Pistorius zu NATO-Mission in Grönland: Wenn möglich zusammen mit den US-Streitkräften
Fürs Protokoll: US-Präsident Donald Trump hält zwar öffentlich daran fest, dass nur eine Annexion Grönlands den Sicherheitsinteressen der USA dienen könne – die Europäer sind aber weiterhin bemüht, der US-Regierung quasi Sicherheitsgarantien für die zu Dänemark gehörende Insel gegen vorgeblich russische oder gar chinesische Bedrohungen durch die Allianz schmackhaft zu machen. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte dazu, der Schutz Grönlands durch die NATO sei eine gemeinsame Aufgabe, wenn möglich unter Einbeziehung der US-Streitkräfte.
Dabei werde es weniger um eine Stationierung von Truppen gehen, sondern vorrangig um Patrouillen und Aufklärung, sagte Pistorius am (heutigen) Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaia Kallas in Berlin. Eine gesonderte NATO-Mission werde aber kaum kurzfristig zu erreichen sein; statt dessen vermutlich eher ein gemeinsames Vorgehen einer kleineren Gruppe innerhalb der europäischen NATO. Die Bundeswehr, betonte Pistorius, sei in der Arktis in der Vergangenheit mehrfach präsent gewesen und werde das auch fortsetzen.
Zum Nachhören:
(aus dem vom BMVg zur Verfügung gestellten Mitschnitt der gesamten Pressekonferenz habe ich die wesentlichen Äußerungen des Ministers zu Grönland herausgeschnitten)
Ich verstehe den europäischen Ansatz – ich verstehe auch, dass man versucht the Donald hier auf diesem Wege abzuholen.
Allerdings: es geht dem größten aller US-Präsidenten nicht um den Schutz Grönlands, oder der Seewege, oder der NATO – es geht ihm um die Vergrößerung des Gebietes der Vereinigten Staaten von Amerika (oder die Ablenkungen von den Epstein-Akten – je nach Lesart). Auch den Vordenkern des Project 2025 zum Trotz die ja ehr eine Rückbesinnung auf den Kernstaat USA fordern sind Trump und sein Team ehr auf dem Imperialismuszug. Trumps Drohungen, oder vielmehr seine aufgrund seiner fortschreitenden geistigen Einschränkungen ungefilterte Aussagen sollte man ernst nehmen.
Seine Aussagen zu Venezuela hat er umgesetzt, seine Drohungen und Aussagen zu Kuba „well, you know, Marco (Rubio) might be the next president of Cuba…“ werden vermutlich innerhalb der US-Administration auf wenig Widerstand stoßen. Wegen „the old dream“ und so.
Aktuell scheitern seine Grönland-Pläne/Ideen noch am US-Militär. Aber wer weiß schon wie lange das hält.
Es bleibt spannend
Auch fürs Protokoll, es ist „psychologisch wichtig für IHN“.
[…]
David E. Sanger
I was there this summer, and you’ve got — we had 16 bases the U.S. gave up. We have the right under the treaty to reopen them, as you know.
President Trump
Well that was with Biden, gave up —
David E. Sanger
No, no, this was — it was at the end of the Cold War, OK.
[…]
President Trump
Really it is, to me, it’s ownership. Ownership is very important.
David E. Sanger
Why is ownership important here?
President Trump
Because that’s what I feel is psychologically needed for success.
[…]
Katie Rogers
Psychologically important to you or to the United States?
President Trump
Psychologically important for me.
https://www.nytimes.com/2026/01/11/us/politics/trump-interview-transcript.html
Also sagen alle dem Kaiser, was er für schöne neue Kleider hat. Statt anzuerkennen, dass es hier um die Sicherung von Ressourcen für die künftige USA geht (nachdem der Klimawandel die zahlreichen Bodenschätze wirtschaftlich abbaubar gemacht hat).
Ach ja, da war ja mal was: https://www.bmvg.de/de/aktuelles/deutschland-beweist-handlungsfaehigkeit-in-arktis-5985574
Also gibt’s jetzt noch was on-top dazu? Oder wird das nun alles passend gelabelt/geframed (inklusive dem Erwerb der Sea Guardian), in der stillen Hoffnung seine Erlauchtheit zu besänftigen …?
