Los geht’s: Die neue Weltordnung
Ein bisschen rapide haben die Ereignisse der vergangenen Tage die Neujahrsruhe beendet. (Ich gebe zu, ich habe mir dennoch Zeit gelassen). Aber die Ausblicke auf das, was die jängsten Aktionen der US-Regierung unter Donald Trump international sicherheitspolitisch bedeuten können, legen dringend einen Sammler nahe – für die Europäer nicht zuletzt mit der immer wieder aufgeworfenen Frage: Folgt auf die militärische Intervention in Venezuela eine in Grönland und damit gegen das NATO-Mitglied Dänemark?
Die Überlegung kommt ja nicht aus dem Nichts; ausgelöst hat das der US-Präsident selbst. Aus dem Überblick von AP:
A day after the audacious U.S. military operation in Venezuela, President Donald Trump on Sunday renewed his calls for an American takeover of the Danish territory of Greenland for the sake of U.S. security interests and threatened military action on Colombia for facilitating the global sale of cocaine, while his top diplomat declared the communist government in Cuba is “in a lot of trouble.”
Auslöser für die Befürchtung einer Weiterung Richtung Europa war ein Telefoninterview mit dem US-Magazin The Atlantic, veröffentlicht am vergangenen Samstag, in dem Trump unverblümt erneut den Anspruch auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel anmeldete:
During our call, Trump, who had just arrived at his golf club in West Palm Beach, was in evident good spirits, and reaffirmed to me that Venezuela may not be the last country subject to American intervention. “We do need Greenland, absolutely,” he said, describing the island—a part of Denmark, a NATO ally—as “surrounded by Russian and Chinese ships.”
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen reagierte darauf am (gestrigen) Sonntag:
„Ich muss es den USA ganz direkt sagen:
Es macht absolut keinen Sinn, davon zu sprechen, dass es für die USA notwendig sein könnte, Grönland zu übernehmen. Die USA haben kein Recht, eines der drei Länder des Königreichs zu annektieren.
Das Königreich Dänemark – und damit auch Grönland – ist Teil der NATO und fällt somit unter die Sicherheitsgarantie des Bündnisses. Wir haben bereits heute ein Verteidigungsabkommen zwischen dem Königreich und den USA, das den USA weitreichenden Zugang zu Grönland gewährt. Und wir haben seitens des Königreichs erheblich in die Sicherheit in der Arktis investiert.
Ich möchte daher nachdrücklich dazu auffordern, dass die USA ihre Drohungen gegen einen historisch engen Verbündeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, die ganz klar gesagt haben, dass sie nicht zu verkaufen sind, einstellen.
Schnelle Rückendeckung gab es von ihrem schwedischen Kolelgen Ulf Kristersson:
Nur Dänemark und Grönland haben das Recht, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen.Schweden steht voll und ganz hinter unserem Nachbarland.
(Übersetzt mit deeepl.com)
… und vom norwegischen Kollegen Jonas Gahr Støre
… und als viertes nordeuropäisches NATO-Land meldete sich Finnland zu Wort; sein Präsident Alexander Stubb:
Das ist die Lage zu Wochenbeginn. Ergänzungen sind wohl wahrscheinlich.
Nachgetragen, hatte ich erst vergessen: Bereits am vergangenen Freitag hatte Katie Miller, die Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, mit einem Post auf X die Debatte angeheizt. Die Optik oben als Aufmacherfoto.


Die neue Weltunordnung wäre vielleicht die bessere Bezeichnung. Im Podcast 102 von Sicherheitshalber war deutlich erklärt worden, dass die USA ihren Anspruch als Ordnungsmacht, Welt-Polizist aufgegeben haben. Aber die neuen amerikanischen Ziele sind nicht friedfertiger geworden, sondern ganz im Gegenteil zeigt Venezuela, dass die USA jetzt eine unberechenbare Kabinenboot Politik mit Hinterhof Amerika betreiben. Die ständigen Drohungen gegen das NATO Mitglied Dänemark WG Grönland lassen sich durch nichts rechtfertigen! Insoweit fehlt hier im Artikel der Hinweis auf den Thread gestern bei X, wo die Ehefrau des stv. Staabschefs des Weißen Hauses, Grönland gepostet hat in den Farben der US Flagge, was gestern gross rausgestellt & diskutiert wurde auf Twitter! Dies erweckt den Eindruck, dass die USA eine Invasion gegen Grönland gezielt vorbereiten! Eine solche Invasion wäre das Ende der NATO! Dänemark & die europäischen NATO Staaten sollten schleunigst Kampftruppen mit Schießbefehl auf Grönland stationieren! Da die USA einen Militärstützpunkt auf Grönland betreiben & selbst verschuldet viele weitere Stützpunkte geschlossen haben, kann es nicht um militärische Fragen gehen, sondern nur um den Raub von Rohstoffen. Denn es gibt keinen Grund anzunehmen, das Dänemark oder Grönland den USA die Wiedererrichtung von weiteren Stützpunktenn verweigern würden, wenn die USA weitere Stützpunkte zur Abwehr von Russland erbitten würden. Aber man muss eben freundlich fragen & die Souveränität von Dänemark respektieren.
[Ah stimmt, den X-Post hatte ich doch als Bebilderung nehmen wollen… trage ich noch nach. T.W.]
Geht es nach den aktuellen Sprachregelungen, wäre eine amerikanische Inobhutnahme Grönlands wohl als „komplex“ (Bundesregierung) zu bezeichnen und die USA sollten das „zurückhaltend“ (EU) angehen.
Der Pate hat sein Machtwort gesprochen und alle küssen den Ring. Das öffentlichkeitswirksame Murren des ein oder anderen geht dabei im Knattern der Delta-Force Hubschrauber unter. Ist ja nur Südamerika …
Es sieht keiner den „Zaubertrick“ von THE DONALD! Es geht hier nicht um eine neue Weltordnung… es geht auch nicht darum seinen Buddys und Wahlkampfspendern aus der Öllobby wieder Zugang zu Venezuela zu verschaffen… nein es geht um Ablenkung.
