Pistorius zu NATO-Mission in Grönland: Wenn möglich zusammen mit den US-Streitkräften

Fürs Protokoll: US-Präsident Donald Trump hält zwar öffentlich daran fest, dass nur eine Annexion Grönlands den Sicherheitsinteressen der USA dienen könne – die Europäer sind aber weiterhin bemüht, der US-Regierung quasi Sicherheitsgarantien für die zu Dänemark gehörende Insel gegen vorgeblich russische oder gar chinesische Bedrohungen durch die Allianz schmackhaft zu machen. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte dazu, der Schutz Grönlands durch die NATO sei eine gemeinsame Aufgabe, wenn möglich unter Einbeziehung der US-Streitkräfte.

Dabei werde es weniger um eine Stationierung von Truppen gehen, sondern vorrangig um Patrouillen und Aufklärung, sagte Pistorius am (heutigen) Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaia Kallas in Berlin. Eine gesonderte NATO-Mission werde aber kaum kurzfristig zu erreichen sein; statt dessen vermutlich eher ein gemeinsames Vorgehen einer kleineren Gruppe innerhalb der europäischen NATO. Die Bundeswehr, betonte Pistorius, sei in der Arktis in der Vergangenheit mehrfach präsent gewesen und werde das auch fortsetzen.

Zum Nachhören:

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(aus dem vom BMVg zur Verfügung gestellten Mitschnitt der gesamten Pressekonferenz habe ich die wesentlichen Äußerungen des Ministers zu Grönland herausgeschnitten)