Donald Trump gleicht einem loose-aggressiven Pokerspieler. Gegen solche Spieler lohnt es sich auf Dauer, regelmäßig zu reraisen, also den Einsatz zu erhöhen. Der einzige, der das verstanden zu haben scheint, ist Xi Jinping. Dänemark sollte mit Krieg drohen, falls die USA versuchen, sich Grönland mit Gewalt einzuverleiben. Dänemark sollte die USA auffordern, ihre militärischen Stützpunkte in Grönland sofort zu räumen. Das brächte Trump vor dem US Congress in enorme Erklärungsnot, ausgerechnet vor den Midterms.
Aber Skatspieler kennen eben keine Bluffs.
Die vermeintliche Stärke der USA resultiert doch bei genauerer Betrachtung aus der Schwäche der Europäer.
Manche europäische Staatenführer kann man doch aus amerikanischer Sicht nicht ernst nehmen.
Nur aus diesem Grund greift Präsident Trump jetzt nach Grönland.
mMn der falsche Weg.
Stattdessen eine eigene EU Naval Task Force auf die Beine stelle und in die Gewässer um Grönland herum auf Patrouille schicken. Für einen dauerhaften Einsatz regelmäßig durchwechseln … gerne unter Verweis auf die „vielen“ chinesischen und russische Schiffe.
Zusätzlich: EU Truppen in Grönland dauerhaft stationieren für „Arctic Warfare Training“. Alles mit den Grönländern absprechen, damit absolut klar ist, worum es geht. (Die Amerikaner verstehen das ohnehin.)
Meiner Ansicht nach benötigen die Amerikaner Grönland, um den nördlichen Seeweg der Russen zu kontrollieren und nicht oder nur gering die Bodenschätze auf Grönland.
Grönland hat sich heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dänemark erneut gegen die Übernahme durch die USA ausgesprochen.
https://www.spiegel.de/ausland/groenland-regierungschef-jens-frederik-nielsen-wenn-wir-zwischen-den-usa-und-daenemark-waehlen-muessen-dann-waehlen-wir-daenemark-a-165c17cd-487d-45ab-afae-ca6d12c79b80
Trump kann es drehen und wenden, wie er will.
Er bekommt Grönland nicht oder nicht ohne Krieg.
Das muss ihm Europa klar machen.
@Der Uhrmacher
„Gegen solche Spieler lohnt es sich auf Dauer, regelmäßig zu reraisen, also den Einsatz zu erhöhen.“
-> Wenn man es aushält den Einsatz mitzugehen, ja. Wenn man aber blank oder nicht so pralle da steht, dann funktioniert das nicht.
„Dänemark sollte mit Krieg drohen, falls die USA versuchen, sich Grönland mit Gewalt einzuverleiben.“
-> Haben Sie ja. Man könnte halt noch mit nem atomaren Zaunpfahl winken ala ähh die Franzosen haben da fei noch nen par UBoote die per EU Beistandspflicht fei auch helfen. Aber kp ob sowas wirkt oder aber die Situation nur verschärft.
„Dänemark sollte die USA auffordern, ihre militärischen Stützpunkte in Grönland sofort zu räumen. Das brächte Trump vor dem US Congress in enorme Erklärungsnot, ausgerechnet vor den Midterms.“
-> Oder würde einen super Grund liefern ala seht ihr? Ich habs euch gesagt, wir müssen Grönland besitzen, da wir den Europäern nicht vertrauen können. Damit macht man es den Nicht-Hardlinern sehr sehr schwer. Ich glaube da gibt es erstmal andere / bessere Reaktionsmöglichkeiten.
@Elitegaertner3 Von welchen nördlichen Seeweg der Russen sprechen sie? Die Region um Svalbard (Norwegen), Island oder die Gebiete um Buffin Bay & Nordwestpassage die durch Kanada abgedeckt sind oder die Ausläufer Kanadas selbst?
Achso, und warum können die das nicht jetzt schon machen? Warum müssen die USA, die ziemlich freie Hand haben (inkl Stationierung von Nuklearwaffen) was die Stationierung auf und um Grönland angeht, dafür Grönland besitzen? Was ändert sich dann denn? Das würde mich brennend interessieren!