Es geht darum seinen Namen und seine Fresse aus der Berichterstattung über die Akten seines ehemaligen besten Kumpels Epstein zu halten bzw. gleich die Nachrichten mit was total anderen zu fluten…
Deshalb hat er Maduro entführen lassen und hat jetzt weniger wie null Ahnung wie es weiter geht. Hauptsache die Nachrichten berichten nicht über die Epsteinakten! Wird es Bodentruppen in Venezuela gegen… verdammt nein das wäre ja Vietnam 3.0 vor der Haustür. Wird gleich der nächste „Immobilien Deal“ in Nordamerika propagiert… klar denn der Newsfeed muss gefüttert werden. Sonst wird morgen wieder über Epstein und schlechte Wirtschaftsdaten berichtet. Wacht mal auf… es sind zwei paar verschiedene Schue was THE DONALD den lieben langen Tag sagt und was er tut.
Meine zwei Wetten für 2026:
1. Venezuela wird in spätestens 2 Wochen zum US-Protektorat (Bezeichnung bewusst gewählt) unter der Regide von Jared Kuschner
2. Bis April wird Trump Grönland besetzen – aus welchem Grund auch immer.
Vor einem Jahr noch undenkbar – heute Realität.
Die UN ist und bleibt eine „Schwatzbude“ und wer keine militärische Stärke hat ist und bleibt irrelevant.
Willkommen 2026!
Tja, so klare Aussagen wie aus dem Norden würde man sich von Herrn Merz auch wünschen. Aber vermutlich ist die Lage auch in Grönland „komplex“ und muss erst noch bewertet werden /s
Beim Wiederaufleben der Munroe/Trump-Doktrin fällt mir im übrigen auch noch ein, dass sowohl Niederlande, als auch Frankreich und UK noch Gebiete in den Amerikas besitzen. Auf die hat man seitens der USA zwar noch keine Ansprüche erhoben, aber dagegen wetten würde ich inzwischen auch nicht mehr.
@Küstengang01 sagt:
05.01.2026 um 11:31 Uhr
„[…]Es sieht keiner den „Zaubertrick“ von THE DONALD! Es geht hier nicht um eine neue Weltordnung… es geht auch nicht darum seinen Buddys und Wahlkampfspendern aus der Öllobby wieder Zugang zu Venezuela zu verschaffen… nein es geht um Ablenkung.
Es geht darum seinen Namen und seine Fresse aus der Berichterstattung über die Akten seines ehemaligen besten Kumpels Epstein zu halten bzw. gleich die Nachrichten mit was total anderen zu fluten…[…]“
Bingo und Bingo.
Die – sagen wir mal – Eroberung Venezuelas, oder zumindest die Umformung in einen Vasallenstaat der einen mit Rohstoffen versorgt war zwar schon länger auf der Agenda, aber das es genau an dem Tag passiert an dem die Trump-Regierung hätte offen legen müssen WARUM sie ihren rechtlichen Pflichten zur Offenlegung der Epstein-Akten nur unzureichend nachkommt ist wohl kaum ein Zufall..
Die USA haben mit der Entführung Nicolas Maduros (für den hier übrigens US-Recht gelten soll – das nicht mal für den eigenen Präsidenten gilt) die von ihnen selbst geschaffene Weltordnung hinter der Gartenhütte erschossen wie einen räudigen Köter.
Im gleichen Atemzug spricht Trump Drohungen gegen den Iran, den Präsidenten Kolumbiens und die Präsidentin Mexikos aus. Von seiner Idee mit Grönland mal ganz abgesehen.
Dazu kommt die Bombardierung Nigerias – wo angeblich Christen vor ISIS geschützt werden sollten, man dann aber Christen bombardiert hat. Nun ja…
Die USA unter Trump sind ein komplett unverblümtes Imperium und ein sterbendes dazu. Nur wie die meisten sterbenden Imperien werden sie das nicht geräuschlos tun.
Ich weiß grade nicht so richtig worauf ich hoffen soll. Vielleicht wäre eine versuchte US-amerikanische Kontrolle Venezuelas – bei all dem Schrecken den es bringen würde – genau das Richtige. Denn dann müsste Trump seiner MAGA-Bewegung erklären warum US-Soldaten mal wieder in einem „foreign land“ sterben, also genau das Gegenteil von dem was er ihnen immer versprochen hat.
Und nur um das noch mal ganz, ganz kurz festzuhalten: Ich will von keinem unserer Politiker mehr Floskeln wie „überrascht“, „Zeitenwende“, „wir müssen in Bewegung kommen“ oder gar „das muss man in Ruhe und differenziert betrachten“ hören. Darüber sind wir weit, weit hinaus.
Europa muss (ja, Europa, denn als Einzelstaaten haben wir gleich verloren) extrem schnell werden. Wir haben in West und Ost eine Großmacht die imperialistische Gelüste zeigt, dazu bemüht sich China extrem um unsere klassischen Absatzmärkte und Rohstofflieferanten und läuft uns dort den Rang ab.
Wenn wir nicht – wirklich schnell – uns mit den Staaten Afrikas, Südamerikas und Asiens auf Augenhöhe auseinandersetzen, mit China Abkommen schließen und wirklich wehrfähig werden, dann ist gute Nacht Marie und Game Over.
