe in Jahrzehnten gelernt, zunächst einmal das anzuschauen, was gerade auf dem Tisch liegt. Da kann ich Ihnen dahingehend zustimmen, dass das Rheinmetall-Angebot den Kürzeren gegenüber dem TKMS zieht. Das Preis-Leistungsverhältnis, das TKMS anbietet ist einfach besser.
Ich erlaube mir allerdings aus der Erfahrung der letzten zwei Jahrzehnte Marine-Beschaffungen in Frage zu stellen, ob das Angebot auch Realität wird. Verzögerungen? Mehrkosten wegen Preisgleitklauseln? Glauben Sie wirklich, dass wir am Ende nur 11,6 Mrd. € für 8 Schiffe bezahlen werden? Genauso spannend dürfte es werden sich Ende 2029 in Wilhelmshaven nach der ersten Einheit der F128 umzusehen…
@Küstengang01 26.06.2026 um 11:58 Uhr:
Angesichts der aktuellen Erfahrungen im Schwarzen Meer sehe ich keinen Bedarf für Kampfschiffe in der Ostsee.
– Kaliningrad inkl. Kriegshafen Baltisk kann von Land bekämpft werden-
– Der Finnische Meerbusenist m.E. durch Finnland und Estland sperrbar.
– U-Bootaufklärung kann m.E. unbemannt (Drohnen, Bojen etc.) erfolgen Die Bekämpfung muss dann aus der Luft oder durch Loitering munition (Torpedos, die auf dem Meeresgrund „geparkt“ sind) erfolgen.
Von daher sollten die neuen Schiffe Nordsee/Nordmeertauglich sein. Und wenn aus Amerika eh keine Schiffe kommen, ist auch die GIUK- Lücke nicht mehr so bedeutsam.
Im kalten Krieg hat man die GIUK gap mit wesentlich kleineren Schiffen gesperrt und damals hatte man wesentlich größere Crews und schlechtere Sensoren. Man braucht keinen 10.000 tonner für der Nordatlantik. Die Royal Navy selbst ist auch mit 6000 tonnen zufrieden das Schiff wurde auf von Norwegen bestellt.
@aussenstehender
An der U-Bootbekämpfung aus der Luft wird gearbeitet:
ES&T: „Airbus und Kawasaki wollen Eurodrone zur U-Boot-Jagd befähigen“
Hier die PM dazu:
https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-06-airbus-signs-memorandum-of-understanding-to-explore-japanese-anti-submarine-variant-of-the-eurodrone
Das wäre ja auch für uns interessant. Davon ab: warum nicht wieder Küstenartillerie i.w.S. aufbauen. also landgestützte Seezielfligkörper ? GREYSHARK „erledigt“ dann den Rest.
Die Option kann Ende 2026 ausgelöst werden? Ist das korrekt, wenn noch nicht einmal die Mindestbestellmenge durch den Haushaltsausschuss freigegeben wurde? Welchen Sinn macht eine Option, die man quasi zusammen mit der Bestellung des Hauptauftrages auslöst.
Ich wäre ja schon skeptisch, wenn jemand behauptet, dass die ersten vier Fregatten bis Ende 2026 unter Vertrag sind.
Der Realist sagt:
25.06.2026 um 22:31 Uhr:
„Wir bestellen eine ASW-Fregatte, die vom Hangar so klein ist, dass nur ein Sea Tiger plus eine Drohne hineinpassen“
Goldrandlösungsdenke hat sich erübrigt. 1 Nh-90 Helo hat für Ujagd den gleichen Einsatzwert wie früher 2 Sea Lynx, die nur gemeinsam als Dipper (Sonar-Helo) und Pony (wirkt mit Torpedos) sinnvoll eingesetzt werden konnten. Torpedo-Einsatz vom Schiff aus ist schon Verzweiflungstat weil nur weit im Wirkbereich des Ubootes möglich. Den lieben Nachbarn FRA GBR NLD oder DNK z.B. reicht auch ein ASW-Helo auf den neueren Fregatten..
„ Die F126 hätte eigentlich ein D auf dem Rumpf tragen müssen“
Nee weil D nach heutigem Verständnis in 3 Dimensionen wirken können sollten, für AAW und ASuw weitreichend. F126 war als viel zu fette F konzeptioniert.
@ Thomas Melber
Grundsätzlich wäre ein RBS Mk3 auf Lkw für die Nordsee eine interessante Ergänzung. Am besten auf einem Starter in 40 Fuß Container-Bauform. Dann hätte man synergien mit der Braunschweig-Klasse. Im Vergleich zu einer Korvette oder Fregatte ist eine Container-Lösung preislich ein Schnäppchen.