Nach diversen Stellungnahmen etlicher Experten / Politiker / Militärs:
Das Hauptproblem ist hier nicht die Interpretation was Trump jetzt grönlandmässig genau plant oder nicht plant. Oder was genau die „andere“ NATO jetzt gedenkt zu unternehmen / zu stationieren oder als Manöver zu starten.
Völlig egal wie man das sieht, so ein Gehabe der USA gab es in der Geschichte nach dem 2. Weltkrieg noch nie.
Für die Abschreckungswirkung ( im kalten Krieg noch völlig eindeutig ) ist dies natürlich verheerend.
Wir sind jetzt an einem Punkt an dem es zum ersten Mal seit WW II entscheidend sein könnte wer glaubt-damit-durchzukommen auch wenn der „Andere“ effektiv der Stärkere ist.
Einen Krieg zu starten war ( wenn man sich schon dafür entschieden hatte ) immer viel einfacher als ihn zu beenden.
Bsp.: Sehr viele Stimmen behaupten die NATO wäre so unfassbar viel stärker als Russland. Mag ja sein, wenn das Russland aber in einigen Jahren anders sieht ist der bewaffnete „Konflikt“ trotzdem da… Wahrscheinlich sehr begrenzt, aber dennoch…
Die Handlungen der Trump-Administration sind derzeit maximal unglücklich und machen solche Szenarien wahrscheinlicher. Wer hätte das gedacht ?
@Elitegaertner3:
Die USA haben für alle diesbezüglichen Zwecke die Möglichkeit, Grönland hierfür zu nutzen. Es geht dem größten Präsidenten aller Zeiten aber um was anderes. Seinen Willen durchzusetzen.
Wenn Donald seinen Spinat nun einmal nicht essen mag, dann darf es eben keinen Spinat geben! Und wenn er gesagt hat, dass Grönland den USA gehören muss, dann muss Grönland eben den USA gehören. Weil er das so will! Und weil er Leute verachtet, die ihren Willen nicht durchsetzen können und diese für „Loser“ hält.
Das ist das treibende Element in Trump. Er darf um alles in der Welt kein Loser sein, oder auch nur potenziell so dastehen. Jegliche Diplomatie gegenüber den Vereinigten Staaten, die vermeidet ihn zu brüskieren, überzeugt ihn lediglich davon, dass alle anderen Loser sind.
Den roten Faden kann man doch in seiner gesamten politischen Karriere feststellen. Wenn er eine Wahl verloren hat, dann nicht, weil er verloren hat, sondern weil die Wahl natürlich „gestohlen“, also manipuliert wurde. Die Demokraten können ihn gar nicht besiegt haben, weil er ja nicht verliert, also muss es Betrug gewesen sein.
So einfach geht das, wenn man Donald Trump heißt.
Natuerlich wird Trump Groenland bekommen.
Und zwar durch Wiederbesetzung der US Stuetzpunkte und durch joint ventures der „Industrie“.
Wer hier von Krieg gegen die USA argumentiert oder faselt hat weder die Kraefteverhaeltnisse, noch die Struktur der NATO noch den Unterschied zwischen europaeischen und USofA Streitkraeften verstanden.
Nach meiner Erahrung sind die der USofA autarke „Kampftruppen“ mit einer politisch determinierten imperialen Fuehrung waehrend die Europaeer auf demokratisch-moralischen Buendnis-Verhaltensgrundsaetzen bestehen.
Die „Hilfsvoelker“ welche waehrend Korea, Vietnam, Golf ect mit den USofA gekaempft haben ,waren fuer den Amerikaner doch nur eine moralische Rechtfertigung/Unterstuetzung gegenueber der UNO, die sie damals noch zu brauchen meinten. Die brauchen sie jetzt nicht.
Die Republikaner entdecken jetzt neu, daß Dänemark bis 1991 ca. 4500 Grönländerinnen hat zwangssterilisieren lassen. Dänemark hat sich inzwischen zwar zu einer Entschuldigung bequemen können und stellt auch eine Entschädigung von umgerechnet ca. 40.000 Euro pro Betroffener in Aussicht. Aber Dänemark sollte die Anhänglichkeit der Grönländer nicht überschätzen, schon gar nicht die der politischen Opposition. Ich vermute, daß die USA/Trump versuchen werden, Grönland zu kaufen, evtl. mit einer eigens emittierten Kryptowährung aus Trumps Unternehmen DJT.