Es geht um und auf Zeit – nur sollten wir uns nicht nur darauf verlassen, dass The Donald die Herzkranzverfettung schnell ereilt. Und vor allem nicht, dass nach ihm alles wieder back to normal geht,
Denn normal ist aus
Meiner Meinung nach ist diese Aktion in Venezuela eine gefährliche Grenzüberschreitung, über deren langfristige Auswirkungen sich vor allem diejenigen welche den US Präsidenten nun bejubeln keinerlei Gedanken machen. Hier geht es nicht um links oder rechts sondern darum das die USA einen Präzedenzfall geschaffen haben wo im Prinzip jeder Staat in einen anderen Raketen reinwerfen könnte, nur weil einem der Regierungschef nicht passt. Und das dann auch noch davon geredet wird eine „den USA wohl gesonnene Regierung einzusetzen“ setzt dem ganzen die Krone auf.
Auf der anderen Seite des Atlantiks begreift man einfach nicht, das die Regime Change Imperialismus Politik keinen Erfolg bringt, siehe Afghanistan, Irak und Vietnam. Europa muss dringendst standhafter und wehrhafter werden, gerade weil man geographisch zwischen zwei Diktatoren die vor Landraub nicht zurückschrecken angesiedelt ist.
Die Entführung eines amtierenden Präsidenten ist in der Tat eine neue Qualität – wenn man das so bezeichnen möchte. Eine weitere Linie, die überschritten wurde. Insofern ist auch mittlerweile denkbar, dass die USA sich Grönland einverleiben. Militärisch wird Europa sie nicht darin hindern können, wenn sie ernst machen. Auch einen militärischen Konflikt mit den USA würden die europäischen Staaten wegen Grönland nicht riskieren. Eine reelle militärische Bedrohnung Grönlands durch Russland oder China besteht natürlich auch nicht.
Der eigentliche Punkt ist also politischer Art. Man kann und muss darauf hoffen, dass die Amerikaner selber Donald Trump daran hindern, militätisch gegen Grönland und damit Dänemark vorzugehen. Sollte dies dennoch passieren, wären wir allerdings in einer politischen Unordnung enormen Ausmaßes. Der Bruch zwischen den USA und Europa wäre so stark, dass es massive Verwerfungen politscher, militärischer und wirtschaftlicher Art geben würde. Die NATO wäre tot und Europa militärisch auf sich allein gestellt. Inklusive der nuklearen Abschreckung.
Was wäre die Folge? Die US-Streitkräfte würden aus Europa abgezogen oder der Lande verwiesen. Europa müsste noch schneller aufrüsten und würde eine eigene Strategie der nuklearen Abschreckung entwickeln. Die Beschaffungen US-amerikanischer Rüstungsgütern würden zügig gestoppt werden und die EU würde einen Notfallplan für die Ersatz-Beschaffungen aufstellen. Die EU würde die NATO-Organisationsstrukturen in Europa – in Absprache mit Großbritannien, Norwegen und der Türkei – übernehmen und sich zu einem echten Verteidigungsbündnis entwickeln. Kanada würde komplett die militärische Allianz mit Europa suchen und Stationierungen europäischer Truppen in Kanada anstreben. In Großbritannien wäre der Druck sehr groß, aus dem AUKUS-Militärbündnis auszusteigen und noch stärker mit den anderen europäischen Partnern zu kooperien. Letztendlich könnte dies der Startpunkt für den Aufbau einer echten europäischen Armee bis hin zu gemeinsamen europäischen Verbänden für Flugzeugträgerkampfgruppen und Langstreckenbombern werden.
Die Folgen für die USA wären ebenso gravierend. Als echte militärische Partner blieben nur die militärisch voll abhängigen Staaten wie Südkorea, Taiwan und Israel übrig. Australien und Japan würden sich als Verbündete der USA ebenfalls Gedanken darüber machen, wie abhängig sie sich dauerhaft von den USA machen wollen. Die USA würden mit dem Verlust ihrer Militärstandorte in Europa auch wesentliche Stützpunkte für ihre Machtprojektion in den Nahen Osten und den Norden Afrikas verlieren. Auch für die Handelsbeziehungen der USA würde sich eine Katastrophe anbahnen. Es würden weltweit sehr viele Staaten eine reduzierte wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA wegen deren Unberechenbarkeit anstreben. Die USA würden zunehmen isoliert dastehen. Das könnte soweit gehen, dass selbst in der IT-Branche langfristig die amerikanischen Konzerne ihr Monopol verlieren. Und was würde passieren, wenn Microsoft, Amazon, Apple, NDIVIA, Alphabet, Meta et al. gleichzeitig in massive Exportprobleme hineinlaufen?
Summa summarum: Man kann nur hoffen, dass eine Menge einflussreicher Amerikaner Donald Trump eindeutig erklären und einbleuen, dass es für die USA extrem schlecht wäre, wegen Grönland militärisch gegen Dänemark vorzugehen.
Achtung! Sarkasmus!
Das macht olle Donald Trumpeltier doch nur, weil er den Friedensnobelpreis nicht bekommen hat. Er wird beizeiten vor der neuen Nominierung dazu das Venezuela-Adventure medienwirksam und mit viel Getöse beenden und sich als großer Friedensstifter darstellen (lassen). Und die europäische und die deutsche Politik schwurbelt nur rum anstatt klare Kante zu zeigen. Ach ja, und Herr Medwedew auf der anderen Seite der europäischen Grenzen würde gerne „den Neonazi Friedrich Merz“ ( O- Ton von dem Vogel) im Trumpschen Maduro-Stil entführen.
Die Welt wird immer bekloppter. Man gar nicht so viel fressen wie man kotzen möchte.
Die Bundesregierung MUSS sich hierarchische klar positionieren!!
Europa muss endlich an einem Strang ziehen…
Ich frage mich auch was Trump noch mehr will!? Im Rahmen der NATO Mitgliedschaft und Stützpunkte der USA auf Grönland besteht ja kein Mangel bzgl Einsatzmöglichkeiten und Schutz…
Ich erwarte hier aber auch von den Demokraten UND von den Republikanern mehr Gegenwind innerhalb der USA … sonst ist die USA nur noch eine billige Diktatur!
wenn Trump Grönland annektiert dann ist die NATO Tot und wir müssen schauen dass wir im Rahmen der EU stärker werden und Kanada noch mit an Board holen!
