Zwischenstand: Mehr Bundeswehr-Amtshilfe für Berlin

Angesichts des anhaltenden Stromausfalls im Südwesten Berlins weitet die Bundeswehr auf Antrag des Landes ihre Amtshilfe aus. So sollen Mahlzeiten in Anlaufstellen ausgegeben werden. Zudem stellen die Streitkräfte Unterkünfte für auswärtige zivile Helfer bereit.

Nach Angaben des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr vom (heutigen) Dienstag werden Mahlzeiten in den Anlaufstellen im Rathaus Wannsee und in einer Sporthalle am Hüttenweg bereitgestellt. Die von der Berliner Innensenatorin Iris Spranger am vergangenen Sonntag geäußerte Vision von Bundeswehr-Suppenküchen in Zehlendorf werden allerdings nicht so recht Realität: Die Mahlzeiten, zunächst einige hundert pro Tag, werden in Truppenküchen in Beelitz und in Berlin-Gatow zubereitet und zur Verteilung ausgeliefert. Optional ist aber eine Aufstockung auf mehrere tausend Mahlzeiten möglich.

In Gatow, wo das Kommando Luftwaffe stationiert ist, stellt die Bundeswehr zudem 60 Betten in ihren Unterkünften bereit. Dort sollen unter anderem Feuerwehrleute aus anderen Bundesländern untergebracht werden, die zur Bewältigung der Großschadenslage Stromausfall angereist waren.

Bereits seit dem (gestrigen) Montag half die Bundeswehr mit einem Tankwagen, die eingesetzten Notstromaggregate am Laufen zu halten. Alle Hilfsmaßnahmen sind vorerst bis zum angekündigten Ende des Stromausfalls am kommenden Donnerstag befristet.