Errichten die US-Amerikaner dann auch noch SMR auf ihren Auslandsbasen?
Würde gut ins Bild passen. Bedeutet aber auch maximale Eskalation, wenn jemand draufschießt.
https://www.world-nuclear-news.org/articles/us-army-names-potential-microreactor-sites
Man sollte das Szenario mal weiterspinnen (über den Horizont hinaus denken).
Könnte Grönland nur ein erster Schritt sein auf dem Weg nach Kanada?
Grönland kann / könnte als roadblock fungieren, um europäische Unterstützung für Kanada zu blockieren.
Spinnerei? Vielleicht! Aber auch nicht ausgeschlossen.
@ Der Uhrmacher Unsere amerikanischen „Freunde“ sollten beim Thema Umgang mit Minderheiten einfach den Rand halten. Da haben sie selber genug Dreck am Stecken, inklusive Menschenversuche.
Einzelne Republikaner und Demokraten im Kongress nehmen gemeinsam Fahrt auf:
Bacon, Colleagues Introduce Bipartisan Legislation Prohibiting a U.S. Invasion of a NATO Member State….
The No Funds for NATO Invasion Act would:
Prohibit any federal funds from being made available for the invasion of a NATO member state or any territory protected by Article 5 of the North Atlantic Treaty.
Prohibit any officer or employee of the United States from taking any action to execute an invasion of a NATO member state or any territory protected by Article 5 of the North Atlantic Treaty.
…..
https://bacon.house.gov/news/documentsingle.aspx?DocumentID=2849
@Der Uhrmacher:
Der Grönländische Premier Nielsen hat doch erst laut und deutlich mitgeteilt, dass Grönland weder von den US in Besitz genommen, noch durch diese regiert werden will und sie sich im Zweifel für Dänemark entscheiden werden.
@der Uhrenmacher
Beim pokern müssen sie bei so einer Spielweise auch in der Lage sein zu „reraisen“
Das sehe ich bei Dänemark (EU) nicht
In der Arktis können U-Boote eine wichtige Rolle bei der Aufklärung spielen. Per Auslegung sind sie für unentdeckte Aufklärung besten geeignet. Hinzu kommt, dass sie unter das Eis tauchen können und damit in der Grönlandsee und dem arktischen Ozean häufig weiter vordringen können als Schiffe an der Oberfläche. Wenn man dies bedenkt, so treibt Trump die Kanadier geradezu in einen Deal mit Deutschland und Norwegen zum Aufbau einer gemeinsamen U-Bootflotte auf Basis der U212CD. „ITAR free“ ist in diesem Kontext ein echter Mehrwert.
Übrigens verfügt die US Navy über keine Eisbrecher und die US Coast Guard muss auch noch ein paar Jahre auf neue Eisbrecher warten. Somit haben selbst die so mächtigen US Streitkräfte technische Probleme mit einer Präsenz in der Arktis.
Was die US amerikanischen U-Boote anbelangt, so gibt es davon natürlich sehr viele. Allerdings ist ja bekannt, die Produktionsrate der Virgina-Klasse nicht die angestrebten 2 Boote pro Jahr erreicht – sondern in den letzten fünf Jahren nur 7 Einheiten in Dienst gestellt werden konnten. Damit lässt sich nicht die Außerdienststellung der Los Angeles Boote kompensieren. Insofern stellt sich auch in Anbetracht von China, AUKUS und der notwendigen Begleitung von Flugzeugträgerkampfgruppen die Frage, wie viele die USA davon für die Arktis abordnen können.
Summa summarum ist Europa was die Arktisfähigkeit der Marinen anbelangt gegenüber der US Navy überraschenderweise gar nicht im Nachteil.
Ich halte das europäische Appeasement gegenüber Trump und seinem Regime für einen elementaren Fehler.
Die USA sind kein Verbündeter mehr und die Frage ist, was wir durch dieses Appeasement noch gewinnen können und was wir durch einen harten Kurs zu verlieren haben.