Nett, wie (auch hier) Dinge miteinander vermischt werden, die wenig miteinander zu tun haben und ganz offenbar tief in den Köpfen des durchschnittlichen deutschen Zeitungslesers verwurzelt sind. Trump triggert halt viele, und die antiamerikanischen Ressentiments sind zäh.
Nein, das war kein Ablenkungsmanöver wg Epstein. Dazu ist so eine übelst gut ausgeführte Mission viel zu komplex und erfordert einen viele Monate währenden Vorlauf. Es bettet sich ja auch ein in die neue nationale Sicherheitsstrategie, die viele bei uns nicht mögen (bin auch nicht sehr happy darüber), der man aber Konsistenz nicht absprechen kann. Der Raid gegen Maduro ist im übrigen für Trump innenpolitisch sehr heikel, weil die MAGA-Bewegung explizit keine außenpolitischen Abenteuer und Verwicklungen will. Deswegen sehen wir auch seit Beginn des Raids z.T. seltsame Kommunikationen des WH, um keine offene Flanke in der Innenpolitik zu generieren.
Ganz grundsätzlich darf niemand überrascht sein, dass sich Trump, wie eigentlich jeder US-Präsident der letzten 4 Jahrzehnte, eher wenig um „regelbasierte Ordnung“ und anderen Papierkram kümmert. Er macht es nur unverschämter (Clinton, Bush junior, Obama waren in der Sache wenig zimperlich, aber natürlich weitaus geschmeidiger in der Kommunikation). Vielleicht sollten wir uns fragen, weshalb denn jede Großmacht umstandslos diese „Regeln“ bricht, wenn es opportun erscheint … haben wir uns da eventuell nur weiße Salbe auf die eigenen Augen geschmiert, um gleichzeitig die eigene Ohnmacht nicht sehen zu müssen und uns als moralisch erhaben sehen zu wollen?
Anyway – was bleibt? IMHO kann es nur eine Konsequenz geben, langfristig: Selber stark genug zu sein, um die eigenen Regeln durchsetzen zu können, wenn es ans Eingemachte geht. Wirtschaftlich, militärisch und die selbst geschaffene innenpolitische Spaltung überwinden.
Nachtrag:
3. China wird – sich die USA zum Vorbild nehmend – Taiwan bei einem der nächsten „Militärmanöver“ einnehmen.
…und außer ein paar empörten „Scharfen Zurückweisungen“ und ein paar anderen formalen Krokodilstränen, wird nichts (!) passieren..
Brave new world!
Wer sich über ein mögliches Europäisch-Kanadisches Bündnis informieren möchte, dem sei das Buch „Eurocan 2033“ von Christian Gruenler empfohlen. Neben dem interessanten Szenario in Romanform, werden darin in einem Whitepaper die Vorteile eines solchen Bündnisses diskutiert.
@Obibiber sagt:
05.01.2026 um 13:08 Uhr
„Die Bundesregierung MUSS sich hierarchische klar positionieren!!
Europa muss endlich an einem Strang ziehen…
Ich frage mich auch was Trump noch mehr will!? Im Rahmen der NATO Mitgliedschaft und Stützpunkte der USA auf Grönland besteht ja kein Mangel bzgl Einsatzmöglichkeiten und Schutz…[…]“
„hierarchisch klar positionieren“ – hier ist mir nicht klar, was Sie mit dem Wort „hierarchisch“ ausdrücken möchten.
Zu ihrer Frage „was Trump noch mehr will“ – natürlich haben die USA Stützpunkte auf Grönland. Sie nutzen nichtmal alle vertraglich gegebenen Möglichkeiten aus. Die Antwort ist also, wie so oft bei Trump, die des schnöden Mammons. Trump will die Bodenschätze, er will Grönland ausbeuten und sich, seinen Clan und seine Freunde bereichern.
Ähnlich wie bei der Ölindustrie Venezuelas. Der amtierende US-Präsident wird als der größte Kleptokrat der Welt in die Geschichte eingehen.
Mit der Haltung und dem Rumgeeiere der BReg wird das nichts mi dem deutschen nicht-ständigen Sitz im WSR 2027.
Und wir haben noch nicht einmal das erste Jahr der zweiten Amtszeit überstanden. :/
Ich finde, man kann dem ganzen nur mehr einen Sinn abgewinnen, wenn man sich die US-Regierung als Mafia vorstellt.
Da wird zuerst ein bisschen gedroht, um zu sehen, ob jemand einknickt und sich unterwirft. Maduro hätte sein Schicksal wahrscheinlich abwenden können, wenn er gezahlt hätte oder US-Ölfirmen wieder ins Land gelassen hätte. Wenn nicht, schaltet man ihn aus und lässt seine bisherige Stellvertreterin nachrücken. Die weiß jetzt, was ihr droht, wenn sie nicht spurt.
Und währenddessen werden verurteilte Drogendealer freigelassen, weil die Familie für Trump gespendet hat.
Und weil das Ganze aus US-amerikanischer Sicht funktioniert hat, bin ich mir sicher, dass da jetzt schon Leute um einen Tisch mit Landkarten sitzen und diskutieren, was das nächste Ziel ist. Ich mache mir jedenfalls Sorgen um Kolumbien und Kanada, um Guyana und Grönland.
Einige hier schreiben, die Nato wäre tot, wenn die Amis sich Grönland einverleiben.
Mal ehrlich, die ist auch jetzt schon tot.
Wegen der Balten werden die USA unter Trump genau gar nichts machen gegen die Russen.
Die Nato ist aber nur dann intakt, wenn alle sicher sind , dass eine heftige Antwort erfolgt, wenn man ihr Territorium wegnimmt. Das ist schon längere Zeit in Frage gestellt worden.
Herr Masala hat ein sehr interessantes Buch darüber geschrieben, “ Wenn Russland gewinnt“
Ein fast risikoloses austesten der Nato ist für die Russen ein Kinderspiel. Spätestens nach der Ukraine muss man von EU-Seite parat sein.
Wir müssen es selbst hinkriegen, hoffentlich reicht uns die Zeit dafür.
@Bow:
Richtig. China sackt sich den pazifischen Raum ein, die USA Südamerika und was hat man wohl Putin versprochen? Wir erleben gerade die Aufteilung der Welt in 3 Blöcke – warum ? Weil sie es können!
Ich komme wir vor, wie in einem alten James Bond – Film. Fehlt nur noch das Trump eine weiße Katze auf dem Schoss hat.
Ukrainische Kriegsblogger haben die Trump’sche Lobhudelei zum Einsatz seiner Task Force, für den Einsatz der Apache und Chinook als „unter Bedingungen #RussiaUkraineWar“ sehr hinterfragt. Die Flughöhe, soweit erkennbar ohne Luftdeckung von Jets oder Drohnen, wäre eine Einladung an FPV Drohnen gewesen.
Kein HubSchr wäre durchgekommen.
Unterstellt werden darf aber, die „Opse“ bei der D-Force wussten, dass keine Gefahr drohte.
Aus der Perspektive amerikanischer nationaler Interessen kann das Vorgehen gegen Venezuela durchaus positive Wirkung entfalten, solange es gelingt, die verbliebene Regierung dazu zu bewegen, amerikanischen Forderungen nachzugeben. Der chinesische und russische Einfluss in der Region würde dann zurückgehen, der Ölpreis würde sinken und ein Großteil der globalen Erdölreserven wäre unter direkter oder indirekter amerikanischer Kontrolle. Die Aussicht auf sinkende Erdölpreise würde zudem relevanten Druck auf Russland zu Konzessionen in der Ukrainefrage ausüben. Das Land würde als Hauptquelle von irregulärer Migration in der westlichen Hemisphäre ausfallen, und mehrere Millionen Migranten könnten in ihre Heimat zurückkehren. Problemstaaten wie Mexiko stünden zudem unter Druck, stärker gegen Organisierte Kriminalität vorzugehen.
An die Stelle einer schwachen „regelbasierten Weltordnung“ würde in Lateinamerika eine starke amerikanisch dominierte regionale Ordnung treten. Dass Staaten wie Russland oder China in Folge des Geschehens vom Völkerrecht abrücken, ist dabei kaum zu befürchten, da sie es auch bislang nur dann respektiert haben, wenn es ihren Interessen diente.
Die potenziellen Vorteile aus amerikanischer Sicht werden allerdings zum Preis eines hohen Risikos erkauft, dass die Intervention scheitert. Einen belastbaren Plan dafür, wie es weitergehen soll, scheint es bislang nicht zu geben.
Aus europäischer Sicht wäre das alles nicht besonders problematisch, wenn es die Drohungen bzgl. Grönlands nicht gäbe. Diese müssen angesichts des Vorgehens in Venezuela ebenso ernst genommen werden wie die allgemeinen Folgen der Tatsache, dass sich sich der mächtigste militärische Akteur der Welt bestenfalls noch ein unzuverlässiger Verbündeter ist.
Wo ist denn der Unterschied zu Noriega/Panama 1989/90 und Maduro 2026 völkerrechtlich? Da gab es doch auch nicht übermässig viel Kritik…
Persönlich muss man Herrn Maduro keine Träne nachweinen…
ABER geopolitisch ist das klär völkerrechtswidrige Vorgehen der USA
UND das „Wegducken“ von weiten Teilen des sog. „Wertewestens“
schlicht eine Katastrophe. Denn nun wird der Rest der ca. 160 Staaten
der Welt keinen Deut mehr auf das Gerede von „Werten“ und „Demokratie“ geben.
Es wird heißen: Lasst uns mit Eurer Doppelmoral und Verlogenheit in Ruhe!
Wie hättet Ihr geschrien, wenn z.B. Putin so in Georgien gehandelt hätte…?
Aber bei Onkel Trump …. schaut Ihr weg…
Wo sind die Sanktionen gegen den Völkerrechtsverletzer ?
Wo sind die klaren Verurteilungen durch ALLE Staaten-Lenker der EU ?
Wo ist die kläre Verurteilung durch Frau vdL ?
Ein schwarzer Tag für die Demokratie… und die EU…
In einer Folge Sicherheitshalber wurde das Delta beschrieben, warum die EU kein Pol ist. Das Delta will geschlossen werden.
Und ein drohender Verlust des Freihandelsabkommen mit Lateinamerika ist ein riesen Problem. Gerade als Pol mit Schwerpunkten im Handel und bei politischer Glaubwürdigkeit / Verlässlichkeit wird das Abkommen aufgewertet.
Bei einer politisch-ökonomisch-militärischen Betrachtung ist dennoch das größte Delta das Militär. Nicht was die Masse sondern was die koordinierte Projektion angeht z.B zum Schutz der Ostflanke.
@Dilbert:
„Ich komme wir vor, wie in einem alten James Bond – Film. Fehlt nur noch das Trump eine weiße Katze auf dem Schoss hat.“
Da fällt mir auch ein Zitat ein ( Für Stargate SG 1 – Fans, Folge 8×02 ).
Nach der Beförderung von Oberst Jack O’Neil ( Richard Dean Anderson, früher „McGyver“ ) zum Brigadegeneral diskutiert das Team über den neuen Job.
“ You can do whatever you want“
„I can do whatever I want“
„Within reason, Sir “ ( Im-Rahmen-der-Vernunft )
Letztere Einschränkung scheint für Herrn Trump ( dem Chef aller Chefs ) entfallen zu sein…
Eine sinnvolle Reaktion wäre ein schnelles Manöver von europäischen (nicht nur dänischen) Truppen in Grönland als Show-of-force. Sind die deutschen Gebirgsjäger eigentlich zu Wintereinsätzen in Grönland fähig?