Trumps Komplizen haben es doch teilweise klar formuliert: In Ihrer Sicht der Politik gibt es weder Verbündete noch Freunde sondern nur noch situativ harte Verhandlungen und Deals. Wir haben insofern nicht mehr viel von den USA zu erwarten und zu verlieren. Im Gegenteil: Im Bündnisfall würde uns Trump offen erpressen. Hilfe gegen massive Zugeständnisse.
Wie würde ein Staat, der sich seiner Stärke bewusst ist, auf die diplomatische Unverschämtheit eines anderen Landes reagieren, dessen Regierung offen über einen militärischen Angriff zwecks Landraub spekuliert? Er würde seine Waffen und Optionen präsentieren: Ein solcher Staat würde z.B. erstmal bei den wichtigsten US-Stützpunkten für einige Stunden den Strom ausfallen lassen. Vielleicht würden temporär Überflugrechte für amerikanische Militärflüge verweigert. Man würde mal eine größere Tranche US-Staatsanleihen verkaufen, symbolisch die eigene Miltärpräsenz erhöhen, beim Zoll die Einfuhr von US-Waren verzögern etc.
Interessanterweise wirkt so etwas genau bei solchen Typen, wie Trump und Putin. Das hat Präsident Lula eindrucksvoll bewiesen. Mit Appeasement erreichen wir bei Trump das Gegenteil. Er nimmt es als Einladung zum weitermachen.
„Stefan sagt: 14.01.2026 um 13:02 Uhr @der Uhrenmacher
Beim pokern müssen sie bei so einer Spielweise auch in der Lage sein zu „reraisen“
Das sehe ich bei Dänemark (EU) nicht
Mehr Selbstbewusstsein bitte.
Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten unterhalb der militärischen Ebene. Im äußersten Fall könnte man eine – wie auch immer geartete – Allianz mit China androhen.
Da hier der Poker-Vergleich kam:
Bei dem Kartenspiel sind ja zumindest einige Karten verdeckt. Dann wird gespielt und mitgegangen, erhöht oder ausgestiegen.
Beim Grönland-Problem liegen die Karten alle auf dem Tisch.
Bluffen geht nur im Sinne von “ dann werde ich aber… „.
Mit was genau ist aber dummerweise schon vollständig bekannt.
Da könnten die USA einen winzigen Vorteil haben ;-)
@StMarc
Das amerikanische Militär war und ist weiterhin ein Verbündeter der Europäer und Teil der NATO. Das haben ja auch viele Trump und Co klar gemacht, als er über Invasion gesprochen hat.
Das wird auch noch länger so bleiben. Und wer was anderes sagt gibt damit mMn nur den Feinden der NATO auftrieb.
Sollten wir als D und EU trotzdem mehr auf Unabhängigkeit setzen? Klar! „There is no friendship between countries“ galt und gilt weiterhin. D und die USA sind wirtschaftliche Feinde und militärische Verbündete. Man kann militärische Bündnisse aufkündigen, das ist aber (noch) nicht der Fall.
Zu den Maßnahmen, die man als Reaktion auf Drohungen einsetzen kann, da gebe ich ihnen recht. Die europäischen Verhandler und Diplomaten sind weltweit für ihre freundliche Härte bekannt. Wird Zeit, dass wir hier super freundlich aber bestimmt auftreten. Und das sehe ich in der „Appeasement“ gerade umgesetzt. Wir haben lange versucht Trump und Co zu beschwichtigen (teilweise mit Erfolg). Ich sehe aber aktuell auch, dass hier einiges in Bewegung gerät.
By the way, ein interessanter Hebel wurde von Cory Docotrow auf dem 39C3 ins Spiel gebracht. Fand ich insgesamt sehr sehr spannend. Und ich denke, wir müssen selbst mehr auf asynchrone Antworten setzen. Da können wir noch etwas von den Russen und Chinesen lernen.
https://media.ccc.de/v/39c3-a-post-american-enshittification-resistant-internet
Was sagte Trump heute auf die Frage einer Reporterin, was er zu den Aussagen Grönlands denkt?