Was mir hier noch ein wenig fehlt ist der Hinweis auf die unsägliche Reaktion des frz. Präsidenten, der die Aktion ausdrücklich gelobt und als Befreiung der Venezulaner bezeichnet hat, die es nachweislich nicht ist. Das macht eine einheitliche, klare Verurteilung oder zumindest Positionierung seitens der EU schon wieder unwahrscheinlich. Daneben zeigt es mir persönlich nochmals, dass das opportunistische Verhalten Macrons sogar den BK in den Schatten stellt. Ich bin daher nachhaltigst besorgt, was Europa angeht. Das betrifft auch die jüngsten Äußerungen des NATO-GS. Wir müssen uns umfänglich von den USA emanzipieren damit wir in einer sich unausweichlich bildenden multipolaren Welt einen eigenen Pol bilden, der bzgl. aller machtpolitischen Aspekte, aber auch im Sinne abendländischer Werte ernstgenommen werden kann. Tun wir das nicht, werden wir mit höchster Wahrscheinlichkeit und hoher Geschwindigkeit in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
@KPK:
SEAD lief vorher. Die von Russland gelieferten Luftverteidigungssysteme wurden, soweit eine Bedrohung, zerstört. Da gibt’s ein paar Berichte mit Details.
Wer es nicht gehört haben sollt; hier zum nachhören; da ist viel Richtige dran. Nach dem ich heute früh um 07:15 im DLF den Außenmister gehört habe und dem, was jetzt aus Litauen kam, verwirrender geht es nicht-
https://www.deutschlandfunk.de/usa-angriff-gegen-venezuela-wie-medien-den-ueberblick-behalten-100.html
@ JoH sagt:
05.01.2026 um 15:01 Uhr
Völkerrechtlich war an „Operation Just Cause“ dann nicht mehr viel zu kritisieren, weil Panama vorher, am 15.12.1989, gegenüber USA den Krieg erklärt hatte. Ein völlig bescheuerter Move der die wahrscheinlich sowieso bevorstehende Invasion legitimierte.
Ich schreibe es hier seit Jahren:
Wir brauchen eine starke EU mit gemeinsamer Außenpolitik und Armee.
Am Besten rücken die EU-Staaten ganz schnell zusammen, sonst wird es nämlich ungemütlich.
Putin und Trump haben das gleiche Ziel:
Schwächung der EU
Nachtrag zur Diskussion in den USA:
Konservative Sender wie NEWSMAX ( der kam erst aus der Bedeutungslosigkeit nachdem er von Trump empfohlen wurde bei der „gestohlenen“ Wahl 2020 ) sehen die Aktion in Venezuela als Polizeiaktion mit Militärbeteiligung. Kongresszustimmung nicht erforderlich. Professoren bestimmter Universitäten die das bestätigen treten da auf und finden sich immer…
Beispiele von früheren „zweifelhaften“ Handlungen demokratischer Präsidenten wie Obama werden angeführt ( teils leider nicht ganz unbegründet ).
Zusammenfassend muss man sagen das eine moderne „regelbasierte“ Ordnung im Sinne von höheren Zielen schon immer nur auf dem Papier bestand.
Das-Recht-der-Stärkeren ist heute mehr Das-Recht-der-Mächte-die-sich-das-leisten-können.
China ( “ Neun Striche Linie “ )
Russland ( “ Spezialoperation “ )
USA ( “ Maduro Files “ und wohl fortlaufend folgende… )
Das Hauptproblem ist die Übereinstimmung obiger Liste mit den Top Drei der Atommächte…
Mit der Grönland-Ankündigung drängen sich für Deutschland m.E. (zumindest) zwei zentrale Fragen auf.
Erstens: haben wir eigentlich eine nationale Sicherheitsstrategie? Also nicht nur vom Namen her, sondern inhaltlich — sprich eine, die Deutschland nicht nur als NATO-Mitglied sieht, sondern auch als eigenen Staat? Spezifisch: eine, die darlegt, wie sich Deutschland ggf. auch gegen einen durchgedrehten anderen NATO-Staat wehren kann? War bisher ein undenkbares Szenario, ist es ab jetzt nicht mehr.
Zweitens: Dänemark hat F-35. Was ist eine F-35 wert, wenn sich Dänemark in Grönland gegen die USA wehren muss? Und nein, es geht mir nicht um eine „Killswitch“-Theorie o.ä., aber so etwas bräuchte es auch gar nicht — Stichworte: Ersatzteile, Software-Updates usw. usf. Vergleichbares wird für viele andere Waffen- und Kommunikationssysteme gelten. Was für Schlussfolgerungen ergeben sich daraus im Sinne einer echten nationalen Sicherheitsstrategie für unser Beschaffungswesen?
„Zeitenwende“ bekommt gerade eine völlig neue Bedeutung…
@Apollo 11
„Within reason“ ist für Trump aber ein extrem weites Feld, da er sich selbst ja als stable genius sieht. Ergo wird das Trumpeltier noch viel mehr Porzellan zerschlagen, bevor sich nachhaltig Widerstand bildet. Der Hinweis auf die Epstein-Akten ist nicht von der Hand zu weisen, es gibt sicher einige Leute, die derzeit großes Interesse an außenpolitischer Ablenkung haben.
F-35: Ähnlich wie Windows 11, ohne nach Hause telefonieren startet das Ding nicht mal die Turbine.
Was macht Merz, wenn die US army in Grönland einmarschiert? Gar nix. Sonst steht im nächsten Moment Putin in Polen.
Der US-Präsident ist ein Asset der Russen. Face it.
Zweitens: Dänemark hat F-35. Was ist eine F-35 wert, wenn sich Dänemark in Grönland gegen die USA wehren muss? ….
Bitte. Bei allem Hass auf Trump (den ich nicht teile, den man aber verstehen kann) – man sollte ein kleines bisschen rational sein. Dänemark kann sich in Grönland gegen die USA oder gegen Russland nicht verteidigen. Und zumindest gegen die USA wird es sich auch nicht verteidigen müssen.
@Der Realist:
Es wird NIE eine gemeinsame Außenpolitik geben, da die Partikularinteressen zu unterschiedlich sind:
Frankreich markiert seit Jahrzehnten den „starken Mann“, hat aber ebenso seit Jahrzehnten nichts mehr militärisch geleistet.
Mali ist ihnen um die Ohren geflogen, der komplette Sahel ist ihnen um die Ohren geflogen – und uns fast mit.
Polen versucht einerseits, mittels Abschreckung Putin draußen zu halten und wirft sich daher mit vollster Wucht den USA an den Hals, fürchtend, dass Trump sie vor den Bus wirft, wenn es seinen Interessen dient.
Deutschland ist zwischen „Macht demonstrieren wollen“ und „nichts zu bieten haben“ hin und her gerissen. Man sucht immer „den Konsens mit den Partnern“, wer immer das auch sein soll, um ja nicht in Verantwortung zu geraten und gar Konsequenzen fürchten zu müssen.
Wer glaubt, dass Portugal, Spanien oder Italien auch nur einen Soldaten schicken würde, wenn „kleine grüne Männchen“ im Baltikum auftauchen würden, der glaubt auch, dass Zitronenfalter….aber lassen wir das..
Für Ungarn ist die EU nur eine „Bank ohne Kreditlimit“ (Target II etc.). Politisch liegt Orban eher auf Putin-Kurs, als alles andere.
Und Rumänien, Kroatien, etc….
Die Frage darf man sich selbst beantworten.
Und komme mir niemand mit der „Beistandspflicht“. Das ist zwar etwas verbindlicher, als bei der NATO, aber will das einklagen? Wovor? Womit?
Kurz:
Die EU ist über eine „Montanunion deluxe“ nie hinausgekommen.
Wer schon mal versucht hat einen Schwertransport auf der Straße von Cadiz nach Aarhus zu organisieren wird merken, dass auch hier noch „viel Luft nach oben“ ist, was einheitliche Vorgaben etc. angeht.
Fazit:
Auch wenn ich das vor 10 Jahren noch anders gesehen habe: Die einzige Chance wäre (der Konjunktiv ist bewusst gewählt), wenn Deutschland selbst Atommacht würde und die „Abschreckung“ in eigene Hände nehmen würde.
Das wird aber auch nie passieren, weil wir dafür ein hypermoralisches Weltbild von uns haben und Militär zwar mittlerweile als wichtig erachtet wird, sich aber immer noch niemand an der Wehrhaftigkeit Deutschlands aktiv beteiligen will.
Durch die Überlassung der Begriffe „Nation“ und „Vaterland“ dem rechten Spektrum, brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn 45% der Menschen unter 35 angeben, Deutschland im Falle eines Krieges eher zu verlassen, als zu verteidigen. Wir haben also ab 2028 für jeden Wehrwilligen (jedweden Geschlechts oder auch nicht) gefühlt ein eigenes Fahrzeug, aber kaum jemanden, der es bedienen könnte.
Daher werden wir die letzten sein, die die Illusion einer „regelbasierten Weltordnung“ aufrecht erhalten wollen und dabei langsam in die Bedeutungslosigkeit abdriften.
@NH
Selbstverständlich haben wir eine https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/index.html
Selbstverständlich enthält diese nichts dazu „wie sich Deutschland ggf. auch gegen einen durchgedrehten anderen NATO-Staat wehren kann“? Weshalb auch, bis Auftritt Trump 2 war das einfach unvorstellbar.
Nachgeprüft im Text hab ich das allerdings nicht.
@Thomas Becker
Klar lief SEAD vorab. Ebenso klar ist aber, siehe Ukraïne, bei Trupps mit FPV Drohnen bleiben immer welche einsatzbereit über.
Ergänzung zu NH:
Dänemark hat interessanterweise/paradoxerweise vor ein paar Tagen P-8 Poseidon in den USA bestellt.
Ähnliches Problem wie das von Ihnen bezüglich der F-35 beschriebene.
@ Bow
Sag niemals NIE.
Ich sehe Trump auf einer Ebene mit Putin.
Wir können den USA aktuell nicht mehr vertrauen, so traurig das auch ist. Wir sollten dort auch keine Waffen mehr kaufen.
Falls wir aktuell den Beginn einer neuen Weltordnung sehen, sähe sie wohl so aus, wenn wir Europäer uns nicht zusammenritten und um unseren gemeinsamen Platz kämpfen:
China: Asien (ohne Indien) und Afrika
USA: Nord und Südamerika
Russland: Einverleibung von Europa
Wollen wir das?
Nein!
Also bleibt nur Stärke und Gemeinsamkeit.
UND ein neuer starker Verbündeter an unserer Seite:
Indien
@Thomas Becker
„Dänemark kann sich in Grönland gegen die USA oder gegen Russland nicht verteidigen. Und zumindest gegen die USA wird es sich auch nicht verteidigen müssen.“
Wenn die EU sich gegen einen militärischen Angriff der USA auf eigenes Gebiet in Grönland nicht wehrt, dann ist sie mausetot. Dann wird Putin nicht mehr lange warten und sich an den Teilen der EU bedienen, die für ihn interessant sind.
Richtig ist: Die EU kann Grönland nicht verteidigen. Aber ich kann nach einem solchen kriegerischen Akt auch nicht einfach so weitermachen (siehe oben). Dabei hätten wir 450 Mio Europäer durchaus einige schwerwiegende Argumente in Petto, um Trump abzuschrecken:
Bei einer Annektion Grönlands durch die USA:
– sofortige Schließung aller amerikanischer Stützpunkte in Europa (ich kann feindliche Truppen nicht auf eigenem Territorium dulden). Strom und Versorgung abdrehen.