Sinnbildlich::
„Wer ist das? Nie von ihm gehört. Aber ich stimme ihm nicht zu. Er hat jetzt also ein großes Problem.“
Wer nicht DTs Meinung ist, bekommt ein Problem. So einfach ist die Welt…
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-groenland-treffen-100.html
Einfach mal sacken lassen. Welchen Sinn und Wert soll dann die NATO eigentlich noch haben?
Ich denke, die europäischen Nato-Länder sollten auf der Basis einer „Koalition der Willigen“ umgehend – im Konsens mit Grönland – dort zumindest minimale Einheiten (jeweils in Kompaniestärke aus 15 NATO-Nationen in Rotation reichen) permanent stationieren – im Sinne eines „Stolperdrahtes“.
Auch wenn das nur symbolisch und ohne Aussicht auf Erfolg in in einer „lethalen“ Auseinandersetzung wäre : dann wären unsere (Ex-?) Verbündeten wirklich gezwungen militärisch gegen uns vorzugehen, und NATO Truppen gefangen zu nehmen! Das würde definitiv die rote Linie überschreiten – und auch in den USA keinerlei Akzeptanz finden.
Aber einfach in einem quasi „Niemandsland“ einfach nur auf 35.000 Einwohner zu pfeifen und dort lediglich die US-Flagge zu hissen würde es definitiv zu einfach machen.
Und das muss innerhalb von kürzester Zeit passieren – Trump schafft gerne Fakten in einem noch existierenden Vakuum – und sowas würde ihm verständlicherweise auch nicht passen.
Angeblich gibt es ja bereits erste Gespräche dazu…
Trump spielt absehbarer das Spiel von Putin und/oder China. Das wahrscheinlichste Ergebnis ist aus meiner Sicht, dass er den europäischen Ländern Schutz versagen wird wenn er hinsichtlich Grönland nicht das bekommt, was er will. Und das, was er will, ist in akzeptabel und würde die NATO genauso zerstören.
@BongoKing
Ich glaube auch, dass große Teile des US-Militärs noch der NATO und der US-Verfassung verpflichtet sind. Aber, was heißt das schon?
Denn auch in den USA gilt das Primat der Politik über das Militär. Und die Politik c’est Trump und seine Kamarilla.
Zweitens haben bein US-Militär die Säuberungen doch schon begonnen. Und für jede interessante Position gibt es Opportunisten, die die Chance für sich ergreifen. Auch beim US-Militär.
Ansonsten Zustimmung.
@ Trevor Faith
„Mehr Selbstbewusstsein bitte.
Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten unterhalb der militärischen Ebene. Im äußersten Fall könnte man eine – wie auch immer geartete – Allianz mit China androhen.“
Heutiger Tweet von Mark Carney, Regierungschef Kanada:
„I’m headed to Beijing.
China is our second-largest trading partner, and the world’s second largest economy. A pragmatic and constructive relationship between our nations will create greater stability, security, and prosperity on both sides of the Pacific.“
(https://x.com/markjcarney/status/2011242504725938286?s=46&t=Oj3q2vMlXeCL12SWshrahQ)
Trump ist eigentlich ideenlos. Die Grönland -Geschichte hatte vor ihm schon US-Präsident Truman erfolglos angedacht. Es geht ihm überhaupt nicht um Sicherheit, da eine Stationierung innerhalb der NATO unproblematisch, sondern nur um Bodenschätze. Dass er dabei mit der Sicherheit spielt, ist ihm egal, genauso wie er seine Frau mit einem Pornostar betrogen hat. Es gibt keinen Unterschied zu Putin.
Was ich seit Tagen vermisse (oder habe ich es verpasst?) ist eine Stellungnahme der NATO selbst, also des Generalsekretärs. Weiss zufällig jemand der Mitleser, ob die NATO wenigstens hinter den Kulissen agiert, um die Wogen zu glätten?
Auf jeden Fall ersehne ich schon jetzt Herrn Wiegolds bzw. Sicherheitshalbers Podcast von der MSC! (Überweisung ist schon raus.)
@Marc
Rutte betont bei jeder Gelegenheit und Frage, dass er in public nichts zu Diskussionen zwischen zwei Aliierten sagen wird,