– Flugverbot für alle US-amerikanischen Luftfahrzeuge
– Sofortiger Verkauf sämtlicher amerikanischer Staatsanleihen
– Verbot feindlicher sozialer Medien, wie X…
– Massive Zölle und/oder Sanktionen auf alle amerikanischen Produkte
– …
Dies müsste die EU dem Mafia-Paten in Washington vorab als Warnung zukommen lassen. Ach ja: Dass die EU-Staaten sich massiv militärisch verstärken müssen, hatten wir hier, glaube ich, schon einmal (erschöpft/frustriertes Seufzen)…
@ T.W. Mittlerweile haben GB, Frankreich und Deutschland bekundet, dass sie an der Seite Dänemarks stehen.
Unbedingt hörenswert, Prof. emer. Herfried Münkler zu Venezuela und Multipolrität.
https://www.deutschlandfunk.de/us-militaer-aktion-und-die-folgen-interview-mit-politologe-herfried-muenkler-100.html
11:16 min.
@Ex-Soldat
Der aktuelle französische Präsident ist wie ein Fähnchen im Wind, der dreht sich immer dahin wo es für ihn gerade am günstigsten ist.
@Bow
Bezüglich der Thematik Kernwaffen stimme ich Ihnen zu. Deutschland sollte meiner Meinung nach solche Waffen besitzen, es ist es die einzige effektive Abschreckungsmöglichkeit wenn man quantitativ unterlegen ist und vor allem dann wenn solche Aktionen der USA deren neue verteidigungspolitische Doktrin abbilden.
Die Nummer mit dem Drogenschmuggel ist doch nur ein billiger Vorwand um ohne den Kongress militärisch eingreifen zu können. Hätte Venezuela Devisen gebraucht, hätte man sein Öl einfach nach China oder Indien verkaufen können, da brauchen die doch keinen Drogenhandel.
Bow sagt „Die UN ist und bleibt eine „Schwatzbude“ und wer keine militärische Stärke hat ist und bleibt irrelevant.“
Wow, Das nenne ich mal alles in Einem Satz auf den Punkt gebracht. Danke für den Kommentar!
Bow sagt weiter… China wird – sich die USA zum Vorbild nehmend – Taiwan bei einem der nächsten „Militärmanöver“ einnehmen.
Ich werde zum Fan von Ihnen Bow. treffend analysiert
Tomas Melber sagt…Mit der Haltung und dem Rumgeeiere der BReg wird das nichts mi dem deutschen nicht-ständigen Sitz im WSR 2027.
Ist eh für die Tonne.
Andreas Moser sagt….. Ich mache mir jedenfalls Sorgen um Kolumbien
Ich nicht. Kann nur besser werden, egal was man da macht.
Dilbert sagt……..Richtig. China sackt sich den pazifischen Raum ein, die USA Südamerika und was hat man wohl Putin versprochen? Wir erleben gerade die Aufteilung der Welt in 3 Blöcke – warum ? Weil sie es können!
Was für ein wundervoller Big Deal. Du quakst uns nicht an, wir quaken Dich nicht an. Jeder hat seinen Spielplatz.
Felix2 sagt……..Aber bei Onkel Trump …. schaut Ihr weg…
Wo sind die Sanktionen gegen den Völkerrechtsverletzer ?
Wo sind die klaren Verurteilungen durch ALLE Staaten-Lenker der EU ?
Wo ist die kläre Verurteilung durch Frau vdL ?
Ein schwarzer Tag für die Demokratie… und die EU…
Wohl wahr, wohl wagr. Wenn es nicht so unsagbar traurig wäre. Ach übrigens: Auch Israel bricht Völkerrecht. Auch hier Schweigen auf ganzer Linie.
Bow sagt…. Wer glaubt, dass Portugal, Spanien oder Italien auch nur einen Soldaten schicken würde, wenn „kleine grüne Männchen“ im Baltikum auftauchen würden, der glaubt auch, dass Zitronenfalter….aber lassen wir das..
So schauts aus. das Baltikum weit weg, kein Geld in der Tasche und auch sonst versuchen sie nur unter dem Radar zu bleiben. Es sei denn Marokko wagt sich mal wieder an mehr Fisch. Die sind uns keine große Hilfe.
Mein Fazit: Europa lernt wenn überhaupt nur durch Schmerz und Druck.
POTUS ´ Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros dient gleich mehrere Zwecken:
1) Er hält die Hand auf das Öl Venezuelas (an dem auch China sehr interessiert ist!)
2) Er befeuert MAGA. Für „günstiges“ Öl, das in den US Raffinerien hervorragend weiterverarbeitet werden kann (das bringt Petrodollars in die US Kasse), kann man sich auch mal außerhalb der USA „engagieren“,
3) Er setzt ein Zeichen: „Ich mache, was ich will und kann“ (vgl. Rumsfeld 2003. Warum sind Sie in den Irak einmarschiert? Weil wir es konnten.),,
4) Ein Seitenhieb an Putin, á la „Siehst du Wladimir, so macht man das!“. (Wahrscheinlich hat Putin seine Generalität geohrfeigt, diese „Schmach“),
5) Er lenkt von den Epstein Akten ab.
„because we could do it“
Küstengang01 sagt: …….
In Sache Ablenkungsmanoever….
Das wird auch von einigen Amerikanern so dargestellt, ist aber unsinnig.
Wenn „der Staub“ ueber den „Einschlag“ in Venezuela sich lichtet, kommt Epstein wieder hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump-Unterstuetzer inzwischen an den files „arbeiten“ ist allerdings nicht gering.
Cheers
@all
Die zunehmenden Versuche von Extremisten, die Debatte hier in ihre Richtung zu drücken („Und wieder schaffen die USA Fakten und räumen den Müll weg.“) sind ein Grund, die Kommentare jetzt zu schließen,